Posts mit dem Label Mexico werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mexico werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 7. Mai 2026

Mexiko und die Verehrung der Jungfrau von Guadalupe

 Eugenio Trujillo Villegas


In Mexico wird am 12. Dezember das Fest Unserer Lieben Frau von Guadalupe gefeiert – der Schutzpatronin Mexikos und von Nord-, Süd- und Mittelamerika. Es ist ein Anlass, das Thema Mexiko und das zivilisatorische Werk erneut zu betrachten, das gemeinsam von der Katholischen Kirche und Spanien vollbracht wurde und das Neu-Spanien – wie Mexiko zu jener Zeit genannt wurde – in die bedeutendste, am weitesten entwickelte und wohlhabendste aller Nationen der Welt verwandelte.

Die Eroberung Mexikos fand im Jahr 1521 statt. Ein Heer, das aus 1.000 Spaniern und 99.000 Verbündeten indigenen bestand, setzte einer fast 300-jährigen Tyrannei der Mexica ein Ende und ebnete den Weg für eine neue Zivilisation, die unter der Führung von Hernán Cortés, Königin Isabella von Kastilien sowie Hunderten von Missionaren und Geistlichen Einzug hielt. Innerhalb weniger Jahre bekehrten sie die indigene Bevölkerung, unterwiesen sie im katholischen Glauben und wandelten ihre Riten, Gewohnheiten und Bräuche im Einklang mit der christlichen Zivilisation um.

Die Erscheinung der Jungfrau im Jahr 1531

Nur zehn Jahre nach der Eroberung – im Jahr 1531 – erschien Unsere Liebe Frau auf wundersame Weise dem Indianer Juan Diego auf dem Hügel von Tepeyac. Sie teilte ihm mit, dass sie wünsche, dort zu ihren Ehren eine Kirche zu errichten, da sie die Mutter Gottes und die Beschützerin der indigenen Völker sei.

Da der neu eingetroffene Bischof Juan de Zumárraga zögerte, Juan Diegos außergewöhnlicher Erzählung Glauben zu schenken, bat dieser Unsere Liebe Frau um einen unwiderlegbaren Beweis, der den Bischof davon überzeugen würde, seinen Worten Glauben zu schenken. Die Jungfrau wies ihn daraufhin an, zum Hügel zu gehen, dort einige Blumen zu pflücken, die er vorfinden würde, und sie dem Bischof zu überbringen. Da er nichts Geeignetes zur Hand hatte, um sie zu transportieren, benutzte Juan Diego seine „Tilma“ – eine Art Umhang, der zum Schutz vor der winterlichen Kälte getragen wurde – und wickelte die Blumen in dieses grobe Gewebe ein, um sie zum Bischof zu bringen.

Der Bischof empfing ihn erneut – fasziniert und zugleich interessiert an der Geschichte, die dieser bescheidene Mann ihm berichtete. Ergriffen wiederholte Juan Diego, dass es die Jungfrau Maria selbst gewesen sei, die ihm aufgetragen habe, ihm dieses so bedeutsame Ereignis zu übermitteln. Und als Beweis für die Wahrhaftigkeit seiner Worte breitete er seine Tilma aus, um die Blumen zu offenbaren – Blumen, die dort unmöglich existieren konnten, denn das Land war dürr, und zu jener Jahreszeit stand dort keine Blume in Blüte.

Das Bildnis der Muttergottes prägte sich auf die „Tilma“  ein

Als er die Tilma vor dem Bischof entfaltete, erschien darauf das Bildnis der Jungfrau; überzeugt von diesem Wunder, beschloss der Bischof, den Ort der Erscheinungen gleich am nächsten Tag aufzusuchen, begleitet von seinem bischöflichen Gefolge. Bei ihrer Ankunft am Tepeyac sprudelte eine reichliche Wasserquelle aus dem Boden hervor – eine Quelle, die bis heute erhalten ist –, und Jahre später wurde genau an dieser Stelle eine Kapelle errichtet, die als Kapelle des Brunnens (Capilla del Pozo) bekannt wurde.

