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Dienstag, 24. Februar 2026

Da der Islam das Christentum in Russland in der Praxis überholt...

 ... fragen sich viele: Ist das heilige Russland noch heilig?


von John Horvat II
am 6. Februar 2026

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion glaubten viele, die russisch-orthodoxe Kirche erlebe eine Wiederbelebung, die Erinnerungen an das „heilige Russland“ wachrief. Die äußeren Anzeichen offizieller Regierungspolitik, die die Orthodoxie förderte, und der Wiederaufbau von Kirchen wurden als Beweis für einen positiven Wandel angeführt.

Jüngste Erkenntnisse und Statistiken, insbesondere jene zum aufkommenden Islam in Russland, lassen jedoch Zweifel am Schicksal des „heiligen Russlands“ aufkommen. Die Zahlen deuten weder auf eine Wiederbelebung noch auf einen Zuwachs an Anhängern oder eine höhere Gottesdienstbesuchsrate hin.

Alles scheint darauf hinzudeuten, dass Russland in seinem Niedergang und seinem Mangel an religiöser Inbrunst den meisten modernen Nationen folgt. Seine Situation ist nichts Besonderes.

Die russische Situation spiegelt auch die christlich-nationalistische Ausrichtung wider, in der das Christentum eher oberflächlich, verbunden mit Symbolen, Praktiken und Bräuchen, denn mit Glauben oder Lehre assoziiert wird. Christsein ist vielmehr ein Identitätsmerkmal als ein Bekenntnis zu Glauben oder die Einhaltung eines moralischen Gesetzes.

Demografischer Zusammenbruch

Erstes Anzeichen eines Problems ist die demografische Krise, verursacht durch Russlands niedrige Geburtenrate. Die schlechte Nachricht is dass, der russische Föderale Staatliche Statistikdienst (Rosstat) keine aktuellen Bevölkerungsdaten veröffentlicht. Zuverlässige unabhängige Demografen zeichnen jedoch ein düsteres Bild der Zukunft. Die ethnisch russische Bevölkerung schrumpft; Regionen mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit und stärkerer religiöser Praxis wachsen.

Die Russische Akademie für Volkswirtschaft berichtet, dass etwa 130 Städte mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern aufgrund sinkender Bevölkerungszahlen bald verschwinden könnten. Die Gesamtbevölkerung des Landes liegt bei etwa 145 Millionen Menschen, wobei das geringfügige Wachstum darauf zurückzuführen ist, dass die „annektierten“ Gebiete der Krim und der Ukraine miteingerechnet wurden. Das Land befindet sich in einer schwierigen Lage, da die Bevölkerungszahl bis 2100 auf die Hälfte sinken könnte. Russlands Geburtenrate ist seit über einem Jahrzehnt rückläufig. Die derzeitige Rate von 1,4 Kindern pro Frau deutet darauf hin, dass die christlichen Werte, die Empfängnis und Geburten fördern, nicht eingehalten werden.

Eine wachsende muslimische Präsenz

Noch besorgniserregender ist die Lage der Religion. Russland könnte im Jahr 2075 durchaus als muslimisches Land gelten, wenn die Zahl der orthodoxen Russen fast der Zahl der ethnischen Gruppen entspricht, die den Islam praktizieren.

Auch die Religionsausübung ist gering, obwohl die genauen Zahlen variieren. Die russische Stiftung für öffentliche Meinung berichtete 2024, dass sich 62 % der russischen Bürger (rund 92 Millionen Menschen) nominell als orthodox bezeichnen. Der Russia Arena Atlas von 2012 bezifferte die Zahl auf unter 68 Millionen, einschließlich anderer Christen, die nicht der russisch-orthodoxen Kirche angehören.

Viele bezeichnen sich zwar als Christen, aber weniger als 3 % praktizieren ihren Glauben aktiv. Tatsächlich sind Muslime tendenziell religiöser als ethnische Russen. Russland entwickelt sich heute, aus religiöser Sicht, zunehmend vom Christentum in den Islam.

Der Online-Newsletter „SSPX News“ berichtet, kaum Anzeichen für eine postsowjetische „religiöse Wiederbelebung“ gefunden zu haben. Dieser Artikel der Priesterbruderschaft St. Pius X., einer traditionalistischen katholischen Gruppe mit Missionen in Russland, stammt von Beobachtern, die die Entwicklungen genau verfolgen können. Im Bericht heißt es, dass es seit vielen Jahren, insbesondere seit Putins Machtantritt (2000), keinen Trend zu einer Zunahme der praktizierenden Gläubigen gegeben habe.

„Im Gegenteil, okkulte Praktiken nehmen eher zu“, heißt es weiter, „doch sie können es bei Weitem nicht mit dem leidenschaftlichen Bekenntnis zum islamischen Glauben aufnehmen. Beim letzten Kurban-Bayram-Fest versammelten sich über eine halbe Million Gläubige in den beiden Hauptstädten Moskau und St. Petersburg, verglichen mit 200.000 orthodoxen Christen zu Ostern.“

Die russisch-orthodoxe Kirche bezeichnete den umfassenden und ungerechtfertigten Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 als „Heiligen Krieg“. Die religiöse Praxis und Inbrunst der Katholiken in der Ukraine übertrifft jedoch die des militärischen Aggressors bei Weitem. Laut einer Umfrage des Pew Research Centers geben beispielsweise 43 % der Katholiken in der Ukraine an, mindestens einmal wöchentlich einen Gottesdienst zu besuchen.

Das nationalistische Modell

Obwohl die Daten die Annahme einer postsowjetischen oder gar einer Putin’schen Wiederbelebung des Christentums in Russland nicht stützen, lässt sich die Anziehungskraft religiöser Bilder und Rhetorik auf die russische Bevölkerung nicht leugnen. Dieser Trend spiegelt ein nationalistisches Modell wider, das nicht nur in Russland, sondern weltweit, insbesondere im Westen, anzutreffen ist.

Dieses Modell bevorzugt eine „säkularisierte Vorstellung von Christentum“ anstelle eines Glaubensbekenntnisses oder eines Moralkodex. Das Christentum dient zudem als bequemer Maßstab, um den sich berechtigterweise besorgte Bürger gegen Masseneinwanderung, die Ideologie der Woke-Bewegung und liberale Anliegen mobilisieren können.

All diese kulturellen Ausdrucksformen sprechen das religiöse Empfinden vieler Christen an. Das populistische Modell führt diese Gefühle jedoch nicht zu ihren Konsequenzen in Form von Konversion, der Ausübung christlicher Tugenden und der Verehrung Gottes. Oftmals übernehmen sie fremdartige Ideologien und sogar heidnische Praktiken. Solche oberflächlichen Impulse besitzen nicht die Kraft, Seelen und Gesellschaften zu verändern.

Somit ist das russische Modell eine Illusion, nicht die Antwort auf seine Probleme. Das Heilige Mutter Russland wird erst dann heilig werden, wenn sie zum katholischen Glauben konvertiert, wie es die Muttergottes in Fatima vorausgesehen hat.

