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Donnerstag, 7. August 2025

Wissenschaft bestätigt:

Elternhaus mit zwei Elternteilen ist besser für Kinder
als gleichgeschlechtliche Partner

von Edwin Benson,

 30. Juli 2025

„Es ist gefährlich, Recht zu haben, wenn alle anderen unbedingt Unrecht haben wollen.“

Dieser Satz trifft sicherlich auf jeden zu, der an einer amerikanischen Universität traditionelle sexuelle Werte vertritt.

Ein Beispiel dafür ist Dr. Mark Regnerus, Professor für Soziologie an der University of Texas in Austin. 2012 veröffentlichte Dr. Regnerus die „New Family Structures Study“ (NFSS). Die Studie verglich die Auswirkungen des Aufwachsens in Familien mit zwei gleichgeschlechtlichen Eltern mit denen in Familien mit einer intakten Elternbeziehung zwischen zwei verheirateten Heterosexuellen.

Schlecht durchgeführte Studien

Bei der Recherche seiner Studie wagte Dr. Regnerus den Hinweis darauf, dass die meisten Studien auf sehr kleinen Stichproben basierten. Ihm fiel auch auf, dass viele der Teilnehmer „Convenience Samples“ waren, die leicht zu erreichen waren und denen das Ergebnis der Umfrage am Herzen lag.

So sammelte beispielsweise eine Studie, die 2011 in den Medien häufig zitiert wurde, die „National Longitudinal Lesbian Family Study“, Antworten von Personen, die durch Aushänge „bei lesbischen Veranstaltungen, in Frauenbuchhandlungen und in lesbischen Zeitungen“ von der Studie erfahren hatten. Die meisten Teilnehmer kamen aus den Städten San Francisco, Boston und Washington, D.C., die alle für ihren ungewöhnlich hohen Anteil homosexueller Bevölkerungsgruppen bekannt sind.

Daher war es nicht überraschend, dass die meisten von Wissenschaftlern herangezogenen Studien die homosexuelle Agenda unterstützten.

Eine Umfrage zur Förderung traditioneller Familien

Dr. Regnerus verwendete verschiedene Methoden, um den Einfluss gleichgeschlechtlicher Partner als Elternfiguren auf Kinder zu messen. Seine Schlussfolgerung unterstrich den Wert traditioneller Familien.

Die NFSS zeigt aber auch deutlich, dass Kinder – in vielerlei Hinsicht und in verschiedenen Bereichen – am ehesten als Erwachsene erfolgreich sein können, wenn sie ihre gesamte Kindheit mit ihren verheirateten Eltern verbringen, und insbesondere, wenn die Eltern bis heute verheiratet bleiben.

Dr. Regnerus widerlegte gründlich die Illusion, dass es Kindern, die von Homosexuellen aufgezogen werden, genauso gut geht wie Kindern in konventionellen Familien. Seine Schlussfolgerungen widersprachen auch denen, die behaupten wollten, dass zusammenlebende und geschiedene Eltern genauso gut seien wie verheiratete.

Mit anderen Worten: Dr. Regnerus zerstörte einige der beliebtesten Wahnvorstellungen der sexuellen Revolution. Auch er blieb von der Truppe des liberalen Establishments und seinen scharfen Messern nicht verschont.

Vernichtende Reaktionen

Die pro-homosexuelle Lobby konnte dies nicht hinnehmen. Sie feuerte beide Fässer ab und kritisierte Dr. Regnerus’ Motive und Methodik.

In der Huffpost bemerkte Walter Olson vom Cato Institute: „LGBT-Aktivisten weisen darauf hin, dass der Soziologe Mark Regnerus 695.000 Dollar vom schwulenfeindlichen Witherspoon Institute für die Durchführung der Studie angenommen hat.“

Der New Yorker war entsetzt. „[Die Studie] behauptet, die äußerst schädlichen Auswirkungen schwuler und lesbischer Eltern aufzuzeigen…. Doch in diesem Fall ist die Art und Weise, wie sie durchgeführt wurde, so atemberaubend schlampig, dass sie nur als Beispiel dafür dient, wie man mit Statistiken schlampig umgehen kann.“

CBS News schloss sich der LGBT-Linie an. „In einer gemeinsamen Erklärung des Family Equality Council, der Human Rights Campaign (HRC), Freedom to Marry und der Gay and Lesbian Alliance against Defamation (GLAAD) bezeichneten Aktivisten die Studie als ‚fehlerhaftes, irreführendes und wissenschaftlich nicht fundiertes Papier, das lesbische und schwule Eltern herabzusetzen versucht‘.“

Klassifizierungsfehler?

Unter der Oberfläche richtete sich viel Kritik an der Art und Weise, wie Dr. Regnerus die Probanden seiner Studie klassifizierte. Kritiker mäkelten an Details herum und ignorierten dabei das Gesamtbild.

