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Dienstag, 19. Mai 2026

Bischof Schneider: Der Synodenbericht des Vatikans zur Homosexualität erinnert an „die Schlange im Garten“

 Dieser Artikel erschien ursprünglich auf dem Substack von Diane Montagna.

 Aus „Gloria Dei“, der offiziellen Website Seiner Exzellenz Bischof Athanasius Schneider (Englisch)

 Der Abschlussbericht der Studiengruppe Nr. 9 propagiert eine „Exegese des Zweifels“ an der göttlichen Offenbarung und öffnet der „totalen moralischen Relativierung“ Tür und Tor.

ROM, 12. MAI 2026 — Bischof Athanasius Schneider hat eine scharfe Kritik an dem neuen Bericht des Vatikans über „aufkommende lehrmäßige, pastorale und ethische Fragen“ geübt. Er erklärte, die darin enthaltene Behandlung der Homosexualität fördere eine „Exegese des Zweifels“ an der göttlichen Offenbarung, die an die Schlange im Garten Eden erinnere und der „totalen moralischen Relativierung“ Tür und Tor öffne.

Der 30-seitige Abschlussbericht, der am 5. Mai vom Generalsekretariat der Synode des Heiligen Stuhls veröffentlicht wurde, wurde von der Studiengruppe Nr. 9 erstellt – einer von zehn Studiengruppen, die Papst Franziskus im Februar 2024 eingesetzt hatte, um jene Themen zu untersuchen, die während der ersten Sitzung der Synode über die Synodalität im Oktober 2023 aufgekommen waren.

Der siebenköpfigen Studiengruppe gehörten unter anderem Kardinal Carlos Castillo Mattasoglio, Erzbischof von Lima (Peru), Erzbischof Filippo Iannone, Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe, sowie der italienische Moraltheologe Pater Maurizio Chiodi an. Letzterer ist Professor am Päpstlichen Theologischen Institut Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaften und hat sich offen dafür ausgesprochen, dass sexuelle Handlungen innerhalb einer homosexuellen Beziehung unter bestimmten Umständen als gut zu bewerten seien. Pater Chiodi gilt als der mutmaßliche Hauptverfasser des Berichts.

Der Bericht zog rasch Kritik von katholischen Kommentatoren auf sich, wurde jedoch von „LGBTQ+“-Befürwortern – wie etwa Pater James Martin SJ – umgehend als „bedeutender Fortschritt“ gefeiert. Die Kontroverse verschärfte sich noch, als bekannt wurde, dass eines der beiden im Bericht wiedergegebenen Zeugnisse von jenem Mann verfasst worden war, der 2023 auf der Titelseite der *New York Times* abgebildet war: Er empfing dort gemeinsam mit seinem gleichgeschlechtlichen Partner den Segen desselben Jesuitenpriesters – nur einen Tag nach der Veröffentlichung von *Fiducia Supplicans*.

In diesem Interview erörtert Bischof Schneider, was er als eine unheilige Allianz zwischen dem Synodensekretariat und den Verfechtern einer „antichristlichen“ Ideologie betrachtet; er geht der Frage nach, inwieweit der Abschlussbericht der Studiengruppe Nr. 9 eine „rote Linie“ darstellt, und beleuchtet, wie dessen Veröffentlichung die ohnehin schon angespannten Beziehungen zwischen dem Vatikan und der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. beeinflussen könnte.

Obwohl er einräumt, dass der Bericht keine formelle lehramtliche Autorität besitzt, argumentiert der Weihbischof von Astana, dass seine Veröffentlichung durch den Vatikan dennoch schwerwiegende Folgen nach sich ziehe; denn er werde in den weltweiten Medien unweigerlich als Signal für eine Wende in der katholischen Lehre dargestellt und interpretiert werden.

Zudem richtet er einen direkten Appell an Papst Leo, die Kirche – und die Seelen – vor dem zu schützen, was er als eine „dreiste gnostische Lehre“ bezeichnet. Er warnt davor: Sollten der Heilige Vater – gemeinsam mit Kardinälen, Bischöfen und Priestern – nicht „aufwachen“, könnten künftige Generationen eines Tages auf diese Ära zurückblicken und sagen: „Die ganze Welt seufzte und wunderte sich darüber, wie sie das sechste Gebot abgeschafft hatten.“

Hier ist mein Interview mit Bischof Athanasius Schneider.

________________________________________

Diane Montagna (DM): Exzellenz, wie lautete Ihre erste Reaktion auf den Abschlussbericht der Studiengruppe Nr. 9 – und auf die Enthüllung, dass eine der beiden darin enthaltenen Zeugenaussagen von jenem Mann verfasst wurde, der in der *New York Times* abgebildet war, als er – gemeinsam mit seinem gleichgeschlechtlichen Partner – einen Segen von P. James Martin SJ empfing, und zwar nur einen Tag nach der Veröffentlichung von *Fiducia Supplicans*?

+Athanasius Schneider (+AS): Mit der Herausgabe des Abschlussberichts der Studiengruppe Nr. 9 hat sich das Sekretariat der Bischofssynode dazu herabgelassen, die Propaganda einer globalen Sexualideologie zu fördern, die weltweit in Politik und Medien aggressiv vorangetrieben wird. P. James Martin ist dabei lediglich ein klerikaler Handlanger dieser antichristlichen und blasphemischen Ideologie. Die Verfechter dieser Ideologie streben nach der moralischen und lehramtlichen Billigung homosexueller Handlungen und Lebensweisen durch die Kirche – also jener Verhaltensweisen, die im Widerspruch zu Gottes Schöpfungswerk und zur natürlichen Ordnung stehen. Das Synodensekretariat – ein Organ des Heiligen Stuhls – kollaboriert somit mit den Lobbyisten dieser Ideologie in einer regelrechten Revolte gegen Gottes Schöpfungswerk, gegen die schöne und weise Ordnung der beiden Geschlechter: Mann und Frau.

(DM): Der Abschlussbericht zielt eindeutig darauf ab, die Homosexualität im Leben der Kirche zu normalisieren. Dieser Prozess wurde bereits 2014 mit dem Zwischenbericht der ersten Familiensynode unter Papst Franziskus in Gang gesetzt; dieser argumentierte, dass „Homosexuelle Gaben und Qualitäten haben, die sie der christlichen Gemeinschaft anbieten können“. Der Text wurde von den Synodenvätern mehrheitlich abgelehnt, doch die Bemühungen wurden fortgesetzt.[1] Was verrät der Abschlussbericht Ihrer Ansicht nach über den „synodalen Prozess“, der unter dem amtierenden Papst initiiert wurde?

(+AS): Der Abschlussbericht offenbart, dass die Legitimierung der Homosexualität (d. h. homosexueller Handlungen, Lebensweisen und homoerotischer Beziehungen) bereits auf der klerikalen Agenda der ersten Familiensynode unter Papst Franziskus stand. Diese Agenda erreichte einen Höhepunkt mit der Veröffentlichung von *Fiducia Supplicans* durch das Dikasterium für die Glaubenslehre unter seinem derzeitigen Präfekten.

*Fiducia Supplicans* ist ein Hohn auf den gesunden Menschenverstand. Das Dokument spricht von der Möglichkeit, homosexuelle Paare zu segnen – nicht offiziell und liturgisch, sondern spontan. Dem Dokument zufolge ist der Gegenstand des Segens das homosexuelle Paar, nicht aber dessen Beziehung. Doch das „Paar-Sein“ leitet sich gerade aus der Beziehung selbst ab. *Fiducia Supplicans* hält somit die ganze Welt für Narren.

Der Abschlussbericht der Studiengruppe Nr. 9 geht sogar noch weiter, indem er eine mögliche lehrmäßige Rechtfertigung für homosexuelle Handlungen und homoerotische Beziehungen vorschlägt. Dies geschieht, indem er indirekt die bleibende Gültigkeit des Zeugnisses der göttlichen Offenbarung bezüglich der Homosexualität in der Heiligen Schrift in Frage stellt und eine Art „Exegese des Zweifels“ hinsichtlich der einschlägigen biblischen Stellen vorantreibt. Tatsächlich heißt es in dem Bericht: „Es ist notwendig, über eine bloße Wiederholung ihrer gegenwärtigen Darstellung hinauszugehen und die Erkenntnisse zu berücksichtigen, die aus verschiedenen exegetischen Lesarten gewonnen wurden“ (2.4). Eine solche Exegese maßt sich faktisch den Platz Gottes an und nimmt sich heraus zu verkünden, was gut und was böse ist. Genau dies tat die Schlange im Garten Eden.

(DM): Beide in dem Bericht hervorgehobenen Zeugnisse wurden von offen homosexuellen Männern verfasst, die in „gleichgeschlechtlichen Ehen“ leben und die Lehre der Kirche bezüglich Ehe und Sexualität nicht anerkennen. Dennoch gab es keinerlei Zeugnisse von Personen mit gleichgeschlechtlicher Neigung, die bestrebt sind, im Einklang mit dem katholischen Glauben zu leben, sich im Apostolat mit „Courage“ zu  engagieren usw. Was sagt dies über die „Experten“ aus, aus denen sich die Studiengruppe Nr. 9 zusammensetzte?

