Donnerstag, 22. August 2024

Wie der Aufruf zur Förderung der Segnung homosexueller Partnerschaften erstmals Unterstützung fand


Pseudo-Segenszeremonien in Köln,
von José Antonio Ureta und
Julio Loredo de Izcue,
21. August 2024

 

Um die Aktivitäten der Homosexuellenbewegung innerhalb der Kirche besser zu verstehen, veröffentlichen wir Auszüge aus dem kürzlich erschienenen Buch „Der gebrochene Damm: Die Fiducia Supplicans ergeben sich der Homosexuellenbewegung“. Die Autoren José Antonio Ureta und Julio Loredo diskutieren den schrecklichen Prozess, der zur Veröffentlichung des vatikanischen Dokuments Fiducia Supplicans führte, das den Segen von Priestern für Personen in irregulären oder homosexuellen Beziehungen erlaubt. Der folgende Text beschreibt die vier Argumente, die zur Rechtfertigung der Segnung homosexueller Partnerschaften verwendet werden.

* * *

Eine der ersten Zugeständnisse, die die Homosexuellenbewegung von der katholischen Kirche erwirken musste, bestand darin, dass Priester – ihre Vertreter – homosexuelle Paare segneten, die vor ihnen kamen. So hat beispielsweise die Christliche Vereinigung der Lesben, Schwulen, Transsexuellen und Bisexuellen Kataloniens (A.C.G.I.L.) seit ihrer Gründung im Jahr 1991 jährlich mehrere homosexuelle Paare mit „fünf oder sechs Vertrauenspriestern“ in Kontakt gebracht, die bereit sind, ihre Verbindung zu segnen. Die Zeremonie findet immer „mit äußerster Diskretion“ statt, „ohne Fotos oder jegliche Öffentlichkeit“, entweder im Haus der Partner oder in der Kirche des Priesters.1

Verhöhnung als Sakrament getarnt

In Deutschland erklärte der Sprecher der Gemeinschaft der Homosexuellen und der Kirche gegenüber dem Magazin Der Spiegel, dass es Zeremonien gebe, bei denen homosexuelle Paare heimlich, nur mit Freunden, Geschwistern oder Eltern, kommen, um einen Segen zu empfangen und gelegentlich auf traditionelle Weise Ringe auszutauschen. Er beschrieb eine solche Zeremonie, die in Köln stattfand, wie folgt: „Es war wie eine Brautmesse mit etwa dreißig Leuten, einer Ringsegnung und klassischen Hochzeitsritualen“, während die Orgel „Großer Gott, wir loben dich“ spielte.2

Dasselbe geschieht seit Jahrzehnten in praktisch jedem Land, in dem es Vereinigungen von Homosexuellen gibt, die sich als katholisch bezeichnen, und Priester, die als Kapläne für sie fungieren. Manchmal hielten sie keine formelle Zeremonie ab, auch wenn sie privat war, sondern eine informelle Segnung des Paares während eines Hausbesuchs, wie Gery Kezler, der Organisator des Wiener Life Balls, Europas größter AIDS-Spendenaktion, in einem Interview mit dem österreichischen Fernsehen verriet. Am 15. August 2018, dem Fest Mariä Himmelfahrt, lud er eine Gruppe von Freunden zum Mittagessen in sein Landhaus ein. Bei dieser Gelegenheit segnete Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien, ihn und seine Lebensgefährtin nach dem Essen. Dann öffneten sie eine Flasche Champagner, und der Korken zerbrach schließlich einen wertvollen Teller aus Meissener Porzellan.3 Kardinal Schönborns Komplizenschaft mit dem homosexuellen Paar hatte neun Monate zuvor begonnen, als sie gemeinsam einen Auftritt der Drag Queen Thomas Neuwirth (Künstlername Conchita Wurst) im Stephansdom organisierten, eine Veranstaltung zum Gedenken an AIDS-Opfer.4

An die Öffentlichkeit gehen

Die homosexuelle Bewegung war jedoch nicht mit privaten Zeremonien zufrieden. Sie musste anfangen, öffentliche Segnungsrituale zu organisieren. Die beste Gelegenheit dafür war der Valentinstag, da viele Pfarreien Messen organisierten, denen die Segnung von Verlobten und Verheirateten folgte. Homosexuelle Paare konnten problemlos zur Messe erscheinen und sich mit den anderen anstellen, um den Segen zu erhalten. Darüber hinaus diente der Wiener Dom als Anreiz, da eine Sendung des österreichischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens eine dieser Veranstaltungen filmte und der Dompfarrer den öffentlichen Dank eines homosexuellen Paares erntete.5

