Von den äußersten Grenzen des Morgenlandes bis zum entferntesten Abendland hören wir die Wehrufe von Völkern, deren Fürsten oder Führer sich verbündet und verschworen haben wider den Herrn und wider seine Kirche. In jenen Ländern sehen wir alles göttliche und menschliche Recht vergewaltigt. Da werden Kirchen niedergerissen und zerstört, Geistliche und gottgeweihte Ordensschwestern aus ihrem Heim vertrieben und mit Spott, Rohheit, Hunger und Kerker gequält; Scharen von Knaben und Mädchen vom Mutterschoße der Kirche weggeraubt und obendrein dazu verführt, Christus abzuschwören und zu lästern, verführt zu schlimmen Unzuchtsünden; das ganze Christenvolk, atemlos gehetzt und versprengt, schwebt in ständiger Gefahr, entweder vom Glauben abzufallen oder eines harten Todes zu sterben. Die Dinge sind wirklich so traurig, dass man meint, mit solchen Vorgängen kündige und zeige sich jetzt schon der Anfang der Wehen an, die der Mensch der Sünde bringen wird, der über alles sich erhebt, was Gott heißt oder Heiligtum.
Aus der Enziklyka "Miserantissimus Redemptor" von Pius XI. vom 8. Mai 1928
Freitag, 1. März 2019
Freitag, 8. Februar 2019
Der wunderbare Christus von Cartagena de Índias
Die wundersame Geschichte eines geheimnisvoll geschnitzten Kruzifixes einer
kolumbianischen Kirche
Pilger strömen nach Cartagena de Indias, um das auffällige Bild zu sehen,
das vor mehr als 250 Jahren von einem unbekannten Künstler in Holz geschnitzt
wurde, von dem einige sagen, es sei ein Engel gewesen.
Die Geschichte, die von Generation zu Generation weitergegeben und in
einigen historischen und kirchlichen Aufzeichnungen festgehalten wurde, wird
immer auf dieselbe Weise erzählt. An einem Strand von Cartagena de Índias
(einer kolonialen Küstenstadt in Kolumbien) fand eine Gruppe dominikanischer
Novizen Mitte des 18. Jahrhunderts ein großes Stück Holz, das sie zu ihrem
Kloster mitbrachten, um daraus eine Christusstatue zu schnitzen.
Wie es die Vorsehung fügte, zeigten sie das Holz einem älteren Mann, der
sich damals im Kloster aufhielt und sich als ein Holzbildhauer aus Florenz
(Italien) vorgestellt hatte. Allerdings waren die Dimensionen des Holzstücks
für den Künstler nicht zufriedenstellend, und er befahl den Novizen, das Holz
zurück ins Meer zu werfen und nach einem anderen zu suchen, das für ein
lebensgroßes Kruzifix angebrachter wäre.
Ein paar Tage später fanden die jungen Studenten — deren Namen unbekannt geblieben sind — dasselbe Stück Holz am Strand, aber unerklärlicherweise war es größer
geworden. Dieses Mal wurde es vom Bildhauer akzeptiert, der nur zwei
Bedingungen für die Durchführung seiner Arbeit verlangte. Die erste bestand darin,
dass sie ihn alleine in einem bestimmten Raum stillschweigend arbeiten lassen sollten
- eigentlich eine der Mönchszellen im Kloster. Die zweite Bedingung war, dass
ihm seine Mahlzeiten durch ein kleines Fenster in der Tür dieses Zimmers gereicht
wurden.
Einige Tage lang hörten die Mönche und Novizen des Priesterordens nur, wie
die Säge das Holz durchtrennte, die Meißel die Skulptur belebten und die
Furchen die Details ausschnitten. Sie sahen nichts von dem namenlosen Künstler
als seine schwieligen Hände, wenn er seine Nahrung und sein Wasser erhielt — der, der Legende nach, hungrig und in Lumpen gekleidet in jener Stadt
angekommen war, die der wichtigste spanische Hafen Amerikas war. Niemand sprach
mit ihm oder sah sein Gesicht oder beobachtete, wie er den Leichnam Christi aus
diesem wertlosen Holzbalken geformt hat.
