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Mittwoch, 22. Februar 2023

Protestnote an Bischof Helmut Dieser:

 

Dom zu Aachen

Segensfeiern alternativer Partnerschaften widersprechen katholischer Moral, Lehre und Einheit

Über seine Social-Media-Kanäle hat das Bistum Aachen Deutschland am 14. Februar 2023 „in allen Regionen Segnungsfeiern oder -Gottesdienste“ angeboten.

In den sozialen Netzwerken des Bistums Aachen wurde eine Einladung zur Segnung homosexueller Paare veröffentlicht, mit einem Foto das zwei von ihnen bei unmoralischen (Lippen küssen) Handlungen zeigt.

Das Angebot von Segnungen, Segnungsfeiern und Segnungsgottesdiensten für alternative Lebenspartnerschaften durch das Bistum Aachen ist ein schismatischer und häretischer Akt. Zudem ist er ein Akt des schweren Ungehorsams gegenüber Rom.

Die TFP Student Action Europe hat eine Protestnote verfasst.

Segnungsfeiern für alternative Lebenspartnerschaften implizieren nämlich eine Sexualmoral, die der Katholischen widerspricht. Die katholische Moral verurteilt Akte außerhalb einer sakramental geschlossenen Ehe, insbesondere wenn diese gewohnheitsmäßig geschehen. Außerdem widersprechen Segnungsfeiern dem katholischen Eheverständnis. Aus diesem Grund entspricht die Durchführung von Segnungsfeiern de facto die Einrichtung einer eigenen Sexualmoral bzw. eines eigenen Lehramtes.

Wir fordern daher alle wahren Römisch-Katholischen Gläubigen auf, mit allen uns zur Verfügung stehenden rechtmäßigen Mitteln Widerstand zu leisten. Lassen wir uns angesichts der inneren Revolution, die wir jetzt in der Kirche erleben, nicht von Entmutigung und Unsicherheit mitreißen. Die Kirche hat schon andere Winde gesehen und anderen Stürmen getrotzt und ist aus jeder Drangsal gestärkt hervorgegangen. Das Glaubensbekenntnis, die Zehn Gebote, die ganze Bibel und das immerwährende Lehramt der Kirche bestätigen uns in dieser Position.

Erläuterung:

* Die Durchführung von Segnungsfeiern für alternative Lebenspartnerschaften widerspricht dem „Responsum ab dubium“ vom 15. März 2021. Dort wird erläutert – mit Betonung auf gleichgeschlechtliche Paare -, dass die Kirche KEINE Vollmacht besitz, solche Segnungen durchzuführen.

* Das Staatssekretariat hat in seinem Schreiben vom 21. Juli 2022 an die Deutsche Bischofskonferenz ausdrücklich verboten, eigenmächtig Änderungen in Lehramt und Leitung durchzuführen.

* Die Implementierung von Segnungsfeiern widerspricht sogar ausdrücklich dem – höchst umstrittenen – Synodalen Weg. Denn der Grundlagentext „Gelingende Beziehungen“, welcher solche Segnungsfeiern theologisch begründet, erhielt bei der Vierten Synodalversammlung im September 2022 nicht die notwendige Mehrheit. Der Handlungstext „Segensfeiern für Paare, die sich lieben“ wird erst in der Fünften Synodalversammlung im März 2023 behandelt werden. Das bedeutet: Selbst auf den höchst umstrittenen Synodalen Weg kann sich das Bistum Aachen nicht berufen.

* Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzender der deutschen Konferenz, betont stets, Deutschland befinde sich nicht auf einem Weg zum Schisma, auch nicht auf einem „deutschen Sonderweg“ und selbstverständlich würden sich die Deutschen Bischöfe an die Vorgaben der Weltkirche und des Kirchenrechts halten. Doch die Implementierung von Segnungsfeiern nährt die Vermutung, dass solche Aussagen gegenüber der Weltkirche reine Hinhaltetaktiken seien, denn in einigen Bistümern ist man schon dabei, Fakten zu schaffen.

Die Implementierung von Segensfeiern und die dazu grundlegende Sexualmoral sind also eine schwere Verfehlung gegen den katholischen Glauben, gegen die katholische Moral und gegen die Einheit der Kirche.

Aus diesen Gründen möchten wir Bischof Dieser auffordern,

1. alles ihm Mögliche zu unternehmen, damit solche Segensfeiern in seinem Bistum nicht mehr stattfinden.