Nach und nach machten die Priester, die solche Segnungszeremonien förderten, sie bekannter, vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einer der skandalösesten Fälle war der von Pfarrer Christoph Simonsen. 2003 organisierte er fünf Segnungszeremonien für homosexuelle Paare vor 300 Teilnehmern in seiner Kirche Maria Hilf in Mönchengladbach, Diözese Aachen, während einer Liturgie des Wortes mit Gebeten und biblischen Lesungen, bei der das homosexuelle Paar in der ersten Reihe saß. Als er dem Priesterrat der Diözese seine Aktivitäten erklärte, sagte Pfarrer Simonsen, dass die „Stärkung etablierter gleichgeschlechtlicher Partnerschaften“ eine „befreiende Kraft“ habe.6

Implizite Erlaubnis für unerlaubte Handlungen

Priester, die offen gegen kanonische Bestimmungen und die in Dokumenten des Heiligen Stuhls festgelegten Regeln verstießen, wurden selten bestraft. Der beredteste Fall war der des maltesischen Dominikanerpaters Mark Montebello, der 2015 während einer privaten Verlobungszeremonie für zwei bekannte Homosexuelle, Ringe segnete. Ein Foto des Vorfalls wurde auf Facebook gepostet, was einen Bericht in Maltas führender Zeitung und große Kontroversen auslöste. Sofort jedoch wurde eine Facebook-Gruppe zur Unterstützung des Priesters gegründet. Der Erzbischof, der hochwürdige Charles Scicluna, und der Obere der Dominikanermönche auf der Insel bestellten den Täter zu einem Treffen ein, nach dem er keine Strafe erhielt. In einer Erklärung bekräftigte die Erzdiözese:

„Während des herzlichen Treffens ermutigte der Erzbischof Pater Mark, seine Bemühungen um Homosexuelle fortzusetzen, und forderte ihn auf, in seinem Amt weiterhin die kirchliche Praxis und Disziplin zu befolgen, insbesondere bei der Feier heiliger Riten und kirchlicher Rituale.

„P. Mark dankte dem Erzbischof und dem Generalvikar für ihre Unterstützung und stimmte zu, dass er in seiner pastoralen Tätigkeit für Homosexuelle weiterhin den Praktiken und der Disziplin der Kirche folgen werde.“7

Deutsche und österreichische Bischöfe übernehmen die Führung

Diese Straflosigkeit ermutigte den progressiven Sektor der Kirche, die Notwendigkeit einer offiziellen Anerkennung dieser Segnungszeremonien und der Vorbereitung eines spezifischen Rituals für homosexuelle Verbindungen zu verteidigen. Dieser Druck war in Österreich und Deutschland besonders stark.

Im Jahr 2015 schlug das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) während der Synode zur Familie „eine Weiterentwicklung liturgischer Formen vor, insbesondere der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, neuer Partnerschaften Geschiedener und für wichtige Entscheidungen im Familienleben.“8 Mehrere deutsche Bischöfe wiederholten diesen Vorschlag später. Im Januar 2018 sagte Bischof Franz-Josef Bode von der Diözese Osnabrück in einem Interview mit deutschen Journalisten, dass die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in deutschen katholischen Kirchen möglich sei.9 Im darauf folgenden Monat deutete Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und damaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, in einem Interview an, dass solche Segnungen möglich seien.10

Im folgenden Jahr veröffentlichte der renommierte Herder-Verlag unter der Leitung von Stephan Loos, Michael Reitemeyer und Georg Trettin das Buch „Mit dem Segen der Kirche? Gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Fokus der Pastoral“. Es enthielt ein Vorwort von Bischof Dr. Franz-Josef Bode von Osnabrück und Erzbischof Dr. Stefan Hesse von Hamburg. Darin enthalten war auch eine Anthologie von Vorträgen, die auf einem Symposium der Akademie des Bistums Osnabrück über die Möglichkeit von Segnungszeremonien für homosexuelle Partnerschaften gehalten wurden. Laut Loos bestehen bereits Möglichkeiten im Kirchenrecht: „Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Ortsbischof Normen für die Liturgie erlassen, die auch Segnungen umfassen können.“11

Bildnachweis: TFP Deutschland

Fußnoten wie im Original

1. “Bendición clandestina de parejas LGTBI: una organización une a sacerdotes y parejas,” El Confidencial, Jul. 1, 2021, https://www.elconfidencial.com/espana/2021-07-01/sacerdotes-catalanes-bendicen-clandestino-parejas-homosexuales_3161276/.

