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Donnerstag, 18. Mai 2023

Göttliche Strafen für die Welt laut der seligen Elena Aiello

 


Roberto de Mattei

(2. Teil)

Um von einem Katholiken berücksichtigt zu werden, muss eine Privatoffenbarung folgende Merkmale aufweisen: sie darf nichts enthalten, was dem katholischen Glauben und der katholischen Moral, aber auch dem christlichen gesunden Menschenverstand widerspricht; darüber hinaus muss derjenige, der die Offenbarung empfängt, eine wahrhaft tugendhafte Person und der Autorität der Kirche unterworfen sein, denn es obliegt allein der Kirche, sich über den übernatürlichen Charakter von Visionen und Offenbarungen zu äußern. Schließlich müssen Offenbarungen nicht nach einem sekundären Gut bewertet werden, das sie bewirken können, sondern nach einem echten und absoluten Gut, indem ihre endgültige Ursache sorgfältig untersucht wird (A. Oddone, Visioni e apparizioni. Kriterien für die Unterscheidung, Edizioni La Civiltà Cattolica, Rom 1948 ).

In diesem Geiste schlage ich die Lektüre der Offenbarungen vor, die die selige Elena Ajello im Laufe von über zwanzig Jahren erhalten hat, die in einer schreibmaschinengeschriebenen Sammlung, deren Abschrift ich von Msgr. Francesco Spadafora im Jahr 1977 bekommen habe. Ich berichte über einen großen Teil der Botschaft, die die selige Elena am 27. März 1959, einem Karfreitag, erhalten hat, weil sie meiner Meinung nach die Grundelemente dieser Offenbarungen zusammenfasst: Gottlosigkeit und Korruption in der Welt; die Ankündigung einer schrecklichen Strafe, die über die Menschheit kommt; die Notwendigkeit von Gebet und Buße, um göttliche Strafe zu vermeiden oder zu mildern und um die Stunde des Triumphs des Unbefleckten Herzens Mariens zu beschleunigen.

Das sagt die Muttergottes zu Schwester Elena. „Unzählige Seelen gehen verloren, sie werden vom Satan geführt, und wollen die totale und materielle Herrschaft über die ganze Welt. Gottes Gerechtigkeit wird über die Erde kommen und der größte Teil der Menschheit wird von einem empörten Gott gerichtet werden. Wenn gebetet und Buße getan wird, wird mein Herz triumphieren und die Pforten der Hölle werden nicht siegen; ansonsten wird ein schrecklicher Sturm über die Welt losbrechen, denn die schreckliche Geißel steht vor der Tür; die Stunden der Finsternis kommen immer näher. Die Welt wird von großen Katastrophen heimgesucht werden ... Feuer wird wie Schneeflocken vom Himmel fallen; es wird einen Krieg geben, der von Terror und Tod dominiert wird. Blut wird wie Flüsse fließen; was für ein Massaker! Die Herrscher der Völker haben die Grenze ihrer Verirrung erreicht, sie glauben, im Besitz des Friedens zu sein, aber der Krieg steht bevor, das Feuer wird von Osten nach Westen entzünden; mit ihren tödlichen Waffen werden sie Völker und Nationen zerstören; ein großer Teil der Generation wird vernichtet; Häuser, Bäume werden verbrannt; sie werden die liebsten Dinge zerstören; die Kirchen werden abgerissen (…).

„Wann wird das alles geschehen?“ „Ich (Unsere Liebe Frau) bin es, die sich über die Welt beugt und den Arm meines empörten Sohnes zurückhält; sonst wäre die Welt bereits zum Teil zerstört. Die Sünder lehnen meine Barmherzigkeit ab, dennoch habe ich endlose Beweise meiner Liebe gegeben. Die Priester predigen das Evangelium nicht mehr, sie sind verrückt, sie haben den göttlichen Geist verloren. Das einzige Mittel, die Gerechtigkeit des Vaters zu besänftigen, ist Gebet und Buße mit der Rückkehr zur Kirche... Die ganze Welt weiht sich dem Unbefleckten Herzen Mariens, der Mittlerin zwischen den Menschen und Gott. (…) Der Materialismus schreitet in allen Nationen voran und setzt seinen markanten Marsch des Verderbens und Todes fort. (…) Die christliche Familie existiert nicht mehr; sie machen davon keine Geheimnisse mehr, sie wollen Christus aus Familien, Schulen, Fabriken, der Gesellschaft, dem Gewissen der Menschen vertreiben (…)“.

