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Sonntag, 19. Juni 2022

Die Jungfrau mit dem Vogel in Riom

 


Die Einwohner von Riom* hängen sehr an dieser Statue aus dem 14. Jahrhundert, die in der Kirche Notre Dame du Marthuret zu sehen ist und die sie während der Schreckensherrschaft (während der Französischen Revolution) vor Vandalen schützen konnten (die Metzgerzunft hatte sie an einen sicheren Ort gebracht).

Die Statue aus mehrfarbigem Stein ist wahrscheinlich das Werk eines Künstlers aus dem Umfeld von Jean de Berry (der Riom als Apanage erhalten hatte und dort ein Schloss errichten ließ, von dem nur noch die Kapelle übrig ist).


Der Legende nach war es jedoch ein Gefangener, der sie während seiner langen Haftzeit gemeißelt hatte, um die Zeit bis zu seiner Hinrichtung zu vertreiben. Als der verhängnisvolle Tag kam, war sie noch nicht fertig, aber schon so schön, dass man ihm eine Frist einräumte, um die Skulptur fertig zu stellen. Und es stellte sich heraus, dass während dieser Frist der wahre Schuldige des Verbrechens, dessen er angeklagt wurde, entdeckt wurde und der Künstler dem Tod entging!

Das Thema der Madonna mit dem Vogel stammt aus einer Legende, die in einem apokryphen Evangelium erzählt wird:


Das Jesuskind spielte damit, Vögel aus Lehm zu formen, und wenn es sie anhauchte, flogen sie davon... Einer von ihnen landete auf der Schulter der Jungfrau Maria. Jesus wollte ihn fangen, doch der Vogel packte ihn mit seinem Schnabel am Finger, was seine Mutter zum Lächeln brachte, da sie genau wusste, dass der Vogel ihr nichts tun würde...


Eine Kopie der Statue befindet sich auch am
Eingangsportal der Kirche.


 *) Riom ist eine französische Stadt mit 19.004 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Puy-de-Dôme in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Stadt ist Sitz der Unterpräfektur (französisch Sous-préfecture) des Arrondissements Riom, dieses besteht aus 13 Kantonen, sie ist Hauptort (französisch chef-lieu) des Kantons Riom.

Riom liegt an dem Flüsschen Ambène, nördlich von Clermont-Ferrand. (Wikipedia)

 

Aus dem Französischen übersetzt mit Hilfe von Deepl-Übersetzer (kostenlose Version) aus

http://pulsatilla.eklablog.com/la-vierge-a-l-oiseau-riom-63-a132182164

Mittwoch, 27. Juni 2018

Wir setzen unsere ganze Hoffnung auf sie, die stets alle Irrlehren vernichtet hat




Aus der Bulle „Ineffabilis Deus“ von Pius IX., vom 8. Dezember 1854.

„Wir sagen jetzt und immerdar Unserem Herrn Jesus Christus den demütigsten und höchsten Dank, daß er entgegen Unseren Verdiensten Uns die Gnade verliehen hat, diese Ehre, diesen Ruhm und diesen Lobpreis seiner heiligsten Mutter darzubringen und zu beschließen. Auf sie setzen wir Unsere ganze Hoffnung und Unser vollstes Vertrauen. Ist sie doch ganz schön und ohne Makel; sie hat das giftige Haupt der grausamen Schlange zertreten und der Welt das Heil gebracht; sie ist der Ruhm der Propheten und Apostel, die Ehre der Blutzeugen, die Freude und Krone der Heiligen, die sicherste Zuflucht und treue Helferin aller Gefährdeten des ganzen Erdkreises, die mächtige Mittlerin und Versöhnerin bei ihrem eingeborenen Sohne, der herrlichste Schmuck, die Zierde der heiligen Kirche und ihre unüberwindliche Schutzwehr; sie hat stets alle Irrlehren vernichtet und die gläubigen Völker und Nationen den größten Drangsalen entrissen und Uns selbst aus so manchen drohenden Gefahren befreit. Und so erwarten Wir denn von ihr, sie werde durch ihre mächtige Fürbitte bewirken, daß unsere heilige Mutter, die Kirche, nach Beseitigung aller Hindernisse, nach Überwindung aller Irrtümer unter allen Völkern und an allen Orten von Tag zu Tag an Kraft gewinne, blühe und herrsche von Meer zu Meer, vom großen Strom bis zu den Grenzen des Erdenrundes (Ps 71,8), daß sie des Friedens, der Ruhe und der Freiheit sich erfreue. Wir erwarten, daß sie den Schuldigen Verzeihung, den Kranken Heil, den Kleinmütigen Starkmut, den Betrübten Trost, den Gefährdeten Hilfe bringe und alle Irrenden nach Aufhellung der Finsternis des Geistes auf den Pfad der Wahrheit und Gerechtigkeit zurückführe, auf daß ein Hirt und eine Herde werde (Joh 10,16).“

(in „Catolicismo“, Nr. 48, Dezember 1954).