2. “Riskanter Segen für gleichgeschlechtliche Paare,” Spiegel, Aug. 9, 2003, https://www.spiegel.de/spiegel/vorab/a-260660.html.

3. See Novus Ordo Watch, “Austrian Homo Activist Says “Cardinal” Schonborn Blessed His Relationship,” YouTube.com, Novus Ordo Watch channel, Sept. 19, 2018, accessed Apr. 18, 2024, https://www.youtube.com/watch?v=oV-g8aR01Sg.

4. See Christa Pongratz-Lippitt, “Cardinal Leads First-Ever AIDS Day Requiem in Vienna Cathedral,” La Croix, Dec. 4, 2017, https://international.la-croix.com/news/culture/cardinal-leads-first-ever-aids-day-requiem-in-vienna-cathedral/6492. See also, Wikipedia contributors, “Conchita Wurst,” Wikipedia, The Free Encyclopedia, accessed Apr. 26, 2024, https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Conchita_Wurst&oldid=1219830117.

5. See Josef Wallner, “Mehr als ein normaler Segen,” Kirchenzeitung.at, Apr. 28, 2020, https://www.kirchenzeitung.at/site/themen/gesellschaftsoziales/mehr-als-ein-normaler-segen.

6. “Riskanter Segen für gleichgeschlechtliche Paare.”

7. Robert Shine, “Priest Blesses Same-Gender Couple’s Engagement in Malta; Archbishop Remains Calm,” New Ways Ministry, Apr. 15, 2015, https://www.newwaysministry.org/2015/04/15/priest-blesses-same-gender-couples-engagement-in-malta-archbishop-remains-calm/.

8. ZdK, “Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen—Familie und Kirche in der Welt von heute,” ZdK.de, accessed Apr. 19, 2024, https://www.zdk.de/veroeffentlichungen/erklaerungen/detail/Zwischen-Lehre-und-Lebenswelt-Bruecken-bauen-Familie-und-Kirche-in-der-Welt-von-heute-225w/.

9. See “Bischof Bode für Segnung von Homo-Paaren,” NDR.de, Jan. 10, 2018, https://web.archive.org/web/20180110181002/https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Bischof-Bode-fuer-Segnung-von-Homo-Paaren,segnung100.html.

10. See “Kardinal Marx und die Segnung von Homo-Paaren,” Katholisches.info, Feb. 5, 2018, https://katholisches.info/2018/02/05/kardinal-marx-und-die-segnung-von-homo-paaren/.

11. Christoph Paul Hartmann, “Ist ein Segen für homosexuelle Paare möglich?” Katholisch.de, Aug. 29, 2019, https://www.katholisch.de/artikel/22758-ist-ein-segen-fuer-homosexuelle-paare-moeglich.

 

 

Quelle: https://www.tfp.org/how-the-call-to-promote-blessings-for-homosexual-partnerships-first-gained-support/

 

Montag, 19. August 2024

Papst Pius X. (02.07.1835 - 20.08.1914)

 Schwer und bang dröhnte am 20. August 1914 in der ewigen Stadt vom St. Petersdom hinein in den wilden Lärm des heißen Krieges der klagende Ton der Todesglocke, der sich zitternd fortpflanzte über das ganze Weltall, um der katholischen Christenheit die tieferschütternde Nachricht von dem Tode Papst Pius X. zu künden. Der ehrwürdige Greis auf St. Peters Thron hatte seine müden Augen zur ewigen Ruhe geschlossen. Banges Weh durchzitterte jedes katholische Herz, denn zu früh ist er dahingegangen, all zu schnell hat das in liebender Sorge um die Christenheit zitternde Vaterherz zu schlagen aufgehört.

Einfach wie sein Leben, war auch sein Tod. Und wenn wir sonst gar nichts zu rühmen hätten an dem großen Papste, seine letzten Augenblicke, sein ergreifendes schlichtes Testament haben sich in unsere Herzen tief und unvergesslich eingegraben.