So könnte beispielsweise eine kleine Untergruppe der Befragten einen Mann umfassen, der bis zu seinem achten Lebensjahr bei beiden leiblichen Eltern lebte. Zu diesem Zeitpunkt ließen sich die Eltern des Jungen scheiden. Er blieb bei seiner Mutter im Elternhaus. Zwei Jahre später begann die Mutter eine zehnjährige Lebensgemeinschaft mit einer anderen Frau. Als er erwachsen wurde, litt er unter schweren Depressionen.

Sollte dieses Kind als von beiden Elternteilen aufgezogen, von einer alleinerziehenden Mutter oder von einem lesbischen Paar aufgezogen eingestuft werden? Zu verschiedenen Zeitpunkten seiner Kindheit trafen alle drei Beschreibungen auf ihn zu. Es ist unmöglich festzustellen, in welcher Lebensphase des Kindes seine Depression auftrat. In der Studie von Dr. Regnerus wurde das Kind als von einem gleichgeschlechtlichen Paar aufgezogen eingestuft. Machte diese Einstufung seine gesamte Studie ungültig? Viele seiner Kritiker brachten genau solche Argumente vor.

Eine Neubewertung

Eine kürzlich durchgeführte Neubewertung der Studie von Dr. Regnerus bestätigte seine Methoden und Klassifizierungen. Die Unterstützung kommt aus unerwarteter Quelle.

Im Jahr 2025 verfassten zwei Statistiker der Cornell University, Cristobal Young und Erin Cumberworth, ein Lehrbuch auf Hochschulniveau mit dem Titel „Multiverse Analysis“. Der Verlag Cambridge University Press verfasste eine Beschreibung, die die Bedeutung des Buches zu erklären versucht.

„Die Multiverse Analysis deckt die gesamte Bandbreite der Schätzungen auf, die die Daten stützen können, und liefert Erkenntnisse, die bei einstufigen Analysen oft übersehen werden.“

Mit anderen Worten: Diese Methode analysiert die Rohdaten einer Studie erneut und klassifiziert die Daten auf verschiedene Weise. Anschließend wird die Studie wiederholt, um zu prüfen, ob sich die Ergebnisse ändern. In dem Buch erprobten Dr. Young und Dr. Cumberworth ihre Methoden anhand der Daten von Dr. Regnerus. Angesichts der Stichprobengröße mussten über zwei Millionen Variablen neu bewertet werden.

Dr. Paul Sullins, Soziologieprofessor an der Catholic University in Washington, D.C., überprüfte Metaverse Analysis und beschrieb dessen überraschende Schlussfolgerung.

„Anfangs erwarteten Young und Cumberworth, dass ‚eine umfassende Multiversum-Analyse [die vielen Kritiker der Studie] ihren Standpunkt überzeugend und schlüssig untermauern würde‘, fanden sie stattdessen etwas Unerwartetes und Bemerkenswertes … Jede Analyse bestätigte das zentrale Ergebnis der Regnerus-Studie, dass Kinder mit intakten biologischen Eltern besser gedeihen als mit LGBT-Eltern.“ (Hervorhebung hinzugefügt.)

Eine endgültige Schlussfolgerung?

Niemand sollte davon ausgehen, dass Dr. Sullins‘ Essay oder das Buch von Dr. Young und Cumberworth das letzte Wort zu Dr. Regnerus‘ Studie und ihren Schlussfolgerungen sein werden. Die sexuellen Revolutionäre haben viel zu viel Zeit, Geld und Energie in den Mythos investiert, dass eine „Familie“ das ist, was eine Gruppe von Menschen darüber entscheidet. Sie haben viel Übung darin, ihre destruktiven Theorien zu verteidigen.

Radikale führen gerne ein paar voreingenommene Studien durch und erklären dann, „die Wissenschaft sei abgeschlossen“. Nichts könnte unzutreffender sein. Seit Karl Marx wollten Revolutionäre die biologischen und emotionalen Bindungen zwischen Mann, Frau und Kindern zerstören. Diese neue Untersuchung liefert einen faszinierenden Beweis dafür, dass sie erneut gescheitert sind.



Aus dem englischen von  „Science Reconfirms Two-Parent Home is Better for Children than Same-Sex Options“ in „Return to Order”

Die deutsche Fassung dieses Artikels ist erstmals erschienen in  www.r-cr.blogspot.com

© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

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Mittwoch, 13. November 2024

Depression: Anzahl der Betroffenen auf Rekordhoch

Autor: Kinder in Gefahr

Im Jahr 2022 waren in Deutschland rund 9,5 Millionen Menschen von Depressionen betroffen. Die Zahl der diagnostizierten Fälle ist in den letzten fünf Jahren stetig gestiegen und erreichte mit 12,5 Prozent der Bevölkerung einen neuen Höchststand. Dies geht aus dem aktuellen „Gesundheitsatlas Deutschland“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor.