Quelle Deutsch: Heilslehre der Kirche. Dokumente von Pius IX. bis Pius XII. Deutsche Ausgabe des französischen Originals von P. Cattin O.P. und H. Th. Conus O.P. besorgt von Anton Rohrbasser, Paulusverlag Freiburg/Schweiz 1953, S. 306-325, Rnr. 510-545; Imprimatur Friburgi Helv., die 22. maii 1953 L. Waeber V. G). Das lateinische Original von „Ineffabilis Deus“ findet sich in: Pii IX Acta, pars 1a, vol. I, p.597.
Elektronische Fassung für www.stjosef.at digitalisiert von Armin Jauch. HTML-Format erstellt am 22. September 2004 von Dr. Josef Spindelböck. Irrtum vorbehalten.

Samstag, 17. Juni 2017

Der Rosenkranz und die Botschaft von Fatima



Zwischen dem 13. Mai und dem 13. Oktober 1917 erschien die Gottesmutter drei Hirtenkinder, Jacinta, Lucia und Francisco in der Cova de Iria bei Fatima, Portugal. Während sechs Erscheinungen hat die Gottesmutter ihnen ein Geheimnis mitgeteilt, das aus drei Teilen bestand. Der erste Teil war eine Vision der Hölle. In dieser Vision, sagte Schwester Lucia, sahen sie wie unzählige Seelen wie „Schneeflocken“ in die Hölle fielen.

Im zweiten Teil des Geheimnisses sagte die Muttergottes, dass der Erste Weltkrieg enden würde, aber „wenn die Menschen nicht aufhören, Gott zu beleidigen, wird ein schlimmerer Krieg während des Pontifikats von Pius XI. kommen. Um dies zu verhindern, werde ich kommen, um die Weihe Rußlands an mein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen zu bitten. Wenn meine Bitten beachtet werden, wird Rußland sich bekehren, und es wird Frieden geben. Wenn nicht, wird es ihre Irrtümer auf der ganzen Welt verbreiten, Kriege und Verfolgungen der Kirche verursachen.“

Wie Unsere Liebe Frau vorhergesagt hatte, brach der Zweite Weltkrieg aus und die Irrtümer des atheistischen Kommunismus verbreiteten sich über die Welt. Maria fügte noch hinzu, dass viele Menschen das Martyrium erleiden werden und etliche Nationen vernichtet werden, wenn die Menschen sich nicht bekehren.

Haben die Menschen sich bekehrt? Die Antwort ist, nein. 

Kann die göttliche Strafe noch vermieden werden?

Es hängt von der Treue der Welt zu den Bitten der Muttergottes ab.

Lucia fragte die Muttergottes während der Erscheinungen: „Wer seiht Ihr und was wollt Ihr?“ Die Dame antwortete: „Ich bin die Frau des Rosenkranzes, und ich bin gekommen, um die Gläubigen zu warnen, damit sie ihr Leben ändern und um Verzeihung für ihre Sünden bitten. Die Menschen dürfen den Herrn nicht weiter beleidigen, der schon so tief beleidigt ist. Sie müssen den Rosenkranz beten.“

Also gab uns die Gottesmutter eine Lösung: das tägliche Gebet des Rosenkranzes für die Bekehrung der Sünder.

Die Fatima-Botschaft ist ein Heilmittel für unsere Kultur, die in die Sünde versunken ist. Wenn es nicht das Versprechen der Muttergottes gäbe, dass „am Ende mein Unbeflecktes Herz triumphieren wird“, würden wir sehr enttäuscht und entmutigt sein. Also lasst uns ihre Bitten beachten. Üben wir die ersten Samstag-Andachten. Lasst uns den täglichen Rosenkranz beten. Wenn wir diese Bitten erfüllen, werden wir das traurige und unbefleckte Herz Mariens trösten und den Triumph des Guten über das Böse beschleunigen.

Die Fünfzehnte Rose aus dem Geheimnis des Rosenkranzes vom hl. Ludwig von Montfort

Das Ave Maria ist so hoch, so erhaben, dass der selige Alanus de la Roche glaubte, kein Geschöpf könne es verstehen, und nur Jesus Christus, geboren aus Maria der Jungfrau, könne es erklären.

Es erhält seinen hohen Wert hauptsächlich von der Allerseligsten Jungfrau, an die es gerichtet war, vom Zweck der Menschwerdung des Wortes, zu welchem Zweck es vom Himmel gesandt wurde, und vom Erzengel Gabriel, der es zuerst ausgesprochen hat.