Über die letzten Augenblicke des Papstes melden die großen italienischen Blätter: „Der König und die Königin interessierten sich lebhaft für das Befinden des Papstes und erkundigten sich wiederholt beim Ministerpräsidenten. Als Monsignore Bambini dem Papste die letzte Ölung gab, kam der Papst zum Bewusstsein und versuchte die Lippen zu öffnen. Als dann schloss er die Augen und murmelte: Der Wille Gottes möge geschehen. Ich glaube, es geht zu Ende. Das Testamente Pius X. lautet kurz: „Ich bin arm geboren, habe in Armut gelebt und will in Armut sterben. Ich bitte den Heiligen Stuhl, meinen Schwestern monatlich 300 Lire auszuzahlen. Ich will nicht einbalsamiert werden.“

Ja, in Armut war der edle Papst geboren. Er war ein armer Bauernjunge, der barfuß den weiten Weg zur Schule lief. Er zeichnete sich durch einen frommen Wandel, durch Talent, Fleiß und heiteren Sinn aus.1858 wurde er zum Priester geweiht, 1867 wurde er Landpfarrer, 1875 Domherr und dann Bischof von Mantua und Erzbischof von Venedig. Aus der Wahl der Kardinäle vom 4. August 1903 ging er als Papst hervor.

Sein Lebensprogramm war: „Omnia restaurare in Christo.“ Alles in Christus erneuern. In diesem Sinne hat er für die Reinheit der Kirche gesorgt, als er am 3. Juli 1907 65 Sätze verurteilte, die die Offenbarung und den Glauben angriffen. Ganz besonderes Aufsehen hat das Rundschreiben des Heiligen Vaters über den Modernismus erreget. Der 8. September 1907 ist ein bedeutsamer Markstein in der inneren Geschichte des Katholizismus. Es ist der Tag, an dem Pius X. die große Enzyklika gegen den Modernismus in die Welt hinaussandte, die beginnt mit den Worten: „Pascendi dominici gregis.“ Der Modernismus hätte eine innere Krisis im Katholizismus herbeiführen müssen. Der Papst charakterisiert ihn als „Sammelbecken“ aller Irrlehren. Die Modernisten wollten eine Versöhnung herbeiführen zwischen Glauben und Wissen, Theologie und weltlicher Wissenschaft, Geschichte und Dogma. Gewiss ein an sich berechtigtes und notwendiges Unternehmen! Der Modernismus aber schlägt eine falsche Richtung ein. Die Religion sagen sie, hat mit der Erkenntnis und dem Wissen nichts zu tun. Sie wurzelt im Gemüte und in etwas Gefühlsmäßiges, die Sehnsucht nach dem Ewigen, Unendlichen. Es ist das die alte Lehre der deutschen Philosophen Kant, Hegel, Schleiermacher. Die Modernisten leugnen die Offenbarung, die Glaubenssätze haben nur vorübergehende, bedingte Geltung. So lösen sie die katholischen Kirche tatsächlich auf.

Ganz besondere Sorgfalt widmete der Papst der Vertiefung des religiösen Lebens. Deshalb förderte er die Eucharistischen Kongresse, und aus demselben Geiste erwuchsen seine eifrigen Bemühungen für die Einführen der öfteren und täglichen Kommunion.

Noch viele andere heilsame Vorschriften und Erlasse verdanken wir dem heimgegangenen Papste, der bestrebt war, für die Kirche den Frieden zu erlangen, indem er die Gläubigen zum friedfertigen Herzen des göttlichen Heilandes hinzuführen suchte.


Welch schwarze Schatten mag der tiefe Schmerz um seine letzten Tage geworfen haben, das schreckliche Bild sehen zu müssen, das sie Kriegsfackel beleuchtete. Gerade den friedfertigen Sinn eines Pius muss  der Völkerkrieg ein furchtbarer Schmerz gewesen sein.

Möge er uns im Jenseits den baldigen Frieden erflehen!


Aus „Das Ende großer Menschen“ von Anton Steeger. Regensburg 1915. Verlagsanstalt vorm. G. J. Manz, Buch- uns Kunstdruckerei A.-G., München-Regensburg, S. 263

Freitag, 16. August 2024

 Mathias von Gersdorff

Nicht nur die Zahl der Messerattacken steigt, sondern auch die Grausamkeit. Manche dieser Kriminaltaten zeigen eine atemberaubende Brutalität. Jeder konnte das in dem Fall des verstorbenen Polizisten Rouwen feststellen, von welchem viele Videos kursierten.