Die Mutter Gottes am Fuße des Kreuzes betet für die Erlösung der Welt. Jesus antwortet: „Nein, Mutter, denn die Sünder sind hartnäckig, niemand kehrt zu Gott zurück; auf der Welt wird es Verderben und Tod geben. Rom wird bestraft werden, Italien wird beunruhigt und gedemütigt. Die Kirche wird verfolgt. Christus wird auf Erden so viel leiden müssen; welche Ruinen wird er treffen! Die Herde ist dabei, sich zu zerstreuen. Wie viele Priesterseelen haben die Herde verlassen! Betet ohne Unterlass, denn die Stunde ist nahe, damit die Menschheit ihre Fehler erkennt. Russland wird sich über alle Nationen, insbesondere Italien, erheben und die [rote] Flagge auf der Kuppel von St. Peter hissen: [und die Basilika] wird von sehr wilden Löwen umgeben sein! Mein Wort ist klar. Die Welt ist schneller verloren, als man denkt.“

Die Worte der Muttergottes scheinen die heutige Realität abzubilden, doch im Klima der progressiven Euphorie der 1960er Jahre erscheinen sie unverständlich. Auch der Bezug auf Russland, der in den Offenbarungen der seligen Elena Aiello immer wieder auftaucht, erscheint prophetisch.

13. September 1959: „Russland wird seine Fehler in allen Nationen verbreiten, insbesondere in Italien. Italien wird nicht gerettet. Die Geißel des Krieges ist nahe und Italien wird als erstes von den Mächten des Bösen überwältigt werden. Wie viele öffentliche und private Sünden beflecken die heilige Stadt!“.

8. Mai 1960: „Russland ist bereit, alle Kräfte des Bösen zu entfesseln und wird all seine Wut entfesseln. Es wird ein höllischer Sturm werden. Der Krieg wird nahe sein. Russland wird sich gegen verschiedene Nationen stürzen. Das Feuer wird von Ost nach West beginnen. Es wird auch viele Revolutionen in Nordafrika und dann im Nahen Osten geben. Blut wird in Flüssen fließen. Die Zeit ist nicht mehr fern. Priester werden verfolgt; die Kirchen werden entweiht, besonders in der Heiligen Stadt. Betet, dass der Papst nicht in die Hände der Russen fällt.“

16. Juli 1960: „Wenn nicht gebetet wird, wird Italien schlimmer sein als Russland. Es kommt die Verfolgung der Kirche. Viele Priester werden als Märtyrer sterben. Russland wird versuchen, in die Heilige Stadt einzudringen, dem Sitz des Stellvertreters Christi, die von diesen höllischen Monstern entweiht wird.“

22. August 1960: „Die schreckliche Stunde schreitet über die Welt. Mehrere Nationen, insbesondere Italien, werden von blutigen Revolutionen betroffen sein. Russland hat Geheimwaffen gegen Amerika, gegen Frankreich und gegen Deutschland vorbereitet. Der Krieg ist nahe. Der Rhein in der Schweiz wird voller Leichen und Blut sein. Der Papst wird sehr viel leiden müssen. Der brüllende Löwe wird auf den Stuhl Petri vorrücken, um seine Irrtümer zu verbreiten. Russlands Galle wird alle Nationen vergiften, insbesondere Italien. Betet viel und bittet um Gebete, besonders in den Monaten Oktober und November, und denket nicht, dass es sich um leere Worte handelt – es sind ernste Offenbarungen. Wann wird das alles passieren? Die Zeit ist nicht mehr fern und alles wird wahr.“

Damit endet das Maschinenscript, das die Offenbarungen Jesu und Mariens an die selige Elena Aiello enthält. Natürlich muss man beim Lesen dieser Botschaften bedenken, dass die Zeiten der göttlichen Vorsehung anders sind als die der Menschen und dass Gebete Strafen verzögern oder mildern können. Gott hat es nicht eilig (Weish 12, 1-10): Er wartet auf die Erfüllung der Zeiten und führt seine Pläne unfehlbar aus (Jes 46, 11).

