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Freitag, 6. März 2026

Die Ehrengarde des Heiligsten Herzen Jesu


Die Ehrengarde des Heiligsten Herzen Jesu

 Die Könige der Erde haben ihre Ehrengarde, die aus den edelsten Männern des Volkes gebildet wird. Auch der König der Könige, Jesus Christus, ist von seiner Ehrengarde umgeben. In Bethlehem besteht sie aus Maria und Josef, den drei Weisen aus dem Morgenlande, Kaspar. Melchior und Balthasar und deren Gefolge.

Möchtest auch du, arme Seele, zur Ehrengarde Christi, des Königs, gehören? Besuche ihn oft im heiligen Tabernakel: Haben wir nicht in der Eucharistie Anteil am selben Leib Christi, der in der Krippe zu Bethlehem lag, am selben Gott, der als Mensch auf dem Kalvarienberg gekreuzigt wurde und am selben Herzen, das sich uns öffnet und zur ewigen Seeligkeit führt?

 

Gelobt und gebenedeit sei zu jeder Zeit das heiligste Sakrament des Altares!


Freitag, 10. Juni 2016

Weihe der Menschheit an das Heiligste Herz Jesu





Am 25. Mai 1899 veröffentlichte Papst Leo XIII. seine Enzyklika „Annum sacrum“ über die Weihe des Menschengeschlechtes an das Heiligste Herz Jesu und fügte und fügte im Anhang folgenden Weihetext an:


Süßester Jesu, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke gnädig auf uns, die wir in tiefer Demut uns vor deinem Altare niederwerfen. Dir gehören wir, dein wollen wir sein. Um aber noch fester mit dir verbunden sein zu können, siehe, weiht sich ein jeder von uns heute aus freien Stücken deinem Heiligsten Herzen. – Viele haben dich nie gekannt, viele haben deine Gebote verachtet und dich verschmäht. Erbarme dich ihrer aller, o gütigster Jesu, und ziehe alle an dein heiliges Herz. Du, o Herr, sollst der König sein, nicht bloß über die Gläubigen, welche niemals von dir abgewichen sind, sondern auch über die verlorenen Söhne, welche dich verlassen haben. Bewirke, dass diese zum Vaterhause zurückeilen und nicht in Elend und Armut zu Grunde gehen. Sei König über diejenigen, welche Irrlehren verführt haben oder welche Zwietracht (von deiner Kirche) trennt, und rufe sie zum Hort der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück, damit bald Ein Schafstall sei und Ein Hirt. Sei endlich auch der König über diejenigen alle, welche immer noch im alten Aberglauben des Heidentums leben, und versage ihnen nicht die Befreiung aus der Finsternis und die Berufung zu deinem Eigentume im Lichte und Reiche Gottes. Schenke, o Herr, deiner Kirche Freiheit, Ruhe und Sicherheit. Schenke allen Völkern Frieden und Ordnung und mache, dass von Pol zu Pol der eine Ruf ertöne : Gelobt sei das göttliche Herz Jesu, durch welches uns das Heil geworden; ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Sühnegebet zum Heiligsten Herzen Jesu


Vorgeschrieben für das Fest des Heiligsten Herzens Jesu
am Freitag nach der Oktav des Fronleichnamsfestes

Süßester Jesus, dessen überschwängliche Liebe zu uns Menschen mit soviel Gleichgültigkeit, Nachlässigkeit, Verachtung und Undank vergolten wird, siehe, wir werfen uns vor Deinem Altare nieder, um die sträfliche Kälte der Menschen und die Unbilden, die sie Deinem liebevollsten Herzen allenthalben zufügen, durch einen besonderen Ehrenerweis wieder gutzumachen.

Eingedenk jedoch, dass auch wir einst zur Zahl dieser Unwürdigen gehörten, und durchdrungen von heißem Reueschmerz, erflehen wir vor allem Deine Barmherzigkeit für uns selber. Wir sind bereit, nicht nur unsere eigenen Sünden durch freiwillige Busse zu sühnen, sondern auch die Sünden jener, die weit vom Wege des Heils abirren, die, im Unglauben verstockt, Dir als Hirt und Führer nicht folgen wollen, oder ihre Taufgelübde treulos missachten und das süße Joch Deines Gesetzes zu tragen sich weigern.

