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Dienstag, 19. Dezember 2023

Weltweiter Gebetskreuzzug zu Ehren des Unbefleckten Herzens Mariens,

um ein göttliches Eingreifen für die Krise der Kirche zu erbitten


In Fatima gab uns Unsere Liebe Frau für unsere Zeit das Gebet des Rosenkranzes und die Übung der ersten fünf Samstage als wirksames geistliches Mittel, um besondere göttliche Gnaden zu erlangen.

Die Übung der ersten fünf Samstage besteht aus Folgendem: Am ersten Samstag von fünf aufeinander folgenden Monaten das Sakrament der Beichte und die Heiligen Kommunion zu empfangen, den Rosenkranz zu beten und fünfzehn Minuten lang mindestens eines der fünfzehn Geheimnisse des Rosenkranzes zu betrachten, mit der Absicht, Sühne für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens zu leisten.

Angesichts der enormen Krise, die derzeit die katholische Kirche heimsucht, startet die Bruderschaft Unserer Lieben Frau von Fatima einen weltweiten geistlichen Kreuzzug, der aus dem täglichen Gebet des heiligen Rosenkranzes und der Übung der fünf ersten Samstage besteht, um durch das Unbefleckte Herz Mariens die Hilfe und das Eingreifen Gottes, insbesondere für den Heiligen Stuhl in Rom, zu erflehen.

Dieser geistliche Kreuzzug beginnt am ersten Samstag im Januar 2024 (6. Januar) und endet am ersten Samstag im Dezember 2024 (7. Dezember).

8. Dezember 2023, 
Hochfest der Unbefleckten Empfängnis der Allerseligsten Jungfrau Maria

Christopher P. Wendt, Internationaler Direktor der Bruderschaft Unserer Lieben Frau von Fatima


+ Athanasius Schneider, 

Geistlicher Assistent der Bruderschaft Unserer Lieben Frau von Fatima, Weihbischof der Erzdiözese der Heiligen Maria in Astana



Nachdruck/Verbreitung erwünscht.

Original (englisch) https://www.livefatima.io/crusade/


 

Mittwoch, 13. April 2022

Vom Russland der Zaren bis zur kommunistischen Periode, seinem Zusammenbruch und dem verwandelten Wiederaufleben


 

»Putin ist nicht irgendeine Person innerhalb des russischen kommunistischen Systems. In den 1980er Jahren „erkannte“ er, oder jemand machte ihm „klar“, dass der Kommunismus zerfiel. Dann begann er, die „assets“ - Bereiche der wirtschaftlichen, produktiven und finanziellen Struktur der Sowjetunion - in den Händen einiger weniger, ihm sehr nahestehender Personen zu konzentrieren, die alle mit dem KGB verbunden waren.«


        Zur Invasion der Ukraine durch Putins Russland gewährte uns der Präsident der italienischen TFP und Autor des Buches „Befreiungstheologie - Ein Rettungsboot für die Armen“, Julio Loredo de Izcue [Bild rechts], über unseren Mitarbeiter Frederico de Abranches Viotti ein Interview. Loredo de Izcue ist ein Wissenschaftler für internationale Politik und kennt Russland sehr gut. Unser Interviewpartner stellt den Lesern der Zeitschrift Catolicismo das aktuelle Panorama in einem historischen Kontext vor, der verstanden werden sollte, um eine falsche Einschätzung der Geschehnisse im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu vermeiden, an dem andere Nationen beteiligt sind.

* * *

Zunächst würden wir gerne wissen, wie Sie diesen historischen Moment, den Einmarsch der Russen in die Ukraine, erlebt haben.

Als ersten Punkt muss man verstehen, dass die meisten Russen die Demokratie nicht so verstehen, wie wir hier im Westen. Sie mögen es, von starken Menschen geführt zu werden, ja sie verehren sogar Figuren wie Stalin.

Und was ist mit Putin?

Als Mitglied der Kommunistischen Partei der Sowjetunion bekleidete Wladimir Wladimirowitsch Putin einen Posten beim KGB in Dresden (Deutschland). Wir sollten uns daran erinnern, dass der KGB nicht nur der sowjetische Geheimdienst war, sondern auch die repressive Struktur, die die Sowjetunion regierte. In der Tat war dieser Lebensabschnitt des derzeitigen russischen Staatschefs sehr undurchsichtig, was sogar so weit ging, dass er mit der (deutschen) Terroristengruppe Rote Armee Fraktion in Verbindung gebracht wurde. Plötzlich wird er 1990 nach Moskau gerufen, um im Rang eines Oberstleutnants die stellvertretende Leitung des KGB zu übernehmen. Putin ist nicht irgendwer innerhalb des russischen kommunistischen Systems. In den 1980er Jahren „erkannte“ er, oder jemand machte ihm „klar“, dass der Kommunismus in einem Zerfallprozess geraten war. Dann begann er, Vermögenswerte - Bereiche der wirtschaftlichen produktiven und finanziellen Struktur der Sowjetunion - in den Händen einiger ihm sehr nahestehender Personen zu konzentrieren, die alle mit dem KGB verbunden waren. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und der Auflösung der Sowjetunion 1991 fiel Russland in ein völliges Chaos. Es zerfiel in mehrere Länder, und intern fand ein sehr ungeordneter Prozess der Privatisierung statt. Zu dieser Zeit hielt Wladimir Putin, der zum Chef des FSB, der neuen Bezeichnung für den KGB, ernannt wurde, viele der Zügel der wirtschaftlichen Macht und der Geheimdienststruktur in der Hand.

Wann und wie fand dieser Wiederaufbau der ehemaligen UdSSR statt?

Putin hat eine steile politische Karriere hinterlegt. 1992 wurde er Stadtrat von St. Petersburg, 1999 Ministerpräsident unter Jelzin, 2000 stieg er zum Präsidenten auf. Ich erinnere mich an ein Interview mit dem berühmten russischen Dissidenten Vladimir Bukovskij im Jahr 2002, in dem er mir sagte, ich solle Wladimir Putin nicht aus den Augen verlieren, denn er sei es, der die Sowjetunion unter einem anderen Namen wiederherstellen werde. Er war zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten lang Präsident. Da die Verfassung ihm keine dritte Amtszeit erlaubte, ernannte er einen „zwielichtigen“, Medwedew, zu seinem Premierminister. Dann wurde er erneut Präsident, reformierte die Verfassung der Russischen Föderation und wurde Präsident auf Lebenszeit.

Könnten Sie uns diese Putin-Politik etwas näher erläutern?

Ein Kind wird von einem Soldaten
aus einem von den russischen Invasoren
angegriffenen Gebiet in Kiew evakuiert.
       Putin hat die Macht zurückerobert und in den Händen der Regierung konzentriert und eine sehr kleine Gruppe von Oligarchen geschaffen. Jeder, der außerhalb dieses engen Kreises noch etwas Macht besaß, wurde eliminiert oder inhaftiert, wie im Fall von Michail Chodorkowski, dem Eigentümer des größten russischen Ölkonzerns Yukos. Putin hat ihn liquidiert und seine Ölgesellschaft übernommen. Nach und nach baute er das interne Machtgefüge der ehemaligen Sowjetunion wieder auf, so wie es der Dissident Vladimir Bukovskij vorausgesagt hatte. Anschließend unternahm er eine Reihe von Invasionen und gründete Marionettenrepubliken wie Ossetien und Abchasien. Anschließend fiel er in Georgien und Tschetschenien ein. Die Krim wurde später im Jahr 2014 eingenommen, ebenso wie Sebastopol. Er schuf Doneskt und Lugansk, und so weiter. Jetzt fällt er in die Ukraine ein und bedroht die baltischen Länder.

Welche Gründe macht er für sein Verhalten geltend?

       Russland ist nicht das Land, das wir uns vorstellen, denn in diesem ganzen Apparat wird viel geblufft. Während der jüngsten Invasion in der Ukraine fielen die europäischen Aktienmärkte zum Beispiel um drei, vier Prozentpunkte, was enorm ist. Die Moskauer Börse ist sogar schon um mehr als 40 Punkte gefallen... Ich meine, Russland ist nichts. Außerdem ist die militärische Macht Russlands selbst sehr fragwürdig, wie sich in diesen Tagen zeigt. Der russischen Wirtschaft geht es sehr schlecht. Die Produktion kommt nicht in Gang. Ohne die Hilfe Chinas und des Westens, die russische Produkte wie Gas und Öl kaufen, wäre die russische Wirtschaft in einer noch kritischeren Lage. Es ist sinnlos zu sagen, dass Russland das größte Land der Welt ist oder dass es über unendlich viele natürliche Ressourcen verfügt, denn das Problem ist, wie man sie nutzen kann. Verlässt man die Achse Moskau-St. Petersburg, also die Großstädte, fällt man bereits in das wahre Russland, was erstaunlich ist. Es ist also ein Erfordernis der Selbstbestätigung der russischen Macht selbst, das Putin dazu bringt, so zu verfahren, wie er es getan hat.