 

Bildnachweis: © AfrandeePhotography – stock.adobe.com

Erstveröffentlichung auf tfp.org

Deutsche Erstveröffentlichung in  www.r-cr.blogspot.com

Dienstag, 13. April 2021

Papst Franziskus’ „abrahamitische Religionen”

                                                            von Luiz Sérgio Solimeo


Papst Franziskus mit dem islamischen Groß Ayatollah Ali Sistani im Irak am 03.06.2021

Während seiner Reise in den Irak (5. bis 8. März 2021) sagte Papst Franziskus mehrmals, dass Abraham sich an der Wurzel des Judentums, des Christentums und des Islam befindet. Bei seiner Ankunft in Bagdad dankte er den Zivilbehörden für die Möglichkeit, dieses Land zu besuchen, „die Wiege der Zivilisation, die über den Patriarchen Abraham und zahlreiche Propheten [...] mit den großen religiösen Traditionen des Judentums, des Christentums und des Islam eng verbunden ist“. [1]

Der Papst wiederholte diese Idee am nächsten Tag bei einem interreligiösen Treffen in der Nähe der Ruinen von Ur und sagte, „es scheint uns, als würden wir nach Hause zurückkehren“, als er an diesem „gesegneten Ort“ ankam, „zum Ursprung unserer Religionen. Hier, wo unser Vater Abraham lebte“.

Im Gebet der Kinder Abrahams, mit dem er seine Ansprache beendete, betete er: „Wir, die Söhne und Töchter Abrahams, die dem Judentum, dem Christentum und dem Islam angehören, danken Dir […], dass Du uns Abraham […] als gemeinsamen Vater im Glauben geschenkt hast“. [2]

Diese Auffassung beruht auf verwirrenden Passagen in den Dokumenten des 2. Vatikanischen Konzils Lumen Gentium (Nr. 16) und Nostra Aetate (Nr. 3). In diesen Dokumenten wird implizit dargestellt, dass das heutige Judentum und der Islam ihren Ursprung beim Patriarchen Abraham haben. Diese Texte zeigen den Einfluss des französischen Orientalisten P. Louis Massignon (1883–1962) und seine Theorie über die „abrahamitischen Religionen“, zu denen angeblich Judentum, Islam und Christentum gehören sollen. [3]

Abraham und der Islam

Abraham und Isaak. Werk von Jan Victors (1619-1679)

Befürworter der unbewiesenen Theorie, dass Muslime von Abraham abstammen, behaupten, dass dies durch Ismael geschehen sei. Es muss jedoch daran erinnert werden, dass der Segen des Patriarchen an seine Nachkommen durch Isaak und Jakob weitergegeben wurde, und nicht durch Ismael, seinem Sohn mit Hagar. Selbst wenn die Muslime Nachkommen Ismaels wären, könnte der Islam folglich nicht als „abrahamitische Religion“ im geistigen Sinne bezeichnet werden.

In der Tat sagt das Buch Genesis:

»Dann sagte Abraham zu Gott: „Möchte doch Ismael vor dir leben!“ Gott aber sprach: „Nicht so! Sara, deine Frau, schenkt dir einen Sohn, und du sollst ihm den Namen Isaak geben! Ich werde meinen Bund mit ihm  aufrichten zum ewigen Bund, auf das ich ihm und seinen Nachkommen nach ihm Gott sein werde. Aber auch wegen Ismael erhöre ich dich. Siehe, ich segne ihn und lasse ihn fruchtbar werden und mache ihn zahlreich, überaus zahlreich. Zwölf Fürsten wird er erzeugen, und ich mache ihn zu einem großen Volk. Meinen Bund aber richte ich mit Isaak auf, den dir Sara nächstes Jahr um diese Zeit gebären wird“.« (Gen 17,18-21).

Wenn auch die göttliche Offenbarung einen geistigen Bund zwischen Abraham und Muslimen ausschließt, schließt das auch die biologische Bindung aus? Es gibt keine Hinweise auf solche Ahnenbindungen. Pater René Dagorn machte eine sorgfältige Untersuchung der arabischen Genealogie von vor dem Erscheinen des Islam (622 n. Chr.) und stellte fest, dass die Namen Abraham (Ibrahim), Ismael und Hagar nicht verwendet wurden. Wenn die Araber jedoch von Ismael abstammen, kommt Pater Dagorn zu dem Schluss, hätten sie die Erinnerung an diese Namen behalten, indem sie sie für ihre Kinder verwendet hätten, was nicht der Fall ist. [4]

Pater Antoine Moussali, ein Spezialist für Islam, zeigt auch, dass der biblische und der koranische Abraham nichts gemeinsam haben. Gottes Verheißung an Abraham in der Heiligen Schrift wurde in Jesus Christus erfüllt. Der Koran stellt Abraham als Verteidiger der Einzigheit Gottes dar (im Gegensatz zur Dreifaltigkeit). [5]

Ein anderer Islamologe, P. François Jourdan, fragt: „Wie kann Abraham der Vater verschiedener Religionen sein? […] Unter welcher Begründung ist Abraham ein Vater im Glauben? Wie ist er der Vater in den jeweiligen Glauben, da sie unterschiedlich sind?“ Er erklärt, dass der Islam angemessener als „adamitische Religion“ bezeichnet werden sollte, da er der Ansicht ist, dass Adam der erste monotheistische Prophet war. [6]

Abraham und die Juden

Abraham war nicht der Gründer einer Religion. Gott erwählte ihn als den Patriarchen des auserwählten Volkes, aus dem der Sohn Gottes nach dem Fleische geboren werden würde. Gottes Bund mit Abraham beruhte auf seinem Glauben, seiner Treue und seinem Vertrauen. Nach der Prüfung, seinen Sohn Isaak zu opfern, segnete Gott ihn und versprach ihm eine große Nachkommenschaft und große Macht. Seine Nachkommen würden wegen ihm gesegnet sein (siehe Genesis 18).

Indessen wäre eine biologische Vererbung allein nicht ausreichend, um „Kinder Abrahams“ hervorzubringen. Seine Nachkommen müssten am Geist Abrahams und an seiner Treue zu Gottes Verheißung teilnehmen. Der heilige Johannes der Täufer tadelte die Pharisäer und Sadduzäer, die glaubten, gerettet zu sein, weil sie Nachkommen Abrahams waren, und sagte: „Bringet also Frucht, die der Umkehr entspricht, lasst euch nicht einfallen, in eurem Innern zu denken: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch: Aus diesen Steinen da kann Gott dem Abraham Kinder erwecken“ (Mt 3, 8-9).

Jesus selbst warnte die Pharisäer, dass es nicht genug sei, ein Nachkomme Abrahams im Fleische zu sein. Sie sagten: „Abraham ist unser Vater. Jesus sagte zu ihnen: Wäret ihr Kinder Abrahams, würdet ihr auch Abrahams Werke tun“ (Joh 8,39).

Im geistigen Sinn war der Vater der Pharisäer der Teufel, nicht Abraham, denn der Erlöser sagte ihnen: „Ihr habt den Teufel zum Vater und wollt die Gelüste eures Vaters tun“ (Joh 8,44). Nachdem die Juden den verheißenen Erlöser verkannt hatten, hörten sie auf, „Kinder Abrahams“ im geistigen Sinne zu sein, denn sie bestritten den eigentlichen Zweck der Verheißung, die Gott dem Patriarchen gegeben hatte, nämlich das Kommen des Messias, unseres Herrn Jesus Christus.

Christen, sind die wahren Kinder Abrahams

Der heilige Paulus lehrt, dass diejenigen, die an Christus glauben, die wahren Kinder Abrahams sind. Er schreibt an die Galater:

„So sollte zu den Heiden der Segen Abrahams kommen, in Christus Jesus […]. Nun sind aber die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesagt worden. Es heißt nicht: und den Samen, als ob es sich um eine Mehrzahl handelte, sondern im Hinblick auf einen einzigen: und deinem Samen, das ist Christus“ (Gal 3, 14-16).