Wir nehmen uns feste vor, alle diese beklagenswerten Vergehen zu sühnen, insbesondere aber wollen wir gutmachen: alle Unehrbarkeit und Unsittlichkeit im Leben und Treiben, wodurch so viele unschuldige Seelen ins verderben gezogen werden, die Entheiligung der Sonn- und Feiertage, die abscheulichen Fluchworte gegen Dich und Deine Heiligen, die Beschimpfung Deines Stellvertreters und des Priesterstandes, ferner die Entweihung des Sakramentes Deiner göttlichen Liebe durch Nachlässigkeit oder schändliche Sakrilegien, endlich die öffentlichen Vergehen der Völker, die sich den Rechten und Lehren von Dir gestifteten Kirche widersetzen.

O könnten wir doch diese Sünden mit unserem Blute tilgen! Um indes für die Verletzung Deiner göttlichen Ehre einigermaßen Ersatz zu leisten, opfern wir jene Genugtuung auf, die Du selber einst am Kreuze dem Vater dargebracht hast und noch täglich auf den Altären zu erneuern fortfährst, in Vereinigung mit der Genugtuung Deiner jungfräulichen Mutter, aller lieben Heiligen und frommen Christgläubigen. Ernstlich geloben wir, die Sünden, die wir und andere begangen haben, sowie die Vernachlässigung Deiner großen Liebe durch Festigkeit im Glauben, Reinheit im Lebenswandel und vollkommene Beobachtung des evangelischen Gesetzes, besonders des Gebotes der Liebe, wieder gutzumachen, soviel wir mit dem Beistand Deiner Gnade vermögen. Auch wollen wir uns nach Kräften bemühen, in Zukunft alle Beleidigungen von Dir fernzuhalten und möglichst viele Menschen zu Deiner Nachfolge zu bewegen.

Wir bitten Dich, o gütigster Jesus, Du wollest durch die Fürsprache und Sühne der allerseligsten Jungfrau Maria dieses freie Angebot unseres Ehrenersatzes wohlgefällig aufnehmen und durch die große Gnade der Beharrlichkeit in der treuen Hingabe an Deinen Dienst bewahren, bis wir endlich zu jenem Vaterlande gelangen, wo Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und regierst, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


(Aus „Das Messbuch der heiligen Kirche“, Anselm Schott O.S.B., Verlag Herder, 1929)

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Das leben der Weihe an das Heiligste Herz Jesu


Alle Übungen der „Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens und zum Heiligsten Herzen Jesu“ helfen uns die Weihe im Alltag umzusetzen. Dazu gehören auch die tägliche kurze Weiheerneuerung, sowie die jährliche am Weihetag. Was die hl. Margareta Maria im Bezug auf die Verwirklichung der Weihe an das göttliche Herz Jesu an ihre frühere Oberin schreibt, trifft auch für uns zu:

„Es gilt, sich selber und alles, was von uns abhängt, Seinem Heiligsten Herzen gänzlich aufzuopfern, vorbehaltlos, um nichts mehr zu wollen als durch den Willen dieses liebenswürdigen Herzens hindurch... Dieses göttliche Herz muss so sehr den Platz der unseren einnehmen, dass es allein in uns lebt und für uns handelt...“ 

„Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir!“ (Gal 2,20) sagt dementsprechend der heilige Paulus.

„Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euer Inneres. Euer steinernes Herz werde ich wegnehmen und euch ein Herz von Fleisch geben. Ich will Meinen Geist in euer Inneres geben...“ (Ez 36,26-27)

Die zwölf Verheißungen

Wunderbar sind die Versprechen Jesu, die Er der hl. Margareta Maria Alacoque für jene gibt, die sich der Verehrung Seines Heiligsten Herzens weihen:

1. „Ich werde ihnen alle in ihrem Stande notwendigen Gnaden geben!

2. Ich werde ihre Familien den Frieden schenken!

3. Ich werde sie in allen ihren Kreuzen trösten!

4. Ich werde ihre sichere Zufluchtsstätte in ihrem leben und besonders in ihrer Sterbestunde sein!

5. Ich werde sie in ihren Unternehmungen segnen!

6. Die Sünder werden in meinem Herzen die Quelle und ein unendliches Meer der Barmherzigkeit finden!

7. Die lauen Seelen werden die Gnade des Eifers im Guten empfangen!

8. Die eifrigen Seelen werden sich sehr schnell zu einer großen Vollkommenheit erheben!

9. Die Priester werden die Gaben erhalten, auch die verhärtesten Herzen zu führen!

10. Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bild Meines Heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird!

