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Sonntag, 8. März 2020

„Herr rette mich!“





Die Jünger des Herrn sind auf dem See bei Nacht. Es ist dunkel. Plötzlich sehen sie Ihn auf dem Wasser gehen und entsetzen sich vor Furcht, denn sie meinen, es sei ein Gespenst.
"Seid getrost; ich bin es! Fürchtet euch nicht!" Petrus spricht zu Ihm: „Herr, wenn du es bist, so lass mich hinkommen zu dir über das Wasser" und Jesus sagt nur dieses Wort: „Komm!". Und voll Begeisterung geht Petrus dem Herrn entgegen. Aber der Wind ist stark, er fürchtet sich, beginnt in den Fluten zu versinken und ruft voll der Angst aus: „Herr, rette mich!“
Jesus streckt seine Hand aus und sagt: „Du Kleingläubiger, warum zweifelst du?“ Und die Jünger im Schiff fallen vor ihm nieder und rufen aus: „Wahrlich, du bist Gottes Sohn!“ (Mth 14, 22-33)
Jesus, wahrer Mensch und wahrer Gott, kann uns jederzeit retten. Wir brauchen uns nur an Ihn zu wenden.

Bild: Kalender 2017 (2) – Aktion „Das Herz Jesu Apostolat für die Zukunft der Familie“. Herausgeber: TFP Deutschland. Frankfurt.

Freitag, 29. Juni 2018

Sankt Petrus


Es steht ein Fels im Felsenmeer,
In Wogenprall und Stürmen schwer,
Ein Leuchtturm strahlt von seiner Höh’
Weit durch die sturmbewegte See.
Ihr Menschenschifflein groß und klein,
Könnt unbesorgt und ruhig sein!
Fahrt in des Leuchtturms Strahl zum Hafen ein!


Hoch auf dem Fels im Zeitenstrom.
Da steht ein heil’ger Gottesdom.
Wohl dem, der dort auf sich’rer Höh’
Geborgen ist vor Sturm und Weh!
Zweihundert Millionen knien
Im Dom dort auf dem Felsen kühn,
Singen Gott Lob- und Dankesmelodien!

Und auf dem Fels im Zeitenmeer
Da steht ein Lehrstuhl hoch und hehr,
Da sitzt ein Greis auf hohem Thron,
Der bietet Sturm und Wetter Hohn,
Denn was er lehrt, ist Wahrheitswort
Und lebt durch alle Zeiten fort.
Er ist der Fürsten und der Völker Hort.


O heil’ges Rom, o Petri Thron!
Wir huldigen dir im Jubelton!
In deinem Licht, in deinem Schutz,
Da bieten wir den Stürmen Trutz,
Der Völker Hort und Heil du bist,
Stets siegreich über Macht und List
Bis einst ein Hirt und eine Herde ist.

Quelle: Alphons Maria Rathgeber, „Kirche und Leben - Ein Buch von der Schönheit und Segenskraft der Kirche“. Verlag Albert Pröpster, Kempten Allgäu, 1956. S. 409.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Zum Gedenktag „Kathedra Petri“



Mittelfeld des Triptychons für einen Altar in Alt-Sankt-Peter in Rom

Das Bild wurde wohl im Umkreis von Giotto um 1320 gemalt. Auf der Kathedra sitzt Petrus, erkennbar an seinen Schlüsseln, im ihm vorbehaltenen purpurfarbenen Mantel. Er soll die Gesichtszüge von Papst Bonifaz VIII. haben, welcher das Papsttum gegen den französischen König verteidigte. Neben Petrus stehen zwei Engel. Links kniet der Stifter dieses Altares, Kardinal Giacomo Stefaneschi. Seine Titelkirche war S. Giorgio in Velabro. Vielleicht steht deshalb bei ihm der hl. Georg. Der Kardinal hält das Altarmodell mit diesem Triptychon in seinen Händen. Rechts kniet vielleicht Papst Coelestin V. Er hält wohl Stefaneschis Buch „Opus metricum“, in Händen, in welchem der Kardinal das Leben dieses 1313 heilig gesprochenen Papstes beschreibt. Die Kleidung des bei ihm stehenden Heiligen deutet auf den hl. Nikolaus hin. St. Nikola war auch die Titelkirche von Papst Bonifaz VIII. Das Bild zeigt beispielhaft drei Haltungen: Petrus als Statthalter Christi sitzt, Engel und Heilige stehen, während selbst Kardinäle und Päpste vor den Thron knien. Das Pflaster und die Stiegen zum Petrusthron zeigen das Bemühen um eine richtige, realistische Perspektive. Das Programm dieses Bildes, welches über dem Grab des hl. Petrus in Rom stand, ist eine Aufforderung an den Papst, von Avignon nach Rom zurückzukehren.  AE