Der große Exeget Cornelius a Lápide kommentiert diese Passage:

„Die Verheißung des Geistes. Für die Kinder Abrahams, d.h. für diejenigen, die an Christus glauben, erhielten Abrahams Nachkommen die Verheißung des Heiligen Geistes, uns zu rechtfertigen und zu heiligen. Denn als Gott zu Abraham sagte: „Zu dir“, wurde seinem Samen, der Christus ist, der Segen verliehen.“ [7]

Interreligiöser Dialog und Verwirrung

Anstatt die Orthodoxie des Glaubens zu verteidigen, die Treue der Katholiken zu stärken und damit die Bekehrung der Ungläubigen zu erreichen, geht es Papst Franziskus nur darum, mit ihnen „in Dialog zu treten“. Das Ergebnis ist, dass weder die Ungläubigen bekehrt noch die Katholiken im Glauben gestärkt werden.

Die Verwirrung nimmt ständig zu und mit ihr der Abfall vom Glauben, da der Höchste Hirte der Kirche es versäumt hat, die bereits Getauften im Glauben zu stärken (siehe Lukas 22, 32). Wie Abraham müssen wir absolutes Vertrauen in Gott haben und auf sein Eingreifen heute warten, wie auf den Engel, den er im Alten Testament gesandt hat, um Isaaks Opferung zu verhindern.

Lasst uns zu Unserer Lieben Frau des Vertrauens beten, „Mater mea, fiducia mea“ (Mutter mein, mein Vertrauen), um uns in diesen schrecklichen Zeiten zu helfen.

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Anmerkungen:

[1] Apostolische Reise von Papst Franziskus in den Irak (5.-8. März 2021). Begegnung mit den Vertretern der Regierung, der Zivilgesellschaft und mit dem Diplomatischen Korps. Ansprache von Papst Franziskus im Präsidentenpalast in Bagdad. Freitag, den 5. März 2021. http://www.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2021/march/documents/papa-francesco_20210305_iraq-autorita.html

[2] Apostolische Reise von Papst Franziskus in den Irak (5.-8. März 2021). Interreligiöse Begegnung. Ebene von Ur, Samstag, 6. März 2021. http://www.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2021/march/documents/papa-francesco_20210306_iraq-incontro-interreligioso.html

[3] Ebda.

[4] S. Florence Ollivry-Duamirieh, „50 ans après Vatican II: La contribution de Louis Massignon au renouvellement du regard porté par l’Église sur l’islam,” Théologiques 22, no. 1 (2014): 189–217, https://www.erudit.org/fr/revues/theologi/2014-v22-n1-theologi02072/1033101ar.pdf; S. auch Luiz Sérgio Solimeo, „Islam and the Suicide of the West“ (Spring Grove, Penn.: The American Society for the Defense of Tradition, Family, and Property, 2018).

[5] René Dagorn, La geste d’Ismael d’après l’onommastique et la tradition arabes (Genebra: Librairie Droz, 1981), 377.

[6] Antoine Moussali, C.M., „La Croix et le croissant: Le Christianisme face à l’Islam“ (Versailles: Editions de Paris, 1998), 55.

[7] François Jourdan, C.M.J., Dieu des Chrétiens, Dieu des Musulmans: Des repères pour comprendre (Paris: Éditions de L’Oeuvre, 2008)

[8] The Great Commentary of Cornelius A Lapide, translated and edited by W. F. Cobb (Edimburg: John Grant, 1908), 275.

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Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von Google-Übersetzer in ABIM SP – Brasilien vom 7. April 2021: “As ‘religiões abraâmicas’ do Papa Francisco”

https://www.abim.inf.br/as-religioes-abraamicas-do-papa-francisco/

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Diese deutsche Fassung von »Die „abrahamitischen Religionen” von Papst Franziskus« erschien erstmals in www.r-gr.blogspot.com

Mittwoch, 8. Juli 2020

Und warum nicht ein Kreuzzug?



