von Luiz Sérgio Solimeo
19. Juni 2026
Dieses umfangreiche Dokument umfasst 244 Absätze, etwa 42.000 Wörter und 224 Fußnoten, die sich fast alle auf das Zweite Vatikanische Konzil und die Päpste der nachkonziliaren Zeit beziehen.
Abkehr von der thomistischen Metaphysik
MH ist
nicht nur ein umfangreiches, sondern auch ein verwirrendes und schwer zu
lesendes Dokument – eine Unklarheit, die durch die Vernachlässigung der
Philosophie und Metaphysik des heiligen Thomas von Aquin noch verstärkt wird.
Prof.
Roberto de Mattei weist auf diesen Punkt hin:
„Der
Papst hat Recht, wenn er das Problem [der KI] aufwirft, doch seine
Antwort macht nicht deutlich, warum eine Gleichsetzung von menschlicher und
künstlicher Intelligenz unmöglich ist. Für die thomistische Philosophie liegt
der Grund nicht primär darin, dass KI keine Emotionen empfindet, keine Beziehungen
unterhält oder über kein verkörpertes Gedächtnis verfügt, sondern darin, dass
ihr eine vernunftbegabte geistige Seele fehlt – das innere Prinzip
intellektueller Akte. Die Enzyklika hingegen formuliert die Unterscheidung
zwischen Mensch und KI in rein phänomenologischen Begriffen, also auf der Ebene
von Erfahrung, Affektivität und Beziehungsgeflecht, und vergisst oder ignoriert
dabei, dass der entscheidende Unterschied ontologischer Natur ist.“1
Prof.
Stefano Fontana fügt hinzu, dass „[d]ie Verwendung einer existenziellen,
erfahrungsbezogenen und narrativen Sprache anstelle einer metaphysischen und
definitorischen Sprache […] auf den großen Einfluss der existentialistischen
Philosophie in der katholischen Theologie zurückzuführen [ist].“2
Eine
Kirche, die nicht mehr lehrt, sondern den Dialog sucht
Obwohl
MH den Untertitel „Über den Schutz der menschlichen Person im Zeitalter der
künstlichen Intelligenz“ trägt, behandelt sie viele weitere Themen und
greift das Konzept – wenn auch nicht die Definition – der Vision von Papst
Franziskus auf, was die Kirche sein sollte: „die synodale Kirche, die
Kirche, die ‚gemeinsam unterwegs ist‘“ (Nr. 42). Dies ist eine neue Kirche
des Dialogs und der Synodalität. Der Kerngedanke findet sich in der Aussage
Leos XIV.: „Auch ich habe bekräftigt, dass die Kirche ‚nicht beansprucht,
ein Monopol auf die Wahrheit zu besitzen‘3, denn die Wahrheit ist kein
Territorium, das es zu verteidigen gilt, sondern ein Gut, das man teilen muss.“
(Nr. 25)
Zu
bekräftigen, dass die Kirche kein „Monopol auf die Wahrheit“ besitzt,
kommt der Aussage gleich, sie sei – als apostolische Kirche und Nachfolgerin
der Apostel – nicht die Inhaberin der geoffenbarten Wahrheit gemäß dem Willen
unseres Herrn:
„Jesus
trat auf sie zu und sagte: ‚Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde
gegeben. Geht also hin und macht alle Völker zu Jüngern; tauft sie auf den
Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie,
alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle
Tage bis zum Ende der Weltzeit.‘“ (Mt 28,18–20)
Und
Jesus sagte auch:
„Ich
bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch
mich.“ (Joh 14,6)
Die
Kirche ist also die Inhaberin der geoffenbarten Wahrheit – nicht aufgrund
irgendeines monopolartigen Anspruchs, sondern durch den Willen Jesu Christi
selbst.