Seit diesem Fall wird debattiert, wie man die Messer-Kriminalität begrenzen kann.

Faeser hat angekündigt, den Umgang mit Messern im öffentlichen Raum weiter einzuschränken, indem sie die erlaubte Klingenlänge von zwölf auf sechs Zentimeter reduziert. Darüber hinaus soll für gefährliche Springmesser ein generelles Umgangsverbot gelten. Diese Maßnahmen mögen wie ein Schritt in die richtige Richtung erscheinen, doch sie greifen zu kurz.

Für die Polizei ist das zu wenig und fordert ein generelles Verbot. Angesichts der steigenden Zahl von Messerangriffen, insbesondere an Bahnhöfen, reichen der Polizei die von Bundesinnenministerin Nancy Faeser vorgeschlagenen Einschränkungen nicht aus. Ein generelles Verbot des Mitführens von Messern in der Öffentlichkeit ist notwendig, um die Sicherheit der Bevölkerung effektiv zu gewährleisten.

Ein Umgangsverbot bedeutet für die Polizei lediglich, dass Messer unter bestimmten Bedingungen weiterhin erlaubt sind. Dies schafft Schlupflöcher und Unsicherheiten in der Umsetzung. Ein generelles Verbot hingegen würde klare Verhältnisse schaffen und das Mitführen von Messern in der Öffentlichkeit vollständig untersagen. Nur so kann verhindert werden, dass potenziell gefährliche Messer überhaupt in die Nähe öffentlicher Orte wie Bahnhöfen gelangen.

Ein generelles Verbot hätte aus der Sicht der Polizei den Vorteil, dass es für alle Beteiligten – Polizei, Sicherheitskräfte und die Öffentlichkeit – klare Regeln schaffen würde. Niemand müsste sich Gedanken darüber machen, welche Klingenlänge erlaubt ist oder unter welchen Umständen ein Messer getragen werden darf. Ein generelles Verbot macht die Botschaft unmissverständlich: Messer haben in der Öffentlichkeit nichts zu suchen.

Der Vorschlag der Polizei hat insbesondere verstärkte Kontrollen an Bahnhöfen und anderen neuralgischen Punkten im Blick. Sicherheitskräfte könnten bei Großveranstaltungen gezielt nach Messern suchen und diese sofort konfiszieren. Dies würde nicht nur das Risiko von Messerangriffen verringern, sondern auch potenzielle Täter abschrecken.

Gegen die Vorstellungen Faesers und der Polizei regt sich großer Widerstand – zu Recht.

Denn keiner von beiden Vorschlägen berücksichtigt, was zu dieser Debatte geführt hat: Die illegale Migration. Und das ist längst kein „rechtes“ Narrativ mehr. Selbst der Leiter der Berliner Arche, Wolfgang Büscher, hat vor wenigen Wochen in einem Interview berichtet, dass manche muslimische Migrantenfamilien ihre Kinder in einer Gesinnung erziehen, in der Gewalt und Messer selbstverständlich sind: „„Zuerst schneiden wir den Juden die Kehle durch, dann den Schwulen und zum Schluss den Christen.“ In Großstädten wie Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main und München kämen die meisten Kinder und Jugendlichen aus muslimischen Elternhäusern, so Büscher.

Gar nicht zu reden von der Gewalt gegen Frauen, inklusive Vergewaltigungen, die auch rasant angestiegen sind. Nur wenige Feministinnen à la Alice Schwarzer oder liberale Muslime wagen es, dieses Problem anzusprechen, weil die anderen fürchten, als „islamophob“ etikettiert zu werden. Der ganze Themenkomplex ist massiv von ideologischen Scheuklappen geprägt.

Viele der Kriminellen sind zudem Personen, die schon länger keinen Aufenthaltsrecht in Deutschland besitzen und schon mehrfach straffällig geworden sind. Besonders extremer Fall war eine 14 - köpfige Familie aus Syrien in Stuttgart: 10. Geschwister waren schon mit über 100 Straftaten der Polizei bekannt, einige hatten schon Haftstrafen absitzen müssen.