(+AS): Diese Tatsache spricht für sich selbst. Sie belegt eindeutig, dass ein Organ des Heiligen Stuhls – das Sekretariat der Bischofssynode – Partei ergreift für eine ideologische, neugnostische Gruppe innerhalb der Kirche; eine Minderheit, die der beständigen Lehre der Kirche sowie dem *sensus fidelium* (dem Glaubenssinn der Gläubigen) ausdrücklich widerspricht. Es ist offensichtlich, dass das Ziel darin besteht, einen Prozess in Gang zu setzen, der auf eine Neuinterpretation und letztlich auf die Aufhebung der Gültigkeit der göttlichen Offenbarung abzielt – und zwar konkret der Gültigkeit des sechsten Gebots.

(DM): Die Verfasser betonen, dass ihr Bericht nicht als Ausübung von Autorität gedacht sei, sondern lediglich das Ergebnis einer Arbeit darstelle, die der Studiengruppe im Verlauf des synodalen Prozesses in Auftrag gegeben wurde – mit dem Ziel, die geistliche Unterscheidung in den Ortskirchen zu fördern. Manche mögen nun einwenden, genau dies sei jene Taktik, mit der die Befürworter dieser Ideen die „Revolution“ vorantreiben wollten; andere wiederum könnten der Ansicht sein, dies biete hinreichenden Grund, den Bericht schlichtweg zu ignorieren. Welchen Standpunkt vertreten Sie?

(+AS): Auch wenn es sich formal lediglich um ein Dokument einer Studiengruppe handelt, dem die Autorität des Lehramts fehlt, wurde es dennoch vom Vatikan – vermittelt durch ein Organ des Heiligen Stuhls – veröffentlicht. Infolgedessen vermittelt ein solches Dokument der gesamten Weltöffentlichkeit sowie der Mehrheit der Katholiken – denen das theologische Unterscheidungsvermögen hinsichtlich des verbindlichen Gewichts kirchlicher Dokumente oft fehlt – den Eindruck, die katholische Kirche und selbst der Vatikan öffneten sich nun der Möglichkeit, homosexuelle Handlungen und Lebensweisen zu legitimieren und zu normalisieren. Hierin manifestiert sich eine klare Taktik, die darauf abzielt, die Gläubigen schrittweise daran zu gewöhnen, homosexuelle Handlungen als etwas Normales zu betrachten – oder sie zumindest in Einzelfällen zu tolerieren; dies geschieht vornehmlich unter Rückgriff auf das sophistische Argument, ein homosexuelles Paar könne ja durchaus über andere positive moralische oder intellektuelle Eigenschaften verfügen. Auf diese Weise wird dem völligen moralischen Relativismus Tür und Tor geöffnet.

(DM): Stellt dieser Abschlussbericht eine „rote Linie“ dar? Und welche Maßnahmen sollte Papst Leo XIV. Ihrer Ansicht nach ergreifen, angesichts der Tatsache, dass das Sekretariat der Bischofssynode diesen Bericht nunmehr öffentlich zugänglich gemacht hat?

(+AS): Dieser Abschlussbericht hat unmissverständlich die Grenze von der Orthodoxie zur Häresie überschritten. Der Bericht bedient sich der verführerischen Phrase „Paradigmenwechsel“, um – mittels leerer Rhetorik – Gottes Offenbarung über die binäre Natur der Geschlechter sowie Sein klares Verbot jeglicher sexuellen Handlungen außerhalb einer gültigen Ehe zwischen Mann und Frau zu untergraben. Die vornehmste Pflicht Papst Leos XIV. besteht darin, die Kirche und die Seelen der Gläubigen vor dieser dreisten gnostischen Lehre zu schützen, die darauf abzielt, Unzucht und widernatürliche Laster zu rechtfertigen. Die Stimme Christi – die die Kirche in Pergamon dafür tadelte, die sexuelle Häresie der Nikolaiten zu dulden (vgl. Offb 2,14–15), und der Kirche in Thyatira vorwarf, der Isebel – die sich selbst „Prophetin nannte“ – zu gestatten, sexuelle Unmoral in der Kirche zu verbreiten (Offb 2,20–21) –, richtet sich heute auch an Papst Leo XIV.

(DM): Wir berichten seit Jahren über diese Themen – angefangen bei der Familiensynode, über die Jugendsynode bis hin zur nun laufenden Synode über die Synodalität. Und doch scheinen sich Kardinäle und Bischöfe so oft – vielleicht abgesehen von der Gegenreaktion nach *Fiducia Supplicans* – und mit seltenen Ausnahmen für das Schweigen und die Untätigkeit zu entscheiden. Ist die Tatsache, dass wir diesen Punkt erreicht haben, nicht auch das Ergebnis eines Versagens der Hierarchie, jener Revolution Widerstand zu leisten, die unter dem vorangegangenen Pontifikat an Fahrt aufgenommen hat? Und wie, glauben Sie, können die Kardinäle dem Heiligen Vater in dieser Hinsicht nun am wirksamsten dienen?

(+AS): Die wesentliche Sendung des heiligen Amtes eines Kardinals und Bischofs besteht darin, dem feierlichen Auftrag Christi zu gehorchen, der die Apostel anwies, alles zu lehren, was Er gelehrt hatte. Und Jesus Christus – der menschgewordene Gott, die Wahrheit selbst – verurteilte jede Form der Verfälschung von Gottes Geboten sowie jeglichen Kompromiss mit der Sünde aufs Schärfste. Mit unerhörter Dreistigkeit ersetzt der Abschlussbericht Gottes Gebote – in diesem Fall Gottes Gebot gegen sexuelle Handlungen außerhalb der Ehe – durch menschliche Traditionen, die *de facto* der Akzeptanz homosexueller Handlungen und Lebensweisen Tür und Tor öffnen. Die homosexuelle Häresie infiziert zunehmend den Leib der Kirche; und wenn der Papst – und mit ihm die Kardinäle und Bischöfe – nicht aufwachen und als verantwortungsbewusste geistliche Ärzte und Hirten die Menschen klar und mutig vor einer solchen geistlichen Ansteckung warnen und schützen, werden sie durch ihr Nichtstun und ihr Schweigen schuldig werden. Es ist durchaus möglich, dass künftige Generationen, wenn sie auf unsere Epoche zurückblicken, auf diese jene Worte aus der Zeit der arianischen Häresie anwenden werden: „Die ganze Welt seufzte und wunderte sich darüber, wie sie das sechste Gebot Gottes abgeschafft hatte.“

(DM): Wie Sie oben anmerken, schlägt der Bericht einen „Paradigmenwechsel“ in der Art und Weise vor, wie die Kirche ihre schwierigsten lehramtlichen, pastoralen und moralischen Fragen angeht; und er beschreibt diesen Wandel als Teil eines „vom Zweiten Vatikanischen Konzil initiierten Prozesses, der jene Modelle in Frage stellt, die im kirchlichen Leben der vergangenen Jahrhunderte vorherrschend waren.“ Wir hören oft, dass der Klerus und die Gläubigen, die der traditionellen lateinischen Messe verbunden sind, das „Zweite Vatikanische Konzil annehmen“ müssten. Doch wie kann man dies von ihnen erwarten, wenn gerade jene, die als Experten für das Vatikanum auserwählt wurden, uns sagen, dass genau dies das Ergebnis ist, zu dem es führt?

(+AS): Der Schlussbericht, verfasst in typisch sophistischer und gnostischer Manier, stellt die unveränderlichen, heiligen und weisesten Wahrheiten der göttlichen Offenbarung lediglich als „theoretische Modelle“ dar (vgl. 2.3). In ihrem Bericht wird die klare, unfehlbare und zweitausend Jahre alte Lehre der Kirche über die göttlich angeordnete und göttlich gewollte Ordnung der menschlichen Sexualität somit zu einem zeitgebundenen „Modell“ herabgewürdigt. Dies beraubt zugleich das gesamte natürliche Sittengesetz – das Gott dem menschlichen Herzen eingeschrieben hat – sowie Seine in der Heiligen Schrift und der Heiligen Tradition offenbarten Wahrheiten ihrer verbindlichen Kraft.

Die Verfasser des Schlussberichts sind jene, die – um mit den Worten des Apostels Judas zu sprechen – die Gnade Gottes als Freibrief für die Ausübung der Unzucht missbrauchen (vgl. Jud 4). Sie sind die „wasserlosen Brunnen und Nebelwolken, vom Sturmwind gejagt“, von denen der heilige Petrus spricht; „sie führen hochtrabende Reden ohne Inhalt, und verlocken mit fleischlichen Lüsten und Ausschweifungen jene, die kaum entronnen sind den im Irrtum lebenden Menschen. Sie verheißen ihnen Freiheit, obgleich sie selber Sklaven des Verderbens sind“ (2 Petr 2,17–19). Wenn der Heilige Stuhl diesen Schlussbericht Nr. 9 nicht unmissverständlich verurteilt, werden alle verbleibenden, wahrhaft katholischen Geistlichen und Gläubigen das Vertrauen in jene verlieren, die Positionen im Vatikan innehaben.

(DM): Die FSSPX hat angekündigt, dass sie plant, am 1. Juli neue Bischöfe zu weihen. Wie kann es überhaupt Hoffnung auf Versöhnung oder Einheit geben, wenn diese Art von Angriffen auf den katholischen Glauben – die aus den offiziellen Strukturen des Vatikans selbst hervorgehen – andauern?