Zwei Wochen später hörte das Geräusch der Werkzeuge auf, das Türfenster
öffnete sich nicht mehr und die Erwartung, die die Religionsgemeinschaft in den
ersten Tagen gehabt hatte, wurde besorgniserregend. Laut Atilio Otero, einem
Kulturforscher, müssen „die Religiösen sehr nervös gewesen sein, denn nach nur
wenigen Stunden, in denen sie nichts im Raum hörten, beschlossen sie, die Tür
aufzubrechen, um zu sehen, ob der Bildhauer noch lebte oder tot war.“
Otero erzählte, dass sie etwas Außergewöhnliches gefunden hätten:
ein fast zwei Meter hohe, dunkle Figur mit hellen Reflexen, das ein kraftvolles
Bild von Jesus darstellt, der im Moment des Höhepunkts seines Leidens in die
Ewigkeit blickt. Neben der Statue Christi wurden weder Werkzeuge gefunden noch
der Künstler des Werkes; das Essen, das zwei Wochen lang jeden Tag zur
Verfügung gestellt wurde, blieb unberührt. Laut einer von San Pablo Publishers
herausgegebenen Broschüre hat das Verschwinden des Künstlers — so rätselhaft
wie seine Ankunft — „die Legende beflügelt, dass es tatsächlich ein Engel gewesen
sei, der von Gott gesandt wurde, um das verehrungswürdige Bild zu schaffen.“
Glaube und Tradition
Beschreibungen des Bildes — eines von vielen Symbolen dieser Stadt, die zum
Weltkulturerbe erklärt wurde — ziehen Kolumbianer und Ausländer an, die die
Kolonialkirche des hl. Dominikus besuchen, um zu sehen, ob das geheimnisvoll
geschnitzte Kruzifix der verbreiteten Bewunderung würdig sei.
Gustavo Arango, ein berühmter kolumbianischer Journalist und
Schriftsteller, sagte in einem 1992 veröffentlichten Artikel, dass der
Christus-Statue „die Wunde in der Seite fehlt. Nicht einmal Blut ist
dargestellt. Dieser Christus sieht nicht einmal gedemütigt aus. Sein Kopf ist
nicht nach vorne gebeugt. Er hebt seine Augen von der Erde ab, weit weg von
seinen Henkern und denen, die zu ihm beten. Er scheint einen geheimnisvollen
Dialog zu führen, den man nicht verstehen kann.“
Es stellt — wie nur wenige Kunstwerke — den exakten Moment des Todes, die letzte
Anspannung von Muskeln und Sehnen, den letzten Krampf eines Körpers vor dem er
sich selbst aufgegeben hat dar. Es ist der Blick eines Menschen, der seine
letzte Schauung gesehen hat, den letzte Atemzug aus der Brust des emotional
starken und verehrten Cristo de la Expiración.
Vicente Silva Vargas | 19. Januar 2019
Quelle Text (englisch)und Bilder: Aleteia
Übersetzung dieses Blogs mit Hilfe von Google-Translator
Montag, 21. Januar 2019
»Der diabolische Plan zur Beherrschung der Welt«
Von Christa Meves
Angesichts der Zuspitzung der weltweiten Situation wollen
wir eine kleine Zusammenstellung wesentlicher Ereignisse geben: Es geht im
Grund um einen diabolischen Plan zur Beherrschung der Welt.
Die Strategie
Der Gesamtplan zur Weltbeherrschung der Menschen zielt
auf die internationale Bemächtigung aller Instanzen, wobei die Seele jedes
Einzelnen verderbt werden soll. Es ist der ubiquitäre (weltweit verbreitete)
Plan des Widersachers gegen Gott den Herrn ganz direkt. Dabei lässt sich die
Handschrift des absolut Bösen - wie bei jedem dieser Angriffe in der Geschichte
an bestimmten Kriterien erkennen:
• An der Verschleierung der Vorgehensweise und dem
Vollzug in nicht durchschaubaren Etappenzielen, deren Zusammenhang
oberflächlich kaum erkennbar ist.
• An den durch Korruption gekauften maßgeblichen Akteuren
in Politik und Medien.
• An der raffinierten, scheinlogischen Täuschung der
maßgeblichen Intellektuellen mithilfe verwirrender philosophischer Gedankenspiele.
• An der Verdrehung der Begriffe, und zwar in ihr
direktes Gegenteil.
• An der Verleugnung des Faktenwissens.
• An der Nutzung der Massenpsychologie (der „Schafsnatur“
des Menschen).
• An der Ausschaltung Hellhöriger, besonders auch kirchlicher
Insider, durch Diskriminierung, Verspottung und - bei starker Wirksamkeit
dieser durch ihre direkte Beseitigung.