Könnten Sie eine Frage ansprechen, die viele Brasilianer und sicherlich auch die Leser des Catolicismo bewegt hat, nämlich die Frage, wie die Macht Putins im heutigen Russland zu verstehen ist?

Die russischen Kommunisten sind im Gegensatz zu den französischen Revolutionären von 1789 sehr pragmatisch. Dies beruht auf dem marxistischen Wahrheitsbegriff, der von Marx selbst in seinem Buch Thesen über Feuerbach gut erläutert wird, in dem er feststellt, dass Wahrheit das ist, was getan wird, nicht das, was gedacht wird. Wenn also das, was ich tue, zu dem führt, was ich will, ist das die Wahrheit. Lenin hat diese Theorie bereits angewandt. Während die französischen Revolutionäre von 1789 die königlichen Paläste zerstörten, bewahrten die russischen Revolutionäre von 1917 die kaiserlichen Paläste der Zaren, denn sie traten in die Fußstapfen der Zaren und wandelten mit ihnen. Sie wussten sehr wohl, dass sie diese Aura der autokratischen Macht der Zaren erben mussten. Lenin ging so weit, dass er jedem verbot, den Winterpalast, das heutige Eremitage-Museum - übrigens ein fabelhaftes Museum - anzurühren, weil man dieses Symbol der zaristischen Macht aus religiöser Pflicht heraus erhalten musste.


Ohne die Hilfe Chinas und des Westens, die russische Produkte wie Gas und Öl kaufen, wäre die russische Wirtschaft in einer noch kritischeren Lage.


Gibt es weitere Beispiele in anderen Bereichen der russischen Gesellschaft und Institutionen?

Als die russische Wirtschaft unter Lenins kompletter kommunistischer Enteignungspolitik zusammenbrach, stellte er sofort das Privateigentum und das freie Unternehmertum wieder her (1921), indem er die NEP (Neue Ökonomische Politik) einführte. Man könnte sich sogar fragen, wie ein Kommunist, der das Privateigentum grundsätzlich ablehnt, es wiederherstellen könnte. Der Grund dafür war, dass er erkannte, dass die neu entstandene Sowjetunion ohne Produktion zusammenbrechen würde. Für sie ist das kein Widerspruch. Bald darauf erkannte Stalin, dass Russland in einem nicht allzu fernen Krieg - dem Zweiten Weltkrieg - würde kämpfen müssen, und dass es stark und versorgt sein musste. Stalin schaffte die Abtreibung ab und schaffte die Scheidung praktisch ab, öffnete die Kirchen wieder, die Lenin geschlossen hatte, rief orthodoxe Priester aus Sibirien zurück, die in Konzentrationslager verbannt waren, berief zwei Synoden ein und stellte das Moskauer Patriarchat wieder her. War dieser Mann gut? Nein. Er diente den Interessen der Sowjetunion.

Hat Stalin in Bezug auf die Familienwerte viel mehr getan als Putin?

Zweifelsohne viel mehr! Es ist gut, sich daran zu erinnern, denn es gibt viele Leute, die sagen, dass Putin gut ist. Aus diesem Grund wird Stalin in Russland als Heiliger verehrt. Wenn man russisch-orthodoxe Kirchen besucht, stößt man manchmal auf Ikonen von Stalin mit Heiligenschein. Für die Russen muss derjenige, der das heilige Russland regiert, ein Heiliger sein. Es ist sehr wichtig zu verstehen, wie die russische Mentalität funktioniert. Putin scheint genau so zu verfahren. So ist er beispielsweise gegen Homosexualität, die jedoch in slawischen Ländern üblich ist. In der Tat ist Homosexualität frei, was heute in Russland nicht erlaubt ist, ist homosexuelle Propaganda für Minderjährige.

Ist die Unmoral heute in Russland wie überall im Westen, oder wird sie in gewissem Maße unterdrückt?

Genau wie überall sonst auch. Wenn man zum Beispiel nachmittags und abends den Newski-Prospekt, die Hauptstraße von St. Petersburg, entlanggeht, ist es unmöglich, nicht buchstäblich alle zwei Meter von einer Prostituierten oder einem „Mädchen“ angesprochen zu werden, das einem Karten mit Einladungen zu den unmoralischen Nachtclubs reicht.

Aber gibt es Anzeichen für eine Umkehr in Russland?

Ich sehe keinen Schimmer von einem Wiederaufleben eines christlichen Russlands, das die Familie gegen die Lawine der Unmoral und des westlichen Liberalismus verteidigen wird. Es macht keinen Sinn zu sagen, dass man für Russland ist, weil man gegen Liberale ist.

Sind die russischen Traditionen noch erhalten? Erinnern Sie sich an einen von ihnen?

In Sankt Petersburg befindet sich die Basilika St. Peter und Paul im Zentrum der gleichnamigen Festung. Alle russischen Zaren seit Peter dem Großen sind dort begraben. Sie hat einen sehr schönen Glockenturm, der von St. Michael, dem Schutzpatron der Stadt, gekrönt wird. Punkt zwölf Uhr mittags dröhnt die Kanone der Festung, gefolgt vom Glockenspiel des Glockenturms, das die Kaiserhymne Russlands spielt... All dies, um die Idee des Reiches aller Russen zu vermitteln.

Wie funktionieren Religion und religiöse Praktiken in Russland?

Kyrill, Patriarch von Moskau,
war ein KGB-Agent.
         Dies ist ein weiterer Punkt, der deutlich gemacht werden muss. In Russland gibt es drei Arten von Religionen. Die eine ist die Staatsreligion, nämlich die autokephale orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats, die von Stalin wiederhergestellt wurde. Deshalb pflegte Vladimir Bukovskij zu sagen, man solle nicht orthodoxe Kirche, sondern stalinistische Kirche sagen. Bis in die 1990er Jahre benötigte man ein KGB-Dokument, um zum Priester der russischen O.K. geweiht zu werden. Der gegenwärtige Patriarch von Moskau, Kyrill, war ein KGB-Agent mit dem Decknamen „továrisch Michailov“, ebenso wie der vorherige Patriarch, Alexis, „továrisch Drozdov“. Es ist alles KGB, denn Kirche und Staat sind vereint. Sowjetunion, Kommunismus, kommunistische Partei und orthodoxe Kirche sind ein und dasselbe. Es gibt eine zweite Ebene offizieller Religionen: Hebräertum, Islam und Buddhismus. Nicht zu vergessen der sibirische Schamanismus. Auf der dritten Ebene befinden sich die anderen Religionen, die kaum geduldet, ja sogar verfolgt werden.

Welche Vorstellung hat der Russe von Religion?

Eigentlich ein territoriales Konzept. Ich hatte dort in Russland einmal eine Diskussion mit einem Theologen des Moskauer Patriarchats, der sagte, für sie sei es wichtig, Russe zu sein, auf dem kanonischen und heiligen Territorium Russlands geboren zu sein. Die Taufe ist für sie fast zweitrangig, eine Art Stempel, den die Kirche aufdrucken lässt, aber das Wesentliche ist, dass sie Russen sind. Andere Religionen werden nur wenig toleriert. Katholische Kirchen dürfen zum Beispiel keine Kirchenfassaden haben. Die einzige die eine Kirchenfassade aufweist ist die Katharinenkathedrale am Newski-Prospekt in St. Petersburg, die von der damaligen Zarin Katharina der „Großen“ errichtet wurde. Die Moskauer Kathedrale trägt zwar diesen Namen, ist aber eigentlich die Kirche der Polen. Alle anderen Kirchen müssen hinter unscheinbaren Fassaden versteckt sein.

Kann man in Russland ein katholisches Apostolat ausüben - zum Beispiel in der Öffentlichkeit beten?

Auf keinen Fall, und wenn Sie das tun, kommen Sie wegen Bekehrungseifer ins Gefängnis... Ich zitiere eine Tatsache. Im Garten vor der Moskauer Kathedrale ließ der ehemalige Moskauer Bischof Tadeusz Kondrusiewicz einen Spielplatz für Kinder anlegen. Das Moskauer Patriarchat legte sofort offiziell Protest ein, mit der Begründung, dass mit orthodoxen Kindern Missionierung betrieben wurde, da einige von ihnen dort zum Spielen hineingingen... Das ist der Grad der „Freiheit“, den die katholische Kirche in Russland heute genießt. Vor zwei Jahren hat Putin ein neues Gesetz erlassen, das die Freiheit der inoffiziellen Religionen weiter einschränkt. Die Situation der katholischen Kirche, die bereits sehr eingeschränkt ist, kann sich also noch weiter verschlechtern, was die Frage der von der Gottesmutter in Fatima angekündigten Bekehrung Russlands mit sich bringt.