2. Zudem fordern wir Bischof Helmut Dieser auf, alle relevanten Stellen in seinem Bistum (Pfarreien, Pastoraleinheiten etc.) ausführlich zu erklären, wieso solche Segensfeiern der katholischen Moral und dem katholischen Lehramt widersprechen und die sakrilegische Simulation eine Sakramentalie ist. Man belügt also sogar diejenigen, die man angeblich „segnen“ will.


Quelle: https://tfp.at/

 

Freitag, 29. April 2022

Ampel-Regierungskoalition übernimmt kommunistischen Familien-Begriff


 

Frankfurt 29.4.2022 (KIG)- Die gerade zurückgetretene Bundesfamilienministerin Anne Spiegel gab noch im Januar dieses Jahres solche Sprüche von sich: „Männer sollten selbstverständlich die Hälfte der Hausarbeit machen!“ (RTL-News 13. Januar 2022).

Damit offenbarte die Ex-Bundesfamilienministerin das Ziel linker (angeblicher) „Familienpolitik“: Ein übergriffiges Handeln des Staates im Familienleben durchsetzen.

Nach ihrem Rücktritt haben sich Politiker der Grünen und der SPD (darunter Bundespräsident Steinmeier) darüber beklagt, dass die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie in Deutschland schwierig sei. Ihre Antwort auf diese Situation: Mehr wirtschaftliche Verstaatlichung der Familien.

Diese Politiker stellen sich gar nicht die Frage, ob die Probleme in den Familien nicht gerade und vor allem in der übergriffigen Einmischung des Staates in das Familienleben sind. Sozialisten und Kommunisten sehen in der Familie seit eh und je einen ideologischen Feind. Sie haben stets versucht, die Familie unter die Kontrolle des Staates zu bringen. Für Kommunisten sollen Ehe und Familie mehr oder weniger Instrumente linker Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik sein. Ihre Idee ist, dass der Staat alles bestimmen sollte. Sie wollen deshalb alle Menschen vom Staat abhängig machen, damit sie ihren Befehlen folgen müssen.

Der Hass der Parteien der gegenwärtigen Koalition, insbesondere SPD und Grünen, zeigt sich auch im Bestreben, den Familien-Begriff völlig demolieren zu wollen. So sollen eheähnliche Konstrukte mit vielen Eltern beschlossen werden (sog. Verantwortungsgemeinschaften) – ob eine tatsächliche Verwandtschaft überhaupt besteht, soll keine Rolle spielen.

Es ist völlig klar: Für die Ampel sind Ehe und Familie irgendwelche Konstrukte, die der Staat nach Gutdünken gestalten kann. Sie wollen das Geld zuerst den Familien wegnehmen und es ihnen unter der Bedingung zurückgeben, dass sie es in der Form ausgeben, wie der Staat es befiehlt. Dadurch machen Sozialisten die Familien mehr und mehr abhängig vom Staat.

Die Unabhängigkeit der Familie vor dem Staat muss unbedingt geschützt werden! In einer normalen, christlichen Ordnung, die das Subsidiaritätsprinzip achtet und respektiert, sollen die Familien frei sein und selber bestimmen, wie sie leben möchten.

Doch Sozialisten und Kommunisten verachten solche Prinzipien. Für solche Politiker ist die Familie ebenso wie das gesamte gesellschaftliche Leben eine Verfügungsmasse, über die der Staat bestimmen soll.

Es ist absolut notwendig, dass gegen die Verstaatlichung der Familie Widerstand geleistet werden muss. Es muss dafür gesorgt werden, dass die Familien in Deutschland die notwendige wirtschaftliche Freiheit haben, um sich vor einem übergriffigen Staat schützen zu können. Gegen diesen kommunistischen Familienbegriff der Ampel müsse sich die Bürger wehren.

Die Aktion „Kinder in Gefahr“ startete in diesem Sinn eine Unterschriftenaktion für eine Petition an den Deutschen Bundestag, die am angegebenen Link aufgerufen werden kann

https://www.aktion-kig.eu/wirtschaftliche-unabhaengigkeit-fuer-die-familie/?smclient=0b8ec104-9bc7-11eb-8678-18cf24ce389f&utm_source=salesmanago&utm_medium=email&utm_campaign=default

 

Aktion Kinder in Gefahr, Frankfurt am Main, April 2022

In signierten Artikeln veröffentlichte Meinungen und Konzepte liegen in der alleinigen Verantwortung der Autoren.