Derzeitige Ziele
Unter der Vorgabe, die Überbevölkerung in der Welt zum
Wohl aller einschränken zu wollen, ist allgemein die Minderung von
Fortpflanzung vorgesehen:
• durch Förderung der Massenabtreibung, durch Aufweichen
der entsprechenden Gesetze und durch Trends zur Löschung des
Unrechtsbewusstseins.
• Durch das Hochfahren der Verhütungsindustrie.
• Durch Favorisierung der Perversionen.
• Durch Scheidungserleichterung.
• Durch Minderung der Ehefähigkeit mithilfe
feministischer Ansprüche der Frau.
• Durch Genderismus der Kinder und Jugendlichen in Bezug
auf ihre geschlechtliche Identität.
• Durch Förderung vom Jugendsex und damit Minderung der
physischen Fortpflanzungsfähigkeit der Frau.
• Durch Minderung der Bindungsfähigkeit mithilfe von
Frühkollektivierung und damit Minderung von gesunder Familienbildung mit allen
denkbaren Maßnahmen.
• Durch einen chronischen Geburtenschwund unter das Soll
der Staatserhaltung.
• Durch die Entstehung von seelischen und körperlichen
Erkrankungen in einer die Wirtschaft tief beeinträchtigenden Zahl.
Abwehrmöglichkeiten
Es gibt Abwehrmöglichkeiten gegen die straff
durchgeführte, bereits weit fortgeschrittene globale Durchführung dieses Plans:
• Durch Information über diese Pläne und über ihre
weitreichende Verschleierung.
• Durch die bußfertige Bereitschaft, dem durch
Gottvergessenheit Entstandenen zu begegnen.
• Durch Vernetzung der Christen miteinander.
• Durch Intensivierung des Gemeindelebens.
• Als Notprogramm die Bereitschaft zu überkonfessionellen
allgemeingültigen Zusammenschlüssen.
• Durch gegenseitige Stärkung mithilfe von
Gebetsgemeinschaften, Exerzitien und Wallfahrten.
• Durch gegenseitige Unterstützung der Familien,
besonders der Großfamilien unter Hochachtung der Mütter als Hauptberuf.
• Durch eine Bemühung um eine unbekümmerte Haltung von
siegesgewissem Gottvertrauen.
• Durch Konzentration auf die Aussagen von Christus in
der Heiligen Schrift.
• Durch ein Leben in Christus und der Intensivierung des
Gebets.
Bereits Konrad Adenauer hat 1950 beim 1. Bundesparteitag
der CDU gesagt:
„Wenn wir nicht den Staat wieder seiner Allmacht
entkleiden, wenn wir uns nicht von der Vorstellung wieder freimachen, dass der
Staat willkürlich Recht schaffen und Recht aufheben kann, wenn man nicht für
den einzelnen Menschen, wie für Völker Rechte anerkennt, die, weil im
Naturrecht verankert, nicht geändert und entzogen werden können, wird keine
Ruhe, keine Ordnung, keine Sicherheit mehr auf Erden sein. Unsere christliche
Überzeugung verpflichtet uns, diesen Gedanken des Rechts zu stärken und neu zu
beleben.“
Quelle: „Lebe“ – Zeitschrift der Bewegung für das Leben –
Meran, Südtirol, Ausgabe 122, März-April 2015, S.34.
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Freitag, 18. Januar 2019
Im Chor
Im Chor, 1890 – Vicente Borras
Abella Museo del Prado, Madrid
Es
ist bald Weihnachten! Die Chorknaben in ihren roten Gewändern üben wiederholt
die Lieder, die sie am Heiligabend singen werden. Einige Instrumente begleiten
ihren Gesang. Auf dem Notenpult zeigt ein großes Buch die Partitur eines
Chorals. Der Chorleiter ist die Seele der ganzen Übung. Wird er wohl wissen,
daß es weniger als ein Jahrhundert später einem militanten Laizismus gelungen
ist, diese so besonders erhabene Atmosphäre, die die heilige Nacht umhüllt, aus
der Gesellschaft zu verbannen?
Der
Rest des Kirchenraumes liegt im Halbdunkel, aus dem ein großes Kruzifix
hervorragt und sich über die Szene neigt.
Der
traditionelle Gesang erhebt sich mit Wonne im Raum in der Erwartung des
Heiligen Abends.