Russland wurde von der Gottesmutter in Fatima zweimal erwähnt, kurz bevor es dem Kommunismus verfiel.

Wann immer ich schreibe oder spreche, versuche ich, diesen Punkt zu betonen, der vielleicht der wichtigste von allen ist, den ich bisher in diesem Interview behandelt habe. Die Muttergottes hat sehr deutlich gesagt, dass Russland seine Irrtümer in der ganzen Welt verbreiten wird, das heißt, es wird eine Strafe für die Menschheit sein. Sie sagte, es werde Kriege und Verfolgungen geben, der Papst werde viel zu leiden haben, aber am Ende werde ihr Unbeflecktes Herz triumphieren, Russland werde sich bekehren, und der Welt werde eine Zeit des Friedens zuteil werden.

Könnten Sie ein Wort zur Ukraine sagen?

Historisch gesehen ist Russland aus der Ukraine hervorgegangen und nicht umgekehrt. Der erste, der zum Katholizismus konvertierte, war der heilige Wladimir von Kiew, Fürst von Kiew aus der Rurik-Dynastie. Er herrschte über die Rus', die später zu Russland wurde. Jahrhundertelang wurde Russland von Kiew aus regiert. Moskau kam später, St. Petersburg noch später. Das ursprüngliche katholische Russland ist also das Fürstentum Kiew, die „Kievskaja Rus“ (Rus' von Kiew) genannt wurde.

Ist es schwierig, Putin mit Hitler zu vergleichen?

Im 20. Jahrhundert wurde eine Reihe von falschen Alternativen vorgestellt. So geriet Italien Anfang der 1920er Jahre in das so genannte Biennio Rosso, in dem die Kommunisten beinahe die Macht ergriffen hätten. Und was war die Alternative? Sie hatten die Wahl zwischen der Volkspartei, katholisch, aber fortschrittlich, und der faschistischen Partei, antikommunistisch, aber nicht katholisch. Eine falsche Alternative, die der gegenwärtigen Situation sehr ähnlich ist, die uns zwischen Putins Globalismus und dem Globalismus des Westens einordnet. Als guter Politiker verstand Mussolini, dass er mit der katholischen Kirche regieren musste, so wie Stalin verstand, dass er mit der orthodoxen Kirche regieren musste. Mit den Lateranverträgen schloss er 1929 Frieden mit der Kirche. Viele Katholiken, darunter auch Kardinäle, unterstützten den Faschismus, weil sie in ihm die Alternative zum kommunistischen Chaos sahen. Genau das Gleiche geschah mit Hitler. Nach der Weimarer Republik herrschte ein wahres soziales Chaos. Zu diesem Zeitpunkt trat Hitler mit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) an die Öffentlichkeit, die übrigens denselben Namen trägt wie die PT (Arbeiterpartei) in Brasilien. Ohne die Unterstützung der Katholiken konnte er jedoch nicht Premierminister werden. Aus diesem Grund schloss er ein Bündnis mit Franz von Papen, dem Vorsitzenden der katholischen Partei. Er gewann die Wahlen und wurde demokratisch zum Bundeskanzler gewählt. Dann präsentierte er sich als der Wiederhersteller der christlichen Zivilisation. Es gab Katholiken, die ihn unterstützten. Gott sei Dank war es eine Minderheit. Sehr wichtige Persönlichkeiten wie die Kardinäle von Galen und von Faulhaber haben dies verhindert. Im Gegenteil, Kardinal Innitzer von Wien war ein Befürworter des Nationalsozialismus. Hitler präsentierte sich nicht als Revolutionär, sondern als „Restaurator“ der Vergangenheit. Er hat das Reich wiederhergestellt. Eine der ersten Maßnahmen war das Verbot von Pornographie, Homosexualität und unmoralischer Propaganda sowie die Förderung der Familie. Warum war das so? Weil er wusste, dass dies die Bevölkerung ihn darin unterstützen würde.

Nach der Weimarer Republik herrschte in Deutschland
ein wahres soziales Chaos. In diesem Moment trat Hitler mit der
Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) hervor.

        Wie lassen sich diese Ereignisse auf die heutige Zeit übertragen, insbesondere auf das Verhältnis zwischen Putin und dem freizügigen Westen?

Diese Ereignisse ähneln denen unserer heutigen Zeit, in der wir an einem Scheideweg stehen, dessen Entscheidung grundlegend falsch ist. Unsere Antwort muss lauten: „Weder auf der einen noch auf der anderen Seite, wir gehören zur Heiligen Römisch-Katholischen Kirche!“ Was es an LGBT, Abtreibung, Homosexualität und Unmoral im Westen gibt, ist ein Krebsgeschwür. Bei der Krebsbekämpfung wird der Krebs entweder durch eine Operation an der Wurzel entfernt oder es wird eine Chemotherapie durchgeführt, ohne den Patienten zu töten. Ob es uns gefällt oder nicht, das, was heute im Westen an Gutem übrig geblieben ist, stammt aus der christlichen Zivilisation. Es geht darum, sie wiederherzustellen. Daher ist die Putin-Revolution eine falsche Alternative. Dasselbe gilt für die katholische Kirche, in deren Schoß der Progressivismus zu einem bestimmten Zeitpunkt ausbrach, der die Negation der Kirche ist. Ich versuche nicht, den Progressismus zu bekämpfen, indem ich die katholische Kirche abschaffe, aber ich muss den Progressismus bekämpfen, um die Kirche zu retten.

Gibt es zwei Globalismen in der falschen Alternative, die geschaffen wurde?

Wir haben den Globalismus des „Panslawismus“ von Alexander Dugin, Putins Denker, Schüler von Julius Evola, italienischer Okkultist und Gnostiker. Auf der anderen Seite haben wir den Globalismus von George Soros. Diese beiden Globalismen, die beide schrecklich sind, berühren sich gegenseitig. Für katholische Leser ist es vielleicht neu, aber einer von Putins wichtigsten Beratern ist Henry Kissinger, einer der Väter des Globalismus. Putin behauptet, er sei ein Globalisierungsgegner, aber er marschiert in ein unabhängiges Land ein. Wir sollten uns daran erinnern, dass 1991, als die Ukraine ihre Unabhängigkeit wiedererlangte, 92,5 % der Ukrainer für diese Unabhängigkeit stimmten. Wie kann ich sagen, dass ich Nationalist und Antiglobalist bin, wenn ich ein Land nach dem anderen übernehme?

Möchten Sie unseren Lesern noch etwas sagen?

Prof. Plinio Corrêa de Oliveira
zur Zeit des „Legionário“


         Ich nutze diese Gelegenheit, um in die 1930er Jahre in Brasilien zurückzugehen. Schon damals war Prof. Plinio Corrêa de Oliveira sehr klar, und es wäre sehr interessant, seine Artikel aus den 30er Jahren zu lesen. Er schrieb in der Wochenzeitschrift Legionário und bekräftigte in seinen Analysen über Faschismus und Nationalsozialismus, dass „Katholiken Anti-Nazis, Anti-Kommunisten, Anti-Liberal, Anti-Sozialisten, Anti-Faschisten sein sollten, eben weil sie Katholiken sind“. Er hat diese Dichotomie nie akzeptiert. Wenn Sie mich zwischen AIDS und Leberkrebs fragen würden, was ich wählen würde, würde ich antworten: - Ich will Gesundheit! Und Gesundheit heißt die Heilige Römisch-Katholische Kirche. Ich wiederhole etwas, was ich auf einer Konferenz in Moskau gesagt habe. Russland ist ein Geheimnis, denn es ist das einzige Land, das in der Fatima-Botschaft der Muttergottes zweimal erwähnt wird. Einmal als Geißel der Menschheit und dann wieder als das Land, dessen Bekehrung die Ära des Triumphes des Unbefleckten Herzens Mariens einleiten wird. Wenn wir also von Russland sprechen, müssen wir uns vorher fragen, ob wir es als Geißel oder als Bekehrer bezeichnen wollen.

Und wie stellen Sie sich ein bekehrtes Russland vor?

Die Bekehrung - ich habe das in Moskau gesagt, es ist also keine geheime, private Sache - besteht darin, den entgegengesetzten Weg einzuschlagen und der wahren Religion zu folgen, die die katholische Religion ist. Das ist der springende Punkt. Im weltlichen Bereich bedeutet Bekehrung, den Weg zu verlassen, den die Gottesmutter die „Irrtümer Russlands“ genannt hat, nämlich den Kommunismus. Solange es keine Ablehnung der kommunistischen Periode gibt, kann man nicht von einer Bekehrung Russlands sprechen.