Mit diesem wundersamen Ereignis begann das außergewöhnliche Werk der Evangelisierung von fast zehn Millionen Indianern, die in der Heiligsten Jungfrau eine Königin erblickten, die vom Himmel herabgestiegen war, um sie zu retten. Ihr strahlendes Gewand – einer Kaiserin würdig und in Blau- und Grüntönen gehalten – beschwor die Majestät der Kaiser Mexikos herauf. Die Gestaltung ihres Gewandes sprach die ältesten Traditionen der Azteken an. Ihr offenes Haar deutete auf ihre edle Abstammung hin, während das Band, das ihr Kleid gürtete, signalisierte, dass sie ein Kind erwartete. Ihre übernatürliche Gegenwart lud sie dazu ein, die wilden und primitiven Bräuche der heidnischen Verehrung abzulegen – einschließlich der Menschenopfer und des rituellen Kannibalismus, die für die Völker Amerikas charakteristisch gewesen waren. Innerhalb weniger Jahre konvertierte die gesamte indigene Bevölkerung zum Katholizismus.

Missionare bezeugen, dass die Zahl der Indigenen, die herbeiströmten, um vor der Jungfrau von Guadalupe zu beten und die Taufe zu empfangen, so gewaltig war, dass die Priester ihre Arbeit bereits vor Sonnenaufgang begannen und bis tief in die Nacht hinein Taufen spendeten.

So tiefgreifend war ihre Erschöpfung, dass am Ende des Tages oft Messdiener herbeieilen mussten, um die Arme der Priester zu stützen, damit diese weiterhin die Menschenmengen taufen konnten, die sich täglich zu Füßen der Königin vom Tepeyac versammelten. Während wir uns dem 500. Jahrestag des Wunders von Guadalupe nähern – der im Jahr 2031 begangen werden soll –, sehen wir uns mit einer Situation konfrontiert, die nichts als Fassungslosigkeit hervorruft.

Der Kontrast zwischen zwei nicht-katholischen Präsidenten

Während Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum erst vor wenigen Tagen erklärte, sie sei Atheistin – und dabei betonte, sie glaube nicht an die Jungfrau von Guadalupe und Gipsfiguren (sic) vollbrächten keine Wunder –, erwies der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump – der selbst kein Katholik ist –, am vergangenen 8. Dezember, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis, der Jungfrau Maria die Ehre.

Wie sollen wir uns diesen erschreckenden Widerspruch erklären?

Er spiegelt zweifellos jene Tragödie wider, die Mexiko seit den Tagen seiner Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1821 durchlebt hat. Seit jener Zeit war jede mexikanische Regierung antikatholisch; ihre Präsidenten und Diktatoren waren Mitglieder antikatholischer Freimaurerlogen und verfolgten die Kirche beständig mit unerbittlicher und skrupelloser Grausamkeit. Tatsächlich war es Priestern und Nonnen bis zum Jahr 1979 untersagt, sich in der Öffentlichkeit in ihrer Ordenskleidung zu zeigen, da dies ihre Inhaftierung zur Folge gehabt hätte.

Das Verbot wurde während des Besuchs von Papst Johannes Paul II. in Mexiko – der ersten Auslandsreise seines Pontifikats – ausgesetzt, als die mexikanische Nation in einer außergewöhnlichen Kundgebung des katholischen Glaubens aufbrandete.

Von der Unabhängigkeit bis zum heutigen Tag lebt Mexiko inmitten eines andauernden Bürgerkriegs. Zwischen 1926 und 1929 brach der Cristero-Krieg aus, als sich Katholiken bewaffnet erhoben, um ihr Recht auf freie Religionsausübung einzufordern, nachdem sie seitens der Regierung Mord, Inhaftierung und Verfolgung ausgesetzt gewesen waren.

Obwohl heute formal kein Bürgerkrieg ausgerufen ist, werden jedes Jahr 100.000 Menschen ermordet. Ein korrupter und dekadenter Staat steht Drogenkartellen gegenüber, die seit Jahrzehnten fest an der Macht verankert sind.

