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Samstag, 29. November 2014

Im Winter

Schlittschuhlaufende Kinder

Percy Tarrant (1883-1904)

In einer Winterlandschaft sehen wir Schlittschuhlaufende Kinder. Ein Mädchen, auf dem Eis noch unsicher, lässt sich von zwei Knaben ziehen. In ihrem warmen roten Mantel ist sie vor Kälte geschützt, eine Mütze bedeckt die goldenen Locken. Ihre Freunde haben Spaß daran, sie schnell rund um den See herum zu führen.
Die Sonne zeigt sich und lässt den Himmel in rosigem Licht erscheinen. Man spürt die beißende Kälte. Ein Schlittschuhläufer kommt auf uns zu. Er schiebt einen Schlitten, auf dem ein junges Mädchen sitzt.
Diese Bild fasziniert uns durch die Bewegung, das Licht und die Farben. Die Nähe der Personen im Vordergrund lässt uns davon träumen, selbst einer dieser Schlittschuhläufer zu sein.
Wir erinnern uns an die kleinen Freuden des Lebens, die unbeschwerten fröhlichen Spiele und Vergnügungen, Freundschaft und Vertrauen einer glücklichen Kindheit. Welch ein Gegensatz zu unserer heutigen hektischen Welt.

(Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ 


von der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, Januar 2013)

Donnerstag, 6. November 2014

Wandernde Zigeuner im Schnee

Wandernde Zigeuner im Schnee – 1880
Gustav SEYFFERTH
 Neue Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum

Eine kleine Gruppe Zigeuner bewegt sich auf tief verschneiten Wegen mühsam vorwärts. Ein Kamel trägt das Zirkuszelt und den großen Kassenschalter; der goldfarbene Trichter einer Trompete ragt aus einem Bündel hervor; ein Knabe führt einen Bären mit Nasenring an einer Kette; ein kleiner Affe, in den Armen einer Frau kauernd, schaut uns ängstlich an. Weit hinten folgt ein Wohnwagen.
Im Mittelpunkt der Patriarch dieser großen Familie. Stolz, ruhig, selbstsicher, führt er seine Leute durch dieses Leben voll Abenteuer und Armut. Als vornehmer Mann in Lumpen, eine Feder an seinem Hut, eine Kette auf seiner Brust und ein Lächeln auf seinen Lippen bewahrt er seine Würde in jeder Situation. Argwöhnische Blicke, die ihn manchmal treffen, prallen ab. Durch einen inneren Frieden gestärkt, kann ihn keine Schwierigkeit von seiner Aufgabe abhalten: von Dorf zu Dorf zu ziehen und den Kindern Freude zu bringen.

(Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ 


von der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, Februar 2009)

Mittwoch, 5. November 2014

Winterfreuden

Die Eisvögel – 1891
Emile CLAUS
Museum voor Schone Kunsten – Gent/Belgien

Wie Vögel auf dem Eis spielen Kinder auf einem zugefrorenen Fluss. An diesem Winternachmittag umschließt der Horizont eine durch die Kälte erstarrte Natur mit rosafarbenem Schimmer. Weit weg die Silhouetten der Dächer eines Gehöftes und einiger Bäume.
Das Licht des Tages spiegelt sich in der Winterlandschaft wider und durchflutet das ganze Bild. Es lässt das Eis im Vordergrund glänzen und beleuchtet den Schnee, der die Felder bedeckt und wie Pailletten auf dem Fluss verstreut liegt. Dieses Licht hat nicht die Kraft zu erwärmen, aber es lässt das vergebliche Bemühen der unsichtbaren, weit entfernten Sonne ahnen.
Die Kinder in Holzschuhen, Eisen beschlagene Stöcke in Händen, mit denen sie ihre kleinen Schlitten vorwärts stoßen, trotzen der strengen Kälte und erfreuen sich daran, über die Uferböschung und den erstarrten Fluss zu gleiten. Eine friedliche Kindheit, unbelastet von Fernsehen, Internet und Videospielen.

(Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ 


von der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, Januar 2009)