Der ständige Verweis auf Russland bestätigt die Prophezeiung von Fatima, wonach „Russland seine Irrtümer in der ganzen Welt verbreiten und Kriege und Verfolgungen der Kirche verursachen wird“. Wenn jemand einwendet, dass das kommunistische Russland heute nicht mehr existiert, antworten wir, dass weder Russland noch der Westen zum wahren Glauben sich bekehrt haben und dass die öffentlichen Sünden der Welt, vom Osten bis zum Westen des Planeten, exponentiell zugenommen haben. Wie kann man sich vorstellen, dass die von Gott angekündigte Strafe aufgehoben wurde? Und wenn die Strafe aufgrund ihrer Sünden immer noch auf der Welt lastet, warum sollte Gott, der in seinen Plänen unveränderlich ist, das ändern, was er durch Unsere Liebe Frau in Fatima angekündigt hatte, nämlich dass Russland das Instrument seiner Strafe sein würde? Die Fakten liegen vor unseren Augen. Russland ist am 22. Februar 2022 in die Ukraine einmarschiert und droht mit dem Einsatz von Atomwaffen und Hyperschallraketen, die mit einer fünfmal höheren Geschwindigkeit als der Schall fliegen können. Die Gefahr eines Massakers schwebt weitaus ernster über der Menschheit als noch vor sechzig Jahren.

Zwei schreckliche Kriege verwüsteten das 20. Jahrhundert. Stehen wir am Vorabend eines neuen Weltbrandes? Und wie und wann wird Russland zum wahren Glauben finden und die Prophezeiung von Fatima erfüllen, die am Ende der Katastrophe den Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens angekündigt hat? Nur Gott kennt die Zukunft, aber die Botschaften der seligen Elena Aiello können für uns eine Quelle der Betrachtung und des Gebets sein. 


 

Aus dem Italienischen mit Hilfe von Goggle-Übersetzer von „I castighi divini sul mondo secondo la beta Elena Aiello – secunda parte“ in https://www.corrispondenzaromana.it/i-castighi-divini-sul-mondo-secondo-la-beata-elena-aiello-2-parte/

Die deutsche Fassung „Göttliche Strafen für die Welt laut der seligen Elena Aiello“ (2. Teil) erschien erstmals in www.r-gr.blogspot.com

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Bild aus der italienischen Version in „Corrispondenza Romana“

Mittwoch, 17. Mai 2023

Göttliche Strafen für die Welt nach der seligen Elena Aiello


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 Von Roberto de Mattei

1977 schenkte mir Monsignore Francesco Spadafora (1913–1997), ein bedeutender Bibelwissenschaftler und damaliger Professor an der Päpstlichen Lateranuniversität, einen 42seitigen maschinengeschriebenen Text mit den „Offenbarungen Jesu und der Gottesmutter an die Generaloberin Schwester Elena Aiello, Gründerin der Kleinen Schwestern vom Leiden Unseres Herrn Jesus Christus“, die diese Ordensfrau zwischen dem 15. April 1938 und dem 22. August 1960 erhielt. Msgr. Spadafora, der der Seherin über fünfundzwanzig Jahre lang nahestand und sie bis in den Tod begleitete, hatte ihr ein Buch mit dem Titel „Suor Elena Aiello ‚a monaca santa‘“ („Sr. Elena Aiello, ‚eine heilige Ordensfrau‘“, Verlag Città nuova, Rom 1964) gewidmet. Einen Teil dieser Privatoffenbarungen veröffentlichte ich in einem Artikel mit dem Titel „Göttliche Strafen für Italien und die Welt“, der am 30. Januar 1978 in der Ausgabe 33 der Zeitschrift Cristianità erschien. Pater Livio Fanzaga hat diesen Text am 23. Februar 2022 bei Radio Maria wiederveröffentlicht und kommentiert. Auch die Monatszeitschrift Catolicismo, die in São Paulo, Brasilien, erscheint, widmete kürzlich einen Artikel von Luis Dufaur den Visionen von Schwester Elena Aiello („Mensagens para um mundo em conflagração“, „Botschaften für eine Welt in Flammen“ in: Catolicismo, Nr. 866, Februar 2023, S. 26–35).

Schwester Elena Aiello wurde am 10. April 1895 in Montalto Uffugo, in der Provinz Cosenza, geboren. Ihr Leben war eng mit dem der Ordensgemeinschaft verbunden, die sie 1928 mit dem Ziel gründete, sich um Waisenkinder zu kümmern und sie christlich zu erziehen: die Kleinen Schwestern vom Leiden Unseres Herren Jesus Christus, die in die geistigen Fußstapfen des heiligen Franz von Paola treten, des kalabrischen Thaumaturgen, der nur wenige Kilometer von Schwester Elenas Geburtsort entfernt geboren wurde.