Angesichts der Angriffe des islamischen Extremismus
die authentisch katholische Haltung
von Alejandro Ezcurra Naón
Während die Massaker von ISIS-Terroristen und ihren Artverwandten gegen Christen in Kleinasien und Afrika zunehmen, wächst die Empörung in der öffentlichen Meinung im Westen. Und viele beginnen zu fragen, ob ein neuer Kreuzzug nicht zur Verteidigung dieser Völker, Opfer eines beispiellosen Vernichtungskrieges im Namen Allahs, aufgerufen werden sollte.
Das Wort „Kreuzzug“ kann sowohl eingefleischten Liberalen als auch Katholiken, die von der Fliege des progressiven Relativismus gestochen wurden, Schauder hervorrufen. Eine und andere versuchten ihn zu stigmatisieren und verbanden ihn mit Missbrauch, Gier, Eifer für politische Herrschaft usw. Aber zum Glück war ihr Vorhaben erfolglos.
Obwohl es Kreuzritter gab, die diesen Namen nicht verdienten, wie es in allen Kategorien von Menschen der Fall ist, ist der Prototyp des Kreuzritters nur einer: der christliche Ritter, dessen tausendmal erwiesenen Tugenden und Idealismus ihn zum Paradigma, zum Vorbild eines perfekten und vollendeten Ehrenmannes erhoben, wie es kein anderer in der Geschichte war. Und das Epos der Kreuzzüge wurde dermaßen mit den Werten des Rittertums verbunden, dass sie bis heute in der Vorstellung des Westens fortgeführt wird, versehen mit der Aura eines verdienten Ruhmes.
Am Ursprung der Kreuzzüge die Verteidigung unterdrückter Christen
Im Gegensatz zu dem, was man als Wahrheit präsentieren will, entstanden die Kreuzzüge tatsächlich zur Verteidigung der christlichen Bevölkerung in einer Situation der Schwäche angesichts der Angriffe, Misshandlungen und Belästigungen von Seiten der Muslimen - in allem ähnlich den heutigen verübten Übergriffen der Freischärler des Islamischen Staates.
Die Nachricht von diesen Übergriffen veranlasste Papst Urban II. 1095 das Konzil von Clermont einzuberufen, an dem 300 Bischöfe und Tausende von Adligen teilnahmen. Dort bestimmte das Bild der schrecklichen Situation der Pilger und christlichen Bewohnern des Heiligen Landes, die von den muslimischen Machthabern angegriffen und unterdrückt wurden, und der Entweihungen der heiligen Stätten, dass beim Ruf „Deus vult!“ (Gott will es!), ein Sturm des Mutes und der Entscheidung durch die Reihen der anwesenden Ritter brauste und sich dann über Frankreich und ganz Europa ausbreitete.
Tausende beschlossen, ein Kreuzzugsgelübde abzulegen und ins Heilige Land zu ziehen. So entstand der erste Kreuzzug, der 1099 mit der Eroberung Jerusalems siegreich gipfelte, das den Ägyptern vom legendären Gottfried von Bouillon und von der Blühte des französischen Adels entrissen wurde.
Ein von Heiligen der Kirche angetriebenes und durchgeführtes Heldenepos
Die Kritiker der Kreuzzüge sind bestrebt, in ihnen Mängel und Fehler zu finden, vergessen aber, dass das Wesentliche dieser Heldentat die Gerechtigkeit ihres Ziels war, die durch die Heiligkeit ihrer Anführer und Protagonisten angetrieben wurde. Heilig war der Anführer des Ersten Kreuzzugs, der selige Urban II.; heilig war der honigfließende Kirchenlehrer, Bernhard von Clairvaux - dem das schöne Gebet „Gedenke o gütigste Jungfrau...“ zu verdanken ist, Autor der Lebensregel der Tempelritter, in der das berühmte Gelübde erscheint, auf dem Schlachtfeld nicht zurückweichen; Heilige waren die Kreuzfahrerkönige Ludwig IX. von Frankreich (der nicht nur einen, sondern zwei Kreuzzüge befehligte!) und sein spanischer Cousin, der hl. Fernando III. von Kastilien, der mit unübertroffenen Impulsen in wenigen Jahren die Hälfte Spaniens, einschließlich der Städte Cordoba und Sevilla, von den Mauren zurückeroberte.
Heilig war auch der heldenhafte Franziskanermönch Johannes von Kapistran, bekannt als „der fromme Priester“, der unter Gefahr des eigenen Lebens die Kreuzfahrer auf dem Schlachtfeld ermutigte und entscheidend zum Sieg gegen die Türken in Belgrad beitrug (1456); Heilig war auch Papst Pius V., Organisator des großen Seekreuzzugs, der im Golf von Lepanto 1571 die Seemacht der Türken endgültig gebrochen hat; heilig war auch der selige Innozenz XI., der zum Kreuzzug gegen die Türken aufrief, die Wien belagerten (1683). Ein anderer seliger Franziskaner, Marco d'Aviano, arbeitete mit ihm zusammen, der bei der Organisation der siegreichen christlichen Armee half, die, obwohl dreimal weniger Krieger (60.000 gegen 180.000), die Türken besiegte und die osmanische Bedrohung in Zentraleuropa für immer auslöschte.
Wir könnten auch viele andere Heilige mit dem Geist eines Kreuzritters erwähnen, wie den wohltätigen heiligen Vincent von Paul, der, als er ein Kreuzzugsprojekt in Nordafrika vorantrieb, vom Tod überrascht wurde
Der Heilige Franz von Assisi verteidigt die Kreuzzüge und fordert den Sultan auf, sich zu bekehren
Jemand könnte Einwände erheben: Ich verstehe den Heiligen Johannes von Kapistran und den seligen Marco d'Aviano nicht: Wie ist es möglich, dass friedliche Heilige Franziskaner an einem Kreuzzug beteiligt waren? Widerspricht eine solche Handlung nicht ihrer Berufung als Friedensmenschen?
Auf keinen Fall! Was ist logischer, wenn das Christentum in Gefahr ist, als es zu verteidigen und diejenigen zu unterstützen, die es verteidigen? So sehr ist das recht, dass der heilige Franz von Assisi selbst seinen Brüdern ein Beispiel gab: Er begleitete den Fünften Kreuzzug und hatte den Mut, seine Legitimität vor dem Sultan Ägyptens zu proklamieren!
Der hl. Franziskus im
Gespräch mit dem Sultan 
Diese heilige Kühnheit geschah 1219, als Sultan Malik al-Kamil den Heiligen Franziskus in der Nähe von Damietta empfing. Die Episode wird von Br. Illuminato, seinem Begleiter, erzählt:
»Der Sultan stellte [dem hl. Franz] eine weitere Frage: „Dein Herr lehrt in den Evangelien, dass das Böse nicht mit Bösem vergolten werden sollte und dass du deinen Umhang nicht einmal jenem verweigern sollst, der ihn dir nehmen will. Deshalb solltet, ihr christliche Herren, nicht in unser Land eindringen.
Darauf antwortete der selige Franziskus:
„Mir scheint, du hast nicht das ganze Evangelium gelesen. In anderen Abschnitten heißt es tatsächlich: „Wenn dein Auge Anlass zur Sünde ist, reiß es aus und wirf es aus dir heraus.“ Damit wollte Jesus uns lehren, dass, wenn wir einen Verwandten haben, so lieb er uns auch sein mag, auch wenn er uns so lieb ist wie unser Augenstern, wenn er uns vom Glauben und von der Liebe unseres Gottes entfernen will, wir entschlossen sein müssen, ihn von uns zu trennen, zu entfernen und auszurotten. Aus all diesen Gründen handeln Christen nach der Gerechtigkeit, wenn sie in dein Land eindringen und gegen dich kämpfen, weil du den Namen Christi lästerst und sich bemühst, alle Menschen, die du kannst, ihrer Religion zu entreißen. Wenn du jedoch den Schöpfer und Erlöser der Welt kennen, bekennen und anbeten willst, werde ich dich wie mich selbst lieben.“
„Alle Anwesenden waren von Bewunderung überwältigt über seine Antwort.“ (*)
*   *   *
Die Heiligen, die wir oben wegen ihrer Tugend und moralischen Erhebung erwähnt haben, sind Beispiele für uns. Wenn selbst der heilige Franziskus im Namen des Evangeliums den Kreuzzug gegen diejenigen, die Gewalt anwenden, um den Glauben an Jesus Christus von den Seelen entreißen zu wollen, vollständig rechtfertigt, hindert uns Katholiken im Prinzip nichts daran, ihn nachzuahmen.
Ist ein Kreuzzug nicht das, was Gott in diesem Moment von westlichen und christlichen Nationen verlangt, um den islamischen Extremismus zu stoppen und größere Übel für die Welt zu verhindern?
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Anmerkung:
(*) “Fonti Francescane”, Seção terceira, Outros depoimentos franciscanos, N° 2691, http://www.ofs-monza.it/files/altretestimonianzefrancescane.pdf

Vom Portugiesischen übersetzt mit Hilfe von Google-Übersetzer in „Catolicismo“ Nr. 767 – November 2014

© Nachdruck der deutschen Fassung ist nur mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Freitag, 5. Januar 2018

Katholische gewordenen ex-Muslime schreiben an Papst Franziskus


Hier ist der Text eines offenen Briefes an Papst Franziskus, den Sie unterschreiben können, wenn Sie es wünschen. Wir werden ihn dem Papst zusenden, sobald er eine signifikante Anzahl von Unterzeichnern erreicht hat. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie ihn weiter verbreiten könnten. Für alle praktischen Zwecke erinnern wir: „Entsprechend ihrem Wissen, ihrer Zuständigkeit und ihrer hervorragenden Stellung haben sie (die Gläubigen) das Recht und bisweilen sogar die Pflicht, ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche angeht, den geistlichen Hirten mitzuteilen und sie unter Wahrung der Unversehrtheit des Glaubens und der Sitten und der Ehrfurcht gegenüber den Hirten und unter Beachtung des allgemeinen Nutzens und der Würde der Personen den übrigen Gläubigen kundzutun.“ (Can. 212 § 3)

Ehemalige Muslime, die katholisch geworden sind,
und deren Freunde,
an Seine Heiligkeit Papst Franziskus,
über seine Haltung gegenüber dem Islam