Gibt es Anzeichen dafür, dass Russland auf dem Weg zu dieser Umstellung ist?

Offen gesagt, ich sehe keine der beiden Konversionen. Deshalb müssen wir in dieser Frage sehr vorsichtig sein und dürfen uns nicht auf eine falsche Alternative versteifen. Das geschah bereits in den 1930er Jahren. Und das geschieht jetzt. Diese Kritik am Vorgehen Russlands bedeutet nicht, dass die schlechten Seiten des Westens unterstützt werden. Ganz im Gegenteil! Beten wir zur Jungfrau von Fatima, dass ihr Versprechen so bald wie möglich erfüllt wird. Ich nutze diese Gelegenheit, um die geschätzten Leser des Katholizismus zu grüßen.

 

 

Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von Deepl-Übersetzer (kostenlose Version) von „Da Rússia dos Tzares ao período comunista, seu demonronamento e ressurgimento metamorfoseado“ in https://www.abim.inf.br/da-russia-dos-tzares-ao-periodo-comunista-seu-desmoronamento-e-ressurgimento-metamorfoseado

vom 9. April 2022

Ursprüngliche Quelle: Zeitschrift CATOLICISMO, Nr. 856, APRIL/2022

Diese deutsche Fassung „Vom Russland der Zaren bis zur kommunistischen Periode, seinem Zusammenbruch und dem verwandelten Wiederaufleben“ erschien erstmals in www.r-gr.blogspot.com

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Bilder aus der Quelle „ABIM“ übernommen.

Samstag, 12. Juni 2021

Fatima einhundertvier Jahre später (1917-2021)


Einhundertvier Jahre sind seit den Erscheinungen Unserer Lieben Frau, die am 13. Mai 1917 in Fatima stattfanden, vergangen.

In diesen einhundertvier Jahren sind viele Ereignisse Geschehen, die die Muttergottes den drei Hirtenkindern Lucia, Francisco und Jacinta angekündigt hatte, aber die Prophezeiung hat sich noch nicht erfüllt.

Der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens, auf den so viele Seelen warten und auf den sie in diesen 104 Jahren so intensiv vertrauten, ist noch nicht eingetreten. Steht es unmittelbar bevor? Wird es noch lange dauern bis dahin? Keiner weiß es.

Aus logischer und menschlicher Sicht müssen wir sagen, dass Gott zu spät kommt, weil die Kirche und die gesamte Gesellschaft vor einer beispiellosen Krise stehen, die Menschheit hat sich nicht bekehrt, und der Teufel feiert seinen Sieg. Aber wir wissen auch, dass die Göttliche Vorsehung mit Weisheit alles regelt, was im Universum geschieht.

In dieser Perspektive unterscheiden sich Gottes Zeiten von denen der Menschen, sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht.

Der quantitative Gesichtspunkt ist der chronologische: er bezieht sich auf die Dauer. Wir messen die Zeit nach unserem zerbrechlichen Leben. Gott, der unendlich und ohne Maß ist, hat als Maßstab die Ewigkeit. Deshalb heißt es in Jesus Sirach: „Die Zahl der Lebenstage eines Menschen sind hundert Jahre, wenn es viele sind. Einem Tropfen aus dem Meer und einem Sandkorn gleichen diese kurzen Jahre in der Zeit der Ewigkeit“ (Sir 18, 9-10).

Wenn wir die längste Zeit im menschlichen Leben mit der Ewigkeit vergleichen, seien es hundert, zweihundert oder neunhundert Jahre, wie für diejenigen, die vor der Sintflut lebten, werden diese Jahre, sagt P. Eusebius Nieremberg, denen, die den Blick  auf die unendliche Weite der Ewigkeit fixieren, wie ein kurzer Augenblick erscheinen. Die Zeit, die so kurz und fließend ist, hat jedoch eine kostbare Eigenschaft, es ist der Anlass der Ewigkeit, denn hier auf Erden, in der kurzen Zeit unseres Lebens, entscheiden wir, ob wir ewig glücklich sein werden, im Paradies, oder ewig unglücklich, in der Hölle.

In Fatima lehrte die Muttergottes die drei kleinen Hirten dieses Gebet: „O mein Jesus, verzeih’ uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle; führe alle Seelen in den Himmel, und hilf denen, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen“.

Dieses Gebet begleitet jeden Rosenkranz und sollte jeden Moment unseres Tages begleiten, besonders im Monat Mai, weil es vom Himmel kommt. Wenn die Muttergottes dieses Gebet gelehrt hat, bedeutet es, dass wir es brauchen, es bedeutet, dass die Gefahr der Hölle, für uns und für so viele Seelen groß, echt und nah ist. Wir sind ständig in Gefahr und müssen daher ständig nach Gottes Hilfe Ausschau halten. Die Ewigkeit erwartet uns.

Aus diesem Gebet verstehen wir bereits den unschätzbaren Wert der Zeit: einen Wert, der nicht an ihre Dauer gebunden ist, sondern an die Bedeutung der Entscheidungen, die wir in jedem Moment unseres Lebens treffen. Dieser qualitative Aspekt der Zeit, der am geheimnisvollsten ist, hilft uns, die Verzögerung der Erfüllung des Versprechens von Fatima zu verstehen. Wir wissen, dass Gott unendlich gerecht und unendlich barmherzig ist, aber unser Verstand ist nicht in der Lage, gleichzeitig über diese Eigenschaften Gottes nachzudenken, die in dem einen Augenblick der Ewigkeit in Ihm zusammenfallen. Indem wir sie getrennt betrachten, wie es unserer Intelligenz gegeben ist, können wir jedoch verstehen, wann die Erfüllung der Verheißung von Fatima kommen wird.

Gott wartet auf die Stunde, in der er die größte Ehre empfangen wird, während er sowohl höchste Gerechtigkeit als auch höchste Barmherzigkeit ausübt. Höchste Gerechtigkeit, indem Er eine Welt bestraft, die die Gnade der Bekehrung verweigert hat und von Grund auf neu aufgebaut werden muss; höchste Barmherzigkeit, die eine Zeit einleitet, in der diejenigen, die treu geblieben sind, mit seinen Gnaden erfüllt werden und mit ihnen das soziale Reich Jesu und Marias aufbauen werden. Nicht das sündenlose Reich wie es gewisse millenaristische Strömungen sich vorstellen, sondern ein Reich, in dem die Sünde auf öffentlicher Ebene die gleichen Einschränkungen erleiden wird, wie heute das Wahre und das Gute erleiden, d. h. eine radikale soziale Ausgrenzung.

Es ist legitim, den Triumph des Unbefleckten Herzens zu wünschen, um uns zu helfen, aber es ist vollkommener, ihn herbei zu wünschen, damit Gott angebetet wird, indem Er seine größte Gerechtigkeit und Barmherzigkeit ausübt.


Wir dürfen nicht das Ende unserer eigenen Übel wünschen, die auf jeden Fall mit unserem Tod enden werden, sondern auf das Ende der Übel der streitenden Kirche, die nach unserem Tod ihren Weg bis zum Ende der Welt fortsetzen wird. Und vor allem müssen wir den Triumph der Kirche über den Teufel und über die Revolution wünschen, die sie seit Jahrhunderten angreifen.

Roberto de Mattei

Über Radio Roma Libera am 10. Mai 2021

 

Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von Google-Übersetzer in
https://www.diesirae.pt/2021/05/fatima-cento-e-quatro-anos-depois-1917.html

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Diese deutsche Fassung von „Fátima 104 Jahre apäter“ erschien erstmals in www.r-gr.blogspot.com

 

Dienstag, 14. April 2020

Die Grippe, China, die Kulturrevolution und Fatima




von Lidador
Sowohl die historische Perspektive als auch die genaue Analyse der Fakten erleichtern eine klare und objektive Wahrnehmung der gegenwärtigen und zukünftigen Realität. Aus diesem Grund sagte unser großer Pater António Vieira: „Wenn man in der Vergangenheit die Zukunft sieht und in der Zukunft die Vergangenheit, folgt daraus, dass man in der Vergangenheit und in der Zukunft die Gegenwart sieht, weil die Gegenwart die Zukunft der Vergangenheit ist, und dieselbe Gegenwart ist die Vergangenheit der Zukunft“.[1]


