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Samstag, 25. Juli 2026

Was passiert, wenn eine Revolution zu schnell voranschreitet

 


von John Horvat II
16. Dezember 2024

Nach den Wahlen (in den USA) ist die Transgender-Bewegung in Aufruhr. Sie ist demoralisiert durch die Unbeliebtheit ihrer Sache. Einige Demokraten tragen zum Chaos bei, indem sie zu Recht dem Transgender-Radikalismus einen Teil der Schuld für die Wahlniederlage zuschieben.

Der darauf folgende interliberale Konflikt ist aufschlussreich. Liberale Strategen fordern, dass Transgender-Radikale ihre Rhetorik abmildern, damit sie Wahlen gewinnen können. Die Radikalen behaupten, die Wahlen seien verloren worden, weil ihre Botschaft nicht radikal genug gewesen sei. Der daraus resultierende Kampf zeigt, dass es in dem Streit nicht um Ziele geht, sondern nur um die Mittel, um diese zu erreichen.

Unterschiedliche Politik

Dieser Kampf zeigt, wie sich liberale und konservative Politik unterscheiden.

Um zu gewinnen, verbergen Liberale oft ihre endgültigen Ziele, die für die breite Öffentlichkeit nicht attraktiv sind, da sie dazu neigen, die bestehende, vertraute Ordnung umzustürzen. Liberale befürchten, dass eine vollständige Enthüllung Reaktionen gegen sie hervorrufen wird.

Im Gegenteil, Konservative geben ihre Endziele offen bekannt, da sie die Menschen nicht schockieren. Ihre Positionen repräsentieren oft vertraute Traditionen. Selbst wenn Konservative eine vollständige Rückkehr zur Ordnung anstreben, verbergen sie dies nicht vor der Öffentlichkeit.

Konservative Lebensschützer sprechen beispielsweise offen über ihr Endziel, die Zwangsabtreibung im ganzen Land zu verbieten. Die Abtreibungsbefürworter verbergen ihr Ziel einer Abtreibung von der Empfängnis bis zur Geburt hinter Formeln wie „Abtreibung sollte sicher, legal und selten sein“. Liberale Politiker sind oft gezwungen, ihre Rhetorik zu mäßigen, um den Widerstand zu brechen und gewählt zu werden.

Alle Regeln brechen

Die Wahl im November war ein Beispiel für eine Revolution, die zu schnell und zu weit ging. Die radikale pro-Transgender-Minderheit brach die Regeln der liberalen Politik. Eine lange Analyse der New York Times zeigte, was schief gelaufen war.

Statt ihre Ziele zu verbergen, forderten Trans-Militante alles sofort. Sie nahmen nicht nur gegenüber Konservativen, sondern sogar gegenüber ihren Mitliberalen eine konfrontative Haltung ein. Die Unterstützung musste alles oder nichts heißen.

Jeder, der Vorbehalte gegenüber Männern im Frauensport und in Umkleideräumen äußerte, wurde beispielsweise als „hasserfüllt“ und sogar als Mittäter am „Völkermord an transsexuellen Jugendlichen“ gebrandmarkt.

Als der Abgeordnete der Demokratischen Partei, Seth Moulton aus Massachusetts, Vorbehalte gegenüber Männern im Frauensport äußerte, wurde er mit einem Nazi-„Kooperationspartner“ verglichen und die Gruppe Neighbors Against Hate protestierte vor seinem Büro.

Widerstand gegen Thema mit niedriger Priorität

Einige demokratische Politiker wehren sich. Leider unterstützen sie immer noch „Transgender-Rechte“, was der amerikanischen Öffentlichkeit eine radikale Agenda aufzwingt. Sie fordern jedoch gemäßigt „angemessene“ Einschränkungen der Teilnahme biologischer Männer am Frauensport und anderer Themen.

Diese gemäßigten Demokraten weisen darauf hin, dass das Transgender-Thema eines der Anliegen mit der niedrigsten Priorität der Wähler ist. Kandidaten zu zwingen, starke Positionen einzunehmen, gefährdet ihre Kampagnen.

Tatsächlich sympathisieren weniger Amerikaner mit dem Thema als noch vor zwei Jahren. Gallup berichtete, dass das Transgender-Problem bei den 22 nationalen Themen, die es zur Ermittlung der Wählerprioritäten heranzog, den letzten Platz belegte.

Mehr als zwei Dutzend Landesparlamente in ganz Amerika haben dafür gestimmt, die Verstümmelung und Geschlechtsumwandlung Minderjähriger einzuschränken. Andere, die die Teilnahme von Männern an Frauensportarten verbieten, gewinnen an Boden. Viele Wähler glauben, dass die Bewegung zu weit und zu schnell gegangen ist.