Der Engelsgruß fasst mit größter Kürze die ganze katholische Theologie über die Gottesmutter zusammen. Man findet darin das Lob und die Anrufung: Das Lob schließt alles in sich ein, was die wahre Größe Mariens ausmacht; die Anrufung enthält alles, um was wir sie bitten sollen und was wir von ihrer Güte für uns erwarten dürfen.

Die heiligste Dreifaltigkeit hat den ersten Teil geoffenbart, die heilige Elisabeth hat, vom Heiligen Geiste erleuchtet, den zweiten Teil beigefügt; und die heilige Mutter Kirche fügte auf dem ersten Konzil von Ephesus im Jahre 431 den Schluss hinzu, nachdem sie die Irrlehre des Nestorius verurteilt und definiert hatte, dass die Allerseligste Jungfrau in Wahrheit Gottesgebärerin sei. Das Konzil verordnete, dass man die Allerseligste Jungfrau unter diesem glorreichen Titel mit folgenden Worten anrufe:

„Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes.“

Die Allerseligste Jungfrau war es, der dieser göttliche Gruß dargebracht wurde, um die größte und wichtigste Angelegenheit der Welt zu erledigen: Die Menschwerdung des ewigen Wortes, die Versöhnung Gottes mit den Menschen und die Erlösung des Menschengeschlechtes.

Maria wurde auserwählt als das Mittel für dieses gewaltige Ereignis, welches durch den Gruß des Engels Wirklicht wurde.

Der Gesandte dieser glücklichen Botschaft war der Erzengel Gabriel, einer der obersten Fürsten des himmlischen Hofes.

Der Engelsgruß enthält den Glauben und die Hoffnung der Patriarchen, Propheten und Apostel. Er ist die Ausdauer und Stärke der Märtyrer, die Wissenschaft der Gelehrten, die Beharrlichkeit der Bekenner und das Leben der Ordensleute. Er ist das neue Hohelied des Gesetzes der Gnade, die Freude der Engel und Menschen, der Schrecken und die Beschämung der Dämonen.

Durch das Ave Maria wurde Gott Mensch, eine Jungfrau Gottesmutter, wurden die Seelen der Gerechten aus der Vorhölle befreit, die Verluste des Himmels wiederhergestellt, die leeren Throne im Himmel besetzt, wurde die Sünde vergeben, die Gnade aufs neue geschenkt, wurden die Kranken geheilt, die Toten erweckt, die Verbannten zurückgerufen, wurde die allerheiligste Dreifaltigkeit besänftigt und die Menschen erhielten das ewige Leben.

Endlich ist der Engelsgruß der Regenbogen am Himmel, das Zeichen der Milde und Gnade, die Gott der Welt angedeihen ließ. (so der Selige Alanus de la Roche)

Der Rosenkranz und das besessene Mädchen

In seinem Buch „Das Geheimnis des Rosenkranzes“ berichtet der Hl. Ludwig von Montfort, als P. Johann Amat aus dem Orden des heiligen Dominikus in einem Orte des Königreiches Aragonien die Fastenpredigten hielt, führte man zu ihm ein vom Teufel besessenes Mädchen. Nachdem er den Exorzismus mehrmals vergeblich angewandt hatte, legte er ihr seinen Rosenkranz um den Hals, und sogleich fing sie an, ein schreckliches Geschrei und Geheul auszustoßen, indem sie sagte: „Fort, fort mit diesen Körnern, die mich quälen!“ Endlich nahm ihr der Pater aus Mitleid mit dem armen Mädchen den Rosenkranz vom Hals.

In der folgenden Nacht, als sich der Pater zur Ruhe begeben hatte, kamen dieselben Dämonen, von denen das Mädchen besessen war, wutschäumend zu ihm, um sich seiner zu bemächtigen; doch mit seinem Rosenkranz, den er fest in der Hand hielt, schlug er sie trotz ihrer Anstrengungen, ihm denselben zu entreißen, wunderbar in die Flucht, indem er sprach: „Heilige Maria, Unsere Liebe Frau vom heiligen Rosenkranz, hilf mir!“

Als er am folgenden Morgen zur Kirche ging, begegnete er jenem armen Mädchen, das noch besessen war. Einer der Teufel, die in ihr waren, fing an, sich über ihn lustig zu machen, indem er sagte: „Nicht wahr, Bruder, wenn du deinen Rosenkranz nicht gehabt hättest, hätten wir dich schön hergerichtet!“

Dann warf der Pater unversehens seinen Rosenkranz um den Hals des Mädchens und sprach: „Durch die heiligsten Namen Jesu und Mariä, seiner heiligen Mutter, und durch die Kraft des heiligsten Rosenkranzes befehle ich euch, unreine Geister, sofort aus diesem Körper zu fahren!“

Augenblicklich waren sie gezwungen, zu gehorchen, und das Mädchen war befreit.