Laut Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 14. August 2024 liegt der Anteil von Einwanderern und Nichtdeutschen unter den Tatverdächtigen bei 50 Prozent, also wesentlich höher als der Anteil dieser Personen an der Gesamtbevölkerung. Die FAZ berichtet auch, dass acht Prozent der Verdächtigen aus Syrien, Türkei, Tunesien, Algerien Afghanistan stammt. Hohen Anteil haben auch Rumänen und Ukrainer.

Diese Tatsachen zu ignorieren, delegitimiert den Staat. In den Nachrichten hört man so gut wie nie von Messerstechereien von Portugiesen, Spaniern oder Italienern, von denen ja auch viele in Deutschland leben.

Kein Wunder, dass man Nancy Faeser vorwirft, sie versuche vom eigentlichen Problem abzulenken, also wie man solche Straftäter aus Deutschland wegbekommt bzw. wie man verhindert, dass sie hier überhaupt ankommen. Die Letzte Polizeistatistik hat eindeutig einen engen Zusammenhang zwischen illegaler Migration und Anstieg der Kriminalität festgestellt. Es ist unverantwortlich, dass Nancy Faeser – immerhin als Bundesinnenministerin für die Polizei zuständig – diese Zahlen und Zusammenhänge gar nicht in der Messer-Diskussion wahrnehmen will.

Faesers Abstraktionsvermögen irritiert auch, weil sie selber vor einer höheren islamistischen Terrorgefahr in Deutschland seit dem Hamas-Überfall auf Israel vom 7. Oktober 2023 warnt. „Auch unser Land steht im Fokus dschihadistischer Organisationen“, sagte Faeser beim jüngsten Besuch des Bundesamtes für Verfassungsschutz in Köln. Manche Messerattacken, wie etwa die auf den Islamkritiker Stürzenberger, bei der der Polizist Rouwen gestorben ist, können als Terrorakt eingestuft werden.

CDU, CSU, FDP argumentieren, dass der gesetzliche Rahmen für Maßnahmen à la Faeser schon längst vorhanden ist. Kommunen können heute schon Waffenverbotszonen einrichten, wie etwa Frankfurt am Main in der Rotlichtzone.

Aber werden sich die Kriminellen überhaupt daran halten? Denn um sie geht es ja. Das ist das klassische Argument in der US-amerikanischen Diskussion über Begrenzungen des Waffenbesitzes: Den gesetzestreuen Bürgern nimmt man Rechte weg und entwaffnet sie, was für die gewaltbereiten Kriminellen nur von Vorteil sein kann. Sie hätten keine bewaffneten Bürger zu befürchten, die sich gegen die Attacken von Kriminellen verteidigen.

In dieser Perspektive erscheint Faesers Vorschlag als blanker Aktionismus.

Man darf natürlich nicht nur über Migration und fremde Kulturen sprechen, in denen Gewalt einen anderen Stellenwert haben, als bei uns. Denn Tatsache ist auch: In Deutschland gehört für viele Kinder und Jugendlichen Gewalt zur Alltagskultur. Das hat mit Migration zu tun, hat aber auch mit Video-Games, mit gewaltverherrlichenden Medienproduktionen, mit TikTok, mit dem allgemeinen Werteverfall und der Verrohung der Gesellschaft zu tun.

Unsere Kinder wachsen in einem Gewaltrausch auf. Höhepunkt im Jahresablauf ist Halloween: In diesen Nächten überschwemmen die Medien die Schlafzimmer der Kinder und Jugendlichen mit Gewalt. Auch das wollen viele aus ideologischen Gründen nicht wahrhaben!


Quelle:  https://www.aktion-kig.eu 

Mittwoch, 7. August 2024

Amtliche Meldung der Erzdiözese Astana, Kasachstan,

 zur Sühne für die Gotteslästerung von Paris, zum Anlass der Eröffnung der Olympischen Spiele 2024

Kathedrale Unserer Lieben Frau von der
Immerwährenden Hilfe zu Astana

AN ALLE PFARREIEN DER ERZDIÖZESE DER HEILIGEN MARIA VON ASTANA

Gelobt sei Jesus Christus!

Liebe Brüder und Schwestern!

Wie Sie wissen, enthielt die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris am 26. Juli dieses Jahres gotteslästerliche Elemente, insbesondere eine Parodie auf das „Letzte Abendmahl“, das den Mittelpunkt des gesamten Lebens der Kirche bildet.

Dagegen protestieren Christen, aber auch Vertreter anderer Religionen und Menschen guten Willens aus aller Welt.