(+AS): Der skandalöse und, in Wahrheit, blasphemische Inhalt des Schlussberichts Nr. 9 bezüglich des Themas Sexualität – im Gegensatz zum ewig gültigen Inhalt der göttlichen Offenbarung in Schrift und Tradition – ist ein weiterer Beweis – neben vielen anderen alarmierenden Dokumenten und Handlungen, die vom Heiligen Stuhl ausgehen oder von ihm geduldet werden –, dass die gegenwärtige Situation der Kirche nur als ein wahrer Notstand beschrieben werden kann; eine Feststellung, die die FSSPX zu Recht trifft. Man müsste blind sein, um dies nicht zu sehen. Wer heute in der Kirche diesen wahren Notstand noch leugnet, ist entweder geistlich verblendet, hält den nackten Kaiser für anständig bekleidet (wie in Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“) oder verhält sich wie jener Diener, der angesichts des brennenden Schlosses ausrief: „Alles geht sehr gut, Madame la Marquise!“ (*Tout va très bien, Madame la Marquise!*)

(DM): Die FSSPX, die deutschen Bischöfe, die Synode über die Synodalität … Papst Leo XIV. hat in den kommenden Monaten und Jahren eine Fülle sehr ernster Angelegenheiten zu bewältigen. Was würden Sie ihm sagen, nun, da er in das zweite Jahr seines Pontifikats eintritt?

(+AS): Als sein Bruder im Bischofsamt könnte ich ihm keine besseren und treffenderen Worte anbieten als jene, die unser Herr zu Petrus, dem ersten Papst, sprach: „Stärke deine Brüder im Glauben!“ (Lukas 22,32). Was bedeutet „im Glauben stärken“ konkret? Es bedeutet offensichtlich, Klarheit in die Verwirrung des Glaubens zu bringen, Klarheit in die Zweideutigkeit des Glaubens und Klarheit in die Untergrabung des Glaubens. Der Papst sollte erkennen, dass die Kirche – ähnlich wie im zweiten Jahrhundert zur Zeit des heiligen Irenäus – von einem Gnostizismus infiziert ist, der wie ein Fuchs auf hinterlistige Weise die Gültigkeit und Konkretheit der göttlichen Offenbarung und der Gebote Gottes leugnet. Deshalb richtete der heilige Irenäus die folgende Warnung an die Päpste, Bischöfe und Gläubigen seiner Zeit – eine Stelle, die es verdient, vollständig zitiert zu werden:

„Dies also ist ihr System – ein System, das weder die Propheten verkündet, noch der Herr gelehrt, noch die Apostel überliefert haben; dessen vollkommene Kenntnis sie sich jedoch rühmen, mehr als alle anderen. Sie beziehen ihre Ansichten aus anderen Quellen als der Heiligen Schrift; und – um ein gängiges Sprichwort zu bemühen – sie mühen sich ab, Stricke aus Sand zu flechten, indem sie versuchen, die Gleichnisse des Herrn, die Aussprüche der Propheten und die Worte der Apostel mit einem Anschein von Wahrscheinlichkeit ihren eigenen, eigenwilligen Behauptungen anzupassen, damit ihr Gedankengebäude nicht gänzlich ohne Stütze erscheine. Dabei jedoch missachten sie die Ordnung und den Zusammenhang der Heiligen Schrift und zerstückeln und zerstören – soweit es in ihrer Macht steht – die Wahrheit. Indem sie Textstellen versetzen, neu zurechtmachen und aus dem einen etwas ganz anderes konstruieren, gelingt es ihnen durch ihre arglistige Kunst, viele zu täuschen, indem sie die göttlichen Offenbarungen ihren eigenen Meinungen dienstbar machen. Ihr Vorgehen gleicht dem eines Mannes, der – wenn ein geschickter Künstler ein wunderschönes Bildnis eines Königs aus kostbaren Edelsteinen geschaffen hat – dieses Abbild des Menschen in all seine Einzelteile zerlegt, die Edelsteine neu anordnet und so zusammenfügt, dass daraus die Gestalt eines Hundes oder eines Fuchses entsteht – und selbst dies nur schlecht ausgeführt. Sodann würde er behaupten und erklären, dies sei jenes wunderschöne Bildnis des Königs, das der geschickte Künstler geschaffen habe; dabei verweist er auf die Edelsteine, die vom ersten Künstler bewundernswert zusammengefügt worden waren, um das Bild des Königs zu formen, nun aber vom zweiten Künstler mit unglücklicher Wirkung in die Gestalt eines Hundes übertragen wurden. Indem er so die Edelsteine ​​präsentiert, täuscht er die Unwissenden – jene, die keine Vorstellung davon haben, wie die Gestalt eines Königs beschaffen ist – und redet ihnen ein, jenes erbärmliche Abbild des Fuchses sei in Wahrheit das wunderschöne Bildnis des Königs. Auf genau dieselbe Weise flicken diese Leute Ammenmärchen zusammen und versuchen dann, indem sie Worte, Ausdrücke und Gleichnisse – wo immer sie diese vorfinden – gewaltsam aus ihrem eigentlichen Zusammenhang reißen, die göttlichen Offenbarungen ihren haltlosen Erfindungen anzupassen“ (Adversus haereses, I,8.1).

(DM): Exzellenz, möchten Sie noch etwas hinzufügen?

(+AS): Mit den folgenden Worten möchte ich jenen unzähligen einfachen, frommen Katholiken eine Stimme verleihen, denen ich immer wieder in verschiedenen Ländern begegne – Menschen, die den Papst mit einer wahrhaft übernatürlichen Liebe lieben, zugleich aber zutiefst darunter leiden, dass aus Rom keine eindeutige Bestätigung göttlicher Wahrheiten erfolgt; dies geschieht inmitten der ungestraften Verbreitung von Häresien und Gotteslästerungen im kirchlichen Leben durch Kleriker – ja sogar durch Bischöfe und Kardinäle –, die Wölfe im Gewand von Hirten sind. Ich möchte eine brüderliche Bitte an Sie richten:

Heiligster Vater, hören Sie auf die Stimme so vieler frommer Katholiken, einfacher Priester und Ordensleute, von Kindern und Jugendlichen, die durch synodale Strukturen an den Rand des kirchlichen Lebens gedrängt und sogar mit Verachtung behandelt wurden – einzig und allein deshalb, weil sie dem Glauben und der Form der Liturgie treu bleiben, wie sie von ihren Vorvätern überliefert wurden; jenem Glauben und jener Liturgie, die von den Heiligen geschätzt wurden; jenem Glauben und jener Liturgie, die von der überwältigenden Mehrheit der Päpste angenommen und gefeiert wurden.

Heiligster Vater, stellen Sie sich nicht vorrangig auf die Seite von Kirchenbürokraten und Apparatschiks, die von den Mächtigen dieser Welt gestützt werden; hören Sie vielmehr auf die Kleinen in der Kirche und stehen Sie ihnen bei: auf die traditionsverbundenen Gläubigen und Kleriker, die unerschütterlich an dem Glauben festhalten, der den Heiligen ein für alle Mal überliefert wurde (Jud 3).

Heiligster Vater, seien Sie für unsere Zeit ein zweiter heiliger Leo: Legen Sie ein glasklares Glaubensbekenntnis ab, um die gesamte Kirche zu stärken und verderbliche Zweifel sowie vergiftende Zweideutigkeiten zu zerstreuen – genau so, wie es einst Ihr Vorgänger und Namensvetter tat. Dann werden die Gläubigen unserer Zeit – wie schon zu Zeiten Leos des Großen – sagen können: „Durch den Mund von Papst Leo XIV. hat Petrus gesprochen!“

 

 

Aus dem Englischen der offiziellen Webseite von Bischof Athanasius Schneider „Gloria Dei“ mit Hilfe des Google-Übersetzers.

Die deutsche Fassung dieses Artikels in www.p-c-o.blogspot.com

© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.


Donnerstag, 9. November 2023

Die Demolierung des Priestertums führt zu einer schamanistischen Kirche

 


Soll das Priestertum in der katholischen Kirche abgeschafft werden? Braucht die Kirche überhaupt Priester? Die Synodalversammlung hat diese Frage zur Diskussion zugelassen.

Auf die Frage, ob es eine „Diskussion“ über die Abschaffung des Priesteramtes geben soll, antworteten 1. Oktober 2021 95 Synodenteilnehmer mit "Ja", 94 stimmten mit "Nein". Weil die einfache Mehrheit bei der Vollversammlung des Synodalen Weges genügt, kann diese Frage beim "Synodalen Weg" offiziell diskutiert werden.

Nun könnte mancher behaupten: „Es ginge ja bloß um das Diskutieren. (Fast) keiner in der Vollversammlung wird wohl ernsthaft der Meinung sein, das Priesteramt könne man einfach so abschaffen. Zu einer konkreten Forderung wird es wohl deshalb nicht kommen. Die Angelegenheit kann man beruhigt beiseiteschieben.“

Wer so meint, hat den Vorfall nur oberflächlich analysiert und vorschnell Schlüsse gezogen: Denn selbst wenn der Synodale Weg schließlich nicht die Abschaffung des Priesteramts beschließt (bzw. fordert, den die Vollversammlung kann einen solchen Entschluss nicht fassen), so wird sehr ernsthaft die Konstruktion einer egalitären Kirche erörtert, in welcher der Priester so gut wie keine Autorität besitzt.