Inmitten dieser unendlichen Tragödie vermitteln die Augen der Jungfrau von Guadalupe die einzige Lösung, um wahren Frieden in dieser zerrütteten Nation zu erlangen.

Seit zwei Jahrhunderten ist Mexiko in diese Tragödie versunken; doch irgendwann wird es als neue Bastion des Katholizismus und als Vorbild für die Welt daraus hervorgehen – indem es seine katholische Berufung zurückgewinnt, die vom unendlichen Bösen jener überschattet wurde, die Christen weltweit unerbittlich verfolgen.

 

Der Autor ist Vorsitzender der Kolumbianischen Gesellschaft Tradition und Aktion 

Aus dem Spanischen eines Artikels „México y la devoción a la Virgen de Guadalupe”

Die deutsche Fassung dieses Artikels ist erstmals erschienen in
www.p-c-o.blogspot.com

© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.









Mittwoch, 10. Mai 2023

Bischöfe in Mexiko wollen Götzenverehrung

 Mexikanische Bischöfe planen einen

mayanischen Ritus der Heiligen Messe mit Götzenverehrung.

      Anfang März kam die Nachricht aus Mexiko, dass Bischof Aurelio Garcia Macias, Untersekretär des vatikanischen Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, sich mit den Bischöfen und Priestern in der Diözese San Cristóbal de las Casas getroffen habe, um einen neuen Messritus zu diskutieren. „Der 13.“ kontaktierte den emeritierten Bischof der Diözese, Fellpe Arizmendi Esquivel, der erst kürzlich von Papst Franziskus I. zum Kardinal gemacht worden war. Er war so freundlich, uns den Entwurf des „Mayanischen Ritus“ zur Verfügung zu stellen.

Fast fertig

      Dieser Entwurf wird im April von der mexikanischen Bischofskonferenz angenommen und dann im Mai nach Rom gesandt werden. Die Tatsache, dass Rom bereits einen Abgesandten zum Treffen Ende Februar nach Mexiko geschickt hat, zeigt, wie weit der Ritus in seiner Planung bereits vorangeschritten ist.

Unterstützung vom Papst

      Der Papst hat, wie Kardinal Arizmendi wiederholt öffentlich gesagt hat, seine volle Unterstützung für die Reformen in Chiapas bereits wenige Monate nach seiner Papstwahl gegeben.

      Vorherige Mahnungen und Verbote des Vatikans wurden schnell fallen gelassen. Zum Beispiel hatte der Vatikan unter Papst Benedikt XVI. untersagt, dass die Ehefrauen von Diakonen praktisch mitgeweiht wurden und es ein Quasi-Frauendiakonat und eine Vorbereitung zu einem verheirateten Priesteramt gäbe.

Schwerwiegende Änderungen

      Die Messe, die Adaptationen zum Römischen Ritus der katholischen Kirche vorsieht, soll drei schwerwiegende Neuerungen vorsehen. Es soll zwei vollkommen neue liturgische Ämter geben, die von Eingeborenen der Chiapas Region in Mexiko ausgefüllt werden sollen und die im Gegensatz zur Tradition der Kirche stehen.

      Das eine liturgische Amt wird als "Prinzipal" vorgestellt, was so viel wie "Vorsteher" bedeutet. Dieses Amt darf von einer Laiin oder einem Laien ausgefüllt werden und wird von der Gemeinde besetzt. Der Bischof gibt lediglich sein Ja-Wort. Diese Vorsteher haben aber eine große Rolle während der Heiligen Messe: sie führen ein Gemeinschaftsgebet am Beginn, in der Mitte und am Ende der Heiligen Messe, das von allen gemeinsam, spontan ausgeführt wird. Es ist praktisch so, dass der Vorsteher das Wort direkt am Anfang der Heiligen Messe übernimmt und alle aufruft, sich hinzuknien und laut eigene Anliegen vorzutragen.

      Des weiteren sieht der Entwurf der neuen Messe vor, dass es das neu erfundene Amt eines Thuriferars geben wird. Es wird von Laien besetzt, die von der Gemeinde ausgesucht werden.

