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Sonntag, 23. Februar 2020

Beleidigungen gegen Jesus Christus in den Karnevalstagen



Hl. Alphons Maria von Liguori 
Consummabuntur omnia quae scripta sunt per prophetas de filio hominis – Es wird alles in Erfüllung gehen, was durch die Propheten geschrieben ist über den Menschensohn (Lk 18,31).
Es ist nicht ohne mystischen Grund, dass die Kirche unsere Betrachtung über Jesus Christus vorschlägt, indem er seine schmerzhafte Passion voraussagt. Wie eine gute Mutter möchte sie, dass wir, ihre Kinder, sich ihr anschließen, ihren göttlichen Bräutigam bemitleiden und ihn mit unseren Gefälligkeiten trösten, während die Sünder in diesen Tagen mehr als in anderen, die im Evangelium beschriebenen Beleidigungen gegen Ihn erneuern. Sie möchte auch, dass wir für die Bekehrung so vieler Unglücklicher, unserer Brüder, beten. Haben wir nicht genug Gründe dafür?
In diesen traurigen Tagen werden Christen und vielleicht einige der Begünstigten ihren göttlichen Meister wie Judas verraten und ihn den Händen des Teufels ausliefern. Sie werden Ihn verraten, nicht heimlich, sondern auf den öffentlichen Plätzen und Straßen, um den Verrat zur Schau zu tragen! Sie werden Ihn verraten, nicht für dreißig Silberlinge, sondern für noch niedrigere Dinge: für die Befriedigung einer Leidenschaft, für ein unzüchtiges Vergnügen, für eine vorübergehende Lustbarkeit!
Illudetur, flagellabitur et conspuetur (Er wird verspottet, gegeißelt und mit Auswurf bedeckt). Einer der schändlichsten Niederträchtigkeiten, die Jesus Christus in seiner Passion erlitten hat, war, dass die Soldaten ihm die Augen verbunden haben und ihn, als ob er nichts sehen könnte, mit Auswurf bedeckt und ihn geschlagen haben und fragten: Prophezei jetzt, Christus, wer hat dich geschlagen? Oh, mein Herr, wie oft werden Dir in diesen Tagen teuflischer Extravaganz dieselben schmachvollen Qualen wieder zugefügt! Menschen, die ihre Gesichter mit einer Maske bedecken, als ob Gott sie so nicht erkennen könnte, schämen sich nicht obszöne Worte, unzüchtige Lieder oder sogar schändliche Lästerungen gegen den heiligen Namen Gottes zu erbrechen!
Et postquam flagellaverint, occident eum (und nachdem sie Ihn gegeißelt haben, gingen sie hin und kreuzigten Ihn). Ja, denn nach dem Wort des Apostels ist jede Sünde eine Erneuerung der Kreuzigung des Sohnes Gottes. Oh! In diesen Tagen wird Jesus hunderte und tausende Male gekreuzigt werden.

* Hl. Alfons Maria von Liguori, “Betrachtungen für alle Tage und Feste des Jahres”. Band I, Herder & Co. Freiburg, 1921, S. 279-280.

Übersetzung aus dem Portugiesischen in „Catolicismo“, Nr. 806 – Februar 2018, S. 39. (Mit Hilfe von Google Übersetzer)
© Nachdruck der deutschen Fassung ist mit Quellenangabe gestattet.

Donnerstag, 2. Mai 2013

„Hymnus an die Unbefleckte“


Der hl. Alphons Maria von Liguori, der den Redemptoristenorden gegründet hat und ein großer Marienverehrer gewesen ist, hat die Schönheit und Reinheit Mariens, d. i. die UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS, in seinem "Hymnus an die Unbefleckte" auf folgende erhabene Weise ausgedrückt:

"…Ich wünschte, die ganze Welt möchte dich kennen und preisen als das schöne Morgenrot, immer geschmückt mit dem göttlichen Licht,


als die auserwählte Arche des Heiles, die vor dem allgemeinen Schiffbruch der Sünde bewahrt blieb,


als jene vollkommene und unbefleckte Taube, für die dein göttlicher Bräutigam dich selbst erklärt hat,


als den verschlossenen Garten, der der Lieblingsaufenthalt Gottes ist, als die versiegelte Quelle, zu der der böse Feind nie Eingang fand.


Ich wünschte, die ganze Welt möchte dich kennen als jene weiße Lilie, die zwischen den Dornen, nämlich den Kindern Adams, wächst, die alle von der Sünde befleckt, in der Feindschaft Gottes geboren werden, während du allein ganz strahlend rein, ganz heilig, aufs innigste von deinem Schöpfer geliebt geboren wurdest…". 

Quelle: aus dem Artikel „Maria Maienkönigin“ in
http://www.maria-hilf-koeln.de/texte/maienkoenigin.htm

Montag, 15. April 2013

Maria kommt uns immer zuvor in unseren Nöten


So groß ist das Mitleid, welches Maria, unsere gute Mutter, mit uns hat, und so groß die Liebe, die Sie zu uns trägt, dass Sie nicht auf unsere Gebete wartet, uns zu Hilfe zu kommen. „Sie kommt denen zuvor, die nach Ihr verlangen, um sich ihnen zuerst zu zeigen.“ Diese Worte der Weisheit bezieht der hl. Anselm auf Maria und sagt, dass Sie denen, welche nach Ihrem Schutz verlangen, hilfreich zuvorkommt. Daran mögen wir ermessen, wie viele Gnaden Sie von Gott uns erlangt, noch ehe wir Sie darum bitten. Deshalb wird nach dem Ausspruch Richard von St. Viktor Maria „Mond“ genannt – schön wir der Mond – nicht allein weil Sie schnell wie der Mond dem, der sie anruft, zu Hilfe eilt, sondern mehr noch, weil Sie so sehr um unser Wohl besorgt ist, dass, wenn wir in Not sind, Sie unseren Bitten zuvorkommt, und dass Ihre Barmherzigkeit schneller bereit ist, und beizustehen, als wir uns entschließen, sie anzurufen. Dies kommt der Meinung Richards von der Überfülle des Mitleidens im Herzen Mariens, welches, kaum dass Sie unser Elend bemerkt, alsbald von der Milch des Erbarmens überfließt, indem die milde Königin die Not keiner Seele erblicken kann, ohne ihr zu helfen.
(aus Die Herrlichkeiten Mariens, hl. Alfons Maria von Liguori)