Die kommende Tyrannei

Die brutale Behandlung aller Gegner durch Transgender-Militante hat viele Amerikaner beleidigt. Sie ärgern sich über die intolerante, bigotte, herablassende und konfrontative Haltung dieser Aktivisten sowie über ihre Heuchelei, da sie Konservativen diese Eigenschaften lautstark vorwerfen.

Tatsächlich haben ungeduldige Aktivisten während des Wahlkampfs oft Gift und Galle in die Debatte eingebracht, insbesondere in den sozialen Medien. Sie überwachten die Sprache, setzten die Verwendung von Pronomen durch und beharrten auf der biologischen Möglichkeit einer männlichen Schwangerschaft. Sie wollen, dass das Gesetz diese absurden Forderungen als „Bürgerrechte“ durchsetzt. Ein solches Verhalten ließ sie unvernünftig erscheinen.

Die Aktivisten drängten das unpopuläre Thema in den Vordergrund, obwohl eine Politik des Schweigens den Bemühungen besser gedient hätte. Tatsächlich hat Kamala Harris sehr unter ihrer früheren Unterstützung von vom Steuerzahler finanzierten sogenannten Geschlechtsumwandlungen (Verstümmelungen) für Gefangene gelitten.

Die Trump-Kampagne nutzte die Unbeliebtheit ihrer Position mit Anzeigen, die betonten, dass „Kamala Harris für "they/them" ist, während Donald Trump "for you" ist.“

Ungeduld und Wut

Die radikale Strategie, den Wählern eine Agenda aufzuzwingen, ist kläglich gescheitert. Die New York Times berichtet, dass einige Aktivisten mit Wut, Ungeduld und Anspruchsdenken reagieren.

Ihre Mätzchen offenbaren eine Haltung, die den Glauben weckt, dass sich die Welt um sie und ihre Probleme dreht. Sie waren schockiert, als sie stattdessen auf Gleichgültigkeit und Groll der Wähler stießen. Vielen fehlt die Disziplin, ihren Extremismus zu zügeln.

Der gescheiterte Radikalismus verheißt nichts Gutes für die Bewegung und macht einige der Erfolge der LGBTQ-Bewegung der letzten Jahre wieder zunichte.

Das große Ganze sehen

Homosexuelle Aktivisten beklagen, dass Transgender-Aktivisten das große Ganze nicht sehen. Sie verweisen auf ihre Bemühungen vor Jahrzehnten, die damit endeten, dass der Oberste Gerichtshof der Nation durch seine Entscheidung Obergefell v. Hodges die gleichgeschlechtliche „Ehe“ auferlegte.

Die Aktivisten nutzten Täuschungen wie Lebenspartnerschaften und eingetragene Partnerschaften als Brückenkopf, um den Weg zur gleichgeschlechtlichen „Ehe“ zu ebnen. Sie sagen, dass die Trans-Bewegung ähnliche Tricks anwenden muss, wenn sie ihre überwältigende Unbeliebtheit überwinden will.

Mit diesem Vorschlag reduzieren sie alles auf Botschaften und nicht auf Prinzipien. Sie geben zu, dass sie Manöver und versteckte Ziele einsetzen, um ihr Ziel der völligen Akzeptanz zu erreichen.

Sexuelle Revolution als Prozess

Die Transgender-Bewegung ist eine Weiterentwicklung der sexuellen Revolution. Diese Revolution ist ein Prozess, der den Abbau aller Beschränkungen der menschlichen Sexualität fordert. Ihr Ziel ist die Akzeptanz aller sexuellen Beziehungen oder Identitäten. Alle Moral muss unterdrückt und abgeschafft werden.

Der Fall der Trans-Bewegung während der Wahlen ist ein aufschlussreicher Fall, der zeigt, wohin sie will. Er zeigt die Uneinigkeit innerhalb der Linken über die Mittel, die sie einsetzen will, um dorthin zu gelangen.

Wer die Moral verteidigt, muss sich dieser Agenda widersetzen, egal, ob sie schrittweise oder vollständig präsentiert wird. Das Ziel dieser Revolution ist es, einen Zustand ungehemmter Befriedigung zu erreichen, in dem alles erlaubt und nichts verboten ist. Es ist die gottlose Welt von John Lennons „Imagine“. Der Richter am Obersten Gerichtshof Anthony Kennedy drückte die Ideologie gut aus, als er schrieb: „Im Mittelpunkt der Freiheit steht das Recht, seine eigene Vorstellung von Existenz, Bedeutung, Universum und dem Mysterium des menschlichen Lebens zu definieren.“ (1)

Das Leben in einer solchen Fantasiewelt ungehemmter Befriedigung ist der schnelle Weg in den Ruin.