Hier wurde schon oft gezeigt, dass das Ziel der deutschen Kirchenrevolution die Einführung des Egalitarismus in die Kirche ist.

Der Progressismus hasst die hierarchische Verfassung der Kirche und alles, was damit zu tun hat: Sakralität, Schönheit, Tradition.

Der Synodale Weg hat schon gezeigt, wie wichtig ihm ist, egalitär zu sein: Beispielsweise ist die Sitzordnung in der Versammlungshalle nach dem Anfangsbuchstaben des Namens festgelegt. Rang, Funktion, Amt, Alter, Erfahrung spielen keine Rolle. Kein Parlament der Welt ist so egalitär aufgestellt, wie der Synodale Weg in Deutschland.

So kann man sich nicht wundern, dass man sich ernsthafte Gedanken über eine Kirche macht, in der der Priester nur noch hinzutritt, um das nötigste auszurichten, etwa die Wandlungsworte bei der Messe auszusprechen oder die Lossprechung bei der Beichte zu erteilen.

Der Priester wäre auf seine Kernfunktion reduziert und die Tatsache, dass er in „persona Christi“ handelt, kaum noch sichtbar.

Kann eine solche Kirche aber überhaupt überleben? Wie soll eine solche Kirche sich strukturieren, wenn die Priester zu einer rein funktionellen Rolle reduzieren werden? Was würde die Menschen in dieser Kirche zusammenhalten? Woher käme so was wie ein „Gemeinschaftsgefühl“?

Eine Möglichkeit wäre, dass man das interne Leben dieser Pseudo-Kirche rund um Personen ordnet, die einen gewissen Charismatismus mitbringen. Menschen, die fähig sind, mit ihrer Persönlichkeit – in guten oder im schlechten Sinne – andere zu beeinflussen und zu überzeugen.

So könnte man beispielsweise versuchen, Persönlichkeiten wie Greta Thunberg als Sprachrohre des Heiligen Geistes zu deklarieren. Solche Personen würden von Medien und medial geförderten Theologen mit einer (scheinbaren) moralischen Autorität ausgestattet werden, die die Lebenseinstellungen- und Weisen der Katholiken vorgeben.

Mit solchen Figuren könnte man versuchen, dass es für die Katholiken wichtiger wird, „klimaneutral“ zu leben, als die 10 Geboten zu befolgen.

Gerade aus dem Milieu des Umweltaktivismus ließen sich sowieso viele finden, die genug pseudo-geistige Energie und Ausstrahlung besitzen, um mehr oder weniger als Schamanen zu wirken: Mit ihrem bloßen Präsenz und Haltung und sehr wenigen Worten würden sie Lebensstile präsentieren und intuitiv vorgeben, wie man zu leben hat.

Solche Pseudo-Propheten ließen sich für alle Themen finden, die gerade in Mode sind: Gender, Diversität, Cancel-Culture. Klima und Ökologie sowieso.

Sie allesamt würden eine Art Kolleg von Pseudo-Päpsten bilden, die eher durch ihre Lebensauffassung Einfluss ausüben, als durch dem, was sie verbal kommunizieren.

Auch Priester könnten selbstverständlich eine solche schamanistische Rolle einnehmen, doch die Tatsache, dass sie geweihte Menschen sind, würde dabei keine Rolle spielen. Denn es geht vielmehr um die Vorgabe eines pseudo-spirituellen Lebensstils, der sich eher am Buddhismus, am Pantheismus und an den Naturreligionen orientiert, als an der katholischen Moraltheologie- und Askese.

 

Bild: © Synodaler Weg/Maximilian von Lachner

Dieser Artikel erschien erstmals in

http://mathias-von-gersdorff.blogspot.com/2021/10

 

 

Donnerstag, 2. November 2023

Der Deutsche Synodale Weg: Wird er die kirchliche Lehre dahingehend ändern, ...

 ... damit Homosexuelle „einbezogen“ werden?

von José Antonio Ureta und Julio Loredo de Izcue

27. Oktober 2023

Papst Franziskus hat im Oktober in Rom eine „Synode zur Synodalität“ einberufen. Viele gläubige Katholiken haben ihre Besorgnis darüber geäußert, dass die Befürworter der Synode schwerwiegende und möglicherweise destruktive Änderungen an den Strukturen und Lehren der Kirche vorgeschlagen haben.

Der folgende Artikel, angelehnt an dem kürzlich veröffentlichten Buch „Derweltweite Synodale Prozess: eine Büchse der Pandora“, erörtert die Veränderungen der katholischen Morallehre durch den deutschen Synodalen Weg.

Der Synodale Weg ist die besondere Art und Weise, wie sich die katholische Kirche in Deutschland unabhängig von der Weltsynode an die Synodalität anpasst, diese vorwegnimmt und sogar über die Orientierungen Roms hinausgeht.

Sein Aufruf zu radikalen Veränderungen findet sich in einem vorbereitenden Dokument für den Weg, in dem es heißt: „Wir sind überzeugt, dass die Neuausrichtung der Pastoral nicht ohne wesentliche Neuakzentuierungen der kirchlichen Sexualehre möglich sein wird. ... Insbesondere die Lehre, die den Geschlechtsverkehr nur im Rahmen einer rechtmäßigen Ehe und nur in der ständigen Offenheit zur Zeugung von Nachkommen für ethisch legitim erachtet, hat zu einem weitgehenden Bruch zwischen Lehramt und Gläubigen geführt.“ 1.

Ebenso heißt es in einem anderen Weg-Dokument:

Gleichgeschlechtliche Sexualität – auch in sexuellen Handlungen verwirklicht – ist daher keine Sünde, die von Gott bestraft wird und nicht als böse an sich anzusehen ist …

1. Im Zuge dieser Neubewertung von Homosexualität sollten unter anderem die Passagen 2357-2359 sowie 2396 (Homosexualität und Keuschheit) des Weltkatechismus überarbeitet werden. Ebenso sollten die entsprechenden Passagen im Katechismuskompendium (2005; Nr. 492) geändert werden. Im Kompendium müssen „homosexuelle Handlungen“ aus der Liste der „Hauptsünden gegen die Keuschheit“ gestrichen werden. 2.

Noch ein anderes Dokument ist sehr deutlich: „dass für das Forum unter anderem die Aufgabe bestünde, einen neuen Blick auf Homosexualität und gleichgeschlechtliche Beziehungen zu entwickeln und auf eine Öffnung hinzuwirken.“ 3.

Andere Unterstützungen der deutschen Position:

Der luxemburgische Kardinal Jean-Claude Hollerich, Generalrelator der Oktobersynode, stimmt dem zu. Er erklärte, dass die Lehre der Kirche über homosexuelle Beziehungen „falsch“ sei und daher geändert werden müsse, weil „die soziologisch-wissenschaftliche Grundlage dieser Lehre nicht mehr korrekt sei.“ 4.

Andere Bischofskonferenzen teilen diese Meinung. Beispielsweise haben einige französische Bischöfe kürzlich den Papst darum gebeten, den Katechismus der katholischen Kirche dahingehend zu ändern, dass homosexuelle Handlungen nicht mehr als „von Natur aus ungeordnet“ und „im Widerspruch zum Naturgesetz“ verurteilt werden. Die französische Bischofskonferenz hat eine Theologenkommission mit der Aufgabe beauftragt, die Neuformulierung der Lehre zu diesem Thema zu untersuchen. 5.

Weg-Befürworter schlagen vor, die Moraldoktrin der Kirche zu ersetzen

Weg-Befürworter schlagen einen neuen Ansatz zur Sexualmoral vor. Es sollte nicht mehr auf göttlichen und natürlichen Gesetzen basieren, sondern auf dem Selbstverständnis der eigenen Verantwortung gegenüber anderen.

Prof. Thomas Söding, Vizepräsident des Synodalen Wegs, schreibt: „Die Lösung des Problems liegt darin, das Verhältnis von Persönlichkeit und Sexualität in der kirchlichen Lehre neu zu definieren … Die Eigenverantwortung steigt, verbunden mit gesellschaftlicher Toleranz und Akzeptanz durch die Kirche, die klar definiert wenn es zu Missbrauch [invasivem Verhalten] kommt und wenn Menschenrechte und Würde angegriffen werden. Die Kirche definiert aber auch sexuelle Selbstbestimmung und Verantwortung gegenüber anderen und sich selbst, ohne die sexuellen Praktiken (der Menschen) auszuspionieren.“ 6.

Andere Forderungen nach „Inklusion“ von Homosexuellen?

Fast alle Abschlussdokumente der kontinentalen Etappen der Synodenreise (Continental Syntheses) erwähnen ausdrücklich die Notwendigkeit der Einbeziehung von LGBT-Personen.

Darüber hinaus haben hochrangige Prälaten eine ähnliche Linie vertreten. Beispielsweise hält Kardinal Jean-Claude Hollerich, Generalrelator der Synode, wie bereits erwähnt, eine Änderung der kirchlichen Lehre zur Homosexualität für notwendig.

Kardinal Robert McElroy, Bischof von San Diego, argumentiert seinerseits, dass die Weltsynode der richtige Anlass sei, einige Lehren der Kirche zu prüfen, darunter auch die Frage der Priesterweihe von Frauen. Sein Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der „radikalen Inklusion von LGBT-Menschen“.