„Diese Erzählungen zeigen uns“, folgert der hl. Ludwig, „wie groß die Macht des heiligen Rosenkranzes ist, um alle Arten von Versuchungen der bösen Geister und jegliche Sünden zu besiegen, weil die geweihten Körner des Rosenkranzes sie verscheuchen.“


Quelle: “Britain Needs Fatima Members’ Newsletter” Issue 73, 2017 (freie Übersetzung aus dem Englischen)

Samstag, 18. März 2017

Eine raffinierte Schlinge des Bösen

vom hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort

Es gibt diejenigen, die denken, dass sie den Sohn geringschätzen, wenn sie die Mutter ehren. Sie fürchten, dass wenn sie Maria erheben, Jesus herabsetzen. Sie können es nicht ertragen, dass man Maria den Lobpreis zollt, der ihr zusteht und den die heiligen Kirchenväter ihr großzügig gespendet haben. Es ärgert sie, zu sehen, wie mehr Leute vor einem Marienaltar knien als vor dem allerheiligsten Sakrament, als gäbe es da einen Unterschied von einem zum anderen; als ob diejenigen, die zu Maria beten, nicht durch sie zu Jessu beten würden. Sie wollen nicht, dass wir so viel von ihr sprechen und so oft zu ihr beten.
Hier sind einige ihrer Redesarten: „Was sollen so viele Rosenkränze, so viele Bruderschaten und äußere Andachtsübungen zur Mutter Gottes? Da steckt sehr viel Unwissenheit drin. Damit gibt man die Religion dem Gespötte preis. Erzählt uns von denen, die Jesus verehren. Wir müssen uns direkt an Jesus wenden, da er unser einziger Mittler ist. Wir müssen Jesus predigen. Das ist die echte Verehrung.“ Es ist in etwa wahr, was sie sagen, doch die Schlussfolgerung, die sie ziehen, um die Vereherung der Mutter Gottes zu verhindern, ist sehr verfänglich. Es ist eine raffinierte Schlinge des Bösen unter dem Vorwand ein höheres Gut zu fördern. Denn wir können Jesus niemals mehr Ehren, als wenn wir seine Mutter ehren; und wir ehren sie ja einfach und allein nur, um ihn vollkommener zu ehren. Wir gehen zu ihr nur als ein Weg, der zum Ziel führt, nach dem wir streben, Jesus, ihren Sohn.
Mit dem Heiligen Geist preist die Kirche zuerst die Mutter Gottes und dann erst Jesus: „Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus!“ Nicht, dass Maria höher stünde oder mehr wäre als Jesus oder ihm gar gleichgestellt; das wäre eine untragbare Irrlehre. Doch um Jesus vollkommener zu loben, müssen wir zuerst Maria loben. Lasst uns mit allen wahren Marienverehrer, den falschen und überängstlichen Verehrern zum Trotz, rufen: „O Maria, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines leibes, Jesus!“

Mittwoch, 3. August 2016

Kein Holzbein! Kein Wunder!



Im Jahre 1874 besuchte der Schriftsteller Émile Zola das Heiligtum von Lourdes. Angesichts der vielen Votivgaben in der Grotte erklärte er in spöttischem Ton: „Ich sehe viele Stöcke, viele Krücken, aber kein einziges Holzbein.“ Er wollte damit sagen, dass niemals, weder in Lourdes noch anderswo, jemandem ein fehlendes oder amputiertes Körperglied nachgewachsen sei. In gleichem Sinne erklärte ein Neurologe, Prof. Charcot: „Wenn man den Katalog der angeblichen ‚Wunderheilungen' von Lourdes betrachtet, wurde darin nie festgestellt, dass der Glaube ein amputiertes Körperglied habe nachwachsen lassen.“ Diese in herausforderndem Ton vorgebrachten Erklärungen zielten darauf ab, im Namen der Vernunft und des kritischen Geistes den Glauben an die Existenz der übernatürlichen Welt zu zerstören. Ernest Renan räumte ohne Umschweife ein: „Was wir zurückweisen, ist das Übernatürliche.“ Bis heute ist nicht ein einziges „Wunder“ geschehen, welches von glaubwürdigen Zeugen beobachtet und mit Sicherheit konstatiert worden wäre“ (Vorwort zum Leben Jesu).
Wunder und die Welt des Übernatürlichen sind in der Tat miteinander verbunden. Wenn die Rationalisten Letzteres nicht anerkennen wollen, so leugnen sie die Möglichkeit des Ersteren. Die Wunderberichte des Evangeliums ordnen sie folglich den Fabeln zu, obwohl sie „ebenso glaubwürdig oder noch glaubwürdiger sind als Berichte aus anderen historischen Werken“ (Johannes-Paul II., 9. Dezember 1987). Die Wunder des Evangeliums haben wirklich stattgefunden und sind wirklich von Christus bewirkt worden; diejenigen, die davon berichten, haben das sogar mit ihrem Blut bezeugt. Von den Evangelien besitzen wir viel ältere und zahlreichere Handschriften als von profanen Werken der Antike, die als historisch gelten.
Was ist nun ein Wunder? Ein erfahrbares Geschehen, das sich außerhalb der Wirkungsmöglichkeit der erschaffenen Natur ereignet bzw. darüber hinausgeht; es zeigt damit das Eingreifen einer über der Natur stehenden Macht an. Wunder sind durchaus beobachtet worden: „Die Kirchengeschichte und insbesondere die Heiligsprechungsprozesse stellen eine Dokumentation dar, die selbst im Lichte der strengsten historischen Kritik und der medizinischen Wissenschaft die Existenz jener Kraft aus der Höhe (Lk 24,49) belegt, die in der Ordnung der Natur wirkt und gleichzeitig über sie hinausgeht“ (Johannes-Paul II., 13. Januar 1988).
Oben rechts: Bild der Muttergottes vom Pilar (Pfeiler) in Saragoza, Spanien, die das großartige beschriebene Wunder gewirkt hat.