Deshalb
lehrte der heilige Paulus den heiligen Timotheus: „[...] das Haus Gottes, das
die Kirche des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der
Wahrheit.“ (1. Tim. 3,15)
Diese
Wahrheit, die von der Kirche stets festgehalten wurde, ist unzählige Male
gelehrt worden, so etwa in der Enzyklika „Satis cognitum“ – über die
Einheit der Kirche (1896) – von Papst Leo XIII.:
„Jesus
Christus hat nämlich keine Kirche gestiftet, die aus mehreren Gemeinschaften
bestünde, die zwar ihrer Art nach ähnlich, aber in sich getrennt wären und
denen jene Bande fehlten, welche die Kirche einzig und unteilbar machen
– so wie wir es im Glaubensbekenntnis bekennen: ‚Ich glaube an die eine
Kirche‘.“4
Eine
von den Armen „evangelisierte“ Kirche
Ausgehend
von der Prämisse, dass die Kirche „kein Monopol auf die Wahrheit“
besitzt, stellt MH die Kirche nicht als Lehrerin der Wahrheit dar, die die
Menschen unterweist, sondern im Gegenteil als eine, die von ihnen lernt – und
vor allem von den „an den Rand Gedrängten“. So betrachtet MH – in der
Nachfolge von Franziskus – die Armen:
„In
diese Perspektive fügt sich auch das Beharren von Franziskus auf einer synodalen
Kirche ein – einer Kirche, die ‚gemeinsam unterwegs ist‘, die versucht, die
Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums zu deuten, und die sich von
den Armen, mit denen sie die Geschichte teilt, evangelisieren lässt.“
(Nr. 42)
In ihrer
Soziallehre sollte die Kirche anerkennen, dass die sozioökonomische Krise eine
ökologische Dimension aufweist und dass „der Schrei der Erde und der Schrei
der Armen“ nicht voneinander getrennt werden können:
„In „Laudato
si’“ legte Franziskus die erste bedeutende systematische Behandlung der
Umweltkrise in einer Sozialenzyklika vor und zeigte auf, dass es sich dabei
nicht um ein isoliertes Problem handelt, sondern um den ökologischen Aspekt der
gegenwärtigen sozioökonomischen Krise. Sein Vorschlag einer ganzheitlichen
Ökologie verband die Sorge um unser gemeinsames Haus mit der Vorzugswahl für
die Armen und bekräftigte nachdrücklich, dass ‚der Schrei der Erde und der
Schrei der Armen‘ … nicht voneinander getrennt werden können.“ (Nr. 43)
Der
Ausdruck „der Schrei der Erde und der Schrei der Armen“, der aus „Laudato
si“ (Nr. 866) stammt, ist charakteristisch für die Befreiungstheologie. Er
taucht beispielsweise im Titel eines Buches von Leonardo Boff aus dem Jahr 1995
auf – einem ehemaligen Franziskaner und einem der führenden Köpfe dieser
Bewegung: „Ökologie: Schrei der Erde, Schrei der Armen“.5
Vom „Schrei
der Erde“ zu sprechen, bedeutet entweder, die Metapher zu missbrauchen,
oder einen ökologischen Pantheismus zum Ausdruck zu bringen, der die Erde als
Lebewesen betrachtet – ganz im Sinne der Verehrung von Pachamama, der Mutter
Erde.
„Strukturelle
Sünde“
In einer
Zeit, die das Verständnis von Sünde als Vergehen gegen Gott verloren hat,
finden sich in MH nur drei Verweise auf die Sünde: Zwei davon (Nr. 36,
79) sprechen von „Strukturen der Sünde“; ein weiterer bezieht sich auf
die Erklärung über die unendliche Würde (2. April 2024, Nr. 7) und stellt fest,
dass „[k]eine Sünde, kein Versagen, keine Demütigung und kein Ausschluss den
tiefen Wert eines menschlichen Lebens mindern [können], das Gott gewollt und
ins Dasein gerufen hat“ (Nr. 52).
Die
ersten beiden Verweise befassen sich nicht mit der persönlichen Sünde – also
dem Vergehen gegen Gott –, während sich der dritte zwar auf die persönliche
Sünde zu beziehen scheint, aber klarstellt, dass diese den „tiefen Wert
eines menschlichen Lebens“ nicht „beeinträchtigen“ könne. Demnach
hätte die persönliche Sünde keinerlei Auswirkung auf das moralische und
geistliche Leben des Sünders. Dies steht im Einklang mit dem Hauptthema der
Enzyklika, wonach die Sünde in gesellschaftspolitischen Strukturen verortet
ist, die als „Strukturen der Sünde“ bezeichnet werden.