Heiliger Vater
Viele von uns haben wiederholt und seit mehreren Jahren versucht, Sie zu kontaktieren, ohne das wir je eine Empfangsbestätigung unserer Briefe oder Bitten um ein Treffen erhalten haben. Sie mögen keine weltlichen Floskeln, und wir auch nicht, so erlauben wir uns Ihnen  offen zu sagen, dass wir Ihre Lehre über den Islam nicht verstehen, so wie wir sie in den Paragraphen 252 und 253 von Evangelium gaudium lesen, weil sie nicht in Betracht zieht, dass der Islam NACH Christus entstanden ist, und so nichts anderes sein kann als ein Antichrist (Vgl. 1 Joh 2.22) und einer der gefährlichsten von allen weil es sich als die Erfüllung der Offenbarung darstellt (von der Jesus nur ein Prophet gewesen sein soll). Wenn der Islam an sich eine gute Religion ist, wie Sie zu lehren scheinen, warum sind wir dann katholisch geworden? Stellen Ihre Worte nicht unsere gut begründete Wahl in Frage ... die wir auf die Gefahr unseres Lebens getroffen haben? Der Islam schreibt die Tötung von Abtrünnigen vor (Koran 4.89, 8.7-11). Wissen Sie das nicht? Wie ist es möglich, islamische Gewalt mit so genannter christlicher Gewalt zu vergleichen? „Wie steht Christus im Einklang mit Belial? Was haben Licht und Finsternis gemeinsam? Oder welche Anteil hat der Gläubige gemeinsam mit den Ungläubigen?“ (2 Kor 6,14-15). In Übereinstimmung mit Seiner Lehre (Lk 14,26) bevorzugten wir Ihn, Christus, unserem eigenen Leben. Sind wir nicht in der richtigen Lage, um mit Ihnen über den Islam zu sprechen?
In der Tat, solange der Islam will, dass wir sein Feind sind, sind wir es, und alle unsere Freundschaftsbeteuerungen können nichts daran ändern. Im guten Stil des Antichristen besteht der Islam nur darin, der Feind aller zu sein: „Zwischen uns und euch gibt es nur Feindschaft und Hass für immer, bis ihr ausschließlich an Allah glaubt!“ (Koran 60,4) Für den Koran, sind die Christen „nichts anders als Unreinheit“ (Koran 9,28), „die Übelsten der Schöpfung“ (Koran 98,6), sie sind alle zur Hölle verurteilt (Koran 4,48), so muss Allah sie vernichten (Koran 9.30). Man darf sich nicht von den als tolerant bezeichneten Koranversen täuschen lassen, denn sie sind alle durch die Sure des Schwertes aufgehoben worden (Koran 9,5). Während das Evangelium die gute Nachricht Jesu verkündet, der gestorben und auferstanden ist für das Heil aller, als die Erfüllung des mit dem hebräischen Volk eingegangen Bundes, hat Allah nichts anderes zu bieten als den Krieg und das Töten von „Ungläubigen“ in Gegenleistung seines Paradieses: „Sie kämpfen auf Allahs Weg, sie töten und werden getötet“ (Koran 9.111). Wir vermischen nicht den Islam mit den Muslimen, aber wenn für Sie der „Dialog“ der Weg des Friedens ist, ist er für den Islam ein anderer Weg, um Krieg zu führen. So wie es angesichts des Nazismus und Kommunismus war, ist Blauäugigkeit gegenüber dem Islam selbstmörderisch und sehr gefährlich. Wie kann man von Frieden sprechen und den Islam unterstützen, wie Sie es zu tun scheinen: „Wir müssen die Krankheit, die unser Leben vergiftet, aus unseren Herzen ausmerzen (...) Diejenigen, die Christen sind, sollen es mit der Bibel tun und die, die Muslime sind, sollen es mit der Koran tun“ (Rom, 20. Januar 2014)? Dass der Papst den Koran als einen Weg der des Heils vorzuschlagen scheint, ist das nicht beunruhigend? Sollten wir zum Islam zurückkehren?
Wir bitten Sie, im Islam keinen Verbündeten zu suchen für den Kampf, den Sie gegen die Mächte führen, die die Welt zu beherrschen und zu versklaven suchen, weil sie alle tatsächlich die gleiche totalitäre Logik üben, die sich auf die Verweigerung des Königtums Christi stützen (Lk 4,7). Wir wissen, dass das Tier der Apokalypse, das versucht, die Frau und ihr Kind zu verschlingen, viele Köpfe hat ... Allah verbietet auch solche Bündnisse (Koran 5,51)! Und vor allem haben die Propheten Israel immer getadelt für sein Willen, Bündnisse mit fremden Mächten einzugehen, auf Kosten des absoluten Vertrauens, das man in Gott haben muss. Sicher, stark ist die Versuchung zu glauben, dass eine islamophile Haltung den Christen in muslimischen Ländern zusätzliches Leiden ersparen werde, doch Jesus hat uns nie auf einen anderen Weg hingewiesen als den des Kreuzes, so dass wir auf diesen unsere Freude finden werden, und ihn nicht zu fliehen mit allen Verdammten, wir haben keinen Zweifel, dass nur die Verkündigung der Wahrheit uns mit dem Heil die Freiheit bringen wird (Joh 8,32). Unsere Pflicht ist es, Zeugnis zu geben für die Wahrheit „mit und gegen die Zeit“ (2 Tim 4,2) und unsere Ehre ist es, mit den hl. Paulus zu sagen: „Denn ich hatte mir vorgenommen nichts anderes unter euch zu wissen als Jesus Christus, und Jesus Christus als Gekreuzigten“ (1 Kor. 2.2).
Im Zusammenhang mit der Ansprache Eurer Heiligkeit über den Islam, und selbst dann als Präsident Erdogan, unter anderen, seine Mitbürger aufforderte, sich nicht in ihre Gastländer zu integrieren, Saudi-Arabien und alle Petro-Monarchien keinen einzigen Flüchtling aufnehmen, sind dies Ausdrücke unter anderen des Projekts der Eroberung und Islamisierung Europas, das seit Jahrzehnten offiziell von der OIC (Organisation für Islamische Zusammenarbeit) und anderen islamischen Organisationen ausgerufen wurden. Heiligster Vater, Sie predigen die Aufnahme von Migranten ohne darauf zu achten, dass sie Muslime sind, während das apostolische Gebot dies verbietet: „Wenn einer zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf in das Haus und sagt ihm auch nicht den Gruß; wer ihm den Gruß entbietet, macht sich teilhaftig seiner bösen Werke“ (2 Joh 1,10-11); „Wenn jemand euch ein anderes Evangelium verkündet, als ihr empfangen habt, so sei er verflucht!“ (Gal 1,9).
Jesus hat nie gesagt: „Ich war ein Eindringling und ihr habt mich aufgenommen.“ Oder gar: „Ich war ein Fremder und ihr habt mich aufgenommen.“ Genau wie „Ich war hungrig und ihr habt mir kein Essen gegeben“ (Mt 25,35), kann nicht bedeuten, dass Jesus gerne ein Parasit gewesen wäre, auch „Ich war ein Fremder und ihr habt mich nicht willkommen geheißen“, kann nicht bedeuten „Ich war ein Eindringling und du hast mich nicht willkommen geheißen“. Aber „Ich brauchte deine Gastfreundschaft für eine Weile, und ihr habt sie mir gegeben“. Das Wort ξένος (Xenos) im Neuen Testament bezieht sich nicht nur auf die Bedeutung des Fremden, sondern auf die des Wirtes (Röm 16,23, 1 Kor 16,5-6, Kol 4,10, 3 Joh 1,5). Und wenn YHWH im Alten Testament befiehlt, Ausländer gut zu behandeln, weil die Hebräer selbst Ausländer in Ägypten waren, so ist es unter der Bedingung, dass sich der Ausländer so gut in das auserwählte Volk integriert, indem er seine Religion und die Kultausübungen übernimmt ... Nie geht es um die Tatsache, einen Fremden aufzunehmen, der seine Religion und seine Sitten beibehält! Wir verstehen auch nicht, dass Sie die Muslime auffordern, ihre Religion in Europa auszuüben. Die Interpretation der Heiligen Schrift darf nicht den Befürwortern der Globalisierung überlassen werden, sondern aus der Treue zur Tradition hervorgehen. Der Gute Hirte verjagt den Wolf, er führt ihn nicht in die Schafherde ein.
Die pro-islamische Ansprache Eurer Heiligkeit führt uns dazu, die Tatsache zu bedauern, dass Muslime nicht eingeladen werden, den Islam zu verlassen, dass viele Ex-Muslime, wie Magdi Allam, die Kirche verlassen, angewidert von Feigheit, verwundet von zweideutigen Gesten, verwirrt durch den Mangel an Evangelisierung, empört über das Lob, das dem Islam gegeben wird... So werden unwissende Seelen irregeführt, und die Christen werden nicht vorbereitet auf die Konfrontation mit dem Islam, zu dem der hl. Johannes Paul II. Aufgerufen hatte (Ecclesia in Europa, Nr. 57). Wir haben den Eindruck, dass Ihr Mitbruder Bischof Nona Amel, ein aus Mosul verbannter chaldäischer Erzbischof, in der Wüste ruft: „Unsere gegenwärtigen Leiden sind der Auftakt für diejenigen, die ihr, Europäer und westliche Christen, in naher Zukunft erleiden werdet. Ich habe meine Diözese verloren. Der Sitz meiner Erzdiözese und mein Apostolat wurde von radikalen Islamisten besetzt, die wollen, dass wir konvertieren oder sterben. (...) Sie nehmen in ihrem Land immer mehr Muslime auf. Sie sind auch in Gefahr. Sie müssen starke und mutige Entscheidungen treffen (...). Sie denken, dass alle Menschen gleich sind, aber der Islam sagt nicht, dass alle Menschen gleich sind. (...) Wenn sie das nicht sehr schnell verstehen, werden sie zu den Opfern des Feindes, den sie in ihrem Haus aufgenommen haben“ (9. August 2014). Es geht um Leben und Tod, und jede Selbstgefälligkeit gegenüber dem Islam ist Verrat. Wir wollen nicht, dass der Westen sich weiter islamisiert und dass Ihre Handlungen dazu beitragen. Wohin sollten wir gehen, um erneut Zuflucht zu suchen?
Erlauben Sie uns, Eure Heiligkeit zu bitten, schnell eine Synode über die Gefahren des Islam einzuberufen. Was ist von der Kirche übriggeblieben, wo sich der Islam niedergelassen hat? Wenn ihr noch Stadtrecht gewährt wird, dann ist es in Dhimmitude (als Schutzbefohlene), vorausgesetzt, dass sie nicht evangelisiert, dass sie sich deshalb selbst verleugnen muss... Im Interesse von Gerechtigkeit und Wahrheit muss die Kirche offen zeigen, warum die Argumente des Islam, den christlichen Glauben zu lästern, falsch sind. Wenn die Kirche den Mut dazu hat, bezweifeln wir nicht, dass Millionen, Muslime und andere Männer und Frauen, die den wahren Gott suchen, sich bekehren werden. Wie Sie in Erinnerung gebracht haben: „Wer nicht zu Christus betet, betet zum Teufel“ (14.03.13). Wenn die Menschen wüssten, dass sie zur Hölle gehen würden, würden sie ihr Leben Christus geben (vgl. Koran 3.55).