Pandemiejahre besonders prägend

Während 2017 noch 11,8 Prozent der Deutschen ab einem Alter von zehn Jahren eine ärztlich diagnostizierte Depression hatten, stieg der Anteil bis 2022 auf 12,5 Prozent an. Besonders stark war der Anstieg bei jüngeren (10 bis 24 Jahre) und älteren Menschen (ab 65 Jahre) in den Jahren der Pandemie zu beobachten. „Diese Entwicklung verdeutlicht, dass gerade junge und ältere Menschen zu den besonders vulnerablen Gruppen während der Pandemie gehörten. Einsamkeit ist ein bekannter Risikofaktor für die Entstehung von Depressionen, und vor allem ältere Menschen waren während der Pandemie oft allein und isoliert“, erklärt Helmut Schröder, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Höheres Risiko bei Frauen

Laut den Erkenntnissen des Gesundheitsatlas treten Depressionen bei Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren noch selten auf. Mit zunehmendem Alter zeigt sich jedoch ein deutlicher Anstieg der Erkrankungen. In allen Altersgruppen sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Bei den 60- bis 64-Jährigen leidet mehr als jede fünfte Frau und fast jeder sechste Mann an einer Depression. Zwischen 65 und 74 Jahren ist ein leichter Rückgang der Fälle zu beobachten, bevor die Zahlen in den höheren Altersgruppen wieder deutlich ansteigen: Bei Frauen im Alter von 80 bis 84 Jahren sind knapp 28 Prozent von einer Depression betroffen. Bei Männern wurde der höchste Anteil mit 17,6 Prozent in der Altersgruppe ab 90 Jahren festgestellt.

Stigmatisierung erschwert Behandlung

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland und führen zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität. „Viele Betroffene sind oft nicht mehr in der Lage, ihren alltäglichen Aktivitäten nachzugehen“, betont Schröder. „Obwohl das Bewusstsein für diese Krankheit in der Öffentlichkeit wächst, sind Betroffene nach wie vor mit Vorurteilen und Stigmata konfrontiert. Diese Stigmatisierung kann den Krankheitsverlauf erheblich erschweren.“ Der Gesundheitsatlas Deutschland soll helfen, bestehende Wissenslücken zu schließen, das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Erkrankung zu stärken und Berührungsängste abzubauen.

Die Ergebnisse des „Gesundheitsatlas Deutschland“ zeigen eindrucksvoll, dass Depressionen ein bedeutendes Gesundheitsproblem sind, das weiterhin viel Aufmerksamkeit und Aufklärung benötigt. Insbesondere die Auswirkungen der Pandemie haben die bestehenden Probleme verschärft und verdeutlichen, wie wichtig präventive Maßnahmen und ein offener Umgang mit psychischen Erkrankungen sind.


Quelle:
https://aktionkinderingefahr.de/artikelen/depression-anzahl-der-betroffenen-auf-rekordhoch


Donnerstag, 10. Mai 2018

Angriff auf die Kindheit


Der Kampf gegen die Geschlechtsrollenstereotypen
in den deutschen Kitas

Mathias von Gersdorff

Möglicherweise aufgrund der Lautstärke der Proteste gegen den „Bildungsplan 2015“ in Baden-Württemberg entging der breiten Öffentlichkeit, dass in den Kindertagesstätten (Kitas), also für drei- bis sechsjährige Kinder, ein Umerziehungsprogramm eingeführt wurde, das gewissermaßen noch radikaler ist, als das Projekt für die Schulen.

Maßgeblich in Baden-Württemberg ist die Schrift „Gleichstellung beginnt im Kindergarten - Eine Arbeitshilfe zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen“, herausgegeben vom „Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg“. Die 80-seitge Schrift kann von der Internetseite www.sozialministerium-bw.de heruntergeladen werden.

Die Schrift wurde von Gunter Neubauer, Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts SOWIT, verfasst. Die Tendenz des Instituts wird deutlich wenn man erfährt, was es unter dem Begriff „Geschlecht“ versteht: „Geschlechter werden gemacht, können aber auch neu ausgebildet und verbessert werden. Es gilt, Geschlechterpotenziale zu nutzen! Wir sehen Geschlechter besonders in ihren gestaltbaren Seiten und nutzen dieses Potenzial bei der Entwicklung von Organisationen und Unternehmen.“ Nach diesem Grundsatz ist die Arbeitshilfe für das baden-württembergische Familienministerium geschrieben: Wie „verbessert“ man die Geschlechter – aber noch viel mehr, wie wir noch sehen werden – in und durch die Kitas.