Lesen Sie die vollständige wahre Geschichte hier
im Untertitel Renan widerlegt


Donnerstag, 30. April 2015

Fatima und die Rettung der Welt

Als 1917 Unsere Liebe Frau in Fatima erschienen ist, befand sich die Welt in einer großen Notlage. Der Erste Weltkrieg, begonnen mit der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand von Österreich, war noch in vollem Gang. Nach dem Krieg lagen drei Reiche – das Deutsche, das Österreichische und das Russische – am Boden.
Die materiellen Verwüstungen waren gewaltig. Aber auch die moralische! Für die Kirche begann eine Epoche der Verfolgungen und der Sittenlosigkeit, die sie nie zuvor gesehen hatte. Wie die Muttergottes prophezeit hatte, verbreitete Russland seine Irrtümer über die ganze Welt.
Zugleich fragt sich eine große Zahl von Menschen: gibt es eine Lösung für die heutige Krise? Die Antwort hierfür kommt vom Himmel: „Wenn ihr tut, was ich von euch verlange, werden viele Seelen gerettet werden und ihr werdet den Frieden erlangen.“
Deswegen ist die Verbreitung der Botschaft von Fatima eines der wichtigsten Apostolate, die man zur Zeit unternehmen kann. Ebenso sich dafür einzusetzen, dass die Bitten Mariens erfüllt werden, was eine unentbehrliche Bedingung zur Erlangung des Friedens für die Welt ist.
Wenn sich unsere Herzen öffnen, wenn wir den Rosenkranz täglich beten, wenn wir ihren göttlichen Sohn durch die Sühnekommunion der fünf ersten Samstage trösten, wenn wir Buße tun (Abkehr von dieser Welt) und insbesondere einen reinen Lebenswandel führen, dann wird das Reich Mariens bald kommen.
In diesem Sinne äußerte sich auch Kardinal Cerejeira von Lissabon: „Die Botschaft von Fatima lässt sich in die Worte zusammenfassen: Die Offenbarung des Unbefleckten Herzens Mariens für die Rettung der Welt.“

(Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ 2004 der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“)