Am 2. Januar 1948, zwanzig Jahre nach ihrer Gründung, erhielt die Kongregation die kirchliche Anerkennung. Bei einer Begegnung mit Papst Pius XII. während des Heiligen Jahres 1950 fragte Schwester Elena ihn, ob er der Meinung sei, daß dieses Werk dem Herzen der Kirche entspreche. Der Papst antwortete ihr: „Ihr Werk wird nicht enden, denn es gründet sich auf die Vorsehung“. Schwester Elena Aiello starb am 19. Juni 1961 in Rom. Johannes Paul II. erklärte sie am 22. Januar 1991 für verehrungswürdig und Benedikt XV. sprach sie am 14. September 2011 selig. Das Seligsprechungsdekret erinnert daran, daß Elena Aiello den Heiligen Vater und die Kirche zutiefst liebte. Als ausgesprochen eucharistische Seele pflegte sie zu sagen: „Die Eucharistie ist die wesentliche Nahrung meines Lebens, der tiefe Atem meiner Seele, das Sakrament, das meinem Leben und allen Handlungen des Tages einen Sinn gibt“. Ihr Charisma lässt sich in dem Satz zusammenfassen, den sie fast litaneiartig wiederholte: „Es gibt keine Liebe ohne Leiden“.

Vom 2. März 1923 bis zu ihrem Tod durchlebte Schwester Helena an jedem Freitag der Fastenzeit, insbesondere an jedem Karfreitag, die Passion unseres Herrn, mit Leiden, Blutschweiß, Visionen und Offenbarungen. Das wiederkehrende Thema dieser Offenbarungen war die Ankündigung einer göttlichen Strafe für die in Sünde versunkene Menschheit. Am 16. März 1951 sagt Jesus zu ihr: „Die Menschen haben einen Wirbelsturm des Hasses gegen Gott geschleudert. Mein Herz blutet, weil die Menschen mich empören. Überall suche ich die Sünder: Sie sind von der Sünde verblendet. Die Welt lebt außerhalb des Christentums. (…) Die Geißel ist nahe; die Pein ist groß; zu zahlreich sind die Verbrechen; ungeheuer sind die Gefahren, die der Menschheit drohen: Der Krieg mit seinen furchtbaren Waffen wird Verderben und Tod über jedes einzelne Volk bringen. Hilf mir zu leiden… du mußt das Opfer für die verderbte Welt sein.“

Das Schicksal der Kirche und der Stadt Rom steht im Mittelpunkt der Offenbarungen der Seherin. Am 7. August 1954 sagt ihr die Gottesmutter: „Rom wird sehr heimgesucht werden, weil es mit sehr schweren Sünden befleckt ist. Der Sumpf der Sünde hat seinen Höhepunkt erreicht, und [Rom] ist zu einem Schauplatz von Verbrechen und Söldnern gemacht worden. Rom muß viel leiden, denn es ist die heilige Stadt, die verunreinigt ist, und deshalb wird sie von der Geißel des Krieges heimgesucht, aber nicht zerstört werden. Ich werde niemals zulassen, daß der Sitz des Stellvertreters Christi zum Schlachtfeld wird: Ich werde mit Dir meine Arme als Zeichen des Schutzes ausbreiten; und alle werden es in den Ereignissen, die sich ergeben, erkennen müssen. Ich werde mein Werk vollenden. In jeder Stadt, an jedem Ort werden nur wenige gerettet werden, denn die Geißel des Krieges ist nahe.“

Am 4. März 1955 offenbarte die Gottesmutter: „Die Kirche wird sehr erschüttert werden: Ein Drittel der Menschen wird sich retten.Die Geißel des Krieges ist nahe. Die Zeit ist nicht mehr fern und die Welt wird zu einem Vulkan aus Feuer und einem Strom aus Blut werden.“ Am 8. April 1955: „Seht: Die Engel, die Gefäße voller Feuer tragen, sind wie viele Fackeln. Jeder zweite Engel wird diese Fackeln tragen (sie waren wie viele Baumstämme). Sie werden benutzt, um sie auf die Welt zu werfen. Die Strafe wird furchtbar sein. Sie werden auf die Welt herabkommen, wie viele Feuerblitze, die von den Engeln auf die Erde geworfen werden. Das Feuer wird sich ausbreiten. Ein einziger Schlag, doch er wird nicht den Tod aller verursachen. Die Menschen werden entsprechend ihrer Schuld, die sie gegenüber der göttlichen Gerechtigkeit haben, bestraft werden.“