Für den kalifornischen Kardinal ist die Unterscheidung der Kirche zwischen Personen homosexueller Orientierung, die sich der Sünde enthalten, und solchen, die sündigen, indem sie homosexuelle Handlungen begehen, pastoral unbequem, da sie die Gemeinschaft über den Empfang der Heiligen Kommunion und die aktive Teilnahme am kirchlichen Leben spalte. Alle LGBT-Personen sollten auf der Grundlage der „Würde jedes Menschen als Kind Gottes“ einbezogen werden, ohne die Unterschiede zu machen, die die Kirche macht. 7.


Anmerkungen

1.  Der Synodale Weg “Leben in gelingenden Beziehungen – Grundlinien einer erneuerten Sexualethik,” p. 2, accessed Jun. 21, 2023, https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/SV-IV/SV-IV_Synodalforum-IV-Grundtext-Lesung2.pdf.

2. Der Synodale Weg, “Handlungstext—Lehramtliche Neubewertung von Homosexualität,” pp. 4–5, accessed Jun. 21, 2023, https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/beschluesse-broschueren/SW8-Handlungstext_LehramtlicheNeubewertungvonHomosexualitaet_2022.pdf.

3.  Der Synodale Weg, “First Synodal Assembly, Jan. 30–Feb. 1, 2020, Frankfurt,” p. 16, accessed Jun. 21, 2023, https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/Synodalversammlung-I-Protokoll.pdf.

4.  “I believe that this is false. But I also believe that here we are thinking further about the teaching. So, as the Pope has said in the past, this can lead to a change in teaching.

“So I believe that the sociological-scientific foundation of this teaching is no longer correct.” (Simon Caldwell, “Cardinal Hollerich: Church Teaching on Gay Sex Is ‘False’ and Can Be Changed,” The Catholic Herald, Feb. 3, 2022, https://catholicherald.co.uk/cardinal-hollerich-church-teaching-on-gay-sex-is-false-and-can-be-changed/)

5.   See Solène Tadié, “‘Several’ French Bishops Ask Pope to Reformulate Catholic Doctrine on Homosexuality,” National Catholic Register, Mar. 13, 2023, https://www.ncregister.com/blog/some-french-bishops-ask-pope-to-reformulate-doctrine.

6.   Thomas Söding, Gemeinsam unterwegs: Synodalität in der katholischen Kirche (Ostfildern, Germany: Matthias Grünewald Verlag, 2022), 271–72.

7. Raymond J. de Souza, “Cardinal McElroy’s Attack on Church Teachings on Sexuality Is a Pastoral Disaster,” National Catholic Register, Jan. 26, 2023, https://www.ncregister.com/commentaries/cardinal-mcelroy-s-attack-on-church-teachings-on-sexuality-is-a-pastoral-disaster.

Aus de   

Aus dem Englischen mit Hilfe von Google Übersetzer von “The German Synodal Way“ in
https://www.tfp.org/the-german-synodal-way-will-it-change-church-teaching-to-include-homosexuals/?PKG=TFPE3180

Dieser Artikel erschien erstmals in deutscher Sprache in
 
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Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.


Freitag, 14. Juli 2023

Die Demolierung des Priestertums führt zu einer schamanistischen Kirche

 


von Mathias von Gersdorff

          Soll das Priestertum in der katholischen Kirche abgeschafft werden? Braucht die Kirche überhaupt Priester? Die Synodalversammlung hat diese Frage zur Diskussion zugelassen.

Auf die Frage, ob es eine „Diskussion“ über die Abschaffung des Priesteramtes geben soll, antworteten 1. Oktober 2021 95 Synodenteilnehmer mit „Ja“, 94 stimmten mit „Nein“. Weil die einfache Mehrheit bei der Vollversammlung des Synodalen Weges genügt, kann diese Frage beim "Synodalen Weg" offiziell diskutiert werden.

Nun könnte mancher behaupten: „Es ginge ja bloß um das Diskutieren. (Fast) keiner in der Vollversammlung wird wohl ernsthaft der Meinung sein, das Priesteramt könne man einfach so abschaffen. Zu einer konkreten Forderung wird es wohl deshalb nicht kommen. Die Angelegenheit kann man beruhigt beiseiteschieben.“

Wer so meint, hat den Vorfall nur oberflächlich analysiert und vorschnell Schlüsse gezogen: Denn selbst wenn der Synodale Weg schließlich nicht die Abschaffung des Priesteramts beschließt (bzw. fordert, den die Vollversammlung kann einen solchen Entschluss nicht fassen), so wird sehr ernsthaft die Konstruktion einer egalitären Kirche erörtert, in welcher der Priester so gut wie keine Autorität besitzt.

Hier wurde schon oft gezeigt, dass das Ziel der deutschen Kirchenrevolution die Einführung des Egalitarismus in die Kirche ist.

Der Progressismus hasst die hierarchische Verfassung der Kirche und alles, was damit zu tun hat: Sakralität, Schönheit, Tradition.

Der Synodale Weg hat schon gezeigt, wie wichtig ihm ist, egalitär zu sein: Beispielsweise ist die Sitzordnung in der Versammlungshalle nach dem Anfangsbuchstaben des Namens festgelegt. Rang, Funktion, Amt, Alter, Erfahrung spielen keine Rolle. Kein Parlament der Welt ist so egalitär aufgestellt, wie der Synodale Weg in Deutschland.

So kann man sich nicht wundern, dass man sich ernsthafte Gedanken über eine Kirche macht, in der der Priester nur noch hinzutritt, um das nötigste auszurichten, etwa die Wandlungsworte bei der Messe auszusprechen oder die Lossprechung bei der Beichte zu erteilen.

Der Priester wäre auf seine Kernfunktion reduziert und die Tatsache, dass er in „persona Christi“ handelt, kaum noch sichtbar.

Kann eine solche Kirche aber überhaupt überleben? Wie soll eine solche Kirche sich strukturieren, wenn die Priester zu einer rein funktionellen Rolle reduzieren werden? Was würde die Menschen in dieser Kirche zusammenhalten? Woher käme so was wie ein „Gemeinschaftsgefühl“?

Eine Möglichkeit wäre, dass man das interne Leben dieser Pseudo-Kirche rund um Personen ordnet, die einen gewissen Charismatismus mitbringen. Menschen, die fähig sind, mit ihrer Persönlichkeit – in guten oder im schlechten Sinne – andere zu beeinflussen und zu überzeugen.

So könnte man beispielsweise versuchen, Persönlichkeiten wie Greta Thunberg als Sprachrohre des Heiligen Geistes zu deklarieren. Solche Personen würden von Medien und medial geförderten Theologen mit einer (scheinbaren) moralischen Autorität ausgestattet werden, die die Lebenseinstellungen- und Weisen der Katholiken vorgeben.

Mit solchen Figuren könnte man versuchen, dass es für die Katholiken wichtiger wird, „klimaneutral“ zu leben, als die 10 Geboten zu befolgen.

Gerade aus dem Milieu des Umweltaktivismus ließen sich sowieso viele finden, die genug pseudo-geistige Energie und Ausstrahlung besitzen, um mehr oder weniger als Schamanen zu wirken: Mit ihrem bloßen Präsenz und Haltung und sehr wenigen Worten würden sie Lebensstile präsentieren und intuitiv vorgeben, wie man zu leben hat.

Solche Pseudo-Propheten ließen sich für alle Themen finden, die gerade in Mode sind: Gender, Diversität, Cancel-Culture. Klima und Ökologie sowieso.

Sie allesamt würden eine Art Kolleg von Pseudo-Päpsten bilden, die eher durch ihre Lebensauffassung Einfluss ausüben, als durch dem, was sie verbal kommunizieren.

Auch Priester könnten selbstverständlich eine solche schamanistische Rolle einnehmen, doch die Tatsache, dass sie geweihte Menschen sind, würde dabei keine Rolle spielen. Denn es geht vielmehr um die Vorgabe eines pseudo-spirituellen Lebensstils, der sich eher am Buddhismus, am Pantheismus und an den Naturreligionen orientiert, als an der katholischen Moraltheologie- und Askese.

 

Bild: © Synodaler Weg/Maximilian von Lachner

Dieser Artikel erschien erstmals in http://mathias-von-gersdorff.blogspot.com/2021/10

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Mittwoch, 26. April 2023

Kardinal Burke an die noch katholischen Priester in Deutschland: „Kämpft weiter!“

Botschaft an die treuen Priester der Kirche in Deutschland

     Hochwürdige und liebe Brüder in Christus, Sie sind seit Beginn dem sogenannten „Synodalen Weg“ sehr gegewärtig in meinen Gebeten. Nach Abschluss der Fünften Synodenversammlung am vergangenen 11. März in Frankfurt am Main habe ich vor allem für Sie gebetet, dass Sie der apostolischen Tradition, den Glaubens- und Sittenwahrheiten der Kirche, die Christus uns überliefert hat, treu bleiben und die zu schützen und zu fördern wir als Priester die Aufgabe haben.

     Niemals mehr als heute brauchen die Gläubigen Priester, die ihnen die Wahrheit verkünden, die ihnen Christus bringen, besonders in den Sakramenten, und die sie auf dem Weg Christi führen und leiten.

