Cunha Alvarenga
Der allgemeine Versuch, allen
Menschen eine Einstimmigkeit im Denken und Fühlen aufzuzwingen, durch eine
brutale polizeiliche Unterdrückung und einen nicht minder brutalen
ideologischen Druck, der seit den ersten Lebensjahren auf jeden Einzelnen
ausgeübt wird, würde allein schon ausreichen, um zu zeigen, dass Nazismus und
Kommunismus Seite und Kehrseite einer und derselben Medaille sind (Fotos von
Bertram Otto - Berto - Verlag, Bonn).
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Nationalsozialismus: Einstimmigkeit im Reichstag
Nazideutschlands
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Seite und Kehrseite der gleichen Medaille
Tertullian sagte, dass die
menschliche Seele von Natur aus christlich ist. Eine der vielen praktischen
Konsequenzen, die wir aus dieser Wahrheit ziehen können, ist, dass die
menschliche Seele von Natur aus antisozialistisch ist. Wenn nämlich - wie Pius
XI. in Quadragesimo Anno verkündete -
Sozialismus und Christentum Begriffe sind, die sich widersprechen, kann man
dieser Konsequenz nicht entgehen. Außerdem geht die Widerlegung des Sozialismus
durch Leo XIII. und seine Nachfolger von der Betrachtung der menschlichen Natur
aus, wie Gott sie geschaffen hat.
Deshalb wird die Heilige
Kirche nicht müde, die widernatürlichen und verschwörerischen Ursprünge von
Sozialismus und Kommunismus anzuprangern. In der Enzyklika Quod Apostolici Muneris, die dem Kampf gegen die „sozialistischen
Sekten“ gewidmet ist, erklärt Leo XIII. gleich zu Beginn: „Wir sprechen von der Gruppe jener Menschen, die mit verschiedenen und
fast barbarischen Namen Sozialisten, Kommunisten oder Nihilisten genannt
werden. Sie sind über die ganze Erde verbreitet und, durch ein verwerfliches
Bündnis aufs engste miteinander verbunden, suchen sie sich nicht länger mehr durch
dass Dunkel geheimer Zusammenkünfte zu schützen; sie treten vielmehr voller
Selbstvertrauen hervor, um ihren seit langem gehegten Plan, die Fundamente
jedweder bürgerlichen Gesellschaft zu untergraben, zur Ausführung zu bringen“.
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Kommunismus: Einstimmigkeit im Stadtparlament von
Ost-Berlin |
Die Sprache der Heiligen Kirche in jüngster Zeit ist nicht anders, wenn sie den Kommunismus als „in seinem innersten Kern als schlecht“ erklärt (Pius XI. in der Enzyklika Divini Redemptoris). Eine solche Geißel konnte nur im Gefolge anderer Fehler auftreten. Der Abfall der Völker vom Glauben hat den Weg dafür bereitet: „Nun werden die bitteren Früchte der von Uns und Unseren Vorgängern so oft angeprangerten Irrtümer geerntet“, bemerkte Pius XI. „Man darf sich also nicht wundern, dass in einer Welt, die schon weithin dem Christentum entfremdet worden ist, die kommunistische Irrlehre so um sich greift“. (Zitat aus der Enzyklika).
Neben diesem Hintergrund
dürfe man nicht vergessen, so der Papst weiter, dass die so rasche Ausbreitung
des Kommunismus „sich durch eine wahrhaft
dämonischen Propaganda erklärt, wie sie die Welt vielleicht bis heute noch nie gesehen
hat“. Diese Propaganda wurde durch einen weiteren wichtigen Faktor
unterstützt: „... ein mächtiges Hilfsmittel
zur Verbreitung des Kommunismus ist eine
wahre Verschwörung des Schweigens bei einem großen Teil der nichtkatholischen Weltpresse“.
In dieser Hinsicht ist der revolutionäre Prozess seit der Zeit von Pius XI.
sprunghaft vorangeschritten, denn heute sehen wir nicht nur in Brasilien,
sondern auch in vielen anderen Ländern, dass sich Organe, die sich katholisch
nennen, an jener Schweigekampagne beteiligen, die den Vormarsch des Kommunismus
begünstigt, und, was noch schlimmer ist, sich schamlos der sozialistischen Subversion
weihen.
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Nationalsozialismus: die Gestapo verhaftet Gegner
des Naziregimes |
Ohne diese gut aufgebaute
Propagandamaschine und ohne die mächtige Hilfe eines wachsamen Polizeiapparats,
ohne eiserne Vorhänge und Konzentrationslager oder „paredón“
(Erschießungsmauer) für die Widerspenstigen kann kein totalitäres Regime einem
Volk dauerhaft aufgezwungen werden, so groß ist die Berufung der Kinder Gottes
zur Freiheit.