Freitag, 13. Juni 2014

Das Reich Mariens


Viele Weissagungen von Fatima sind bereits in Erfüllung gegangen. Die erste und gewissermaßen außerordentlichste war das Sonnenwunder. Bei der dritten Erscheinung hatte Lucia mit typisch portugiesischer Freimütigkeit die Heilige Jungfrau um „ein Wunder gebeten, damit alle an die Erscheinungen glauben“.
Darauf hat Maria geantwortet: „Im Oktober werde ich ein Wunder bewirken, das alle sehen werden, damit sie glauben.“ Rasch verbreitete sich diese Nachricht im Volk. Wenn das Wunder nicht geschehen wäre, hätten die Glaubenslosen und Skeptiker den Sieg davongetragen. Damit wäre das Ereignis abgeschlossen gewesen ...
Doch das Wunder geschah vor den Augen von rund 70 000 Zeugen. Die Glaubwürdigkeit Fatimas war bestätigt worden. Die Heilige Jungfrau war also wirklich erschienen.
Weitere Prophezeiungen haben sich bewahrheitet, so etwa die über den Zweiten Weltkrieg und über die weltweite Verbreitung der Lehren des Kommunismus. Doch eine – vielleicht sogar die wichtigste - ist noch nicht in Erfüllung gegangen, die Ankunft des Reiches Mariens: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren ... “.
Angesichts der sittlichen und religiösen Lage der heutigen Welt kommt man zU dem Schluss, dass sich diese Vorhersage wohl kaum je erfüllen wird, es sei denn in fernster Zukunft. Die Welt entfernt sich ja immer mehr von Gott. Die Gesetze, Einrichtungen und Sitten stehen Christus immer feindlicher gegenüber.
Wie soll es da zu einem Reich Mariens kommen? Eine solche Situation ist nichts Neues in der Geschichte.
Als der Herr auf die Welt kam, herrschte in fast allen Völkern das Heidentum. Menschlich gesehen hatte das Christentum nicht die geringste Chance sich auszubreiten. Aber die Gnade Gottes, die von den Historikern gewöhnlich nicht berücksichtigt wird, wirkte in den Seelen. Das Römische Reich hat sich bekehrt, das Heidentum ist vom Erdboden verschwunden und Rom wurde das Zentrum der Christenheit. Wer hat diesen ungeheuren Wandel bewirkt?
Die Gnade Gottes, das geheimnisvolle Wirken des Heiligen Geistes, der die Seelen stets zur Umkehr, zur Änderung ihres Lebenswandels, zu Reinheit und Heiligkeit aufruft. Der Geist Gottes ist der wirksamste Faktor in der Geschichte, der ungeheure Veränderungen im Leben der Menschen und Völker herbeigeführt hat. Er wirkt auch heute und wird es in Zukunft weiterhin tun.
Was das versprochene Reich Mariens angeht, so wird es ohne die Gnade Gottes und ohne eine große Bekehrung nicht kommen. Mit der Gnade Gottes aber wird die marianische Ära heraufziehen und sich wie einst über das Römische Reich, über die Welt ausbreiten.
An diese Prophezeiung von Fatima glauben, heißt an die Gnade Gottes glauben. Nicht an diese Prophezeiung glauben, heißt an der Gnade Gottes und an seiner Liebe zur Menschheit zweifeln.
Dies alles wird geschehen, wenn die Menschen endlich bereit sind, mit der Gnade Gottes mitzuwirken, ihre Götzen zu verlassen, ihnen den Rücken zu kehren und Gott anzubeten. Diese Gnade wird uns gewiss durch Maria zuteil. Durch sie ist Christus in die Welt gekommen; durch Maria will er auch in der Welt herrschen.

Aus dem Kalendar 2002 von der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“



Mittwoch, 28. Mai 2014

Maria liebt uns und stärkt uns im Glauben


Mehr als eine irdische Mutter erkennt und durchschaut Maria alle unsere Lebensverhältnisse. Ihr ist bekannt, welchen Schutz wir im Leben notwendig haben, wo uns Gefahren drohen, welche Nöte und Leiden uns drücken, und besonders ist ihr bekannt, wie furchtbar hart wir mit dem schlimmsten Feind unseres Heiles und unserer Seele zu ringen haben. 
„Wir erfüllen einen lieben Wunsch der Heilgsten Jungfrau, wenn Wir Maria mit dem Engel als die Gnadenvolle grüßen und dieses wiederkehrende Lob gleichsam zu herrlichen Kränzen winden. Die Erinnerung an ihre hohe und erhabene Würde wird dadurch immer wieder aufs neue geweckt, aber auch die Erinnerung an unsere Erlösung, die nach Gottes Willen durch sie begonnen hat. Wir dringen ein in jene wahrhaft göttlichen und nie mehr endenden gegenseitigen Beziehungen, die Maria mit den Freuden und Leiden, mit der Schmach und dem Sieg Christi verbinden und somit auch in die sichere und die hilfreiche Führung der Menschen in die Ewigkeit. Diese enge Beziehung offenbart sich auch darin, daß Christus und Maria sich ganz uns Menschen angleichen wollten. Aus reiner Güte nannte Christus sich Menschensohn und unseren Bruder. 
Er zeigte sich auch als solcher, damit seine Barmherzigkeit um so eindrucksvoller vor uns stünde; "mußte Er doch in allem den Brüdern gleich werden, um barmherzig zu sein". So wurde auch Maria als unsere Mutter erwählt, weil Jesus Christus, der Herr, zugleich unser Bruder ist. Deshalb wurde sie auch mit dem einzigartigen Vorzug ausgestattet, den sonst keine Mutter besitzt, sich gänzlich in barmherziger Liebe mitzuteilen. 
Wenn wir es ferner Christus verdanken, daß er ein Recht, das ihm allein zustand, nämlich Gott als Vater zu besitzen und ihn so zu nennen, mit uns teilt, dann verdanken wir ihm auch das andere Recht, das uns seine Liebe schenkt, nämlich Maria als Mutter anzusprechen und sie als solche zu besitzen. Die Natur kennt keinen zärtlicheren Namen als den Namen Mutter. Die innige und sorgende Liebe erreicht ihren Gipfelpunkt in der Mutter. Menschenworte können nimmer hinreichend ausdrücken, was frommer Sinn empfindet, welch gewaltige Flamme gütiger und tätiger Liebe in Maria aufflammt, in ihr, die uns nicht auf menschlicher Ebene, sondern von Christus her als Mutter gegeben ist. Mehr als eine irdische Mutter erkennt und durchschaut sie alle unsere Lebensverhältnisse. Ihr ist bekannt, welchen Schutz wir im Leben notwendig haben, wo uns Gefahren drohen in der Öffentlichkeit und im stillen Kämmerlein, welche Nöte und Leiden uns drücken, und besonders ist ihr bekannt, wie furchtbar hart wir mit dem schlimmsten Feind unseres Heiles und unserer Seele zu ringen haben. In diesen und in unzähligen anderen Stürmen des Lebens vemag sie ihren lieben Kindern Trost und Hilfe zu spenden in reichstem Maße, ja, es ist sogar der Wunsch ihres Herzens, uns jegliche Hilfe zu gewähren. Es wäre darum falsch, nur zögernd und furchtsam vor Maria zu treten. Wir müssen sie beschwören bei ihren mütterlichen Banden, die sie mit Jesus und uns in gleicher Weise aufs engste verbinden. Gerade jetzt müssen wir um ihre Hilfe inständig flehen, und zwar in jenem Gebet, das sie selbst sich wünscht und ihr so teuer ist. Sicher und froh dürfen wir unter dem Schutzmantel einer so guten Mutter in Ruhe und Frieden leben.“ 