     Ich kann mir nur Ihre tiefe Traurigkeit über die Positionen vorstellen, die von der Versammlung, einschließlich der großen Mehrheit der Bischöfe, vertreten werden, die direkt dem widersprechen, was die Kirche immer und überall gelehrt und praktiziert hat.

     Ich teile Ihre Traurigkeit und erlebe die Versuchung der Entmutigung, die auch Sie zweifellos erleben. In Momenten wie diesen, die Priester in anderen Momenten der Kirchengeschichte erlebt haben, müssen wir uns an das Versprechen erinnern, das unser Herr, der niemals lügt und seinen Versprechen immer treu ist, uns bei seiner Himmelfahrt in unseren Händen den apostolischen Auftrag gegeben hat: „... und siehe, ich bin bei euch allezeit bis ans Ende der Welt“ (Mt 28, 20).

     Wenn wir uns noch einmal die Sendung und die Verheißung unseres Herrn zu Herzen nehmen, müssen wir weiter kämpfen, wir müssen seine treuen „Mitarbeiter in der Wahrheit“ sein (3 Joh 8).

     In Zeiten wie diesen, in denen auch Bischöfe die apostolische Tradition verraten, müssen treue Bischöfe, Priester, Personen des geweihten Lebens und Laien gerade wegen ihrer Treue schwer leiden.

     Zu Beginn der Karwoche, der Woche des Leidens und Sterbens unseres Herrn, und der Vorfreude auf Ostern, die Zeit seiner Auferstehung und Himmelfahrt, lasst uns seine Worte an diejenigen zu Herzen nehmen, die Er zu seinen Jünger sagte: „Wenn jemand mir nachfolgen will, so verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Mt 16,24).

     In diesen heiligsten Tagen gießt Unser Herr aus seinem glorreichen und durchbohrten Herzen die starken Gnaden seines Sieges über Sünde und Tod aus, um uns zu stärken, gute, treue und großzügige Jünger zu sein. In der Karwoche und in der Osterzeit lassen Sie uns vor allem zum Heiligsten Herzen Jesu, besonders durch das eucharistische Opfer die Leiden seines mystischen Leibes, der Kirche erheben, die durch eine Zeit der zügellosen Verwirrung und des Irrtums geht, und dessen Früchte die Teilung, der Abfall vom Glauben und das Schisma sind.

     Denken wir immer daran, besonders wenn das Leid, das wir ertragen müssen, zu groß erscheint, um es zu ertragen, dass wir nicht allein sind, dass Christus in uns lebt, dass die göttliche heiligmachende und aktuelle Gnade in uns am Werk ist.

     Erinnern wir uns immer an die Worte unseres Herrn an seine jungfräuliche Mutter und an den heiligen Apostel und Evangelisten Johannes, mit dem wir mystisch am Fuße des Kreuzes stehen: „Frau, siehe, dein Sohn ... siehe, deine Mutter“ (Joh 19,26-27).

     Die Gottesmutter ist die Mutter der göttlichen Gnade und sie ist in besonderer Weise die Mutter der Priester, die durch ihrem göttlichen Sohn vielen Seelen unzählige Gnaden bringen.

     Die jungfräuliche Mutter unseres Herrn ist immer an unserer Seite, auch wenn sie uns liebevoll befiehlt: „Tut, was er euch sagt“ (Joh 2,5).

     Im Herzen vereint mit dem Heiligsten Herzen Jesu genießen wir durch das Unbefleckte Herz Mariens auch die Gemeinschaft aller Heiligen, die uns stets beistehen werden, wenn wir nur ihre Fürsprache erbitten. Vergessen wir in dunklen Augenblicken nicht die Wirklichkeit und die göttlich ausgesprochene Ermahnung im Hebräerbrief: „So lasst denn auch uns, von einer so großen Wolke von Zeugen umgeben, alle hemmende Last und die Bestrickung der Sünde, abwerfen und lasst mit Ausdauer uns laufen auf der vor uns liegenden Rennbahn. Lasst und dabei aufblicken zu Jesus, dem Begründer und Vollender des Glaubens, der angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz erduldete, ohne der Schmach zu achten, und zur Rechten des Thrones Gottes sich gesetzt hat (Ps 110,1)“ (Hebr 12,1-2).

     Abschließend versichere ich Sie meiner Vereinigung mit Ihnen und meiner täglichen Gebete für Sie. Wie die Jünger auf dem Weg nach Emmaus waren wir vor dem Geheimnis der Ungerechtigkeit eine Zeit lang entmutigt, aber jetzt, da unsere Augen auf unseren auferstandenen Herrn und seine unveränderliche Lehre gerichtet sind, mögen unsere Herzen durch seine Gnade in Eifer erneuert werden (Luk 24,32).

      Ich fordere Sie auf, unserem Herrn nahe zu sein, der uns auserwählt hat, seine Brüder im Priestertum zu sein, und einander nahe zu sein in reiner und selbstloser Liebe zur Kirche, zu seinem mystischen Leib und in dem aus Liebe zu ihm dargebrachten Leiden und für unsere Brüder und Schwestern, für die wir als wahre Hirten geweiht worden sind.

      In tiefster väterlicher Zuneigung erteile ich Ihnen und der Ihrer priesterlichen Sorge anvertrauten Herde unseres Herrn meinen Segen.

Raymond Leo Kardinal Burke

Rom

 

Aus dem Italienischen mit Hilfe von Google-Übersetzer in
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Bild: By Pufui Pc Pifpef I - Own work, CC BY-SA 3.0, Wikimedia. 

Quelle: Stylvm Curiae - Marco Tosatti, 10 aprile 2023. 

Die deutsche Fassung „Kardinal Burke an die noch katholischen Priester in Deutschland“ erschien erstmals in www.r-gr.blogspot.com

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Donnerstag, 17. Februar 2022

Zum Motu proprio „Fidem servare“: einige (besorgte) Beobachtungen nach einer ersten Lektüre

von Enrico Roccagiachini

Wie MiL (Messa in Latino), die seit dem 15. Dezember letzten Jahres auch den Inhalt der Reform vorweggenommen hatte, gestern zum heute veröffentlichten Motu Proprio „Fidem servare“ bekannt gab, hat der Papst die interne Struktur der Glaubenskongregation (CDF) verändert.

In Anbetracht der Bedeutung des Themas scheint das Apostolische Schreiben ein eher dünner Text zu sein, der fast unbemerkt bleiben oder als bloßer Vorgriff auf die erwartete und nie verwirklichte Gesamtreform der römischen Kurie betrachtet werden könnte.

Bei einer ersten und schnellen Lektüre kann jedoch zumindest eine Passage unsere Aufmerksamkeit erregen. Es ist dies (Punkt 2 des Motu Proprio): „Die Sektion für die Lehre befasst sich durch das Amt für die Lehre mit den Angelegenheiten, die die Förderung und den Schutz der Glaubens- und Sittenlehre betreffen. Dieses fördert auch Studien, die darauf abzielen, das Verständnis und die Weitergabe des Glaubens im Dienste der Evangelisierung zu verbessern, damit sein Licht ein Kriterium für das Verständnis des Sinns der Existenz sein kann, insbesondere angesichts der Fragen, die durch den Fortschritt der Wissenschaften und die Entwicklung der Gesellschaft aufgeworfen werden“. (Keine offizielle Übersetzung; d. Ü.)

Die „neue“ Glaubenskongregation ist also für eine Aktivität verantwortlich, die in gewisser Weise werbend ist („Ermutigung zum Studium“), vor allem im Sinne des Motu Proprio: Das Apostolische Schreiben scheint den Theologen zu zeigen, in welche Richtung sie die wissenschaftliche Reflexion lenken sollen, und gibt auch an, welche Themen im Dienst der Evangelisierung als besonders studierenswert angesehen werden. Besonders auffällig ist in diesem Zusammenhang der Wunsch, die Intelligenz (das Verständnis) und die Weitergabe des Glaubens zu steigern, um den Sinn des Daseins (sic) zu verstehen, vor allem (merke: vor allem) angesichts der Fragen, die der Fortschritt der Wissenschaft und die Entwicklung der Gesellschaft aufwerfen.

Angesichts all dessen, ohne den ungewollt existenzialistischen Beigeschmack der Annahme zu vernachlässigen, als diene das beste Verständnis des Glaubens mehr als alles andere dazu, sich in der existenziellen Situation, in der wir uns befinden, wohl zu fühlen, als das Heil zu erlangen, das der Herr mit dem erlösenden Opfer des Kreuzes erkauft hat, konnte ich nicht umhin, an das zu denken, was ich am 10. Februar letzten Jahres im Blog von Sandro Magister gelesen habe, der die folgende Aussage von Kardinal Jean-Claude Hollerich, dem Erzbischof von Luxemburg, erwähnte (Hervorhebung von mir): „Die Positionen der Kirche zu homosexuellen Beziehungen als sündhaft (zu betrachten) sind falsch. Ich glaube, dass die soziologische und wissenschaftliche Grundlage dieser Doktrin nicht mehr stimmt. Es ist Zeit für eine grundlegende Revision der Lehre der Kirche, und die Art und Weise, wie Papst Franziskus über Homosexualität gesprochen hat, kann zu einer Änderung der Lehre führen.“

Ist die Befürchtung übertrieben, dass der Aufruf „zu den Fragen, die der Fortschritt der Wissenschaft und die Entwicklung der Gesellschaft aufwirft“, der im Text zur Reform der Glaubenskongregation selbst enthalten ist, ein Vorspiel für eine Angleichung an die angeblichen wissenschaftlichen Theorien über die Normalität der homosexuellen Orientierung sein könnte und damit für die lang erwartete Abschaffung der sehr unbequemen paulinischen Lehren über die Sodomie im Namen einer erneuerten wissenschaftsfreundlichen Lehre?