Die Ähnlichkeiten mit der Botschaft von Fatima sind beeindruckend. Am 7. Oktober 1956 berichtete Schwester Elena: „Rußland wird seine Irrtümer über die ganze Welt verbreiten, mit Verfolgungen gegen die Kirche, die Priester und gegen Christus auf Erden wird es ungeheure Umwälzungen auslösen; die Tragödie wird schrecklich sein, die Menschen werden vernichtet werden (…) Ein nie zuvor gesehener Krieg wird kommen; alle Nationen werden sich auf das Schlachtfeld begeben!“ Und am 5. April 1957: „Rußland wird alle Mächte des Bösen auf alle Nationen schleudern; der beste Teil der Diener Gottes wird durch die Läuterung der größten Geißel gehen, die die Weltgeschichte je gesehen hat.“

Die Rettung der Welt liegt im Unbefleckten Herzen Mariens. Am 22. August 1957 sagte die Gottesmutter: „Um die Seelen vor der Hölle zu retten, muß die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens, der Mittlerin zwischen den Menschen und Gott, durch die Weihe der Familien an mein Herz und an das Herz Jesu verbreitet werden.“ Und am 8. Dezember desselben Jahres: „Es muss eine Legion von Seelen gebildet werden, ein Apostolat an das Unbefleckte Herz Mariens, Mittlerin und Königin des Universums.“

Am 11. Februar 1958 wiederholte die Gottesmutter: „Die christliche Welt ist in Gefahr, weil sie vom Materialismus bedroht ist: Der Sündenpfuhl, besonders in der Ewigen Stadt, hat seinen Höhepunkt erreicht. (…) Mein Sohn, der engelhafte Hirte, wird in diesen Tagen viel zu leiden haben; und es werden Todesqualen sein… Wir müssen viele Glaubensakte voll Eifer vollbringen, um für den Angriff bereit zu sein, um die Rechte des Unbefleckten Herzens Mariens, der Mittlerin zwischen den Menschen und Gott, zu verteidigen, denn meine Stunde ist nahe.“

Die Prophezeiungen von Schwester Elena Aiello verbreiteten sich vor allem nach ihrem Tod, wurden aber aufgrund ihres apokalyptischen Charakters, den der Optimismus jener Jahre nicht zuließ, nicht beachtet. Am 11. Oktober 1962 verurteilte Papst Johannes XXIII. in der berühmten Ansprache Gaudet mater ecclesia („Es freut sich die Mutter Kirche“), mit der er das Zweite Vatikanische Konzil eröffnete, die „Unglückspropheten“. Und als „Unglücksprophezeiungen“ mußten in der Ära des Dialogs, der Entspannung und von Pacem in Terris jene von Schwester Elena Aiello erscheinen. Heute hat sich das Klima geändert, aber die Möglichkeit einer göttlichen Strafe wird weiterhin aus den Köpfen der Menschen verbannt. Eine der fadenscheinigsten Begründungen für die Ablehnung der Warnungen der seligen Aiello ist, daß seit ihrem Tod sechzig Jahre vergangen sind und ihre Prophezeiungen, die sich nicht erfüllt haben, nun der Vergangenheit angehören. Man vergißt jedoch, daß die Zeiten der Menschen anders sind als die Zeiten Gottes, der alles im Licht der Ewigkeit mißt. Wenn sich eine vom Herrn angekündigte Züchtigung verzögert, bedeutet das nicht, daß sie nicht kommt, sondern daß sie umso schwerer ausfällt, je mehr sie sich verzögert. Die Härte der Strafe steht in der Tat im Verhältnis zur Schwere der Sünde, aber auch zur Dauer der Zeit, die Gott zur Umkehr gewährt. Den Menschen wird Zeit zur Umkehr gegeben, und wenn dies nicht geschieht, wird die Barmherzigkeit durch göttliche Gerechtigkeit ersetzt.

Skeptiker werden mit den Schultern zucken, aber die Kirche hat die kalabrische Seherin seliggesprochen, ohne in ihren Schriften etwas Verwerfliches zu finden. Niemand ist verpflichtet, den Offenbarungen der seligen Elena Aiello zu glauben, aber der kluge Katholik wendet seine Unterscheidungskraft auf jede Stimme an, die vom Himmel kommen könnte, denn die göttliche Vorsehung benutzt diese Stimmen, um die Seelen in den dunkelsten Zeiten der Geschichte zu führen.

(Teil 1 - Fortsetzung folgt)

 20 Aprile 2023
Quelle: Katholisches Info
Bildquelle: Aleteia (https://it.aleteia.org/)

 

Übernommen aus
https://www.corrispondenzaromana.it/international-news/gottliche-strafen-fur-die-welt-nach-der-seligen-elena-aiello-teil-1/

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