Quelle:
„Allianz mit Maria“ Nr. 8 – Nov/Dez 2004 – Aktion Deutschland braucht Mariens
Hilfe
Mittwoch, 16. Januar 2019
Die wahre katholische Vergebung...
... schließt die
Weiterführung des Kampfes keinesfalls aus
Als die
französische Regierung die Vertreibung der Ordensleute beschloss, waren 1903
die Kartäuser dran. P. Michel Baglin, Prior der „Grande Chartreuse“, schrieb am
12. April 1903 an Herrn Emile Combes (Ratspräsident der Nation) folgenden
Brief:
„Die Frist, die nach Ansicht der Agenten Ihrer Regierung
unseren Aufenthalt in der Grande Chartreuse fixiert , naht sich dem Ende
zu.
Nun, als erstes, haben Sie das Recht zur Kenntnis zu
nehmen, dass wir den Posten der Buße und Fürbitte, auf dem es der Vorsehung
gefallen hat, uns einzusetzen, nicht verlassen werden.
Unsere Mission ist
es, hier für unser geliebtes Land zu leiden und zu beten; nur Gewalt allein
wird das Gebet auf unseren Lippen zum verstummen bringen.
Leider muss man in unruhigen Tagen, in denen die Willkür
herrscht, die traurigsten Möglichkeiten voraussehen.
Und da es trotz der Gerechtigkeit unserer Forderungen
möglich ist, dass ein Gewaltstreich uns plötzlich auflösen, und sogar
aus unserem Vaterland vertreiben wird, möchte ich Ihnen schon heute sagen, dass
ich Ihnen in meinem persönlichen Namen
und im Namen meiner Mitbrüder die verschiedenen, eines Regierungschefs gar
nicht würdigen Prozesse, die Sie gegen uns eingesetzt haben, vergebe.
Zu anderen Zeiten verachtete der Ostrazismus nicht wie
heute die loyal scheinenden Waffen!
Ich würde jedoch glauben, eine Pflicht der christlichen Nächstenliebe zu verfehlen, wenn ich
der Vergebung, die ich Ihnen erteile, gleichzeitig nicht einen hilfreichen Rat und eine ernste Mahnung hinzufüge.
Meine zweifache
Eigenschaft als Priester und Ordensmann ermächtigt mich unmissverständlich,
Ihnen das eine und das andere anzubieten, um Sie daran zu hindern, wenn in Ihnen noch eine Spur
Klugheit vorhanden ist, diesen ekelhaften und nutzlosen Krieg gegen
die Kirche Gottes weiter zu führen.
Also, auf Ihre dringende Aufforderung hin und auf die
Entstehung eines Dokuments, dessen offenkundige Falschheit Sie, so scheint es,
nicht ignorieren können, hat eine
französische Kammer den Orden verurteilt, in dem Unser Herr mich als Chef
eingesetzt hat.
Ich kann dieses
ungerechte Urteil nicht akzeptieren. Ich akzeptiere es nicht; und trotz meiner
aufrichtigen Verzeihung bitte ich um eine Revision gemäß meinem Recht und
meiner Pflicht durch das unfehlbare Tribunal dessen, der unser souveräner
Richter ist!
Infolgedessen — achten Sie ganz besonders auf meine
Worte, Herr Ratspräsident, und beeilen Sie sich nicht, zu lächeln oder mich für
einen Geist eines anderen Zeitalters zu halten — werden Sie mit mir vor diesem Gericht
Gottes erscheinen.
Dort gibt es keine Erpressung, keine Redekünstelei, keine
Tribüneneffekte, keine parlamentarische Manöver, keine falsche Dokumente und
keine nachsichtige Mehrheit, aber ein
ruhiger, gerechter und mächtiger Richter und ein Urteil, gegen das weder Sie
noch ich Berufung einreichen können!
Bis bald, Herr
Ratspräsident. Ich bin nicht mehr so jung und Sie sind schon mit einem Fuß im
Grab.
Machen Sie sich bereit, denn die Konfrontation, die ich
Ihnen ankündige, wird Ihnen unerwartete Emotionen bereiten.
Und für diese
feierliche Stunde setzen Sie eher auf eine aufrichtige Bekehrung und eine
ernsthafte Buße als auf die Fähigkeiten und Sophismen, die Ihnen Ihre
vorübergehenden triumphalen Erfolge herbeiführen.