Sandro Magister erinnert daran, dass der Bischof von Limburg und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Msgr. Georg Bätzing, kürzlich in einer Pressekonferenz berichtete, dass er „nach einem Treffen in Luxemburg zwischen ihm, Hollerich und dem maltesischen Kardinal Mario Grech, dem Generalsekretär der Bischofssynode, von Papst Franziskus in Audienz empfangen wurde, der angeblich die Bildung einer Arbeitsgruppe angeregt hat, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die deutsche Synode mit der der Weltkirche in Einklang gebracht werden kann“.

Ist es ein verwegenes Urteil, wenn ich vermute, dass die Reform der Glaubenskongregation darauf abzielt, die lehrmäßigen Kanten abzurunden, die die gegenwärtige Phase des Pontifikats schwierig machen, und eine gewisse Absorption der deutschen Synode zu ermöglichen, selbst um den Preis einer Anpassung der Lehre an die stolzen heterodoxen Sehnsüchte des teutonischen Episkopats? Und ist es plausibel, sich zu fragen, welche weiteren großartigen Schicksale und Fortschritte sich für ein besseres Verständnis des Glaubens auf der Grundlage der wissenschaftlichen und sozialen Entwicklung, die heute für den radikalsten Umweltschutz besonders empfänglich ist, eröffnen könnten? Ist es nicht vielleicht das, was sich die Moderne immer erhofft hat: die ständige Neuformulierung der Doktrin, die dem unaufhaltsamen Wandel der wissenschaftlichen und soziologischen Theorien folgt?

Diese Bedenken werden sich noch verstärken, wenn sich die Gerüchte über den neuen künftigen Präfekten der Kongregation und Sekretär der Sektion für Lehre bestätigen. Ich für meinen Teil wäre sehr froh, wenn sich meine Überlegungen als falsch erweisen könnten; erlauben Sie mir jedenfalls, Ihnen vorzuschlagen, am Rosenkranz festzuhalten. Das Motu Proprio ist auf den 11. Februar datiert, das Fest Unserer Lieben Frau von Lourdes: Wir können sicher sein, dass die Mutter der Kirche nicht zulassen wird, dass irgendein Versuch, sie mit einem Angriff auf die Integrität der Lehre in Verbindung zu bringen, Erfolg hat.

Quelle: Messa in Latino, 14. Februar 2022.

 

Aus dem Italienischen mit Hilfe von DeepL-Überetzer von

https://www.atfp.it/notizie/305-chiesa/2143-a-proposito-di-fidem-servare-qualche-preoccupata-osservazione-a-prima-lettura

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Diese deutsche Fassung von „Zum Motu proprio „Fidem servare:…“ erschien erstmals in
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In signierten Artikeln veröffentlichte Meinungen und Konzepte liegen in der alleinigen Verantwortung der Autoren.

Sonntag, 3. Oktober 2021

Synodaler Weg: Kirche ohne Priester?

 Die Demolierung des Priestertums
führt zu einer schamanistischen Kirche


Soll das Priestertum in der katholischen Kirche abgeschafft werden? Braucht die Kirche überhaupt Priester? Die Synodalversammlung hat diese Frage zur Diskussion zugelassen.

Auf die Frage, ob es eine „Diskussion“ über die Abschaffung des Priesteramtes geben soll, antworteten 1. Oktober 2021 95 Synodenteilnehmer mit "Ja", 94 stimmten mit "Nein". Weil die einfache Mehrheit bei der Vollversammlung des Synodalen Weges genügt, kann diese Frage beim "Synodalen Weg" offiziell diskutiert werden.

Nun könnte mancher behaupten: „Es ginge ja bloß um das Diskutieren. (Fast) keiner in der Vollversammlung wird wohl ernsthaft der Meinung sein, das Priesteramt könne man einfach so abschaffen. Zu einer konkreten Forderung wird es wohl deshalb nicht kommen. Die Angelegenheit kann man beruhigt beiseiteschieben.“

Wer so meint, hat den Vorfall nur oberflächlich analysiert und vorschnell Schlüsse gezogen: Denn selbst wenn der Synodale Weg schließlich nicht die Abschaffung des Priesteramts beschließt (bzw. fordert, den die Vollversammlung kann einen solchen Entschluss nicht fassen), so wird sehr ernsthaft die Konstruktion einer egalitären Kirche erörtert, in welcher der Priester so gut wie keine Autorität besitzt.

Hier wurde schon oft gezeigt, dass das Ziel der deutschen Kirchenrevolution die Einführung des Egalitarismus in die Kirche ist.

Der Progressismus hasst die hierarchische Verfassung der Kirche und alles, was damit zu tun hat: Sakralität, Schönheit, Tradition.

Der Synodale Weg hat schon gezeigt, wie wichtig ihm ist, egalitär zu sein: Beispielsweise ist die Sitzordnung in der Versammlungshalle nach dem Anfangsbuchstaben des Namens festgelegt. Rang, Funktion, Amt, Alter, Erfahrung spielen keine Rolle. Kein Parlament der Welt ist so egalitär aufgestellt, wie der Synodale Weg in Deutschland.

So kann man sich nicht wundern, dass man sich ernsthafte Gedanken über eine Kirche macht, in der der Priester nur noch hinzutritt, um das nötigste auszurichten, etwa die Wandlungsworte bei der Messe auszusprechen oder die Lossprechung bei der Beichte zu erteilen.

Der Priester wäre auf seine Kernfunktion reduziert und die Tatsache, dass er in „persona Christi“ handelt, kaum noch sichtbar.

Kann eine solche Kirche aber überhaupt überleben? Wie soll eine solche Kirche sich strukturieren, wenn die Priester zu einer rein funktionellen Rolle reduzieren werden? Was würde die Menschen in dieser Kirche zusammenhalten? Woher käme so was wie ein „Gemeinschaftsgefühl“?

Eine Möglichkeit wäre, dass man das interne Leben dieser Pseudo-Kirche rund um Personen ordnet, die einen gewissen Charismatismus mitbringen. Menschen, die fähig sind, mit ihrer Persönlichkeit – in guten oder im schlechten Sinne – andere zu beeinflussen und zu überzeugen.

So könnte man beispielsweise versuchen, Persönlichkeiten wie Greta Thunberg als Sprachrohre des Heiligen Geistes zu deklarieren. Solche Personen würden von Medien und medial geförderten Theologen mit einer (scheinbaren) moralischen Autorität ausgestattet werden, die die Lebenseinstellungen- und Weisen der Katholiken vorgeben.

Mit solchen Figuren könnte man versuchen, dass es für die Katholiken wichtiger wird, „klimaneutral“ zu leben, als die 10 Geboten zu befolgen.

Gerade aus dem Milieu des Umweltaktivismus ließen sich sowieso viele finden, die genug pseudo-geistige Energie und Ausstrahlung besitzen, um mehr oder weniger als Schamanen zu wirken: Mit ihrem bloßen Präsenz und Haltung und sehr wenigen Worten würden sie Lebensstile präsentieren und intuitiv vorgeben, wie man zu leben hat.

Solche Pseudo-Propheten ließen sich für alle Themen finden, die gerade in Mode sind: Gender, Diversität, Cancel-Culture. Klima und Ökologie sowieso.

Sie allesamt würden eine Art Kolleg von Pseudo-Päpsten bilden, die eher durch ihre Lebensauffassung Einfluss ausüben, als durch dem, was sie verbal kommunizieren.

Auch Priester könnten selbstverständlich eine solche schamanistische Rolle einnehmen, doch die Tatsache, dass sie geweihte Menschen sind, würde dabei keine Rolle spielen. Denn es geht vielmehr um die Vorgabe eines pseudo-spirituellen Lebensstils, der sich eher am Buddhismus, am Pantheismus und an den Naturreligionen orientiert, als an der katholischen Moraltheologie- und Askese.