Vor ungefähr drei Jahrzehnten stürzte die Berliner Mauer ein [Foto] und mit Krach und Schande brach auch die sowjetische Welt zusammen, die Speerspitze des kommunistischen Imperialismus, die die Errichtung totalitärer Staaten weltweit forderte, die ihrerseits die Menschheit zu einer absoluten „Gleichheit“ aller Menschen und einer radikalen „Freiheit“ führen würden. Ein Radikaler und anarchischer Egalitarismus war ihr oberstes und letztes Ziel. Man denke jedoch nicht, dass ein solches Ziel inzwischen aufgegeben wurde. Der Fall der Mauer war nicht das, was viele gesagt haben, der Schwanengesang des Kommunismus. Nordkorea, Vietnam, Kuba, das maoistische China, Venezuela und viele andere Länder insbesondere in Afrika verbleiben noch unter demselben totalitären Joch...
Zwanzig Jahre vor dem Fall des sowjetischen Kommunismus war schon eine der Metamorphosen angekündigt, für die die sie hören wollten, die der Kollektivismus durchgehen sollte. Es war in Paris wo diese Ankündigung im Mai 68 gemacht wurde. Die vorgesehene Kulturrevolution sollte die Mentalitäten radikal verändern, was ein neues Kapitel in der revolutionären psychologischen Kriegsführung eröffnen würde. Es handelte sich um einen totalen psychologischen Eroberungskrieg, der den Menschen in seiner Ganzheit erreichen sollte.
Eine der Modalitäten dieses psychologischen Krieges im Anschluss an der Kulturrevolution der Sorbonne, die zahlreiche sozialistische [2] und kommunistische Autoren als unverzichtbar erkannten, um dem Sumpf zu entkommen, in den der Kommunismus versunken war und der schließlich all sein schreckliches blutiges Gesicht unter „Gulags“, Massendeportationen, Völkermorde und Zwangsarbeitslager enthüllte, würde nun eine stille und hinterhältige Veränderung stattfinden, die jetzt im täglichen Leben der „kapitalistischen“ Länder durchgeführt, in ihren Bräuchen, Mentalitäten, Seins-, Gefühls- und Lebensweisen... Eine solche Transformation würde dann die sozioökonomischen Veränderungen vorbereiten, um das Gewissen der Menschen vollständig dem allmächtigen totalitären Staat zu unterwerfen.
Diese nun in Gang gebrachte revolutionäre Phase, ist in der Tat ein subtiler psychologischer und tendenzieller Krieg, der darauf abzielt, die ersehnte egalitäre und libertäre Utopie zu ermöglichen. Ohne diese Veränderungen würden die revolutionären Siege im politisch-ideologischen Bereich notwendigerweise vergänglich sein, denn, die unweigerlich durch die Einführung des kollektivistischen Totalitarismus hervorgerufenen Reaktionen, würden immer ein Hindernis für den Fortschritt des Projekts darstellen. [3]
* * *
Nun geschah, dass sich in den letzten dreißig Jahren auf der ganzen Welt eine große Bewegung des Widerstands verbreitete gegen diese sogenannte einheitliche Agenda, die zum Hauptförderer von Abtreibung, Sterbehilfe, homosexueller Partnerschaften und Einführung der Genderideologie, Ökologismus, Animalismus usw. geworden war. Länder mit großer Bedeutung in der Weltgeopolitik sahen ihre öffentliche Meinung aus der Lethargie erwachen, in die sie geraten waren, und wählten Politiker, die sich gewissermaßen als Gegner der genannten Agenda präsentierten. In diesem Sinne kann man sagen, hatte die Revolution an Boden verloren.
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Während all dies vor sich ging, unternahm der chinesische Riese, ermutigt durch die pharaonischen westlichen Zugeständnisse, seit dem Besuch Präsident Nixons in China im Jahr 1972 [4], den selbstmörderischen Abkommen von Shanghai [5] und der teilweisen internen Liberalisierung privater Initiativen – in der Art eines echten „wilden Kapitalismus“ – ohne aber seinen totalitären und eisernen despotischen Kommunismus aufzugeben - nahm China auf der internationalen Bühne eine klar dominierende Stellung ein [6] mit dem Ziel - nach den Worten von Xi Jinping - „die ganze Macht des ehemaligen Kaiserreichs China wiederzugewinnen“. Die „dummen und dekadenten“ westlichen Länder begannen enthusiastisch zusammenzuarbeiten, um die gelbe Macht so weit wie möglich zu stärken. [7] Letztere ihrerseits hat sich jedoch der Steigerung ihres Kriegspotentials verschrieben, das stets vom ungeheuren Apparat einer Partei mit ihren angeblichen 90 Millionen Mitgliedern bedient wird, und weltweit vorangekommen ist, mit dem Erwerb von unzähligen Banken und Unternehmen, Handelskonzerne, Spitzentechnologie, Rohstoffe und Waren aller Art. Sie begann, Militärstützpunkte im strategischen Hafen von Dschibuti (Rotes Meer), im Süden Argentiniens, im Norden Afghanistans, auf zahlreichen Inseln und Atollen des indischen und pazifischen Raums sowie an mehreren Punkten der sogenannten „Seidenstraße“ zu errichten. Sie begann auch, strategische Punkte auf dem Planeten zu kontrollieren, im Austausch für Infrastrukturen, die die Länder brauchten, aber nicht bezahlen konnten. Dies ist der Fall für den wichtigsten Hafen in Sri Lanka, die Benguela-Eisenbahnlinie in Angola, mehrere Werke in Mosambik, den Hafen von Piräus in Griechenland oder den Flughafen von Toulouse in Frankreich. Zehn Prozent der europäischen Häfen sind damit unter chinesische Kontrolle geraten.
Ein Volk, das durch die Staatssklaverei eisern diszipliniert und von der WTO wohlwollend begrüßt wurde, hat seine Produkte auf der ganzen Welt ausgeladen - viele von ihnen gefälscht und zu unwiderlegbaren Preisen - und damit auf verheerende Weise in der Marktwirtschaft mitgemischt. Ein gängigerweise unfairer Wettbewerb angesichts der sehr geringen Arbeitskosten, die man nur als folge von „Sklavenarbeit“ qualifizieren kann.
Das Mindeste, was man von einer solchen Macht erwarten kann, die jetzt mit einer unglaublichen militärischen Macht ausgestattet ist, ist, dass sie versucht hat, ihren Einfluss und ihre Ideologie in einem kolossalen geopolitischen Manöver zu erweitern.
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In Sevilla ist die Ponte de Triana bei einer der Prozessionen der Karwoche 2019 voll überfüllt. Im unteren Bild desselben Ortes vom letzten Palmsonntag.
Jetzt, genau in diesem Jahr 2020, finden wir uns plötzlich wie durch Zauberei im chinesischen Modus vivendi wieder, der fast im gesamten Westen eingepflanzt wurde. Tatsächlich, seit Verbreitung der neuen und gefährlichen Grippe, die in China ihren Ursprung hatte, fand sich die gesamte Bevölkerung plötzlich auf ein Leben in ihren Häusern beschränkt, ohne die Freiheit zu kommen und zu gehen und in völliger Abhängigkeit vom Willen des Staates. Selbst die Kirchen wurden geschlossen und die Gläubigen der Sakramente beraubt, sogar die Sterbenden. Gerade während der Fastenzeit, der Karwoche und Ostern, deren liturgische Zeremonien aus den Kirchen verbannt wurden... [8]
Genau wie in China wurden die allgemeinen Freiheiten durch die staatliche Zentralmacht absolut eingeschränkt und kontrolliert. Diese von den Medien ad nauseam aufgeblasene Krise [9] wird unweigerlich eine sehr ernste Wirtschaftskrise im Westen auslösen, die bereits von den renommiertesten Wirtschaftsexperten bestätigt wurde und die die westlichen Völker dazu veranlassen wird, noch stärker von ihren jeweiligen Staaten und vor allem von China abhängig zu sein, das plötzlich und überraschend von der Grippe geheilt, und die plötzlich die globale Wirtschaft einer Welt ohne Grenzen zu kontrollieren scheint.
Interessanterweise scheinen die Parteien der Linken, der Mitte-Linken und der Ökologen in der gesamten westlichen Welt zu erkennen, dass all dies genau dorthin führt, wo sie es wollten. Die Beilage der Zeitung Le Monde, „Courrier International“, die Koryphäe der internationalen Linken, die in Portugal als Monatszeitschrift herauskommt, wiederholte des Öfteren, dass nur Panik die Lebensweise der Verbraucher verändern wird. [10] Auf einer Titelseite fragte sie feierlich, ob es nicht an der Zeit sei, der Welt die Klimaschutzagenda aufzuzwingen.
Der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, mit Xi Jinping