(Leo XIII., Rundschreiben „Magnae Dei Matris“ vom 8. September 1892)

Aktion Deutschland braucht Mariens Hilfe (DVCK e. V.)
Emil-von-Behring Str. 43
60439 FrankFurt/Main
Tel. 06172/6804170 - Fax: 06172/6804171
www.deutschland-braucht-mariens-hilfe.de

Samstag, 30. November 2013

Novene zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis - 8. Dezember



Man verrichte an allen 9 Tagen folgende Gebete:

Vorbereitungsgebet

O Unbefleckte Empfängnis, Jungfrau und Mutter Maria, vertrauensvoll wende ich mich an dich. Ich will zu deiner Ehre diese neuntägige Andacht halten.
Mit allen Engeln und Heiligen des Himmels bewundere ich deine Reinheit und Herrlichkeit. Dank sei dem Herrn, der dich in dieser einzigartigen Schönheit erschaffen und mir zur Mutter gegeben hat. Dank sei auch dir, o Maria, für deine mütterliche Liebe und für alle Wohltaten, die du mir schon erwiesen hast.
Unbefleckt empfangene Jungfrau, lasse mich in meiner jetzigen Bedrängnis nicht allein und so es Gott gefällt, befreie mich von meinen Nöten. Steh mir bei in meinem Anliegen ...

Litanei zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis

Herr, erbarme dich unser
Christus, erbarme dich unser
Herr, erbarme dich unser, Christus, höre uns
Christus, erhöre uns
Gott Vater im Himmel - erbarme dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einziger Gott
Heilige Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen - bitte für uns
Du unbefleckte Tochter des ewigen Vaters
Du unbefleckte Mutter des Sohnes Gottes
Du unbefleckte Braut des Heiligen Geistes
Du unbefleckter Tempel der Heiligsten Dreifaltigkeit
Du verschlossener und unentweihter Garten Gottes
Du Bundeslade der Herrlichkeit Gottes
Du unüberwindlicher Turm gegen jeden Angriff des Feindes
Du Haus, das die Weisheit sich selbst gebaut
Du Tabernakel, vom Heiligen Geiste gebildet und geschmückt
Du lichtvolles und angenehmes Paradies der Unschuld
Du Wunder aller Wunder Gottes
Du Lilie unter den Dornen
Du würdige Mutter Gottes
Du Meisterwerk der Allmacht, Weisheit und Liebe Gottes
Du herrliches Vorbild der Reinheit und Heiligkeit
Du Königin aller Engel und Heiligen
Du Ausspenderin der Gnaden Gottes
Du Schrecken und Besiegerin der bösen Geister
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt - verschone uns, 0 Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt - erhöre uns, 0 Herr
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt - erbarme dich unser
Christus, höre uns - Christus, erhöre uns
Vater unser ... Ave Maria ...

Lasset uns beten: 0 Gott, der du durch die Unbefleckte Empfängnis der seligsten Jungfrau deinem Sohn eine würdige Wohnung bereitet hast, gewähre uns auf ihre Fürbitte hin und um ihrer Vorerlösung und Auserwählung willen die Gnade, rein und heilig zu dir zu gelangen durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria, es ist noch nie gehört worden, dass jemand, der zu dir seine Zuflucht genommen, deine Hilfe angerufen, um deine Fürsprache gefleht, von dir verlassen worden sei! Von solchem Vertrauen beseelt, nehme ich meine Zuflucht zu dir, 0 Mutter, Jungfrau der Jungfrauen; zu dir komme ich, vor dir stehe ich, seufzend als Sünder. 0 Mutter des ewigen Wortes, verschmähe nicht meine Worte, sondern höre mich gnädig an und erhöre mich. Amen.