Auch wir Katholiken in Kasachstan möchten Gott ein Sühnegebet für die Sünde der Gotteslästerung anbieten.

Deshalb werden wir am Sonntag, den 11. August dieses Jahres, in unserer gesamten Erzdiözese nach der Heiligen Messe vor dem ausgesetzten Allerheiligsten Sakrament das Gebet „Iesu dulcissime“ lesen (Gebetbuch, Karaganda 2017, S. 310-312).

Im Gebet mit Ihnen vereint!

Ihre Bischöfe:

+ Tomash Peta

+ Athanasius Schneider

Dieser Brief soll am 4. und 11. August dieses Jahres in den Kirchen der Erzdiözese verlesen werden.

 

Astana, den 02. August 2024

 

Dienstag, 6. August 2024

Deutschland verdummt:

43% der Drittklässler in Berlin
erreichen nicht den Mindeststandard

Maximilian Klieber
31. Juli 2024

Das Leistungsniveau der Berliner Drittklässler hat einen historischen Tiefpunkt erreicht, wie der aktuelle Vera-Vergleichstest zeigt. Besonders schlecht schnitten auch die Achtklässler an Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen ab.

Fast die Hälfte der Drittklässler erreicht den Mindeststandard in Lesen und Rechnen nicht

Große Probleme zeigen sich auch bei den Achtklässlern. Geplante Maßnahmen umfassen die Einrichtung von Fachleitungsstellen für Deutsch und Mathematik. Zudem wird eine bessere Steuerung der Lehrkräfte gefordert, um sicherzustellen, dass bedürftige Schulen die besten Lehrer bekommen.

Die Vergleichsarbeiten, bekannt als Vera-Tests, wurden im vergangenen Schuljahr durchgeführt und zeigen ernüchternde Ergebnisse: 43 Prozent der Drittklässler erreichten im Lesen und Hörverständnis nicht einmal den Mindeststandard, in Mathematik blieben sogar 46 Prozent unter den Mindestanforderungen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Niveau weiter verschlechtert.

Startchancen-Programm und Reaktionen der Bildungssenatorin

Noch schlechter stehen die Achtklässler an Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen da: 74 Prozent scheiterten im Mathematiktest, 62 Prozent im Lesen. In Rechtschreibung fielen die Ergebnisse etwas besser aus, jedoch erreichte knapp ein Drittel (30 Prozent) nicht das Mindestniveau. Nur wenige Schüler zeigten Leistungen im oberen Kompetenzbereich.

Die Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) bezeichnete die Ergebnisse als “nicht akzeptabel” und setzt auf Reformen wie verstärktes Lesetraining. Die AfD sprach von einem “katastrophalen Versagen des Berliner Schulsystems”, während die Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg die Ergebnisse als “unüberhörbares Alarmzeichen” bezeichneten.

Gymnasiasten schneiden besser ab

An den Gymnasien fielen die Ergebnisse besser aus, obwohl auch hier bis zu jeder fünfte Schüler an einfachsten Aufgaben scheiterte. Im Bereich “Zahl” erreichten 13 Prozent der Achtklässler die Mindeststandards nicht, im Bereich “Daten und Zufall” waren es 21 Prozent. 12 Prozent verfehlten das Mindestniveau im Lesen, nur ein Prozent in der Rechtschreibung.

Maßnahmen und Kritik am vorherigen Senat

Bildungssenatorin Günther-Wünsch kritisierte das Handeln ihrer Vorgängerinnen aus der SPD und betonte, dass es nicht ausreiche, wie bisher immer mehr Ressourcen ins System zu geben. Sie setzt auf die Umsetzung ihrer Qualitätsstrategie, die regelmäßiges Lesen in allen Fächern vorsieht, nicht nur im Deutschunterricht. Zudem sollen an Grundschulen Fachleitungsstellen für Deutsch und Mathematik eingerichtet werden. Die ersten 72 Stellen für die 360 öffentlichen Grundschulen sind bereits ausgeschrieben, weitere sollen folgen.

Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Franziska Brychcy, forderte, dass diese Fachleitungen schnell an allen Grundschulen eingeführt werden müssten. Zudem müsse der Senat verstärkt steuern, um die besten Lehrkräfte an die bedürftigsten Schulen zu bringen. Marianne Burkert-Eulitz, Sprecherin der Grünen-Fraktion für Bildung, warf der Senatorin vor, mit ihrer Verweigerung, Lehrkräfte zu steuern, die Grundschulen entscheidend geschwächt zu haben.