 

Bild: © Synodaler Weg/Maximilian von Lachner

Dieser Artikel erschien erstmals in http://mathias-von-gersdorff.blogspot.com/2021/10

Dienstag, 21. Januar 2020

Der Deutsche Synodale Weg führt in ein Deutsches Schisma



Die fünf Betrüge des deutschen pseudo-synodalen Wegs

Von Jose Antonio Ureta,
(Acies Ordinata, München, 18.
Januar 2020)

Der von der Deutschen Bischofskonferenz eingeschlagene „Synodale Weg“ weicht radikal vom traditionellen Synodenmodell ab (1) und wird, wenn er nicht rechtzeitig gestoppt wird, zu einem Schisma führen. In der Tat basiert der besagte „Synodale Weg“ auf fünf Betrügereien:
1. THEOLOGISCHER BETRUG
Da die Ziele einer regulären Diözesansynode rein pastoral und disziplinarisch sind, liegen Fragen des Glaubens und der Disziplin jenseits der Diözesanebene außerhalb ihrer Zuständigkeit. Die vier Foren, die zur Vorbereitung der Veranstaltung eingerichtet wurden (Macht in der Kirche; Priesterzölibat; Sexuallehre und Zugang von Frauen zu kirchlichen Ämtern) befassen sich ausschließlich mit den beiden oben genannten Arten verbotener Fragen. Darüber hinaus sind die in diesen vier Punkten vorgebrachten Vorschläge größtenteils häretisch, während der angebliche Vorwand — zuzuhören, was der Geist der Kirche durch die Gemeinschaft sagt —, auch häretisch ist, sofern er darauf hindeutet, dass die göttliche Offenbarung zum Ausdruck kommt und sich durch menschliche Wechselfälle entwickelt.
2. EKKLESIOLOGISCHER BETRUG
Die Bischöfe erhalten mit der Ordination und Ernennung die Befugnis, zu heiligen, zu lehren und zu regieren. Als Lehrer müssen sie nicht nur Zeugen, sondern auch Richter der offenbarten Wahrheit sein, eine Funktion, die sie bei Kontroversen niemandem übertragen können. Als Hirten besitzen sie eine gewöhnliche, ordnungsgemäße und unmittelbare Macht über ihre Herde, einschließlich der gesetzgebenden Gewalt, die sie auf persönliche und ausschließliche Weise ausüben müssen, ohne „zusammen mit anderen Personen, Organismen oder Diözesanversammlungen Gesetze erlassen zu dürfen“. Die Mitglieder der Synode spielen daher lediglich eine „beratende“ Rolle (4), und dies umso mehr, wenn es sich bei diesen Mitgliedern um einfache Laien handelt.
Entgegen diesem hierarchischen Charakter der Kirche macht der deutsche „Synodale Weg“ die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gleichberechtigt, welches die Mitverantwortung für die Entwicklung und das Ergebnis des synodalen Prozesses übernommen hat (5). Der demokratische Charakter der Veranstaltung wird durch die Tatsache unterstrichen, dass:
• Die Synodalversammlung, das höchste Organ ist, das alle Entscheidungen treffen wird, wird bis heute aus einer Mehrheit von 122 Laien (einschließlich einer Mehrheit von 70 Frauen) bestehen, verglichen mit nur 105 Geistlichen (einschließlich 69 Bischöfen, 32 Priestern und 4 Diakonen);
• Die Präsidentschaft der Synode wird zu gleichen Teilen von den Präsidenten und Vizepräsidenten der Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der Laien verwaltet;
• Die Vorbereitungsforen setzen sich zu gleichen Teilen aus 10 Mitgliedern zusammen, die von jeder dieser beiden Organismen ernannt werden.
Kurz gesagt, „Synodalität“ ist nur eine betrügerische Bezeichnung für eine radikale Demokratisierung der Kirche.
3. SOZIOLOGISCHER BETRUG
Der deutsche „Synodale Weg“ setzt voraus, dass das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ein Vertreter der katholischen Gläubigen ist. Es stellt sich im Gegenteil heraus, dass der ZdK eine Art Parlament ist, in dem fast zwei Drittel der Mitglieder Delegierte katholischer Vereinigungen sind, die nicht den gewöhnlichen Besucher der Sonntagsmessen vertreten, sondern den sogenannten „Räte- und Verbandskatholizismus“, d.h. eine Art Nomenklatura von Apparatchiks von aktivistischen Organisationen mit liberaler Ausrichtung. (6)
4. METHODOLOGISCHER BETRUG
Der „Synodale Weg“ nimmt den MHG-Bericht (7) über sexuellen Missbrauch durch katholische Geistliche in Deutschland zum Vorwand. Im Gegensatz zu den Beweisen und anderen Studien, die auf moralische Nachlässigkeit und den Zusammenbruch der Moraltheologie als Hauptverursacher hinweisen(8), klagt stattdessen dieser Bericht die Machtstruktur der Kirche, den heiligen Charakter des Priesteramts, die katholische Sexualmoral und insbesondere ihre Verurteilung von Homosexualität an. Mit anderen Worten betrachtet der „Synodale Weg“ von Anfang an die Schlussfolgerungen, die er zu ziehen beabsichtigt, als unbestreitbare Prämissen.
5. MENSCHLICHER BETRUG
Seit fünfzig Jahren versucht die vorherrschende Strömung der Deutschen Bischofskonferenz, die von den Führern der deutschen neo-modernistischen Theologie vertretenen Häresien in die katholische Kirche einzudringen. Anstatt diese Häresien mit voller Transparenz anzunehmen, verstecken sich die deutschen Bischöfe hinter den Laien und wollen, dass die Laien unter dem Vorwand der „Synodalität“ die volle Verantwortung für den Bruch mit der Wahrheit Christi tragen, der auf Luthers Spuren betrieben wird von der neuen schismatischen Kirche, die sie aufbauen.
Doch Kardinal Marx und seine Kollegen irren sich völlig: Auch wenn Papst Franziskus die Empfehlungen des deutschen „Synodalen Weges“ billigt, lassen sich die lebendigen und dynamischen Elemente der katholischen Kirche in Deutschland und alle wahren Katholiken auf der ganzen Welt von ihren Machenschaften nicht täuschen und werden es schaffen, Unserem Herrn Jesus Christus und seiner Kirche treu zu bleiben.
In der Tat gehört die Kirche Christus und nicht seinem Stellvertreter. Wahre Synodalität wird in der Kirche nur dann erreicht, wenn Pastoren und Gläubige „zusammen gehen“ und dem Guten Hirten folgen, geleitet von seinen Lehren, ohne sie zu verfälschen, um sie den launischen Winden des Zeitgeists anzupassen.

Fussnoten:
(1) Seit mehreren Jahrhunderten bezeichnet der Begriff „Synode“ Versammlungen der Geistlichen einer Diözese, die sich mit kirchlichen das geistliche Wohl der Diözesangemeinschaft betreffenden Angelegenheiten befassen (Kodex des Kanonischen Rechts, 1917, Nr. 356; Kodex von 1983, Nr. 460). In seinem meisterhaften Werk De Synodo diocesana fasst der Kanoniker Papst Benedikt XIV. in einfachen Worten die Ziele und Zuständigkeitsbereiche der Diözesansynoden zusammen: depravata corrigantur; ignorantes instruantur; regulae morum formentur; provincial synodo decreta publicentur, d.h. um Missbräuche zu korrigieren, Unwissende zu erziehen, die guten Sitten zu fördern und die Entscheidungen von General- oder Provinzialkonzilien in die Praxis umzusetzen.
(2) „Die zwischen der Teilkirche und ihrem Oberhirten und der Gesamtkirche und dem Papst herrschende tiefe Verbundenheit fordert, dass der Bischof von der Synodendiskussion Thesen oder Positionen ausschließt, die von der fortwährenden Lehre der Kirche oder dem Päpstlichen Lehramt abweichen bzw. disziplinäre Fragen betreffen, die der höchsten oder einer anderen kirchlichen Autorität vorbehalten sind und die unter Umständen mit dem Anspruch eingebracht wurden, dem Heiligen Stuhl entsprechende «Voten» zu übersenden.“ (Kongregation für die Bischöfe und Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Instruktion über die Diözesansynoden, IV. 4).
(3) Ebda., Zusatz. „Der Bischof übt auch bei der Abhaltung der Synode das Amt der Leitung der ihm anvertrauten Kirche aus: er beschließt die Einberufung, er legt die von der Synode zu diskutierenden Fragen vor, er leitet die Sitzungen der Synode; schließlich unterschreibt er als einziger Gesetzgeber die Erklärungen und Dekrete und ordnet ihre Veröffentlichung an“ (Kongregation für die Bischöfe - Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Instruktion über die Diözesansynoden, I. 1).
4 Kodex von 1983, Canon Nr. 466 und 467. Die Rolle der Mitglieder einer Synode beschränkt sich auf die „Unterstützung des Diözesanbischofs“ bei ihren Meinungen (ebd., Nr. 460).
(5) Das ZdK hatte seine Teilnahme davon abhängig gemacht, dass die Beschlüsse der Versammlung «verbindlich» wären, musste sich aber letztendlich auf diese Forderung verzichten, damit der synodale Schritt nicht ipso facto ketzerisch und schismatisch wird. Tatsächlich «haben die Resolutionen der Synodalversammlung keine eigene Rechtswirkung» (Statuten des Synodalen Weges, Art. 11 Abs. 5). Ebenso musste der ZdK akzeptieren, dass die Beschlüsse nicht nur von der Mehrheit der Versammlung, sondern auch von der 2/3 Mehrheit der Bischöfe gebilligt werden.
(6) Mathias von Gersdorff, “Understanding the Kerfuffle in the German Catholic Church” (www.lifesitenews.comthe-german-catholic-church-interview-with-ma). In einem offenen Brief an Kardinal Marx erklärte George Weigel: „Dies ist eher so, als würde Präsident Trump mit Fox News oder Speaker Pelosi mit den Herausgebern der New York Times beraten.“ (www.firstthings.com/web-exclusives) / 2019/03 / an-open-letter-to-Kardinal-reinhard marx.
(7) So genannt, weil es von Forschern der Universitäten Mannheim, Heidelberg und Gießen verfasst wurde.

(8) Siehe insbesondere: Wortlaut: Die Kirche und der Skandal des sexuellen Mißbrauchs