„Strukturen
der Sünde“
Laut MH
bestehen „Strukturen der Sünde“ aus „Strukturen, Mechanismen sowie
wirtschaftlichen und kulturellen Systemen, die Ungleichheit fast automatisch
hervorbringen“ (Nr. 79) und zur „Marginalisierung“ sowie zum „Ausschluss“
der Armen führen. Für MH ist die Existenz der Armen nicht auf eine Vielzahl von
Umständen zurückzuführen – wie etwa gesundheitliche Probleme, mangelnde
Fähigkeiten oder Chancen, Atavismen und vieles mehr –, sondern darauf, dass sie
„unterdrückt“, „marginalisiert“ und „ausgeschlossen“
werden. Dies spiegelt die marxistische Perspektive wider, die sich die
lateinamerikanische Befreiungstheologie zu eigen gemacht hat.6
Demnach
beziehen sich die „Strukturen der Sünde“ auf die sozioökonomischen
Systeme, die für diese Situation verantwortlich sind – also, der
Befreiungstheologie zufolge, auf den Kapitalismus. Umgekehrt betrachtet die
Befreiungstheologie sozialistische Staaten als Paradies für die Armen,
ungeachtet des Elends in Ländern wie Kuba. Es sei angemerkt, dass MH den
Sozialismus nicht explizit erwähnt, wenngleich die Feindseligkeit gegenüber dem
Kapitalismus unverkennbar ist.
Einige
Zitate aus MH:
„Wo
Menschen an den Rand gedrängt werden, muss sie [die Kirche] zulassen,
dass das Evangelium über jene wirtschaftlichen und politischen Strukturen
urteilt, die – wie uns Johannes Paul II. später in Erinnerung rufen sollte – zu
regelrechten ‚Strukturen der Sünde‘ werden können.“ (Nr. 36)
Die
Armen sind die Ausgegrenzten: „In wohlhabenden Ländern entstanden neue Arten
von Armut sowie beispiellose Formen der Ausgrenzung“ (Nr. 40). Zudem
wird Armut als eine neue Form der Sklaverei betrachtet: „Eine Kirche, die
fähig ist, auf den Schrei der Armen, der Migranten und der Opfer neuer
Formen der Sklaverei zu hören.“ (Nr. 42)
Manche
Frauen sind „doppelt arm“, weil sie unter Gewalt und „Ausgrenzung“
leiden: „Es ist eine Tatsache, dass ‚jene Frauen doppelt arm sind, die
Situationen der Ausgrenzung, Misshandlung und Gewalt ertragen müssen, da sie
häufig weniger in der Lage sind, ihre Rechte zu verteidigen.‘“ (Nr. 57)
MH
lehnt den Kapitalismus ab
Kommentatoren
haben auf die Abneigung gegen das kapitalistische System und die unverhohlene
Sympathie für den Sozialismus oder die Sozialdemokratie hingewiesen.
Selbst
ein Liberaler wie Pater James Martin, S.J., schreibt wohlwollend:
„Die
hervorragende neue Enzyklika von Papst Leo XIV., ‚Magnifica Humanitas‘, ist die
schlüssigste katholische Kapitalismuskritik, die ich je gelesen habe.
Papst Leo tut dies mit sicheren, geschickten und klaren Worten.“7
Der
Kirchenrechtler Pater Gerald Murray hingegen, der am entgegengesetzten Ende des
Spektrums steht wie Pater Martin, hält MH nicht nur für antikapitalistisch,
sondern auch für explizit sozialistisch.
„Das
hier vermittelte Weltbild – und der Gesamteindruck, den ich gewinne –
entspricht dem, was Bob [Robert Royal] als ‚sanften Sozialismus‘
bezeichnet hat. Es gibt dieses unausgesprochene Grundthema, dass eine
regulierte Wirtschaft unter staatlicher Vorherrschaft das einzige Mittel sei,
um sozialen Frieden und Harmonie zu schaffen.“8
Ist
die Theorie des gerechten Krieges „mittlerweile überholt“?
Zu den
Aussagen von MH, die wohl am meisten Überraschung und Befremden hervorriefen,
gehörte die Feststellung, dass die klassische Theorie vom „gerechten Krieg“
„heute überholt“ sei: „Heute ist es mehr denn je – unbeschadet des
Rechts auf Selbstverteidigung im engsten Sinne – wichtig, erneut zu
bekräftigen, dass die Theorie vom ‚gerechten Krieg‘, die allzu oft zur
Rechtfertigung jeder Art von Krieg herangezogen wurde, heute überholt ist.“
(Nr. 192)
Was
bedeutet eigentlich die Aussage, die Theorie vom „gerechten Krieg“ sei „heute
überholt“? Der Kanonist Pater Gerald Murray kommentiert dies wie folgt:
„Aber
was bedeutet das – ‚veraltet‘ – im moralischen Bereich? Die Wahrheit einer
moralischen Aussage hängt nicht davon ab, an welchem Tag des Kalenderjahres sie
aufgestellt wurde. Wissen Sie, es handelt sich um ein Prinzip, das aus dem
Naturrecht und der Offenbarung abgeleitet ist. Und wissen Sie, das ist keine
abstrakte Theorie.