Düsteres Menschenbild:
Kleinkinder programmieren wie Computer

Liest man diese ungeheuerliche Schrift, stellt man schnell fest, dass der Autor und die gesamte Gender-Mainstreaming-Ideologie von einem düsteren Bild des Menschen, der Gesellschaft, der Kultur und der Familie beseelt ist. Diese negative, geradezu deprimierende Sichtweise, durchzieht den gesamten Text und ist wohl der Antrieb der Leute, die meinen, man müsse die menschliche Natur, die Familie und die Gesellschaft „korrigieren“. Diese drei sind in der Wahrnehmung der „Gender-Mainstreamer“ dermaßen korrumpiert, dass man schon bei dreijährigen Kindern mit der Umerziehung beginnen muss, um anständige – sprich gendergerechte - Menschen hinzukriegen.

Eine ernsthafte psychologische Studie über die Macher des „Gender-Mainstreaming“ würde sicherlich Erstaunliches ans Licht bringen und zeigen, in wessen Hände die Kinder hierzulande gegeben werden.

Die ersten Opfer der Gender-Maistreaming-Umerziehung in den Kitas sind natürlich die Kinder. Ihre Mentalität, die sie im Elternhaus erworben haben, muss dekonstruiert und nach der Gender-Ideologie neu programmiert werden (Der Duktus des Textes entspricht eher einem Text über Computer als über Menschen): „Bei der Auswahl und Zusammenstellung von Spielmaterialien wird darauf geachtet, dass Geschlechtsrollenstereotypen aktiv und bewusst entgegen gewirkt wird.“ Die gemeinten „Geschlechtsrollenstereotypen“ können dreijährige Kinder nur im Elternhaus bekommen haben. Allein an diesem Satz erkennt man, wie dezidiert der Autor gegen das Elternrecht vorgeht und welche moralische Autorität er sich zumisst.

Anweisungen zur Charakterwäsche

Das Papier gibt klare Anweisungen, wie die Charakterwäsche vollzogen werden soll: „Geänderte Spiele unterstützen Einverständnis abseits der traditionellen Rollen. Buben lernen zum Beispiel wickeln und nicht nur Garagen bauen, Mädchen bauen Hochhäuser und nicht nur Puppenbetten und sie lernen, ihre Interessen durchzusetzen.“

Das Papier des baden-württembergischen Ministeriums verheimlicht gar nicht, dass dieser Erziehungsansatz im Feminismus der 1970er und 1980er Jahre wurzelt, denn damals wurde „die Reproduktion von Rollenstereotypen im Kindergartenalltag thematisiert und kritisiert. Aus dieser Tradition speist sich ein Verständnis von Geschlechterpädagogik als Vermeidung des geschlechtertypischen Rollenlernens.“ Wie allgemein bekannt, sah der Feminismus dieser Jahrzehnte in der Familie und in der Frau als Mutter die Haupthindernisse für die Emanzipation der Frau. Gunter Neubauer möchte also seine Schrift ausdrücklich in der Tradition der emanzipatorischen Bewegung der Zeit unmittelbar nach der 1968er-Revolution setzen.

Damit ein Erzieher seine Rolle effizient erfüllt, soll er sein ganzes Handeln unter folgenden Postulat stellen: „Der Reflexionshintergrund für Gender-Kompetenz ist das Wissen darum, dass Geschlechterverhalten und Geschlechterverhältnisse ,gemacht‘ und nicht einfach ,natürlich‘ sind“. Das ist der Grundgedanke de „Gender-Mainstreamings“. Bemerkenswert ist allerdings, wie unkritisch man annimmt, das Geschlechtsverhalten und die Geschlechtsverhältnisse seien mit drei Jahren schon derart willkürlich „gemacht“, dass man die Kinder schon zu diesem Zeitpunkt umprogrammieren muss. Dass das Geschlechtsverhalten bei einem dreijährigen Kind möglicherweise von Natur aus gegeben ist, wird gar nicht in Betracht gezogen.

Kitas als Ort umfassenden Gesellschaftsumbaus

Kindertagesstätten sind für die Genderisten nicht nur ein Instrument der Umerziehung von Kindern, sondern auch der Familien bzw. der Eltern der Kinder. Über die Kitas soll auch das Familienleben umgestaltet werden und die traditionellen Rollenmuster in der Familie dekonstruiert werden: „Im Alltag der meisten Kindertageseinrichtungen geht man stillschweigend davon aus, dass vor allem die Mütter für Erziehungsfragen und den Kontakt zum Team ,zuständig‘ sind auch wenn sich Väter immer öfter blicken lassen und eine zunehmend aktive Erziehungsrolle übernehmen wollen.“ Den Erziehern in den Kitas sollte es eigentlich egal sein, wie die Eltern die Erziehung ihrer Kinder organisieren. Doch für die Genderisten ist die Kita ein Ort einer umfassenden Umgestaltung der Gesellschaft. Welches Recht sie dazu haben, wird gar nicht hinterfragt. Für sie ist das eine Selbstverständlichkeit.

