ACIPRENSA 22. Februar 2018, 13:12 Uhr
Eucharistisches
Wunder? 40 unversehrte Hostien in einer durch ein Erdbeben zerstörten Kirche
gefunden
VON
WALTER SÁNCHEZ SILVA | ACI Prensa
Das Bistum Ascoli Piceno (Italien) berichtete, dass – fast anderthalb Jahre nach dem Erdbeben vom August 2016, das die Zentralregion des Landes erschütterte – inmitten der Trümmer einer der betroffenen Kirchen ein Tabernakel mit unversehrten Hostien gefunden wurde.
Laut
der Zeitung „Avvenire“ war im Inneren des Tabernakels „das Ziborium umgekippt,
aber nicht geöffnet. Und trotz all der vergangenen Monate waren die Hostien
intakt, ohne jede Veränderung.“
Die
gefundenen Hostien. Foto: Avvenire
Der
Tabernakel der Kirche Santa Maria Assunta in der Ortschaft Arquata bewahrte
insgesamt 40 Hostien auf.
Der
Bischof von Ascoli Piceno, Msgr. Giovanni D’Ercole, schilderte den Fund
gegenüber *Avvenire*: „Man konnte noch den Duft wahrnehmen. Es ist zutiefst
bewegend. Es ist ein Zeichen der Hoffnung für alle. Es sagt uns, dass Jesus das
Erdbeben wie alle anderen mitgelitten hat, aber lebend aus den Trümmern
hervorgegangen ist.“
Unter
Tränen berichtete Pfarrer Angelo Ciancotti von der Kathedrale in Ascoli Piceno,
dass der Zugang zum Tabernakel nicht einfach gewesen sei: „Das Problem war das
Öffnen, aber meine Leidenschaft für Tabernakelschlüssel hat mir geholfen.“
Der
Tabernakel mit dem Ziborium und den Hostien.
Der
Priester öffnete den Tabernakel mit einem Schlüssel aus seiner Sammlung und
stellte fest: „Im Inneren lag das Ziborium auf der Seite, war aber
verschlossen. Und darin befand sich der Leib Christi, der mehr als anderthalb
Jahre lang unversehrt geblieben war – ohne Veränderungen in Farbe, Form oder
Geruch.“ Pfarrer Ciancotti erklärte gegenüber *Avvenire*, dass die Hostien
„keinerlei Anzeichen von Verfall“ aufwiesen, wie er sonst typischerweise nach
wenigen Wochen bei Hostien auftrete. „Obwohl sie über anderthalb Jahre alt
waren, sahen sie aus, als wären sie erst am Vortag hergestellt worden.“ Seiner
Ansicht nach ist „diese wunderbare und unerklärliche Entdeckung“ „ein Wunder,
vor allem aber eine Botschaft an alle: ein Zeichen, das uns an die zentrale Bedeutung
der Eucharistie erinnert.“
Durch diese unversehrten Hostien, so sein Fazit, „sagt uns Jesus: ‚Ich bin in eurer Mitte. Vertraut auf mich.‘“
| Foto Pixabay 2018 |
NCR-BLOGS | 22. Februar 2018
Edward
Pentin
Hostien
nach verheerendem Erdbeben auf wundersame Weise erhalten
Ein
italienischer Priester, der an der Entdeckung beteiligt war, sieht darin eine
Parallele zum Eucharistischen Wunder von Siena aus dem Jahr 1730.
Vierzig
„auf wundersame Weise“ erhaltene, konsekrierte Hostien wurden in einer Kirche
entdeckt, die 2016 bei einem schweren Erdbeben in Mittelitalien zerstört worden
war.
Die
Hostien – geborgen aus einem Tabernakel, der kürzlich aus den Trümmern der
Pfarrkirche von Arquata del Tronto geholt wurde – wiesen weder Bakterien noch
Schimmel auf; beides tritt bei Hostien normalerweise schon nach wenigen Wochen
auf, wie die italienische Bischofszeitung *Avvenire* berichtete.
Der
Tabernakel, der seit dem Erdbeben zusammen mit anderen Gegenständen eingelagert
und erst kürzlich an die Diözese zurückgegeben worden war, enthielt ein
umgedrehtes, aber ungeöffnetes Ziborium.
Im
Inneren des Ziboriums befanden sich 40 Hostien, deren Farbe, Form und Geruch
unverändert waren. Obwohl das Beben bereits fast anderthalb Jahre zurücklag,
„wirkten die Hostien, als wären sie erst gestern hergestellt worden“,
berichtete *Avvenire* am 21. Februar.