So
leben die Menschen. Zu sagen, sie sei veraltet, ist leider nur eine
Umschreibung dafür, dass sie schlecht sei. Wissen Sie, die Theorie des
gerechten Krieges sei schlecht. Warum? Weil Menschen sie nutzen, um Kriege zu
führen.
Nun,
wissen Sie, jeder Krieg hat einen guten und einen schlechten Aspekt. Der
schlechte Aspekt ist der Mann, der in Ihr Land einmarschiert. Putin ist in
die Ukraine einmarschiert. Das ist schlecht. Die Ukrainer haben sich gewehrt
und verteidigen ihre Nation. Das ist gut.“9
Die
Behauptung, die Theorie des gerechten Krieges sei veraltet, ergibt nur dann
Sinn, wenn man die historistische, evolutionistische Sichtweise vertritt, dass
sich Wahrheit im Lauf der Geschichte und durch kulturelle Veränderungen
wandelt. Dies wird in MH angedeutet und im Vorbereitungsdokument Nr. 9 der
Synode klar vertreten.10
Die
traditionelle Lehre vom gerechten Krieg
Die
Lehre vom gerechten Krieg geht auf den heiligen Augustinus von Hippo (354–430)
zurück, der sie auf die Evangelien und das Naturrecht stützte. Sie wurde von
dem als Doctor Angelicus bekannten heiligen Thomas von Aquin (1225–1274)
sowie von Bernhard von Clairvaux (1090–1153) und den bedeutenden Theologen der
Gegenreformation (16./17. Jahrhundert) – insbesondere Francisco de Vitoria,
O.P. (1485–1546), Francisco Suárez, S.J. (1548–1617) und dem heiligen Robert
Bellarmin, S.J. (1542–1621) – weiterentwickelt. Das Lehramt nahm sie an und
förderte sie durch offizielle Dokumente sowie durch ihre praktische Anwendung
auf reale Situationen.11
Ganz
gleich, wie sich die Umstände gewandelt haben, und ungeachtet der wachsenden
Zerstörungskraft von Waffen bleiben die der Theorie des gerechten Krieges
zugrundeliegenden Prinzipien wahr; sie dürfen nicht aufgegeben werden. Sie
sollten mit gebotener Vorsicht, aber realistisch angewandt werden, wie Papst
Pius XII. in dieser Botschaft von 1953 darlegt:
„Die
Völkergemeinschaft muss mit gewissenlosen Verbrechern rechnen. Diese scheuen
sich nicht, einen totalen Krieg zu entfesseln, um ihre ehrgeizigen Pläne zu
verwirklichen. Wenn also andere Nationen Leben und Eigentum ihrer Bürger
schützen und internationale Verbrecher in die Schranken weisen wollen, müssen
sie sich auf den Tag vorbereiten, an dem sie sich verteidigen müssen. Dieses
Recht auf Verteidigung kann keinem Staat abgesprochen werden, auch heute nicht.“12
Neben
natürlichen Gütern – seien sie materieller oder moralischer Art – sind einige
übernatürliche Güter, wie der Glaube, mehr wert als das Leben selbst.
Wenn
also das letzte übernatürliche Ziel des Menschen auf dem Spiel steht, kann die
Verteidigung des menschlichen Lebens nicht über dieses höchste Gut gestellt
werden. Judas Makkabäus drückte diese Wahrheit in seinem berühmten Ausspruch
aus: „Besser ist es für uns, in der Schlacht zu sterben, als den
Untergang unseres Volkes und unseres Heiligtums mitanzusehen“ (1. Makk.
3,59). Und der göttliche Erlöser war unmissverständlich: „Denn was nützt
es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber Schaden an seiner Seele
erleidet? Oder was kann ein Mensch als Gegenwert für seine Seele geben?“
(Mk 8,36–37).