      Sowohl der Vorsteher als auch der Thuriferar oder Inzensor, können Frauen sein. In der mayanischen Kultur waren es oft Frauen, die dieses Amt ausgefüllt haben und so ist es auch jetzt der Fall. Die Diözese San Cristobal de las Casas praktiziert diesen Ritus bereits seit Jahren. So konnte "Der 13." zahlreiche Videos anschauen, in denen man sieht, wie Frauen den Priester und den Altar beräuchern und dann sogar zum Altar kommen und ihn küssen

Der Priester wird verdrängt

      Da sie auch eine Rolle am Anfang, während und am Ende der Heiligen Messe spielen, sind die Thuriferars, zusammen mit den Vorstehern, Laienfiguren, die die Rolle des Priesters ziemlich in den Hintergrund drängen.

      Diese Laizisierung der Kirche in Chiapas hat eine lange Geschichte. Seit Jahrzehnten wurden dort hunderte von Eingeborenen zu verheirateten Diakonen geweiht, die viele Gemeinden führen, da _ es einen Priestermangel gibt. Damit wurde de facto ein neues Amt geschaffen. Diese Diakone, zusammen mit ihren Frauen, denen ja zu bestimmten Zeiten sogar die Hände bei der Diakonsweihe aufgelegt wurden (was aber dann vom Vatikan verboten wurde) ersetzen heute den Priester. Sie machen alles, von der Taufe bis zur Hochzeit und können nur nicht die Heilige Eucharistie feiern und Beichten hören. Ihre Ehefrauen sind immer dabei.

      Auf diese Weise ist diese mexikanische Diözese praktisch ein Experimentierfeld für a11 jene modernistisch gesinnten Katholiken, die gerne Frauendiakone und verheiratete Priester haben wollen.

Götzendienst

      Neben diesen problematischen Aspekten der neuen mayanischen Messe, die das Priesteramt schwächen, gibt es aber auch ganz klaren Götzendienst und Ahnenkult.

      Als drittes Element dieser neuen Messe wird in dem Entwurf der Messe, wie er uns von Kardinal Arizmendi zugesandt worden ist, die Errichtung eines mayanischen Altars vorgeschlagen. Dies wird bereits in der Region praktiziert. Es gibt Fotos und Filme, die zeigen,wie in katholischen Kirchen, vor dem wahren Altar, dieser Götzenaltar aufgebaut wird, den die Mayaner für ihren Götzen­ und Ahnenkult benutzten. Symbole alter Götter werden um den mayanischen Altar gelegt, und man findet zum Beispiel eine Muschel, mit denen die Ahnen angerufen werden. Alle Elemente dieses Altars, von der Wahl der Farben, Früchte, Symbole, und Ausrichtung des Altars, stammen aus einer heidnischen, falschen Religion. Mutter Erde wird auch hier als Göttin verehrt.

      Kardinal Arizmendi hat dem „13.“ versichert, dass diese alten Bedeutungen nicht mehr gültig seien. Allerdings haben verschiedene offizielle Vertreter der Reformbewegung (verschiedene Priester und Laien) in Interviews ganz deutlich gemacht, dass diese Elemente der neuen Messe in der Tat noch in der alten, heidnischen Bedeutung .gesehen werden. Es gibt bis heute eine katholische Gemeinde in Chiapas, San Juan Chamula, die Schamanen hat, die im Kirchenraum „böse Geister“ in Hühner treiben und sie dann rituell schlachten ...

      Es gibt viele Katholiken, die hier nur den Kopf schütteln können. Ähnlich wie während der Amazonassynode werden hier neue Kirchenämter vorgeschlagen und gleichzeitig Götzendienst praktiziert.

      Gleichzeitig wird von der Kirche diejenige Heilige Messe unterdrücktund gebrandmarkt, die GOTT auf höchste Weise verehrt und keine falschen GÖTTER neben IHM stehen lässt: die traditionelle lateinische Messe.

 

 

Aus „Der 13.“ Wegscheid. 13. April 2023

Kirche und Welt
Maike Hickson berichtet direkt aus Nordamerika: Seite 4.