All das, was wir
zusammenfassend gesagt haben, sind wohlbekannte Wahrheiten, aber es ist nun mal
so, dass wir in einer Zeit leben, in der die auffälligsten Realitäten geleugnet
werden. So behauptet Herr Tristão de Ataide (*) in einem Artikel, im „Diário de
Notícias“ von Rio de Janeiro am 15. März letzten Jahres unter dem Titel „Faschismus
und Kommunismus“, dass „wenn der Krieg und die Gegenrevolution eine Wirkung
gegen den Faschismus und den Nazismus hatten, so werden sie keine Wirkung haben,
wenn nicht sogar kontraproduktiv, gegen den Kommunismus sein. Weil Erstere
flüchtige und künstliche Reaktionen waren, während letzterer einer natürliche
Entwicklung entspringt“. Natürliche Entwicklung von was? Der ehemalige Schüler
von Jackson de Figueiredo erklärt: „Die unumstößliche historische Tatsache ist
folgende: Der Faschismus entstand als gewaltsame Reaktion auf den Kommunismus.
Der Kommunismus hingegen wurde als natürliche Weiterentwicklung des Sozialismus
geboren“. Wie man sieht, weist Herr Alceu Amoroso Lima (*) mit unglaublicher
Leichtigkeit den Begriff der Gewalt von der Fassade des Kommunismus ab...
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Kommunismus: „Vopos“ verhaften politische Gegner in
der DDR
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Es scheint, dass dieser ehrw.
Herr davon überzeugt ist, dass die utopische Entwicklung vom Sozialismus zum
Kommunismus bereits stattgefunden hat, d.h. dass wir bereits vom „jeder nach
seinen Möglichkeiten“ (Sozialismus) zum „jeder nach seinen Bedürfnissen“
(Kommunismus) übergegangen sind, was jeder kluge Revolutionär erkennt, dass es
„in fieri“ so weitergeht, weil wir bekanntlich immer noch in der historischen
Phase der Diktatur des Proletariats sind...
Aber Herr Alceu Amoroso Lima selbst
leugnet diese „Entwicklung“ vom Sozialismus zum Kommunismus, denn ein wenig
weiter behauptet er, dass „die Stärkung der Demokratie in Europa der
Hauptanreiz für den Übergang vom Stalinismus zum Krutchevismus war, d.h. von
einem grausamen Kommunismus zu einem rationaleren und humaneren Sozialismus“.
Was soll das bedeuten? Ist
der Kommunismus die „natürliche Weiterentwicklung des Sozialismus“, oder ist
der „rationalere und humanere“ Sozialismus die Weiterentwicklung des „grausamen
Kommunismus“?
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Nationalsozialismus: die Jugend wird zur Anbetung
der Symbole des Regimes erzogen
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Herr Tristão de Ataíde fährt
fort: „Die Vitalität des Kommunismus, die durch ein halbes Jahrhundert der
Beharrlichkeit bewiesen wurde, und die Unsicherheit des Faschismus, der im
Begriff ist zu verschwinden, zeigen deutlich den evolutionären und natürlichen
Ursprung des einen und den reaktionären und künstlichen Ursprung des anderen“.
Lassen wir dieses
opportunistische und pragmatische Kriterium beiseite, das den „evolutiven und
natürlichen Ursprung“ eines totalitären Regimes dadurch beweisen will, weil es
sich „fast ein halbes Jahrhundert lang“ auf Kosten des unablässigen Einsatzes
einer furchterregenden Prätorianergarde halten konnte, und erinnern wir uns
daran, was diese knapp fünfzig Jahre „Vitalität“ des Kommunismus bedeuteten, in
Bezug auf Gräueltaten aller Art, angefangen beim Massaker am Zaren und der
kaiserlichen Familie, der Ausrottung der russischen katholischen Hierarchie,
dem Hungertod von Millionen von Bauern, die sich der sowjetischen Agrarreform
widersetzten, bis hin zum Massaker in den Straßen von Budapest 1947 und den
Erschießungen von Fidel Castro.
Der gesamte Artikel, den wir
hier kommentieren, wurde von Herrn Tristão de Ataíde ausgearbeitet, um die
These zu belegen, dass der Nazismus und der Faschismus nicht mit dem
Kommunismus zu verwechseln sind, sondern im Gegensatz zu ihm stehen. Daran kann
man sehen, wie souverän er die historische Wahrheit verachtet. Denn es ist mit
bloßem Auge zu erkennen, dass der rechte Totalitarismus so konstruiert wurde,
dass er die Bemühungen vieler, die sich gegen den übermächtigen Kommunismus
wehren wollten, heimlich in die gleiche totalitäre und sozialistische Mühle
lenkt.