Spätestens an dieser Stelle wird einem klar, dass die Gender-Ideologen sich wie die Verkünder einer neuen Religion gebaren: Sie sind von ihrer Sache völlig überzeugt und fühlen sich im Besitz der absoluten moralischen Autorität. In der gesamten Schrift des baden-württembergischen Familienministeriums ist kein einziges Wort enthalten, das auf Selbstkritik oder Selbstzweifel schließen ließe. Die Genderisten sind dermaßen davon überzeugt, sie hätten die Wahrheit gepachtet, dass sie keinerlei Skrupel spüren, wenn sie über die Mentalitäten der Kinder, über das Familienleben und über die gesellschaftlichen Gewohnheiten urteilen. Alles muss von ihnen „korrigiert“ und in die „richtige“ Bahn gelenkt werden.

Entsprechend der „Arbeitshilfe“ zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen sollen die Kitas auch an der ideologischen Umpolung des Volkes mitwirken, indem sie einen neuen Familienbegriff prägen: „Für Erzieherinnen und Erzieher gilt es aber auch, einen professionellen Blick für die Vielfalt moderner Familienformen mit ihren teils ganz unterschiedlichen Bedürfnissen zu entwickeln: traditionelle Familien (Vater arbeitet, Mutter ist zuhause), modernisierte Familien (z.B. beide sind berufstätig, verbinden Erwerbs- und Familienarbeit oder praktizieren einen Rollentausch), ,neue Eltern‘ (alleinerziehende Mütter und Väter, „Regenbogenfamilien“), zusammengesetzte Lebens- und Familienformen (Stief- oder Fortsetzungsfamilien, Wohn- und Lebensgemeinschaften). Hilfreich ist dabei die Reflexion der eigenen Familiengeschichte und des eigenen Familienbilds. Familien stärken, heißt dann, sich offen und einladend für alle Familienformen zu zeigen und die eigene Praxis entsprechend zu gestalten von der Anmeldung, Aufnahme und Eingewöhnung über Elterngespräche und Angebote der Elternbildung ,für alle‘ bis hin zur Gestaltung von Festen.“

Lebenslange Prägungen eingravieren

Gunter Neubauer setzt einfach voraus, Patchwork sei das neue Familienbild, obwohl das weder in der Politik noch in der Gesellschaft so ist. Es leben zwar viele Menschen in Verhältnissen, die nicht der traditionellen Familie entsprechen, dennoch wird diese als die ideale Partnerschaftsform von einer großen Mehrheit angesehen. Für die Genderisten spielt das keine Rolle. Sie haben die Wahrheit schon anders definiert.

Auch „Diversity“ bzw. „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ darf in der Kita nicht fehlen, denn „Respekt und Toleranz für die moderne Vielfalt von Geschlechterrollen, Geschlechtsidentitäten und Familienformen“ seien zu fördern — bei dreijährigen Kindern!

Offensichtlich sollen die Kitas die Kinder lebenslang prägen. Die Aufgabe der Kitas ist, aus den Kindern den neuen genderkonformen Menschen zu basteln: „Bei der Entwicklung von Gehirnstrukturen gibt es kein voreingestelltes biologisches Programm, das Entwicklungen absolut determiniert. Das Gehirn ist vielmehr ein biosoziales Organ, das sich nur in der Interaktion mit der natürlichen, vor allem aber der sozialen Umwelt entwickeln kann. Insofern ist jedes Gehirn das Ergebnis seines Gebrauchs (Gerald Hüther). Daraus folgt eine große Offenheit für kulturelle Prozesse.“

Radikale Fanatiker am Werk

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Genderisten wollen nicht bloß die Ansichten, Meinungen, Anschauungen ändern, was ja auch jede politische Partei oder Kirche anstrebt: Nein, ihr Ziel ist die Veränderung des menschlichen Gehirns um so eine lebenslange Prägung zu erzielen! In der Antike wurden Sklaven Brandzeichen auf die Haut gesetzt. Heute wird die Gender-Ideologie ins Gehirn eingebrannt, um aus den Menschen Sklaven dieser Ideologie zu machen.

Spätestens an dieser Stelle versteht man, wieso die Gender-Revolution mit den dreijährigen Kindern durchgeführt werden muss. Die Genderisten wissen: Je jünger ein Gehirn, desto beeinflussbarer ist es.