Der heutige Securitarismus (Sicherheitswahn) will um jeden Preis in der WHO ein Orakel der Wahrheit sehen. Der Generaldirektor erklärte vor einigen Wochen, dass die aktuelle Grippe eine Pandemie sei. Die Medienhörner geben wiederholt seine apokalyptischen Töne wieder. Es sollte jedoch bedacht werden, dass dieser Gentleman ein militanter Marxist ist, der Gesundheitsminister in Äthiopien, und in mehrere Kontroversen in seinem Land verwickelt war, wie die Vertuschung von Cholera-Epidemien und die Anklage wegen schwerer Steuerkorruptionsskandale. Ein weiteres beunruhigendes Detail: Die kommunistische Regierung Chinas versäumte es nicht, besondere Freude auszudrücken, als dieser Mann zum Generaldirektor der WHO ernannt wurde.
Andererseits sollte angemerkt werden, dass Covid 19, obwohl es eine hohe Sterberate, aber nicht einmal annähernd so viele Sterbefälle anderer Epidemien wie Tuberkulose und spanische- oder Lungengrippe aufweist. Diese hat in den Jahren 1918 und 1919 50 Millionen Menschen getötet und mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung infiziert. [11] Es gab mehr Todesfälle als im Ersten Weltkrieg. Allein im Jahr 2009 hat die H1N1-Grippe nach verschiedenen Schätzungen zwischen 200 und 400.000 Menschen getötet. [12] In den letzten zehn Jahren hat die Anzahl schwerwiegender Varianten des Influenzavirus, das aus Tierreservoirs in die menschliche Bevölkerung gelangt, dramatisch zugenommen.
Es sollte auch beachtet werden, dass die Covid-19 Grippe besonders tödliche oder gefährliche für Personen ist, die aus anderen Gründen bereits geschwächt sind, und obwohl es immer noch keinen Impfstoff gibt, erholt sich die überwiegende Mehrheit der Infizierten - über 80% [13] – und genesen auf natürlicher Weise durch die Reaktion der eigenen Antikörper oder durch Medikamente, die bereits für ähnliche Krankheiten verfügbar sind, aber auch hochwirksam gegen das Coronavirus sind. [14]
Das Diktat der Presse und vieler Regierungschefs ist jedoch entgegen der Meinung qualifizierter Wissenschaftler, dass es unerlässlich ist, eine drastische Quarantäne, Hausarrest und Sperrzonen in den Städten zu verhängen, um auch so die Schließung der meisten Unternehmen zu erzwingen. Ein solcher Stillstand, den viele Experten aus epidemiologischer Sicht als kontraproduktiv bezeichnen [15], wird unweigerlich katastrophale wirtschaftliche Folgen und Folgen von Arbeitslosigkeit, Hunger, sozialen Störungen und sogar Kriegen haben. Gleichzeitig kommen von hier und da sanfte Nymphenstimmen, die das Aufkommen eines radikalen sozialen und wirtschaftlichen Paradigmenwechsels weltweit verkünden hin zu einer eindeutig elenden Gesellschaft (Miserabilismus). Andere meinen, dass die Welt niemals dieselbe sein wird und dass wir unsere Gewohnheiten entsprechend radikal ändern müssen.
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Statue Userer Lieben Frau von Fatima (flankiert von Francisco und Jacinta)
in der Basilika da Estrela, Lissabon [Foto PRC]

An diesem Punkt wäre es angebracht, zu einer historischen Perspektive zurückzukehren, die sich auf den Beginn des 20. Jahrhunderts bezieht, als eine andere Grippe, spanische oder pneumonische genannt, tatsächlich eine echte Katastrophe verursachte. Zwei seiner Opfer waren genau die kleinen Hirten, denen Unsere Liebe Frau erschienen war: Francisco und Jacinta Marto.
An einem verlorenen Ort in Serra d'Aire hatte ein historisches Ereignis Portugal im Jahr 1917 wieder in den Mittelpunkt der Geschichte gerückt. Es waren die Erscheinungen Unserer Lieben Frau in Fátima, genau als die bolschewistische Revolution in Russland ausbrach. Das Sonnenwunder, die Vorhersagen über Weltkriege, die Verbreitung der Irrtümer des Kommunismus und die zukünftige Bekehrung Russlands waren eine beeindruckende Äußerung der göttlichen Barmherzigkeit. Die Muttergottes war gekommen, um in einer großen Bewegung des Gebets und der Buße um eine echte Bekehrung der Völker zu bitten, die die Katastrophen von Krieg, Revolutionen und Hunger beseitigen würde - obwohl sie drei Kinder aus einem verlorenen Dorf ansprach, die nicht einmal wussten, was das Wort Russland bedeutete.
Es war schon immer die Lehre der Kirche, dass Pest, Hunger und Krieg [16] (Jer 29, 17) Strafen Gottes sind, die durch die Untreue der Menschen gegenüber ihrem Schöpfer verursacht werden. „Kriege sind nichts anderes als Strafen für die Sünden der Menschen“, sagte die kleine Jacinta, die jetzt zur Ehre der Altäre erhoben wurde.
Dies ist ein weiterer Schlüssel zur Analyse der Ereignisse unserer Zeit: der übernatürliche Schlüssel. Der große Abwesende in den Medienhörnern, in den Überlegungen der meisten Herrscher und leider sogar der Männer der Kirche ist Gott, unser Herr. Der immer ungläubiger werdende moderne Mensch verachtet jede Überlegung, die über die Grenze des rein Horizontalen, Natürlichen, Prosaischen und Irdischen hinausgeht. Bei der Analyse der Zahlen, die sich auf öffentliche Gesundheit, Wirtschaft, Geopolitik, Bildung usw. beziehen, wird jeglicher Hinweis auf den Schöpfer des Himmels und der Erde als verächtlich weggelassen.
Die Kirchen wurden geschlossen. Die Sakramente, die selbst den unglücklichen Sterbenden fast vollständig verweigert wurden, das Heilige Messopfer mit der realen Gegenwart Gottes mit Leib, Blut, Seele und Gottheit, wird den Gläubigen verweigert, die in die Zeit der Katakomben zurückgekehrt zu sein scheinen. [17]


Auf jeden Fall wird der Sieg über die Irrtümer, die Russland in der ganzen Welt verbreitet hat und der in Fatima von der Muttergottes angekündigt wurde, kommen. Der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens ist absolut sicher!
Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Menschheit vorher nicht durch enorme Prüfungen gereinigt werden muss. Die Pest, die wahrscheinlich Hunger und vielleicht Krieg hervorrufen kann, wurde, ich wiederhole, von der überlieferten Lehre der Kirche immer als eine verdiente Strafe für die Sünden der Menschen angesehen.
„Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!“ Dies war das große Versprechen Unserer Lieben Frau in Fatima.
Dieser Triumph wird nach einer Bestrafung kommen, die durch den weit verbreiteten Abfall sowohl der zeitlichen und geistlichen Herrscher als auch der Völker, die es angenommen haben, ohne sich zu empören, in einer Welt zu leben, in der das Gesetz Gottes mit Füssen getreten wird durch eine Gesetzgebung, die die tägliche Tötung von unzähligen unschuldigen Kreaturen durch das Verbrechen der Abtreibung erlaubt – viel mehr als die Opfer des Coronavirus! (Allein in Portugal werden ca. 15.000 Abtreibungen pro Jahr durchgeführt!!!- In Deutschland sind es über 100.000 AdR); Gesetze, die auch der Scheidung Tür und Tor geöffnet haben, der Sterbehilfe, sogenannter gleichgeschlechtlicher Ehe und den schlimmsten Perversionen, von Pornografie und Zerstörung der Unschuld von Kindern bis hin zu Praktiken, die den Rechten Gottes und den Prinzipien der christlichen Zivilisation zuwiderlaufen.