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Kommunismus: die Jugend wird zur Anbetung der
Symbole des Regimes erzogen
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Was den Faschismus betrifft,
so enthüllte Pius XI. bereits am 29. Juni 1931 in einem feierlichen Dokument
den Schwindel: „Wir hingegen, die Kirche, die Religion und die gläubigen Katholiken (und nicht nur Wir) haben keinen Grund zur Dankbarkeit gegenüber dem, der zuerst den Sozialismus und die Freimaurerei, Unsere (und nicht nur Unsere) erklärten Feinde, hinausgewiesen und ihnen dann das Tor wieder so weit geöffnet hat - alle sehen und bedauern es. Und sie sind umso stärker gefährlicher und schädlicher geworden, als sie nun in neuer Uniform versteckt sind und gleichzeitig begünstigt werden.“ (Enzyklika
„Non Abbiamo Bisogno“). Alle, sagt
der Papst - außer Herrn Tristão de Ataíde, sagen wir, denn in einem Buch, das
fünf Jahre später veröffentlicht wurde, bekräftigt der bedingungslose Anhänger
des „Integralen Humanismus“: „Ich habe die lebhafteste Sympathie für die
integralistische Bewegung, wie ich auch für den Faschismus und für die ganze
moderne Reaktion der Rechten habe, die die nicht Unvermeidbarkeit des
Sozialismus gezeigt haben“ (S. 209 von „Indicações Políticas“, Ed. Civilização
Brasileira, Rio, 1936).
Was den Nationalsozialismus
betrifft, so ist es noch einfacher, seinen revolutionären und linken Aspekt
hervorzuheben. Hier finden sich unter Bergen von Dokumenten die Zeugnisse
derer, die das ruchlose Treiben des Dritten Reiches aus nächster Nähe miterlebt
haben: „Hitlers Denunziation der kommunistischen Gefahr“ - schreibt Fritz Max
Cahen in „Männer gegen Hitler“ – „war im Ausland ein Erfolg. Einige Leute
erkannten nicht, dass das Naziprogramm mit seiner Anprangerung der
Leibeigenschaft, seinen scharfen Angriffen auf den individuellen Profit, seinem
Programm der Selbstversorgung und seiner unverhohlenen Feindseligkeit gegenüber
dem Privateigentum mehr Elemente für die Zerstörung des gegenwärtigen
Wirtschaftssystems enthielt als Karl Marx' eigenes Kommunistisches Manifest“
(S. 235 des zitierten Buches, Hrsg. The Bobbs-Merril Co., New York, 1939). Es
ist auch angebracht, unseren Lesern die von Goebbels in den letzten Momenten
des Widerstands gegen Hitler in Berlin verbreitete Erklärung in Erinnerung zu
rufen, in der er sagte, dass der Nationalsozialismus, obwohl er militärisch
vernichtet sei, durch die Einführung des Sozialismus in der ganzen Welt
siegreich aus dem Konflikt hervorgehen werde.
Wer kann uns angesichts
dieser unterirdischen Identität der Ziele des Faschismus, des
Nationalsozialismus und des Kommunismus versichern, dass, wenn Mussolini und
Hitler im Zweiten Weltkrieg gesiegt hätten, wir jetzt nicht erleben würden, wie
Herr Tristão de Ataíde seinen ahnungslosen Lesern „beweisen“ würde, dass die
Vitalität des Nationalsozialismus auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass er
die natürliche Weiterentwicklung des Faschismus war, im Gegensatz zum
künstlichen Charakter des besiegten Kommunismus?
Glücklicherweise passt sich
die politische und soziale Realität nicht den Formen an, die von bestimmten
Soziologen für sie vorbereitet werden. Vertrauen wir auf die Worte der Jungfrau
von Fátima, die den Kommunismus als eine Strafe für die Menschheit darstellt,
wenn diese sich halsstarrig weigert Dem, Der Weg, Wahrheit und Leben ist, zu folgen.
Und überzeugen wir uns also, dass die Mittel zur Abwendung der kommunistischen
Gefahr in unsere Hände liegen.
(*) Alceu de Amoroso Lima,
war ein brasilianischer Schriftsteller, Literaturkritiker und Politiker. Lima
schrieb unter dem Pseudonym Tristão de
Ataíde. Von 1935 bis 1945 war er Präsident der Katholischen Aktion
Brasiliens. Von 1941 bis 1963
war er Dozent an der Pontifícia Universidade Católica do Rio de Janeiro (Dt. Päpstliche
Katholische Universität von Rio de Janeiro) für brasilianische Literatur.
Aus dem Portugiesischen mit
Hilfe von DeepL-Übersetzer von „Nazismo & Comunismo“ in Catolicismo Nr. 163, Juli 1964
Diese deutsche Fassung „Kommunismus
und Nationalsozialismus“ erschien erstmals in
www.r-gr.blogspot.com
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