Der
zuständige Bischof, Msgr. Giovanni D'Ercole aus Ascoli Piceno, äußerte sich
zurückhaltend – „der Glaube erfordert Besonnenheit“ –, fügte jedoch hinzu, dass
eine solche Entdeckung „keiner Worte“ bedürfe.
„Es
ist ein Zeichen der Hoffnung für alle“, ergänzte er. „Angesichts einer solchen
Tatsache muss man gewiss schweigen. Sie berührt und stärkt einfach den Glauben
an Jesus, der lebendig bleibt, um die vom Erdbeben betroffene Bevölkerung von
Arquata zu trösten.“
Das
Erdbeben der Stärke 6,6, das die Region am 30. Oktober erschütterte, richtete
in Arquata del Tronto und der Umgebung enorme Schäden an. Die Basilika in Nurcia
– Geburtsort des heiligen Benedikt und Heimat der berühmten Benediktinermönche
von Nurcia – wurde fast vollständig zerstört. Das Beben folgte auf ein ähnlich
starkes Beben in derselben Region am 24. August desselben Jahres, bei dem fast
300 Menschen ums Leben gekommen waren.
Don
Angelo Ciancotti, ein Priester aus dem nahegelegenen Ascoli, der an der
Entdeckung beteiligt war, bezeichnete das Auffinden der Hostien als „große
Freude“ und als „Botschaft für die gesamte Gemeinschaft“. „Ja, für mich ist es
ein Wunder“, sagte er der italienischen Tageszeitung *Il Resto del Carlino*.
„Natürlich können Menschen ohne Glauben an nichts glauben, aber es gab hier
keinerlei Manipulation. Der Herr hat das ganz allein vollbracht.“ Don
Ciancotti, der familiär eng mit Arquata verbunden ist, kannte alle Vermissten
in den Trümmern sowie sämtliche Straßen der Region. Gemeinsam mit einigen
Bewohnern versuchte er daher, alle noch zu rettenden Gegenstände zu bergen.
Er
recherchierte, wo Objekte – darunter auch solche aus der Kirche Santa Maria
Assunta in Arquata – sichergestellt worden waren. Später erfuhr er, dass die
Kirchenschätze in einem Lagerhaus aufbewahrt wurden; er holte sie dort ab,
reinigte sie und brachte sie in der Sakristei der Kathedrale von Ascoli unter.
Als
er sah, dass das Tabernakel verschlossen war, erinnerte er sich daran, dass er
noch einen weiteren Schlüssel in einer Schublade seines Büros hatte. „Ich
sagte: ‚Versuchen wir es mal‘, und es ließ sich gleich beim ersten Versuch
öffnen“, erzählte er. Doch die größte Überraschung stand noch bevor: „Das
Ziborium lag waagerecht, hatte sich aber nicht geöffnet, und die darin
befindlichen Hostien waren vollkommen unversehrt“, berichtete er.
Die
Hostien, so erklärte er, seien von Nonnen des Klosters Sant'Onofrio hergestellt
worden. „Ich fragte sie sofort, ob sie Konservierungsstoffe verwendet hätten,
und sie antworteten: ‚Nein, nur Mehl und Wasser.‘“
Don
Ciancotti war selbst zunächst skeptisch. „Ich bin ein Cousin des [zweifelnden]
Heiligen Thomas“, scherzte er, „und deshalb habe ich noch andere als Zeugen
hinzugezogen.“
Seiner
Ansicht nach erinnert der Fund an das Eucharistische Wunder von Siena aus dem
Jahr 1730: Damals war ein Ziborium mit konsekrierten Hostien gestohlen worden,
doch die exakte Anzahl der Hostien tauchte auf wundersame Weise im Opferstock
eines Betstuhls wieder auf.
Die
nicht verzehrten Hostien waren nicht verdorben, sondern blieben frisch und
behielten sogar einen angenehmen Duft bei.
Aus
dem spanischem und englischen von „¿Milagro
eucarístico? Hallan 40 hostias intactas“ // Hosts ‘Miraculously’ Preserved 16 Months After…
Die deutsche Fassung
dieses Artikels „Eucharistisches Wunder? 40 unversehrte Hostien…“ ist erstmals
erschienen in www.r-cr.blogspot.com
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