 

Bildnachweis:  © MarcoAlla – stock.adobe.com

 

Fußnoten

(1) Planned Parenthood of Southeastern Pa. v. Casey, 505 U. S. 833 (1992). Richter Anthony Kennedy zitierte später diese von ihm verfasste Passage als Unterstützung seiner zentralen These zur Aufhebung aller Sodomiegesetze in Lawrence v. Texas, 539 U. S. 558 (2003).

 

 

Aus dem Englischen in
https://www.tfp.org/what-happens-when-a-revolution-goes-too-fast

 

Die deutsche Fassung dieses Artikels „Was passiert, wenn eine Revolution zu schnell voranschreitet“ ist erstmals erschienen in www.r-cr.blogspot.com

© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

 

Montag, 4. November 2024

Ein Bericht über den Krieg gegen das Patriarchat


 „Kein Gott! Kein Staat! Kein Patriarchat!“
schreien hier Deutschland die Feministinnen und Befürworterinnen der Tötung ungeborener Kinder wenn sie gegen den Einsatz von Lebenschützer/Abtreibungsgegner protestieren. Zur Verteidigung der Notwendigkeit des Patriarchats in einer christlichen Gesellschaft, stelle ich folgenden kurzen Artikel zu Verfügung.



von Francis Slobodnik
20. September 2024

Was haben freie Liebe, Unzucht, Ehebruch, unnatürliche Laster, Spiritismus, Okkultismus, Satanismus, radikaler Egalitarismus, Revolution, Sozialismus, Kommunismus, Hass und vorsätzlicher Mord gemeinsam?

Die Antwort: Feminismus.

„Das Ende der Frau: Wie die Zerschlagung des Patriarchats uns zerstört hat“ ist eine lesenswerte Lektüre. Die Autorin Dr. Carrie Gress verfolgt die Geschichte der feministischen Bewegung von der feministischen Pionierin des 18. Jahrhunderts Mary Wollstonecraft (Mutter von Mary Shelley) bis zu den modernen Feministinnen.

Sie kommt zu dem Schluss, dass es beim Feminismus um die Zerstörung der sozialen Hierarchie geht. Die Autorin gibt sehr stichhaltige Argumente über den enormen Einfluss der Französischen Revolution und ihren Hass auf die Hierarchie. Dieser Hass ließ sich leicht auf Gott und seine katholische Kirche ausdehnen.

Das Ausmaß dieses Hasses ist so schockierend, weil es die Bosheit seiner Anhänger offenbart. Dr. Gress dokumentiert die schrecklichsten Verirrungen der wichtigsten Förderer des Feminismus. Sie zeigt, dass es beim Feminismus nicht um Fairness und Gleichheit geht. Es ist eine Revolution.

Wenn man die Doktrin des Feminismus zusammenfassen würde, könnte man sagen, dass es der Hass und Sturz des Patriarchats ist. Das Patriarchat existiert seit Anbeginn der Menschheit im Familien- und Sozialleben. Es weist dem Vater eine richtungsweisende und beschützende Rolle in der Gesellschaft zu.

So schützt das Patriarchat Ehepartner, Familien, Kinder, die Schwachen, die Gesellschaft und die Kirche. Je tugendhafter die Gesellschaft, desto authentischer erstrahlt das Patriarchat. Das Patriarchat fördert die soziale Ordnung.

Mit dem Feminismus wurde das Wort Patriarchat in einen Unterdrückungsmechanismus verwandelt, der im Namen der Gleichheit abgeschafft werden muss. Daher wird ein Kampf unversöhnlicher Parteien in Gang gesetzt.

Tragischerweise hat dieser Begriff des Patriarchats unter der Abkehr von der Gnade und den katholischen Lehren über Ehe und Familie gelitten. Viele Ehemänner und Väter praktizieren nicht die Tugenden, die nötig sind, um gute Ehemänner und Väter zu sein.

Was heute existiert, sind also nur die Überbleibsel des Patriarchats. Der Feminismus hasst jedoch sogar diese Überbleibsel und tut alles Mögliche, um ein natürliches Wiederaufleben des Patriarchats zu verhindern. Aus diesem Grund ermöglicht er es Männern, ein hedonistisches Leben zu führen, dass Frauen ausnutzt und keine Verantwortung und Rechenschaft verlangt.