MH
konzentriert sich stärker auf den Humanismus als auf die ewige und
übernatürliche Bestimmung des Menschen. Die Enzyklika ist ein solches
Sammelsurium aus Theorien, Fakten, Kommentaren, Interpretationen und Zitaten,
dass sie wie das Werk einer heterogenen, schlecht koordinierten Gruppe von
Ghostwritern wirkt, der es an sorgfältiger Abstimmung und redaktioneller
Bearbeitung mangelt.
Keiner
ihrer zahlreichen Absätze und endlosen Zitate lässt ein Anliegen für die Ehre
Gottes und das Heil der Seelen erkennen – den höchsten Zweck der Kirche
Christi, deren Stellvertreter auf Erden der Papst ist.
Zuerst veröffentlicht auf TFP.org
Fußnoten sind unten im Original angegeben
Aus dem Englischen “Magnifica Humanitas: A Long,
Confusing Encyclical That Puts the Faith at Risk”
Die
deutsche Fassung dieses Artikels „Magnifica Humanitas: Eine lange, verwirrende
Enzyklika, die den Glauben gefährdet“ ist erstmals erschienen in
www.r-cr.blogspot.com
© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit
Quellenangabe dieses Blogs gestattet.
Footnotes
1.
Roberto
de Mattei, “Magnifica humanitas”: The Underlying Metaphysical Problem, Jun. 1,
2026 (Our translation from the original Italian. Emphasis added).
2. Stefano Fontana, “Magnifica
humanitas, a Thousand Readings and a Problem of Language.” At https://lanuovabq.it/it/magnifica-humanitas-mille-letture-e-un-problema-di-linguaggio (Our
translation from the original Italian. Emphasis added).
3.
Address to the Members of the “Centesimus Annus Pro
Pontifice” Foundation (May 17, 2025): AAS 117
(2025), 696.
4.
Leo
XIII, Encyclical Satis Cognitum – On the Unity Of The Church (1896). At
https://www.vatican.va/content/leo-xiii/en/encyclicals/documents/hf_l-xiii_enc_29061896_satis-cognitum.html,
n. 4.
5.
Leonardo
Boff, Dignitas Terrae – Ecology, the Cry of the Earth, the Cry of the
Poor (Editora Atica, São Paulo: 1995).
6.
Cf. Luiz Sérgio
Solimeo, “Liberation Theology: A Tool Of Subversion” Jul. 26, 2012.
At https://www.tfp.org/liberation-theology-a-tool-of-subversion/ and Luiz Sérgio
Solimeo, “‘Rehabilitation’ of Liberation Theology?” Sept. 10, 2013. At https://www.tfp.org/rehabilitation-of-liberation-theology/
7.
James
Martin, S.J., “A capitalist (priest) reads ‘Magnifica Humanitas,’” in America,
May 25,
2026,https://www.americamagazine.org/faith-and-reason/2026/05/25/a-capitalist-priest-reads-magnifica-humanitas/
8.
Fr.
Gerald Murray on Pope Leo’s 1st Encyclical | Prayerful Posse, Transcript,
0:35–52 seconds https://www.youtube.com/watch?v=hxoyCG2tGxE
9.
Raymond
Arroyo, Is Just War Theory Outdated? Pope Leo’s First Encyclical | Prayerful
Posse Clip, https://www.youtube.com/watch?v=e7uKRsRkV1o6/10/2026
10. Luiz Sérgio Solimeo, “The Synod on
Synodality’s Study Group 9 Report Favors Homosexual Sin,” Jun. 6, 2026. https://www.tfp.org/the-synod-on-synodalitys-study-group-9-report-favors-homosexual-sin/
11. See: Letter From Augustine
to Marcellinus, Chap. III,
n. 15.; T. Ortolan, Guerre, Dictionnaire de Théologie Catholique”,
Paris, Letouzé et Ané: 1947, tome sixième, 2ème partie, cols. 1899-1959); Macksey, Charles. “War.”
The Catholic Encyclopedia. Vol. 15. New York: Robert Appleton Company,
1912. https://www.newadvent.org/cathen/15546c.htm.
Heinrich A. Rommen, LL.D, The State in Catholic Thought – A Treatise in
Political Philosophy (Herder, St. Louis, 1945).
12. Pope Pius XII, “Per il VI Congresso
Internazionale di Diritto Penale,” in Discorsi e Radiomessaggi, Vol. XV, 1969, 340 (our translation from
the French original and our emphasis).