Anmerkungen:
[1] „Zitate und Gedanken von Pater António Vieira“ (2. Auflage), 650 Zitate, 170 Texte, 256 Seiten, Casa das Letras, Lissabon 2010.
[2] Unter ihnen waren französische Autoren wie Alain Touraine, Pierre Fougueirollas, Pierre Rosanvallon, Laurent Joffrin, der österreichisch-französische André Gorz und der spanische sozialistische Theoretiker Ignacio Sotelo.
[3] In diesem Sinne sagt der französische Sozialist Pierre Fougueirollas: „Junge Menschen streben aus einer expansiven Sexualität heraus nach neuen zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Eltern und Kindern, zwischen Lehrern und Schülern, kurz gesagt, zwischen jungen Menschen selbst. Die Psychosoziale Revolutuion, die heute in der Jugend erzeugt wird, ist eine entscheidende Kraft, um die totale Revolution zu erreichen“(Marx, Freud und die totale Revolution, S. 336-367). Marcuse wiederum sagt: „Wir können durchaus von Kulturrevolution reden, da der Protest gegen jeden kulturellen Establishment gerichtet ist, einschließlich der Moral der bestehenden Gesellschaft (Die fleischfressende Gesellschaft).
[4] In einem Kommentar zum „katastrophalen“ Abkommen von Shanghai zur Förderung der „Zusammenarbeit“ in Wissenschaft, Technologie, Kultur, Sport und Journalismus sagte Prof. Dr. Plinio Corrêa de Oliveira 1972: „Angesichts der liberalen Offenheit der Amerikaner und der kommunistischen List der Chinesen wird ein solcher Vertrag den Kommunisten ein äußerst bequemes Ergebnis bringen. Diese werden solche Beziehungen mit dem alleinigen Zweck eingehen, jede Gelegenheit zu nutzen, damit ihre Ideologie von der anderen Partei akzeptiert wird (…). Mit anderen Worten, die chinesisch-amerikanischen Beziehungen werden sich auf einer Grundlage entwickeln, die die Chinesen nutzen werden, und die Amerikaner nicht.“
Und der verstorbene brasilianische Denker schloss: „Yalta war ein größeres Unglück als München. Es war München multipliziert durch München. Die Erklärung von Shanghai ist ein Yalta multipliziert durch Yalta. - Wohin wird es uns führen? » (Folha de S. Paulo, 12. März 1972).
[5] In der gelben Hauptstadt fand Nixon eine ehrgeizige politische Clique, die entschlossen war, die Ausweitung des Kommunismus unaufhaltsam durchzuführen, die alle Schwächen des amerikanischen Partners kannte und bereit war, sie eingehend auszunutzen und greifbare Zugeständnisse gegen vage Versprechen auszutauschen. Es war sehr ähnlich zu dem, was in den Münchner Abkommen von 1939 geschah. Frankreich und England machten die größten Zugeständnisse an die Rom-Berlin-Achse. Im Gegenzug baten sie Hitler um vage Friedensversprechen. Nach der Unterzeichnung des Vertrags erhielten Chamberlain und Daladier apotheotische Ovationen von ihren jeweiligen Hauptstädten, die nur daran dachten, ihr tägliches Leben friedlich zu genießen. Churchill rief dann klug aus: „Sie hatten die Wahl zwischen Schande und Krieg: Sie bevorzugten die Schande und Sie werden den Krieg haben.“
[6] Unterdessen werden Millionen chinesischer Katholiken, die sich heldenhaft dem kommunistischen Regime widersetzten, weiterhin heftig verfolgt. So führte 2014 eine Kampagne gegen mutmaßliche „illegale“ Gebäude in der Provinz Zhejiang zum Abriss von mehr als 2.000 christlichen Gebäuden und 600 Kreuzen.
[7] „Um zu gewinnen, brauchen wir ein Überraschungsmoment. Die Bourgeoisie muss eingeschläfert werden. Wir werden mit der spektakulärsten Friedensbewegung beginnen, die es je gab. Es wird elektrisierende Vorschläge und außergewöhnliche Zugeständnisse geben. Die kapitalistischen Länder, dumm und dekadent, werden gerne für ihre eigene Zerstörung zusammenarbeiten. Sie werden die neue Gelegenheit zur Freundschaft nutzen. Sobald sie ihre Wache fallen lassen, werden wir sie mit unserer geschlossenen Faust zermalmen“. (Dimitri Z. Manuilsky, Vortrag 1931 an der Lenin School of Political War, Apud Jean Ousset. „El marxismo leninismo“. Editorial Iction, Buenos Aires, 2. Aufl., 1963, S. 113 - Manuilsky wurde 1949 zum Präsidenten des Sicherheitsrats der UNO gewählt).
[8] Wir müssen sagen, dass es mindestens eine sehr ehrenwerte Ausnahme gibt: Der polnische Episkopat hat beschlossen, die Kirchen nicht zu schließen und im Gegenteil die Messen zu vervielfachen, um während der Feierlichkeiten Abstände zwischen den Gläubigen zu schaffen. Die heilige Kommunion wurde wie immer auf den Knien und im Mund gegeben. Polen ist eines der Länder, in denen die Zahl der Infizierten am geringsten ist.
[9] Der Daily Telegraph vom 23.03.20 berichtet, dass in Italien Menschen, die an anderen Ursachen sterben, als Opfer von Covid-19 gezählt werden, und transkribiert in diesem Sinne die Aussagen eines italienischen Wissenschaftlers, Prof. Walter Ricciardi, ein Berater des Gesundheitsministeriums, in dem er zugibt, dass 88% dieser Menschen bereits ernsthafte Probleme hatten, die zum Tod – auch ohne Virus - führen würden.
[10] „Internationaler Kurier“, Lissabon, Juli 2019, Nr. 281, „Die Zeit, in Panik zu geraten, ist gekommen“; „Die Angst kann unsere Erlösung sein“; „Nur Angst kann die stark verkohlten Gewohnheiten der kapitalistischen Welt ändern“.
[11] US National Library of Medicine (Bericht von Kirsty R. Short, Katherine Kerdsierska, Carolien van de Sandt, Professoren für Mikrobiologie und Immunologie an der Universität von Melbourne und Queensland, Australien, online veröffentlicht am 8. Oktober 2018).
[12] Das „H5N1“-Virus sowie „H1N1“, „H2N2“, „H3N2“, „H3N8”, „H7N2“, „H9N2“ und 190 andere Kodierungen genetischer Variationen des „Influenza A“, auch bekannt als „Vogelgrippevirus“ oder einfach „Influenzavirus“, ist viel tödlicher als das Coronavirus und tötete weltweit täglich rund 5.000 Menschen. Um diese Daten zu bestätigen, reicht es aus, die eigenen Statistiken der WHO zu konsultieren.
[13] Offizielle WHO-Daten, veröffentlicht am 17.02.2020.
[14] Der französische Arzt und Mikrobiologe Didier Raoult, Direktor des Dienstes für Infektionskrankheiten am Hospital de Marseille, ist in den letzten Tagen weltweit bekannt geworden, weil er die einzige Behandlung bekannt gemacht hat, die sich als wirklich wirksam gegen das chinesische Virus erwiesen hat, das Covid-19 verursacht. Dr. Raoult untersucht seit 13 Jahren die Wirkung von Chloroquina (genauer gesagt eines seiner Derivate, Hydroxychloroquina) als Antivirusmittel (assoziiert mit dem einzigen Antibiotikum, das gegen Viren wirkt, Azithromycin). „Es sind alte Moleküle, ohne Probleme mit größerer Toxizität und sofort verfügbar“, sagt der renommierte Professor an der Universität von Marseille, der Wissenschaftler mit den meisten Studien und Erfahrungen zu Viruserkrankungen weltweit. Überraschenderweise - oder nicht!? - sieht er sich einer Spott- und erstaunlichen Schweigekampagne der großen internationalen Presse konfrontiert (siehe: „Le Parisien“, 27. März 2020).
[15] Expresso, 19.03.20.
[16] „So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich sende gegen sie das Schwert, Hunger und Pest und behandele sie wie abscheuliche Feigen, die zu schlecht sind, als dass man sie genießen könnte. Ich verfolge sie mit Schwert, Hunger und Pest und mach sie zum Entsetzen für alle Reiche der Erde, zum Fluch und Grauen, Spott und Hohn bei allen Völkern. (…) Denn sie hörten nicht auf meine Worte – Spruch des Herrn -, obgleich ich meine Knechte, die Propheten, immer wieder zu ihnen sandte, freilich ohne dass ihr hörtet – Spruch des Herrn.“ Jeremias, 29, 17-19.
[17] „Indem sie sich ausschließlich auf alle Hygieneschutzmaßnahmen konzentrierten (die Bischöfe, die ihre Kirchen geschlossen haben), verloren sie eine übernatürliche Sicht und gaben den Vorrang des ewigen Heils der Seelen auf“, sagte Bischof Athanasius Schneider am 31. März 2020.


Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von Google-Übersetzer in
http://www.abim.inf.br/a-gripe-a-china-a-revolução-cultural-e-fatima/
vom 14. April 2020

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Dienstag, 24. März 2020

Die Pandemie und der große Horizont von Fatima



Von Julio Loredo
Heute, Mittwoch, 25. März, um 18.30 Uhr (19.30 Uhr in Deutschland), wird Kardinal Antonio dos Santos Marto, Bischof von Leiria/Fatima, zusammen mit Kardinal Manuel Clemente, Patriarch von Lissabon, den heiligen Rosenkranzes im Heiligtum von Fatima beten. Anschließend werden sie Portugal und Spanien dem Heiligen Herzen Jesu und dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen. Die spanischen Bischöfe werden sich dem Gebet anschließen, so eine spezifische Mitteilung von Kardinal Juan José Omella, Erzbischof von Barcelona und Präsident der spanischen Bischofskonferenz.
Der Grund ist, in der gegenwärtigen Pandemiesituation, die die Iberische Halbinsel besonders stark getroffen hat, Gottes Hilfe zu erbitten.
Der Akt ist abgeleitet einer spezifischen Bitte Unseres Herrn Jesus Christus, die Er 1943 der Fatima-Seherin Schwester Lucia mitgeteilt hat. Sr. Lucia berichtet: „Ich habe eine Bitte Unseres Herrn an die Bischöfe von Spanien und eine andere an die von Portugal. Höret die Stimme des lieben Gottes! Unser Herr möchte, dass sich die Bischöfe zu Exerzitien zurückziehen und Reformen im Volk, im Klerus und in den Ordensgemeinschaften veranlassen. Sollten die spanischen Bischöfe dieser Bitte nicht nachkommen, wird Russland wieder die Geißel sein, mit der Gott sie züchtigen wird.“
Die Bitte war voll und ganz in der Logik der Erscheinungen von Fatima, die 1917 stattfanden. Unsere Liebe Frau hatte damals die sündige Situation, in der die Menschheit versank, streng gerügt. Sie, die Mutter der Barmherzigkeit, war gekommen, um den Menschen einen Weg der Erlösung anzubieten: das Gebet des Heiligen Rosenkranzes, die Sühne, die Buße, die Bekehrung der Herzen. Sie war gekommen, um die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz zu bitten, um den Ausbruch des schlimmsten Übels der Zeit, des Kommunismus zu verhindern. Die Mutter Gottes ermahnte die Heilige Jacinta von Fatima: „Wenn die Menschen sich nicht bekehren, wird eine Strafe kommen, wie es noch nie gesehen wurde.“ Heute scheint das Wort „Bestrafung“ viele Menschen einzuschüchtern oder gar zu nerven, doch es wird von der Mutter Gottes in der Erscheinung verwendet, die Benedikt XVI. 2007 als „prophetischste der modernen Erscheinungen“ bezeichnete.
Unsere Liebe Frau bezog sich auf die Reihe von Katastrophen, die das letzte Jahrhundert verwüstet hätten und die bis zu unserem andauern: zwei Weltkriege, die Geißel des Kommunismus und dann des kulturellen und moralischen Postkommunismus. Das dritte Geheimnis von Fatima scheint auch auf eine weitere Bestrafung hinzudeuten, die noch bevorsteht.
Heute werden wir von einem „Feind“ gegeißelt, der mit dem Kommunismus eines gemeinsam hat, dass er aus einem von dieser Ideologie dominierten Land stammt. Die Bezeichnung der Sache ist ähnlich.
Die sündige Situation, die 1917 aufgezeigt wurde, wurde im Wesentlichen bis heute aufrechterhalten. In der Tat ist sie viel schlimmer geworden. Die von der Gottesmutter geforderte Umkehr fand nicht statt.
Es gab viele Debatten darüber, ob die Covid-19-Pandemie als Strafe Gottes anzusehen ist. Wenn es so wäre, entspräche es der Warnungen von Fatima?
Jemand könnte bestreiten, dass diese Pandemie den Charakter einer göttlichen Bestrafung haben kann, da sie das Ergebnis zufälliger menschlicher Umstände ist. Es gibt nicht wenige, die es einer bloßen „Verschwörung“ zuschreiben. In diesen Fällen würde der übernatürliche Aspekt fehlen. Diese Kritik erkennt nicht die Vorgehensweise der göttlichen Vorsehung an.
Auch die Ereignisse, die von der Jungfrau von Fatima als „Bestrafungen“ definiert wurden - die beiden Weltkriege und der Kommunismus - hatten ganz natürliche Ursachen, politischer, ideologischer, kultureller Natur und so weiter. Auch an verschwörerischen Elementen mangelte es nicht. Woraus bestand dann  die göttliche Eigenschaft der „Bestrafung“?
Schwierige Situationen, sowohl im persönlichen Bereich (Krankheiten, Unfälle, Rückschläge) als auch im sozialen Bereich (Kriege, Naturkatastrophen, Wirtschaftskrisen), erschüttern unser Gewissen und lassen uns die Zerbrechlichkeit unserer menschlichen Natur, unserer Gesellschaft, unserer Welt tatsächlich erfahren. Alles kann sofort verschwinden. Es sind Prüfungen, die von der Vorsehung gnädig erlaubt sind und die uns einladen, Stolz und Selbstgenügsamkeit abzuschütteln und uns im Ggegenzug der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen. Unter diesen Umständen ist es einfacher, sich durch Unsere Liebe Frau an Gott zu wenden. Es sind Gelegenheiten, sich an die Brust zu schlagen, um Vergebung für unsere Sünden zu bitten, und um die Gnade Gottes zu flehen, damit Er unsere Sünden tilge. Mit anderen Worten: Strafen sind Anlässe zur Reinigung und Umwandlung. Wie viele Bekehrungen von Heiligen haben nach einem harten Schlag stattgefunden! Von der Bekehrung des hl. Ignatius von Loyola während der Genesung von einer Kriegsverletzung zu der vom hl. Alfons Maria von Liguori als Folge des Schocks, einen wichtigen Gerichtsfall verloren zu haben.
Deshalb gab es nach jeder großen Katastrophe immer eine Bewegung der spirituellen Bekehrung. Dies war nach dem Ersten Weltkrieg der Fall, als Pius XI. bestätigte, dass die Welt für das soziale Reich Christi bereit sei, und so die Enzyklika Quas Primas herausbrachte. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wehten in mehreren Ländern Bekehrungswinde, wie in Frankreich mit der Grand Retour-Bewegung und in Spanien mit den Santas Misiones.
Dies war nach dem Fall der Berliner Mauer leider nicht der Fall. In der Tat. Nach 1989 wurde die Welt von einer Welle ungezügelten Konsums und dem Wunsch verschlungen, das Leben auf sündige Weise zu genießen, was sogar die Länder infizierte, die unter der Härte des kommunistischen Regimes gelitten hatten. Sogar die Gnaden des Jubiläums von 2000, als die Botschaft von Fatima in ihrer Integrität enthüllt wurde, wurden bald vergessen. Der moralische Verfall beschleunigte sich stark mit der Ausbreitung von Abtreibung, Homosexualität, Gender-Ideologie und anderer Übel.
An Gelegenheiten zur Umkehr mangelte es nicht. Wir können den Angriff vom 11. September 2001 mit der daraus resultierenden Kriegslogik erwähnen, die nicht mehr nachließ; und die Wirtschaftskrise von 2008, die die Weltwirtschaft bis auf die Grundfesten erschütterte. Aber der Wunsch, in Sünde zu leben, war stärker, und die Welt ging unerschrocken weiter und versank immer tiefer im Schlamm der Laster.
Wird die gegenwärtige Pandemie ein neues Zeichen der Vorsehung sein, um uns die Gelegenheit zu geben, über unsere Situation nachzudenken und Gott um die Gnade der Bekehrung zu bitten? Wir zitieren die Worte von Msgr. Ramón Castro, Bischof von Cuernavaca, Mexiko. Nachdem der Prälat die Sünden der modernen Welt, insbesondere die Gender-Ideologie, hart angeprangert hat, warnt er:
„Gott schreit uns durch diese Coronavirus-Pandemie an. Gott sagt uns: Höret Kinder, haltet an und denket darüber nach, wohin ihr geht! Gott schlägt uns liebevoll, um uns aufzuwecken. Ihr seid meine Kinder und ich liebe euch. Ich bin barmherzig. Seht doch, wie ihr dem Abgrund zuläuft. Diese Coronavirus-Pandemie ist, als würde Gott uns sagen: Wie verwundbar seid ihr in der modernen Welt! Eure Macht, euer Geld, eure Dreistigkeit können nichts gegen mich! Wolltet ihr sein wie Gott? Nun, seht, wie ihr in einem Moment fallen könnt!“.
Unserer Meinung nach kann und sollte die Covid-19-Pandemie angesichts der Erscheinungen Unserer Lieben Frau von Fatima gesehen werden. Eine Botschaft der Tragödie, aber auch der Hoffnung. Tragödie, weil Menschen darauf bestehen, nicht umzukehren. Vor allem aber Hoffnung, denn 1917 versprach die Muttergottes, dass ihr Unbeflecktes Herz am Ende triumphieren wird. Plinio Corrêa de Oliveira schrieb:
„Es ist gut, dass unser Geist am Ende dieser Überlegungen die ultimativen Perspektiven der Botschaft von Fatima in Betracht zieht. Jenseits der Traurigkeit und der äußerst wahrscheinlichen Strafen, auf die wir zusteuern, ahnen wir die heiligen Lichter der Morgendämmerung des Königreichs Mariens vor uns: „Schließlich wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren“, sagte sie. Es ist eine großartige Aussicht auf einen universellen Sieg für das königliche und mütterliche Herz der Heiligen Jungfrau. Es ist ein beruhigendes, attraktives und vor allem majestätisches und aufregendes Versprechen.“


Aus dem Italienischen mit Hilfe von Google-Übersetzer in
vom 24. März 2020
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