Mit der tiefsten Liebe zu Christus, der durch Sie seine Kirche führt, bitten wir, Katholiken aus dem Islam konvertiert und unterstützt von vielen unserer Glaubensbrüder, besonders den Christen des Ostens, und von unseren Freunden, Eure Heiligkeit, unsere Bekehrung zu Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, einziger Erlöser, durch eine offene und rechte Ansprache über den Islam zu bestätigen. Wir versichern Ihnen unsere Gebete im Herzen der Unbefleckten, und erbitten Euren Apostolischen Segen.


Originalseite  in verschiedenen Sprachen 

Donnerstag, 23. März 2017

Die Ängste Europas - Es hat sich nichts geändert

Die brasilianische Tageszeitung O GLOBO berichtete am 21. März 2008, der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Durão Barroso, habe einem Freund die drei größten Ängste Europas anvertraut. Es seien: der islamische Fundamentalismus, China und die russische Arroganz...

Dienstag, 26. Januar 2016

Der Brand in Dubai an Neujahr: ein Vorzeichen?

Das „ Address Downtown“, die Titanic und der Untergang einer Epoche

Alejandro Ezcurra

Der Brand am Neujahr: ein Vorzeichen?

Das Luxushotel in Flammen in der Silvesternacht 2015/16
Der Brand des Luxushotels „Address Downtown“ in Dubai in der Neujahrsnacht 2016 ist symbolträchtig. Der mit 63 Stockwerken und über 300 Meter hohe Koloss ist eine der repräsentativsten Ikonen der surrealistischen Begegnung zweier ehemals gegensätzlichen Welten: die westeuropäische und die der Nachfolger Mohammeds.



Der Westen und der Islam: 
vom Religionskonflikt zur Öl-Joint-Venture

Beide Welten lebten Jahrhunderte in religiöser und kultureller Auseinandersetzung, die sich im 7. Jahrhundert ausweitet mit dem Überfall moslemischer Horden auf Byzanz im Mittleren Osten und im Westen gegen Nordafrika, Spanien und Frankreich.
Es kam dann zur Reaktion der Christenheit mit dem Sieg des Fürsten Pelayo über die von Alqama befehligten Mauren in Covadonga, den Beginn der spanischen Reconquista (im Jahr 722) und dem Sieg Karl Martels über den mächtigen Abderraman in Poitiers, Frankreich (732), dessen Niederlage und Tod das Ende des moslemischen Traums der Einnahme des Christlichen Reichs bedeutete.

Der Sieg der katholischen Flotte
in der Seeschlacht von Lepanto (1571)

Seitdem gab es Zusammenstöße zwischen Christentum und Islam über viele Jahrhunderte. Sie erreichten ihren Höhepunkt mit dem Sieg der katholischen Waffen in Lepanto (1571) und Wien (1683), die endgültig die Machtstellung der Türken zu Land und zur See beendeten.

Die Schlacht von Lepanto (1571) brachte das Ende der türkischen Machtstellung

Nach diesen Niederlagen gleitet die moslemische Welt in einen allmählichen politischen Niedergang, so dass im 19. Jahrhundert große moslemische Gebiete in Afrika, Klein- und Mittelasien von europäischen Kolonialmächten besetzt werden konnten. Dieser Umstand milderte auch den Ton der konfliktiven Beziehungen zwischen dem christlichen Abendland und dem islamischen Block.
Im vergangenen Jahrhundert gab es in diesem Panorama eine bedeutende Änderung. Der Boom der Erdölindustrie bescherte den Ländern des Mittleren Ostens durch die enormen Erdölreserven einen betörenden Reichtum. Die bis dahin träge in einem halblethargischen Lebensstil dahinvegetierenden arabischen Scheichs, wurden sozusagen über Nacht zu Multimilliardären. Und als echte Heiden, die sie sind, führte sie, ganz im Stil der Neureichen, die Gier nach Luxus und Vergnügen zu pharaonischen Ausgaben solange das ständig wachsende Vermögen es ihnen erlaubte, den Traum der islamischen Expansion wieder zu verwirklichen.

Neue Kontexte, neue Menschentypen

Nun verändert sich die Wüstenlandschaft: die poetischen Palmen werden ersetzt durch Ölfördertürme, die legendären Karawanenrouten durch Autobahnen und Ölleitungen, die gleichmütigen und gelassenen Kamele durch rasende und glänzende Rolls-Royce, Lamborghinis und Mercedes. Bis Ende des 20. Jahrhunderts verwandeln sich einige Städte, die eher in einer jahrhunderte langen schläfrigen Siesta zu liegen schienen, rasend in Repliken von Las Vegas, in künstliche Handels- und Vergnügungsparadiese. Riesenkolosse aus Beton, Stahl und Glas erheben sich und wetteifern um Höhe und Überspanntheit. Eines dieser Gebäude ist das so benannte „Address Downtown“ in Dubai, gebaut 2008.