Die Hartnäckigkeit, die Zielstrebigkeit aber auch die Bosheit, mit der die Genderisten vorangehen, ist erschütternd. Unfassbar auch, wie die Union (CDU/CSU) diese Revolution gefördert hat. Eine C-Politikerin, Bundesfamilienministern Ursula von der Leyen, hat während der Großen Koalition 2005-2009 die entscheidenden Maßnahmen zur Durchsetzung des Gender-Mainstreamings in Deutschland durchgeführt.

Diese Revolution konnte nur im Stillen durchgeführt werden, so ungeheuerlich ist sie. Würde die große Mehrheit der Menschen erfahren, welche radikalen Fanatiker da am Werk sind, wäre ihre Durchführung nicht möglich. Doch die Erfahrung zeigt, dass man sich nicht groß auf die Politik verlassen darf. Wie in vielen anderen Themenbereichen auch, kann nur der Protest der Basis der Gesellschaft, also des Volkes selbst, diesen Angriff auf die Kindheit abwenden.

Quelle: „Junge Freiheit“ 10. März 2014 (Online Ausgabe)

Mittwoch, 21. September 2016

Frühstückszeit und Spielchen am frühen Morgen


Frühstückszeit und Spielchen am frühen Morgen 

Charles West Cope (1811-1890) 
Privatsammlung / Photo Bonhams, London / The Bridgeman Art Library

Das kleine Mädchen hat sich auf einen Schemel gestellt und ahmt die Haltung des Hundes der Familie nach, wenn er um ein Stück Zucker bettelt. Ihre Schwester hält die Kleine und redet ihr zu, die Augen 
zu schließen und den Mund zu öffnen. Die Mutter lässt sich lächelnd auf dieses unschuldige Spiel ein. Der Hund scheint unruhig zu sein, weil er im Hintergrund bleiben muss. 
Man erkennt die geschmackvolle Einrichtung, den Komfort, den gedeckten Tisch, wo nichts fehlt. 
Der Maler zeigt hier ein Ambiente im viktorianischen Zeitalter und hebt gleichzeitig die christlichen Werte hervor: Mutterliebe, Zärtlichkeit in der Familie, liebevolles Verständnis im Gegensatz zu Herzlosigkeit, die Sicherheit in der Familie, die die Kinder wachsen und aufblühen lässt. 
Charles West Cope, Sohn eines Künstlers ist Maler und ein englischer Graveur, dem es in hervorragender Weise gelingt, Szenen mit historischem Charakter darzustellen. Er ist der Schöpfer der Fresken im Lords Chamber in London. 

Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, DVCK e.V., Frankfurt, Februar 2014

Montag, 9. Mai 2016

Eine Szene in Paris


Blumenmarkt entlang der Seine 

Victor Gabriel Gilbert (1847 - 1933) 
Privatsammlung / Photo Christie's Images / The Bridgeman Art Library

Eine Szene in Paris auf der Ile de la Cité. Was machen die kleinen Mädchen vor dem Verkaufsstand? Man weiß nicht, ob sie spielen, ob sie der Blumenhändlerin helfen oder einen Kunden begleiten, den man auf dem Bild nicht sieht. Man kann sich ihr fröhliches, unbekümmertes Geplapper vorstellen, man spürt den Duft der Pflanzen, die feuchte Erde in den Töpfen und die Nähe des Flusses.
Die hellen Farben des Bildes führen uns das Glück der Kindheit vor Augen, ihre Frische und ihre Unschuld. Man genießt die Beschaulichkeit eines friedvollen, geordneten Lebens. Eine Szene wie diese könnte sich auch heute abspielen nur mit dem Unterschied, dass die Lebensfreude ersetzt wurde durch Getriebenheit, Rücksichtslosigkeit und Traurigkeit, die auf das Bewusstsein einer verlorenen Welt zurückzuführen ist. ..... Was hält uns davon ab, sie wiederzufinden?
Der Blumenmarkt ist ein beliebtes Thema, das Victor Gabriel Gilbert in verschiedener Weise dargestellt hat.

Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, DVCK e.V., Frankfurt, Juli 2014

Montag, 11. April 2016

Spazierfahrt


Spazierfahrt im kleinen Handwagen, 1888

Charles~Bertrand d'Entraygues (1850-1929)
Privatsammlung / Gemälde Mensing / The Bridgeman Art Library


Welch schöne Spazierfahrt in einem Wägelchen! Die Kinder denken sich eine Reise aus und spannen das kleine Holzpferd vor ihren Wagen. Der junge Kutscher schwenkt seine Peitsche, bleibt aber auf den Stufen sitzen.
Das sind die unschuldigen Vergnügen der Kinder, die im Spiel gemeinsam ihre Kreativität entwickeln ohne hektische Getriebenheit, wie wir sie heute bei den „Hyperaktiven“ finden. Aus heutiger Sicht wäre es durchaus möglich, dass sie schon ein Handy besitzen und sich über verschiedene Netzwerke unterhalten, jeder in seiner eigenen Welt eingeschlossen.
Wenn wir dieses Bild, das Ruhe und Entspannung ausstrahlt, aufmerksam betrachten, hilft es uns für einen Augenblick die Sorgen, die uns Erwachsene erdrücken und von denen wir uns erdrücken lassen, zu vergessen und darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist. „Wenn ihr nicht werdet wie eines dieser Kinder, sagt unser Herr, werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen.“ Unsere Aufgabe ist es, im Glauben an Gott den Weg zur Ewigkeit voranzuschreiten.

Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, DVCK e.V., Frankfurt, August 2014

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Schlittenfahren und Spiele im Schnee



Schlittenfahren und Spiele im Schnee
Greben, 19.Jh. (Lithographie)
Privatsammlung/Photo Stern Pissarro Galery, Lomdon / The Bridgeman Art Library

An diesem späten Winternachmittag vergnügen sich Kinder, eingehüllt in dicke Mäntel, im Schnee. Schlittenfahren macht Spaß. Auf dem sanften Hang sind auch Stürze lustig. Mit roten Wangen und glänzenden Augen kommen sie dann nach Hause, wo sie das Abendessen in der Familie erwartet.
Betrachten wir das kleine Mädchen im Vordergrund und ihr junger Begleiter, der den Schlitten schiebt. Sie tragen eine Kleidung wie Erwachsene. Welch ein Gegensatz zu heute, wo sich Erwachsene, sogar im fortgeschrittenen Alter oft wie Jugendliche kleiden.
Unbeschwerte, fröhliche Kindheit in einer Zeit ohne Internet, Smartphone und Videospiele, die sich häufig als Ursache von Psychosen und Depressionen erweisen.

Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, DVCK e.V., Frankfurt, Januar 2014


Samstag, 19. Dezember 2015

Mädchen mit Hunden


Mädchen mit Hunden (1893)
Charles Burton Barber (1845-1894) Lady Lever Art Gallery, National Museums Liverpool / The Bridgeman Art Library

Ein Mädchen trägt in ihrer Schürze zwei zappelnde Hündchen. Neben ihr steht mit
unruhigem Blick die besorgte Hündin. Wahrscheinlich kommt das Kind gerade aus dem Garten, den man durch die offene Tür sehen kann. Es will die Hündchen zum Spielen einem Erwachsenen, der im Salon sitzt, bringen.
Überfluss und Komfort herrschen in diesem Zimmer. Man sieht Bilder an der Wand, ein Palmenblatt ragt hervor, ein Tuch mit Quasten bedeckt die Anrichte und die Fauteuils scheinen sehr bequem zu sein.
Die kleine Prinzessin mit ihren Lackschuhen, dem weißen Kleid, ihren blauen Augen und dem kirschroten Mund sieht wie eine kostbare Porzellanfigur aus. Es ist so wichtig, die Glückseligkeit der Kindheit - Unschuld, Reinheit, Unbefangenheit zu bewahren.

(Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ von der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, Dezember 2010)

Sonntag, 15. November 2015

Die Gartenlaube




 Die Gartenlaube, 1910 ca.

Emanuel Phillips Fox (1865-1915)
National Gallery of Victoria, Melbourne, Australien

Emanuel Fox malte dieses Bild während seines Aufenthaltes in Frankreich ungefähr zur gleichen Zeit wie „Das Fährboot“.
An einem schönen Sommernachmittag trinkt eine Familie Tee in der Gartenlaube. Der gedeckte Tisch, das blaue Porzellan, kleine Kuchen und ein Rosenbouquet laden ein, näher zu kommen. Das Sonnenlicht im Hintergrund hebt die Frische der neuen Blätter in der Laube hervor.
Die Mutter und das Mädchen sitzen in weißen Kleidern ein Bilderbuch lesend auf einer Bank unter dem aufgespannten Sonnenschirm. Das Kind im roten Matrosenanzug mit dem Reifen in der Hand schaut uns an, als ob auch wir zum Tee eingeladen sind.
Die Harmonie, die diese Szene ausdrückt, führt uns ein christliches Leben vor Augen: unauflösliche Ehe, Würde, Schamgefühl, Eleganz, gute Manieren, Höflichkeit, Liebenswürdigkeit - alles weit entfernt von nervöser Rastlosigkeit und Vulgarität, wie wir sie heute immer öfter erleben.

(Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“
von der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, Juni 2011)


Donnerstag, 16. April 2015

Die ersten Schritte


Die ersten Schritte (1876) 
Gaetano Chierici (1838-1920)
Private Collection Odon Wagner Gallery,
Toronto, Kanada / The Bridgeman Art Lib

Zu sehen ist ein ärmlicher Raum in einem italienischen Haus. Der Verputz an den Wänden blättert ab, der Besen lehnt an einem brüchigen Sessel, ein Ölpapier ersetzt eine Fensterscheibe und der Steinboden hat tiefe Fugen.
Die Mutter, die auf einer Truhe unter dem Fenster sitzt, streckt ihrem Kind, das versucht, die ersten Schritte zu tun, die Hand entgegen. Die ältere Schwester bietet dem kleinen Mädchen einen Finger an, damit es sich halten kann. Das Kindchen auf wackeligen Beinen, mit offenem Mund und freudestrahlendem Gesicht hat seine Augen auf sein Ziel gerichtet, um zu jener hinzukommen, die sie ruft, sich in ihre Arme zu werfen und Zärtlichkeiten auszutauschen.
Der Gesichtsausdruck und die liebevoll ausgestreckten Hände der Mutter lassen die einzigartige und wunderbare Verbindung erkennen, die eine gute Familie zusammenhält. Nichts kann die mütterliche Liebe ersetzen, die es dem Kind ermöglicht, in Geborgenheit heranzuwachsen.
Benoit Bemelmans 

(Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ 
von der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, Januar 2010)

Donnerstag, 22. Januar 2015

Im Schoß der Familie


Jahrhundertelang war die Familie ein Bollwerk gegen die „feindliche“ Außenwelt, ein zuverlässiger Zufluchtsort, aber auch ein „Sprungbrett“ ins Leben. Die Familie war eine festgefügte, solidarische Gemeinschaft, die allen, die ihr zugehörten, Schutz und Sicherheit bot, Hilfe in kritischen Situationen, Unterstützung in allen Lebenslagen, Trost und Rat, Aufmunterung und Rückenstärkung.
Als kleinste Lebenszelle der Gesellschaft hatte sie auch ihre eigenen Gesetze, gegen die man nicht ungestraft verstoßen durfte – wer sich außerhalb der Familie stellte, wer aus der Gemeinschaft der Sippe ausbrach, bekam dies meist sehr unangenehm zu spüren. Diese älteste und solideste aller gesellschaftlichen Institutionen übte, unbeirrt vom Wandel der Meinungen, in allen Gesellschaftsordnungen ihre wichtigsten Funktionen aus: Sie allein konnte den Kindern innerhalb ihres Bereichs ein notwendiges festes Maß an Fürsorge zuteil werden lassen, sie bestimmte, durch ihren sozialen Status und durch ihren psychischen Einfluss, weitgehend den Platz, den ihre Mitglieder im späteren Leben einnahmen. Sie vermittelte die erste Lebensorientierung und die „emotionale Erhaltung“ durch die Fürsorge, die Liebe und die seelische Nähe, die die Familienmitglieder einander angedeihen ließen. Die Familie war auch in der wilhelminischen Gesellschaft Mittelpunkt und Richtschnur für alle ihre Mitglieder. Sie bildete eine Gemeinschaft, in der die Generationen einander zugehörig fühlten, die die Kraft hatte, die „Verwandtschaft“, auch die angeheiratete, völlig zu integrieren — und das Leben dieser Gemeinschaft, ihr Schicksal, die „Familienmeinung“ — das ging alle an! Zu jener Zeit war „die Großfamilie“ noch gang und gäbe.


Quelle: „Die gute alte Zeit im Bild“ – Alltag im Kaiserreich 1871-1914 in Bildern und Zeugnissen präsentiert von Gert Richter. Bertelsmann Lexikon-Verlag, 1974.

Montag, 8. Dezember 2014

Die kleinen Künstler

De Meesterschilder (Die kleinen Künstler) - 1877
Jan Frans VERHAS
Museum voor Schone Kunsten – Gent/Belgien



Der „Meister“ ist ein kleines Kind, das, von seinem Bruder und seinen Schwestern liebevoll beobachtet, die ersten Pinselstriche macht. Sein Fleiß und sein Selbstvertrauen berühren. Jedes Kind drückt eine eigene Persönlichkeit aus. Die Darstellung wirkt so natürlich wie ein Schnappschuss.
Auf dem Tisch, über dem eine Lampe aus Kupfer hängt, liegen Domino- und Bausteine herum sowie eine Palette. Das wertvolle Mobiliar, die Tapeten und die Kleider der Kinder weisen daraufhin, dass es sich um eine wohlhabende Familie handelt.

Die Lebensfreude, das Glück, das aus der bewahrten Unschuld entspringt sowie der Sinn für das Schöne sind einige Merkmale dieser Epoche, wo das Familienleben noch durch gegenseitiges Verstehen und Anerkennung der Würde des Einzelnen geprägt ist 

(Aus dem Kalender „365 Tage mit Maria“ 


von der Aktion „Deutschland braucht Mariens Hilfe“, Dezember 2009)