 

Mittwoch, 6. November 2019

Bitte an die Synodenväter:



Das Institut Plinio Corrêa de Oliveira (IPCO) in São Paulo, Brasilien, startete im Frühjahr 2019 eine gewaltige Unterschriftensammlung für ein an die Synodenväter gerichtetes Dokument. Die Unterschriftensammlung wurde durchgeführt im Amazonasgebiet von Brasilien, Kolumbien und Perú. Es kamen 20 Tausend Unterschriften zusammen.

Für ein gedeihendes und christliches Amazonien,
Nicht für einen riesigen „grünen Slum“,
der in Stammes-Ghettos aufgeteilt ist

UNTER BERÜCKSICHTIGUNG, dass die Sonderversammlung der Synode für die gesamte Amazonasregion im kommenden Oktober in Rom stattfinden wird;
IN DER ERWÄGUNG, dass diese Synode „neue Wege für die Kirche und für eine ganzheitliche Ökologie“ in dieser Region suchen soll,

NEHMEN DIE UNTERZEICHNETEN DIE GELEGENHEIT WAHR, UM:
1. GOTT ZU DANKEN für die menschlichen und natürlichen Reichtümer, die Er der Amazonasregion schenkte, für die Missionare, die die Frohe Botschaft Jesu Christi brachten, um die Region von abscheulichen Irrtümern und Praktiken zu befreien, sowie für das zivilisatorische Unternehmen der Kolonisatoren, die die Vorteile des Fortschritts mit sich brachten;
2. WIR VERWERFEN mit Nachdruck die neo-heidnischen Ideologien, die im Namen eines falsch dargestellten Konzepts des Respekts vor der Natur und apokalyptischer Hypothesen, die jeder wissenschaftlicher Grundlage entbehren, dem göttlichen Auftrag widersprechen: „Seid fruchtbar und mehret euch, füllet die Erde und macht sie euch untertan“ (Gen 1,28);
3. WIR VERWERFEN die kommuno-tribalistische Utopie, durch die eine Minderheit neomarxistischer Anthropologen und Befreiungstheologen versucht, unsere indigenen Brüder in der Unterentwicklung zu belassen, indem sie sie in ein ethnisch-kulturelles Ghetto (wahre „menschliche Zoos“) einschränken, das ihnen die Vorteile des nationalen Zusammenlebens und der Zivilisation entzieht, wie Plinio Corrêa de Oliveira prophetisch vor 40 Jahren angezeigt hat.
4. WIR VERWERFEN den Klassen- und Rassenkampf, der durch eine trügerische Auslegung der Geschichte gefördert wird, sowie die Verschärfung von Agrar- und Umweltkonflikten in den Bereichen der Landwirtschaft, der Rohstoffgewinnung und des Holzschlags.
5. WIR ÜBERBRINGEN den Synodenvätern einen Schrei der Angst angesichts der Gefahr, dass Amazonien sich in einen riesigen „grünen Slum“ verwandeln könnte, mit riesigen, unbesetzten Flächen, die von wenigen und bedürftigen indigenen Bevölkerungsgruppen bewohnt werden, wie es nach der Vertreibung der Bauern aus dem Reservat Raposa Serra do Sol in Roraima - Brasilien geschah.
6. WIR DENUNZIEREN die NGOs und internationale Aktivisten im Dienste falscher Interessen, die darauf abzielen, 200 Millionen Hektar der Pan-Amazonas-Region zu internationalisieren, was die Souveränität von 9 Ländern untergraben wird und unsere Bestürzung auszudrücken gegenüber der Tatsache, dass ein Prälat des Heiligen Stuhls, Erzbischof Marcelo Sánchez Sorondo, den radikalen Aktivisten Martin von Hildebrand aufgenommen hat, um mit ihm das Projekt „Anaconda Korridor“ (oder „Triple A“) zu besprechen, das die besagte Internationalisierung zum Ziel hat, was ein inakzeptabler Angriff auf neun nationale Souveränitäten bedeuten würde;
7. WIR SOLIDARISIEREN uns mit dem Beschluss der nationalen Behörden, die Integrität des Territoriums und die Programme der vollständigen Integration unserer indigenen Brüder in die große nationale Familie zu verteidigen, um ihre menschlichen Rechte und Würde besser zu gewährleisten.
8. WIR FLEHEN zu Unserer Lieben Frau von Aparecida, Königin und Patronin Brasiliens, sie möge die katholische Einheit unseres Landes und seine große Berufung für die Zukunft bewahren.

Aus dem Portugiesischen übersetzt mit Hilfe von Google-Übersetzer in
© Nachdruck der deutschen Fassung ist mit Quellenangabe gestattet.