Die Wüstenlandschaft wird verändert: die legendären Karawanenrouten werden ersetzt 
durch Autobahnen und Ölleitungen
Auch der Menschentyp verändert sich. Der christliche Ritter, Paradigma des Abendlandes und Vorbild für Glauben, Ehre und Opfergeist, wird ersetzt durch den „gewinnsüchtigen, sinnesfreudigen, laizistischen und pragmatischen Menschen unserer Tage“, als Produkt „dieser materialistischen Kultur, die uns zu verschlingen droht“, wie es Plinio Corrêa de Oliveira in „Revolution und Gegenrevolution beschreibt (Teil I, III., Kapitel 5 B).
Dem  Erdöl gelingt also dieses „Wunder“ der Zusammenführung des morgenländischen Scheichs und des abendländischen Businessman zu vollführen, des Heiden und des Neuheiden. Dies alles auch noch begünstigt durch die Selbstzerstörung der postkonziliaren Kirche — um die Bezeichnung Papst Pauls VI. zu verwenden —, die die religiösen Meinungsverschiedenheiten als Nebensache betrachtet. Heute ist es „cool“ Geschäfte mit reichen Arabern einzugehen. Und aus dieser vorteilhaften Beziehung von Vertretern eines sittlich herabgekommenen und virtuell abtrünnigen Abendlandes und Elemente der plutokratisch-hedonistischen Linie des Islam sind spektakuläre Geschäftsverträge zustande gekommen, wie des „Address Downtown“ (Bild unten in Brand), ein Unternehmen von einer Milliarde Dollar.

Eine Herausforderung Gottes und die Lehre der Titanic

In diesem Kontext, auf der Schwelle des Jahres 2016, entfacht sich ein Brand im riesigen Hotel, der Stolz des Emirats. Die sorglose Menschenmenge, die zusammenkam, um das Silvesterfeuerwerk anzusehen, bemerkt mit Schaudern den echten Brand, wie er in wenigen Minuten den ganzen Wolkenkratzer umfängt. Glücklicherweise fordert die Katastrophe keine Menschenopfer.
Denken wir daran, dass, wie Unser Herr uns gelehrt hat, kein Vogel vom Baum fällt und kein Haar von unserem Kopfe, ohne dass es Gottvater nicht gewollt hätte (Mt 10,29-30). Das heißt, nichts geschieht auf Erden außerhalb der Absicht der göttlichen Vorsehung.
Die Gleichzeitigkeit des schweren Unglücks mit dem Eintritt des neuen Jahres könnte ein vorbedeutendes Anzeichen für noch schlimmere Ereignisse sein.
Wir wissen zum Beispiel, was mit der Titanic auf ihrer Jungfernfahrt passierte kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Sie war der Stolz der Belle Époque, ein wahrlich schwimmendes Schloss, das größte und luxuriöseste Schiff, was je gebaut wurde. Die Unternehmer der Schiffsbaugesellschaft rühmten sich, dass „nicht einmal Gott sie versenken könnte“. Doch wie tragisch war die Antwort Gottes auf diese Herausforderung! Das Meer verschluckte die Titanic und der Krieg verschluckte die Belle Époque...
Ein wahres schwimmendes Schloss, war die Titanic der luxuriöseste jemals gebaute Überseedampfer...
Die Geschichte könnte sich wiederholen. Weitere Wolkenkratzer im Stil des „Address Downtown“ erheben sich gleich unbewegliche Titanics in der Wüste, die „nicht einmal Gott zerstören könnte“. Oder sind es wie Babeltürme, die wetteifern sich dem Himmel zu nähern? Es sind ausgesprochene Symbole unseres Wahnmaterialismus, der Gott herausfordert, indem er die Völker von seiner Weisheit und der Befolgung seiner Gebote entfernt, der die Bande der westlichen Länder zu ihren christlichen Wurzeln kappt, ihre Identität zerstört und ihre Ziele verlegt.

Das abwegige Selfie

Nichts gibt diese Fehlleitung am besten wieder, wie das Selfie, das um die Welt ging: ein Mann und eine Frau „genießen“ das schaurige Spektakel des brennenden Kolosses (Bild rechts). Mit dem Rücken zur Szene, irgendwie gleichgültig zur tragischen Symbolik der Katastrophe und unfähig über die Größe dessen, was sie gerade schauen zu reflektieren, scheinen nur besorgt zu sein, sich darzustellen und ihr elendiges Ego zu befriedigen in der Vorfreude einer kleinen vorübergehenden erreichten Berühmtheit, in dem sie der Welt zeigen, dabei gewesen zu sein.

Vielmehr als ein eitles Pärchen und ein Wolkenkratzer in Flammen, porträtiert dieses Selfie den Untergang einer Zivilisation die Gott den Rücken gekehrt hat, irregeführt und gefühllos vor dem eigenen Zusammenbruch.

Nach dem Original: 
„El Address Downtown, el Titanic y el ocaso de una época“
in http://www.tradicionyaccion.org.pe/spip.php?article371

Montag, 7. April 2008

Türken in Deutschland

In der Wochenzeitung „Die Zeit“ kündet eine Umfrage davon, dass 85 Prozent der deutschen Staatsangehörigen türkischer Herkunft sich nicht von der Bundeskanzlerin vertreten fühlen und das von den in Deutschland lebenden Türken 78 Prozent nicht glauben, dass die Kanzlerin auch ihre Kanzlerin ist. (FAZ 13.03.08)

Freitag, 4. April 2008

Die Bekehrung eines Moslems zum katholischen Glauben

VATIKAN-ISLAM: Nach dem Auftreten des falschen Propheten Mohammed, nach der islamischen Verwüstung der christlichen Länder des Orients und des östlichen, südlichen und westlichen Mittelmeers, nach den Kreuzzügen zur Befreiung des Heiligen Landes vom Islam, nach der Schaffung des Pan-Arabismus durch Nasser und dem anschliessenden alarmierenden Aufflammen des Islams, nach der Rede des Heiligen Vaters in Regensburg im September 2006 (mit den genügsam bekannten anschliessenden Richtigstellungen durch den Vatikan), nach dem Besuch Benedikts XVI in der Blauen Moschee von Istanbul im November 2006 (wo er nicht “mit”, sondern “zu gleicher Zeit wie” die Mohammedaner betete, nur Gott kann diesen feinen Unterschied ausleuchten), entstand nunmehr, während der ganzen letzten Woche, eine neue Episode. Sie vollzog sich bis jetzt in 4 Phasen, und diese Entwicklung ist vermutlich noch nicht zu Ende.

1) 22. März: Während der Ostervigil zu Sankt Peter in Rom taufte und firmte der Heilige Vater 6 Konvertiten, darunter einen Mann namens Magdi ALLAM, 56 Jahre alt, Mohammedaner, geborener Ägypter, italienischer Journalist und Schriftsteller, heute Vizedirektor der Tageszeitung CORRIERE DELLA SERA. Er wurde auf den Namen Christian getauft. ALLAM wurde in Italien durch seine vehement anti-islamischen Schriften bekannt, worin er erklärt, dass der Islam in seiner Wurzel „physiologisch gewalttätig und historisch konfliktuell“ ist. Er hatte insbesonders im Jahre 2003 einen Artikel veröffentlicht, der die Predigt vom 6. Juni 2003 in der grossen Moschee von Rom wiedergab, welcher vom ägyptischen Imam Abdel-Samie Mahmoud Ibrahim Moussa gehalten worden war; darin glorifizierte der Imam den Terrorismus durch Selbstmord und schürte Hass gegen den Westen (nach diesem Artikel wurde dieser Imam von der ägyptischen Regierung nach Ägypten zurückgerufen). Seit diesem Zeitpunkt steht ALLAM unter Polizeischutz, nachdem er einige Fatwas und Todesdrohungen erhalten hatte. Im Sommer 2007 beschuldigten ihn zweihundert Professoren verschiedener Universitäten, darunter die katholische Universität von Mailand, in einem öffentlichen Brief, „untolerant“ zu sein. Sogar der damalige Präsident des Päpstlichen Rates für Interreligiösen Dialog, Mgr. Michael L. Fitzgerald, kritisierte: „Diese Art Tätigkeit bringt das Risiko mit sich, den Dialog zu kompromettieren.” Trotz alldem ist jedoch der Papst das Risiko eingegangen, diesen Mann in der denkbar feierlichsten Weise, d.h. während der Ostervigil 2008 in Sankt Peter, zu taufen. Der Papst bezeugte damit wirklich Mut ! Tatsächlich wurde der Name dieses Konvertiten erst eine Stunde vor dem Beginn der Ostervigil bekanntgegeben.