11. Die Namen derjenigen, die diese Verehrung zu verbreiten suchen, werden in meinem Herzen eingeschrieben sein und nie wieder gelöscht werden!

12. Ich werde Meinen Gnaden kein Maß und keine Grenzen setzen für alle, die sie in Meinem Herzen suchen!“


Donnerstag, 12. Juni 2014

„Herr, gib mir dieses Wasser, dass ich nicht mehr dürste“


Jesus, müde von der Wanderung, setzt sich am Brunnen nieder. Da kommt eine Frau aus Samaria, die Wasser schöpfen will. Jesus bittet sie um Wasser, um zu trinken. Die Samariterin fragt ihm, warum er einen Trunk von einem samaritischen Weib verlangt. Jesus antwortet ihr: „Wenn du um die Gabe Gottes wüsstest und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken, du würdest ihn bitten, und er gäbe dir lebendiges Wasser. ... Jeden der von diesem Wasser trinkt, wird abermals dürsten; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird nicht mehr dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einem Quell von Wasser, das aufsprudelt zu ewigem Leben.“ (Joh. 4,6-15)

Die Worte Jesu sind wie Wasser ewigen Lebens. Sie geben uns den Sinn des irdischen Lebens zu verstehen und bereiten uns vor, Ihm im Himmel zu begegnen. Folgen wir ihnen nach!


Donnerstag, 29. Mai 2014

Hl. Maria Magdalena

„Sie hat viel geliebt“

Jesus sitzt am Tisch im Haus eines Pharisäers. Vor ihm kniend eine Frau, die in der Stadt als Sünderin bekannt war. Aus einem Alabastergefäß salbt sie Jesus die Füße. Sie weint wegen ihrer vielen Sünden, sie küsst und benetzt mit ihren Tränen die Füße des Herrn und trocknet sie mit ihren Haaren. Dem erstaunten Pharisäer sagt Jesus: "Siehst du diese Frau? Ich kam in dein Haus und du gabst mir kein Wasser für meine Füße; sie aber benetzte meine Füße mit ihren Tränen und trocknete sie ab mit ihren Haaren. Du gabst mir keinen Kuss; sie aber hört seit meinem Eintreten nicht auf, meine Füße zu küssen. Du salbtest mein Haupt nicht mit Öl; sie aber salbte mit ihrem Öl meine Füße. Darum sage ich dir: Vergeben sind ihre vielen Sünden, denn sie hat viel geliebt." (Luk 7,36-47)


Die Liebe zu Jesus kann alles wiedergutmachen. Vergessen wir es nicht!

Glasfenster aus der Kirche St. Michael in Brüssel. 

Samstag, 16. Februar 2013

Die Weihe Ecuadors an das heiligste Herz Jesu

Eine Initiative des Märtyrer-Präsidenten Gabriel Garcia Moreno


Gabriel Gregorio García Moreno (* 24. Dezember 1821 in Guayaquil; † 6. August 1875 in Quito) war zweimal Präsident seines Landes: von 1859 bis 1865 und von 1869 bis 1875, als er bei einem grausamen Überfall ermordet wurde.
Während seiner zweiten Amtszeit hatte Garcia Moreno schon lange den Wunsch gehegt, nach dem Beispiele Tyrols auch die Republik Ecuador dem heiligsten Herzen Jesu zu weihen. Als daher im Jahre 1873 die Bischöfe des Landes auf einem Provinzialkonzil beschlossen, diese Weihe ihrer Diözesen zu vollziehen, wollte Moreno, dass dieser Akt nicht bloß einen kirchlichen, sondern einen offiziell staatlichen Charakter annehme. Deshalb beantragte er beim Kongress, das der gesetzgebende Körper mit dem Präsidenten der Republik an der Spitze diese Weihe der Nation auch im Namen des Staates vollziehe. Moreno befürwortete auch eine durchgreifende Vorbereitung des Volkes auf diesen Tag, und auf sein Betreiben wurden in allen Kirchen Volksmissionen abgehalten. Am 25. März 1874, am Feste Mariä Verkündigung, vollzog während des feierlichen Hochamtes zuerst der Erzbischof von Quito im Namen der Kirche und dann Moreno im Namen des Staates, an den Stufen des Altares kniend mit lauter, weithin vernehmbarer Stimme die Weihe des Ecuadorianischen Landes an das heiligste Herz Jesu mit folgenden Worten:

Herr, dies ist Dein geliebtes Volk.
Immer, o mein Jesus, wird es Dich als seinen Gott erkennen.
Niemals werden seine Augen sich auf einen anderen Stern richten, als auf diesen Stern der Liebe und der Barmherzigkeit, der in der Mitte Deiner Brust glänzt, das Heiligtum der Gottheit, die Arche Deines Herzens.
Siehe, o unser Gott: mächtige Völker und Nationen durchbohren den süßen Schoß Deiner Barmherzigkeit mit spitzen Pfeilen. Unsere Feinde schmähen unseren Glauben und spotten unserer Hoffnung, weil wir sie in Dich gelegt haben. Dabei trösten dieses Dir ergebene Volk, sein Präsident, seine Gesetzgeber, seine Bischöfe Deinen Stellvertreter auf Erden, trocknen die Tränen Deiner Kirche, und verwirren die Gottlosigkeit und die Apostasie der Welt, weil sie sich beeilen, im Meer Deiner Liebe und Güte sich zu verlieren, das Dein sanftes Herz ihnen aufdeckt.
Sei also, o unser Gott, sei Dein Herz der brennende Leuchtturm unseres Glaubens, es sei der sichere Anker unserer Hoffnung, das Wahrzeichen auf unsere Fahnen, der undurchdringbare Schild unserer Schwachheit, die Morgenröte eines unerschütterlichen Friedens, das starke Band einer heiligen Eintracht, die Wolke, die unsere Felder fruchtbar macht, die Sonne, die unsere Horizonte erhellt, schließlich die überreiche Quelle des Fortschritts und der Fülle, derer wir bedürfen, damit wir Kirchen und Altäre errichten, wo seine heilige und herrliche Pracht in ewiger und friedvoller Herrlichkeit erstrahle.
Wir weihen und geben uns also bedingungslos Deinem göttlichen Herzen, und bitten Dich:
Vermehre ohne Ende die Jahre unseres religiösen Friedens; verbanne Gottlosigkeit und Korruption, Unglück und Elend aus unserem Vaterland.
Möge Dein Glaube unsere Gesetze bestimmen, Deine Gerechtigkeit unsere Gerichte regieren,
Deine Milde und Stärke unsere Führer stützen und leiten; Deine Weisheit, Heiligkeit und Eifer unsere Priester zur Vollkommenheit führen; Deine Gnade bekehre alle Söhne Ecuadors und Deine Herrlichkeit kröne sie in der Ewigkeit: Auf dass alle Völker und Nationen der Erde, mit heiligem Neid das wahre Glück und das Aufblühen unseres Volkes betrachtend,  ihrerseits Zuflucht nehmen zu Deinem liebenden Herzen und in Ihm den ruhigen Schlaf des Friedens schlafen, den diese reine Quelle und vollkommene Symbol der Liebe und Güte der Welt schenkt. Amen.

Zur Erinnerung an die Weihezeremonie des Landes wurde 1892 in Quito eine Basilika zu Ehren des Heiligsten Herzen Jesu errichtet, mit der Bezeichnung „Basílica del Voto Nacional“ (des nationalen Gelübdes). García Morenos sterbliche Überreste befinden sich seit 1990 in der neuen Krypta. Sein Herz befindet sich in der Herz-Jesu-Kapelle der Basilika.

Basilica del Voto Nacional - Quito
 
Benutzte Quellen:
Adolf von Berlichingen: Gabriel Garcia Moreno, Präsident der Republik Ecuador, Ein Leben im Dienst des Königtums Jesu Christi, Erstauflage 1884, Neuauflage, Dettelbach, Sanctus Verlag, 2007
Wikipedia: Gabriel Garcia Moreno (Text. Bild der Basilika: Maros Mraz)
Weihetext: freie Übersetzung aus dem Spanischen von BH