(Titelbild DER FELS Februar 2014)
Redaktion: Eichendroffstr. 17, D-86916 Kaufering
HubertGindert@der-fels.de

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Freitag, 30. Mai 2014

Das Versagen des hl. Petrus

„Herr rette mich!“


Die Jünger des Herrn sind auf dem See bei Nacht. Es ist dunkel. Plötzlich sehen sie Ihn auf dem Wasser gehen und entsetzen sich vor Furcht, denn sie meinen, es sei ein Gespenst.
„Seid getrost; ich bin es! Fürchtet euch nicht!“ Petrus spricht zu Ihm: „Herr, wenn du es bist, so lass mich hinkommen zu dir über das Wasser“. Und Jesus sagt nur dieses Wort: „Komm!“. Und voll Begeisterung geht Petrus dem Herrn entgegen. Aber der Wind ist stark, er fürchtet sich, beginnt in den Fluten zu versinken und ruft voll der Angst aus: „Herr, rette mich!“
Jesus streckt seine Hand aus und sagt: „Du Kleingläubiger, warum zweifelst du?“ Und die Jünger im Schiff fallen vor ihm nieder und rufen aus: „Wahrlich, du bist Gottes Sohn!“ (Mth 14, 22-33)
Jesus, wahrer Mensch und wahrer Gott, kann uns jederzeit retten. Wir brauchen uns nur an Ihn zu wenden.

Glasfenster aus der Kirche St. Michael in Brüssel

Montag, 11. Juli 2011

So wie er die bösen Engel bestraft hat, wird er auch die falschen Lehrer bestrafen

Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird, die verderbliche Irrlehren aufbringen und den Herrn verleugnen werden, der sie erkauft hat. Sie bereiten sich selbst ein jähes Verderben. Und viele werden ihre Ausschweifungen folgen, und der Weg der Wahrheit wird ihretwegen gelästert werden. In Habgier werden sie euch mit betrügerischen Worten übervorteilen; doch schon längst ist für sie das Gericht müßig, und ihr Verderben schläft nicht. Denn Gott hat der Engel, die sich versündigten, nicht geschont, sonder sie den finsteren Höhlen der Unterwelt übergeben, um sie verwahren für das Gericht. Er hat der alten Welt nicht geschont, sondern nur Noah, den Künder der Gerechtigkeit, mit sieben anderen gerettet, da er die Flut über die Welt der gottlosen heraufführte. Er hat die Städte Sodom und Gomorrah durch die Vernichtung mit Feuer gerichtet und sie als Beispiel hingestellt für künftige Gottlose, indes er den gerechten Lot rettete, der durch das liederliche Treiben der Zuchtlosen zu leiden hatte. Denn der Gerechte, der in ihrer Mitte wohnte, quälte sich in seiner Seele, da er Tag für Tag ihr frevlerisches Treiben sah und hörte. So weiß der Herr die Frommen aus der Prüfung zu erretten, die Ungerechten aber für den Tag des Gerichtes zur Bestrafung aufzubewahren, und zwar vor allem jene, die in schmutziger Gier dem Fleisch sich hingeben und die Macht des Herrn missachten.

Aus dem 2. Brief des Apostel Petrus, geschrieben in Rom im Jahre 67