2) 23. März: Am folgenden Tag erklärte ALLAN seinen Schritt in einem Schreiben an seinen Redaktionsdirektor in der Zeitung CORRIERE DELLA SERA. Er sagt, dass er nach langen Jahren des Nachdenkens durch diese Taufe „endgültig mit der Vergangenheit gebrochen“ habe. Seine Seele, sagt er, „ist der Dunkelheit jener Predigten entronnen, in welchen Hass und Intoleranz gegenüber denjenigen, die ‘anders’ sind und die unkritisch als `Feinde' abgeurteilt werden, vorherrschen vor der Liebe und dem Respekt gegenüber dem Nächsten, der immer und auf jeden Fall eine `Person' ist”. Ebenso erklärte er in diesem Schreiben: “Dies hat es mir ermöglicht, der authentischen Religion der Wahrheit, des Lebens und der Freiheit zu folgen“. Hinsichtlich der eventuellen zukünftigen Verfolgungen durch die Islamisten infolge seiner öffentlichen Konversion des Vortages erklärte er: „Ich stelle mich meinem Schicksal, wobei ich meinen Kopf hoch und meinen Rücken gerade halte, mit der Festigkeit derjenigen, die die Sicherheit des Glaubens besitzen.“ Und er fuhr fort: „Seine Heiligkeit hat eine klare und revolutionäre Botschaft gegenüber seiner Kirche kundgetan, die bis jetzt in der Bekehrung der Moslems übermäßig besonnen war und sich des ‘Proselytismus’ in den muslimischen Mehrheitsländern enthielt, und auch von der Realität der Konversionen von Mohammedanern in den christlichen Länern schwieg. Aus Furcht! Die Furcht, nicht imstande zu sein, die Konvertiten angesichts ihrer Verurteilung wegen Abtrünnigkeit zu schützen, und die Furcht, die in den muslimischen Ländern lebenden Christen vor Vergeltungsmassnahmen nicht schützen zu können. Und so erklärt uns jetzt Benedikt XVI durch sein Zeugnis, dass wir die Furcht überwinden müssen und keine Bedenken hegen dürfen, die Wahrheit von Jesus auch den Mohammedanern zu verkünden.”

3) 24. März: Die muslimische Reaktion auf diese Taufe kam blitzschnell. Bereits hatte Osama bin Laden über das Internet 3 Tage vor dieser Taufe (wie wusste er davon?) eine Erklärung veröffentlicht, in der er ‘dem Papst im Vatikan’ eine ‘bedeutende Rolle’ im ‘neuen Kreuzzug gegen den Islam’ vorwirft. Und nach der Taufe formulierten nicht nur ominöse Imame, sondern sogar der lybische Theologe AREF ALI NAYED, Direktor des Zentrums für islamische Strategiestudien in Amman/Jordanien sowie Sprecher der 138 Unterzeichner des berühmten Schreibens vom Oktober 2007 an den Papst, in welchem der Dialog zwischen dem Vatikan und dem Islam akzeptiert wird, strengste Kritik. NAYED nahm natürlich nicht nur den neuen Konvertierten, sondern besonders Benedikt XVI selbst aufs Korn. NAYED sagt, dass der Papst durch diese Taufe seine ‘unselig berühmte’ Rede von Regensburg neu bestätigen wolle. NAYED schreibt, dass die grundlegende Mitteilung des letzten Artikels von ALLAM (vom Vortag) genau die Gedanken des byzantinischen Kaisers, den der Papst in seiner Rede in Regensburg zitiert hatte, wiederspiegele. Er brandmarkt als ‘totalitär’ und ‘quasi-manichäisch’ den Symbolismus der Dunkelheit und des Lichtes, der vom Papst in seiner Predigt während der Ostervigil entwickelt worden war. Der Papst würde die Dunkelheit ‘dem anderen’ zuordnen, und das Licht sich selbst. Er kritisiert auch, dass ‘die Idee des Friedens’ des Papstes laut seiner Predigt auf die Tatsache reduziert werde, den ‘anderen’ durch die Taufe in den Schoss der Kirche zu holen. Eine solche ‘totalitäre Sprache Roms’ sei ‘extrem konterproduktiv’, erklärt NAYED verbittert. Schliesslich warnt NAYED, wenn der Vatikan nicht Abstand davon nähme, würde diese durch den Papst vollzogene Taufe unwiderruflich zum Ausdruck bringen, dass der Vatikan die Äusserungen von ALLAM unterzeichne und dessen ‘hasserfüllte Ausdrucksweise’ gegen den Islam unterstütze. Diese Taufe sei ‘durch ihre großartige Inszenierung’ eine Provokation gewesen, bei der man aus einer intimen und persönlichen Konversion ein ‘Werkzeug des Triumphes für die Kirche gemacht hat, um Punkte zu gewinnen’.

4) 27. März: Wie man es erwarten konnte, haben sich nach diesen Vorgängen die erschrockenen Prälaten des Vatikans beeilt, Verbeugungen gegenüber den Islamisten zu machen, und zwar durch den Mund von Pater Federico Lombardi S.J., Direktor von Radio Vatikan und z.Z. Sprecher des Vatikans. Er erklärte, dass, „ wenn die Kirche einen neuen Gläubigen aufnimmt, sie in keiner Weise dessen verschiedene Ideen und Positionen, insbesonders im politischen und sozialen Bereich, akzeptiert”. Hinsichtlich des neuen Bekehrten ALLAM, würde dieser „das Recht haben, seine eigenen Ideen auszudrücken, welche seine persönliche Ideen bleiben, und dass diese in keiner Weise die offizielle Meinung des Papstes oder des Heiligen Stuhls würden“. Insbesondere würde die Beziehung zwischen Glauben und Vernunft, zwischen Religion und Gewalt Gegenstand von Reflexionen und Debatten bleiben, welche ‘variable Positionen’ einnähmen, “da sie sich auf Probleme beziehen, die nicht ein für allemal gelöst werden können“. Insbesonders wehrt sich Pater Lombardi gegen den Vorwurf von NAYED, dass die katholischen Schulen in den islamischen Ländern Proselytsmus betreiben würden. In diesen katholischen Schulen seien die überwiegende Mehrheit der Schüler und Studenten „weder gestern noch heute Christen und verbleiben auch so auf die friedlichste Art und Weise“… Schliesslich merkte er an, der Papst sei „das Risiko dieser Taufe“ eingegangen, um „die religiöse Freiheit zu bestätigen, die von der menschlichen Würde herstammt”. Quintessenz seitens Lombardi: es ist absolut notwendig, dass der Dialog zwischen dem Vatikan und dem Islam weitergeführt wird…

Abschliessend lässt sich sagen, dass jede Konversion eine an Wunder grenzendes Ereignis ist, eine neue Auferstehung in Christus, wobei die Kirche mit jedem Bekehrten stets neu ersteht, sobald dieser mit der Frische des Frühlings laut und stark das Licht Jesu Christi verkündet. - (ru 13/2008; vgl. Chiesa 30.3.)