Da Gott in der ersten Person der Heiligen Dreifaltigkeit der Vater genannt wird, richtet sich ein Großteil des Hasses des Feminismus gegen Gott.

Die Geschichte des Feminismus enthält viele schockierende Zitate seiner Förderer und Schöpfer. Die Soziologin Sylvia Walby schrieb beispielsweise, dass das Patriarchat „ein System sozialer Strukturen und Praktiken ist, in denen Männer Frauen dominieren, unterdrücken und ausbeuten.“

Die Autorin erzählt von dem Dialog zwischen der Feministin Kate Millett und anderen Feministinnen an einem großen Tisch in Greenwich Village in den 60er Jahren, in dem die Gruppe einstimmig auf Fragen antwortete:

„Warum sind wir heute hier?“

    „Um eine Revolution in Gang zu bringen.“

„Was für eine Revolution?“

    „Die Kulturrevolution.“

„Wie machen wir eine Kulturrevolution?“

    „Indem wir die amerikanische Familie zerstören.“

„Wie zerstören wir die Familie?“

    „Indem wir das amerikanische Patriarchat zerstören.“

„Und wie zerstören wir das amerikanische Patriarchat?“

    „Indem wir ihm ihre Macht nehmen!“

„Wie machen wir das?“

    „Indem wir die Monogamie zerstören!“

„Wie können wir die Monogamie zerstören?“

    „Indem wir Promiskuität, Erotik, Prostitution, Abtreibung und Homosexualität fördern.“

Dieses Zitat fasst die Ideologie des Feminismus und den revolutionären Prozess zur Zerstörung der sozialen Ordnung prägnant zusammen.

Das Buch Dr. Carrie Gress ist ein Who-is-Who des heidnischen Pantheons der Feministinnen, die Teil der feministischen Revolution sind. Zu den Charakteren gehören Elizabeth Cady Stanton, Susan B. Anthony, Margaret Sanger, Simone de Beauvoir, Betty Friedan, Angela Davis, Kate Millett, Hugh Hefner, Phil Donahue und Gloria Steinem. Die beiden profeministischen Männer unterstützten den Feminismus, weil er sexuelle Befreiung und Hedonismus befürwortet.

Die treibenden Kräfte aller Revolutionen sind Stolz, der zu radikalem Egalitarismus führt, und Sinnlichkeit. Diese beiden Laster sind in jedem Förderer und Praktizierenden des Feminismus vorhanden.

Die Autorin schließt mit einem Aufruf, die Verunglimpfung von Männern zu beenden und die Familie wiederherzustellen. Dies sind hervorragende Vorschläge. Dafür müssen aber die heiligmachende Gnade und die Ausübung katholischer Tugenden als ultimative Lösung hinzugefügt werden.

Es gibt zwei Punkte der Uneinigkeit. Einer ist der Missbrauch des Wortes „Eliten“. Leider missbrauchen viele diesen Begriff, um etwas Abwertendes zu bedeuten. Die heutigen „Eliten“, über die die Autorin schreibt, könnten besser als „Pseudo-Eliten“ beschrieben werden. Authentische Eliten sind Beispiele für Exzellenz, Vortrefflichkeit, nicht für die Mittelmäßigkeit oder Verderbtheit der Pseudo-Eliten.

Ein weiteres Problem ist, dass die Details, die die moralischen Verirrungen einiger dieser Feministinnen aufdecken, weniger explizit sein könnten. Die Leser können zwischen den Zeilen lesen. Solche Erwähnungen sollten nur wenige Male vorkommen.

Man kann dieses Buch also empfehlen. Es ist voller wichtiger Informationen für alle, die sich für den über zwei Jahrhunderte andauernden Prozess der satanischen Korruption der Hälfte der Gesellschaft interessieren. Die überwältigende Mehrheit derer, die noch über solide Prinzipien verfügen, wird in diesem Buch die verborgenen und dunklen Tiefen des Feminismus erkennen. Sie werden erkennen, dass, wenn Ehefrauen und Töchter durch den Einfluss des Feminismus korrumpiert werden, auch Ehemänner und Söhne betroffen werden. Der Feminismus zielt auf die gesamte Gesellschaft ab. Dr. Gress‘ Buch ist ein wichtiger Bericht vom Schlachtfeld des Kulturkampfs.

 

Aus dem Englischen in
https://www.tfp.org/a-report-on-the-war-on-patriarchy/

© Nachdruck der deutschen Fassung ist mit Quellenangabe gestattet.

Bildnachweis: © Prazis Images – stock.adobe.com