Montag, 15. April 2013

Maria kommt uns immer zuvor in unseren Nöten


So groß ist das Mitleid, welches Maria, unsere gute Mutter, mit uns hat, und so groß die Liebe, die Sie zu uns trägt, dass Sie nicht auf unsere Gebete wartet, uns zu Hilfe zu kommen. „Sie kommt denen zuvor, die nach Ihr verlangen, um sich ihnen zuerst zu zeigen.“ Diese Worte der Weisheit bezieht der hl. Anselm auf Maria und sagt, dass Sie denen, welche nach Ihrem Schutz verlangen, hilfreich zuvorkommt. Daran mögen wir ermessen, wie viele Gnaden Sie von Gott uns erlangt, noch ehe wir Sie darum bitten. Deshalb wird nach dem Ausspruch Richard von St. Viktor Maria „Mond“ genannt – schön wir der Mond – nicht allein weil Sie schnell wie der Mond dem, der sie anruft, zu Hilfe eilt, sondern mehr noch, weil Sie so sehr um unser Wohl besorgt ist, dass, wenn wir in Not sind, Sie unseren Bitten zuvorkommt, und dass Ihre Barmherzigkeit schneller bereit ist, und beizustehen, als wir uns entschließen, sie anzurufen. Dies kommt der Meinung Richards von der Überfülle des Mitleidens im Herzen Mariens, welches, kaum dass Sie unser Elend bemerkt, alsbald von der Milch des Erbarmens überfließt, indem die milde Königin die Not keiner Seele erblicken kann, ohne ihr zu helfen.
(aus Die Herrlichkeiten Mariens, hl. Alfons Maria von Liguori)

Freitag, 29. Januar 2010

Feierliche Erklärung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis

Nachdem Wir also ohne Unterlaß in Demut und mit Fasten Unsere persönlichen und auch die gemeinsamen Gebete der Kirche Gott dem Vater durch seinen Sohn dargebracht haben, auf daß er durch den Heiligen Geist Unseren Sinn leite und stärke, nachdem Wir auch den ganzen himmlischen Hof um seine Hilfe angefleht und inständigst den Heiligen Geist angerufen haben, erklären, verkünden und entscheiden Wir nun unter dem Beistand des Heiligen Geistes zur Ehre der heiligen und ungeteilten Dreifaltigkeit, zum Ruhme und zur Verherrlichung der jungfräulichen Gottesmutter, zur Auszeichnung des katholischen Glaubens und zur Förderung der christlichen Religion, kraft der Autorität Unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und Unserer eigenen: Die Lehre, daß die allerseligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis auf Grund einer besonderen Gnade und Auszeichnung von seiten des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers der ganzen Menschheit, von jeder Makel der Erbsünde bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart und muß deshalb von allen Gläubigen fest und unabänderlich geglaubt werden. Wenn also jemand, was Gott verhüten wolle, anders, als von Uns entschieden ist, im Herzen zu denken wagt, der soll wissen und wohI bedenken, daß er sich selbst das Urteil gesprochen hat, daß er im Glauben Schiffbruch erlitten hat und von der Einheit der Kirche abgefallen ist.


Alle diese verfallen außerdem durch ihre Tat schon den vom kirchlichen Rechte bestimmten Strafen, wenn sie das, was sie im Herzen sinnen, mündlich oder schriftlich oder auf was immer für eine Weise nach außen hin zur Kenntnis zu geben wagen.


Aus der dogmatischen Bulle "Ineffabilis Deus" von Pius IX. vom 8.12.1854:

Montag, 4. Mai 2009

Peru: Hunderttausend pilgern zur Muttergottes von Chapi


Weder die Hitze, noch der lange Weg oder die Empfehlung der Gesundheitsbehörden, wegen der Schweinegrippe große Menschenansammlungen zu verhindern, haben die Gläubigen davon abhalten können, zum 1. Mai zur Patronin von Arequipa, der Jungfrau von Chipa zu pilgern. Entgegen den Erwartungen kamen in diesem Jahr weit mehr Pilger als gewöhnlich: Es wurden an die 100 Tausend gezählt.

Die Wallfahrten nach Chipa begannen in Jahr 1790. Die Pilger brauchen rund fünfzehn Stunden um den 45 Kilometer langen Weg zum größten Teil des Nachts zu gehen. Chipa liegt 2420 Meter hoch.