Und da es meine
Pflicht ist, das Böse mit Gutem zu vergelten, werde ich beten, oder besser
gesagt, werden wir, die Kartäuser, deren Tod
Sie verordnet haben, weiterhin zum Gott der Barmherzigkeit,
den Sie in seinen Dienern so seltsam verfolgen, beten, damit er uns die Reue und die
Gnade der heilsamen Wiedergutmachung gewähre.
Ich verbleibe, Herr Ratspräsident, als Ihr demütiger
Diener.
F. Michel
Anmerkung: Der Wortlaut dieses monumentalen Briefes wurde
in der französischen katholischen Zeitschrift „La Croix“ am 5. August 1927
veröffentlicht. Titel, erste Zeilen und die Hervorhebungen sind von diesem
Blog. Der Artikel in „La Croix“ berichtet weiter in spannender Weise über die
Ereignisse, die dieser Brief zur Folge hatte.
Freie Übersetzung aus dem Französischen in
Donnerstag, 10. Januar 2019
Die Verbindung zur Heimat
»Wenn man uns fragt, was denn die starken Bande seien, durch die wir an unsere Geburtsstätte gekettet sind, so hätten wir Mühe zu antworten. Es ist vielleicht das Lächeln einer Mutter, eines Vaters, einer Schwester; es ist vielleicht das Andenken des alten Lehrers, der uns erzogen, oder der Gespielen unserer Kindheit; es ist vielleicht die Sorgfalt, die die Amme, ein alter Diener auf uns gewendet hat; kurz, es sind die einfachsten, wenn man will, kleinlichsten Umstände; wie ein Hund, der nachts auf dem Feld bellte, eine Nachtigall, die jedes Jahr wieder auf das Baumgut kam, das Schwalbennest am Fenster, der Kirchturm, den man über den Bäumen hervorblicken sah, der Eibenbaum des Kirchhofs, das gotische Grabmal: Das ist alles; aber diese kleinen Mittel beweisen nur um so besser die Wirklichkeit einer Vorsehung, da sie nicht die Quelle der Vaterlandsliebe oder der großen Tugenden sein können, die diese Liebe erzeugt, wenn nicht höherer Wille es so geordnet hätte.«
Aus dem Herz-Jesu-Kalender der Fédération pro Europa Christiana -
FPEC - Frankreich, Juni 2016
Textquelle: François-René de Chateaubriand, „Geist des
Christentums oder die Schönheiten der christlichen Religion“. Morus Verlag,
Berlin 2004. S. 163
Montag, 31. Dezember 2018
Die Flucht nach Ägypten
Um
1350/20 malte Giotto di Bondone (um 1266 – 1337) in der Unterkirche von San
Francesco in Assisi das Fresko „Die Flucht nach Ägypten“.
Maria
in leuchtend blauen Mantel, ihrer Symbolfarbe, reitet im Damensitz. So kann ihr
Kind auf ihrem rechten Bein und von ihrer rechten Hand gehalten werden. Dies
erinnert entfernt an den byzantinischen Typus der Darstellung Mariens als
„Dexiokratusa“. Das Kind hat schon einen Kreuznimbus und wird durch einen
Halsgurt an Maria gebunden.
Zu
dieser Gruppe beugt sich eine Palme. Dieser Vorgang wird sowohl in der Legenda
aurea, als auch im Pseudo-Matthäusevangelium geschildert.
Die
Fliehenden werden von zwei, ihnen vorausfliegenden Engeln beschützt und von
einem folgenden Paar begleitet. Der Junge Mann stachelt den Esel an (Er sticht
mit einem Stachel in den Esel). Dieses Motiv kommt in manchen Ikonen vor. Die
alte Frau trägt ein Bündel auf den Kopf und stützt sich auf einen Wanderstab.
Giotto malt es als Kontrastpaar zu Maria und Joseph. (Joseph ist alt, der
Begleiter ist jung. Bei Maria und der Begleiterin ist es umgekehrt. Joseph
trägt ein Reisebündel über der Schulter, die Begleiterin auf dem Kopf. Joseph
lässt das Halfter locker, während der Bedienstete den Esel vorwärtstreibt.)
Die
„Flucht nach Ägypten“ hat durch die heutigen Vorgänge im Nahen Osten wieder
eine ganz neue Aktualität erhalten. AE
(Titelbild DER FELS Januar
2016)
Redaktion: Eichendroffstr.
17, D-86916 Kaufering
HubertGindert@der-fels.de
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