Die AfD lobte die Bildungssenatorin für viele ihrer Maßnahmen, erneuerte jedoch die Forderung nach “Deutsch-Garantie-Klassen”, in die nur Kinder mit guten Deutschkenntnissen aufgenommen werden sollen.

Fokus auf Kernkompetenzen Lesen und Rechnen

Andreas Schulz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg, sieht das schlechte Abschneiden als “riesige Hypothek für den Wohlstand der Zukunft”. Er fordert, dass sich die Schulen auf die Kernkompetenzen Lesen und Rechnen konzentrieren und die Lehrer von Verwaltungsaufgaben entlastet werden.

Ursachenforschung und Vergleichsstudie

Die Vergleichsstudie Vera nennt keine spezifischen Gründe für das schlechte Abschneiden. Die Bildungsverwaltung teilte mit, dass die aktuelle Erhebung nun ausgewertet werde. Linken-Politikerin Brychcy sieht die Corona-Pandemie und die Integration von mehr als zehntausend Geflüchteten aus der Ukraine in Berliner Schulen als Gründe für die Leistungsprobleme der Schülerinnen und Schüler. Zudem gebe es einen “nie dagewesenen Lehrkräfte- und Schulplatzmangel”.

Die Vera-Tests (Vera 3 und Vera 8) sind bundesweite Vergleichsarbeiten, an denen sich alle Bundesländer beteiligen. Laut dem Institut für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg fehlen Grundschülern, die den Mindeststandard nicht erreichen, grundlegende Kenntnisse, um einen erfolgreichen Übergang in weiterführende Schulen zu gewährleisten.

Wir dürfen nicht erwarten, dass die Politiker sich mit dieser Katastrophe von sich aus auseinandersetzen. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie heute unseren Appell „Aktionsplan gegen die Verwahrlosung der Kindheit“ unterschreiben:

  

Quelle: https://www.aktion-kig.eu

Dienstag, 30. Juli 2024

Wenn Nationen den Weg des Selbstmordes wählen

von Eugenio Trujillo Villegas

Direktor der Kolumbianischen Gesellschaft
Tradition und Aktion

Selbstmord ist die tragischste und fragwürdigste Entscheidung, die Menschen treffen können. Diese Tragödie gilt auch für Nationen, die aufgrund der Dekadenz, Feigheit und Sünde ihrer Bewohner beschließen, ihre eigene Existenz zu vernichten. Dann zerstören sie sich selbst, obwohl es für sie selbstverständlich wäre, Fortschritte zu machen und immer besser zu werden.

Die Geschichte ist davon voller Beispiele, denn sie ist eine fortlaufende Lektion, die uns lehrt, wie Nationen sich dafür entscheiden, ob sie für ihre Errungenschaften glänzen oder in Chaos und Barbarei versinken.

Es kommt häufig vor, dass manche Nationen ihre Richtung verlieren, weil ihre Bewohner blind werden und sich die Dümmsten und Unfähigsten aussuchen, sie zu regieren. Dann nehmen sie mit Euphorie die Ereignisse an, die zu Ruin, Tod und ihrer eigenen Auslöschung führen.

Die Schande der Herrschenden verschärft die Probleme

Es war der ungewöhnliche Fall des Zaren Nikolaus II. von Russland. Als er 1917 das Dokument über den Thronverzicht unterzeichnete, sagte er zu einem seiner Mitarbeiter: „ … um uns herum gibt es nur Verrat, Feigheit und Betrug.“ Er wusste nicht, dass seine extreme Ungeschicklichkeit eine der finstersten Perioden der Menschheit einleitete, da er das Ausmaß der kommunistischen Revolution, die ihn entthronte, nicht erkennen konnte. Und noch weniger, dass alle Verräter von ihm selbst oder von seiner halb verrückten, regierungsunfähigen Frau oder vom finsteren Rasputin, dem er selbst den Zutritt zum Hof erlaubte, in wichtige Positionen berufen worden waren.

Was er als pazifistische und versöhnliche Haltung ansah, als er auf den Thron verzichtete, stürzte Russland in die größte Tyrannei. Einige Monate später wurden der Zar und seine gesamte Familie von den Bolschewiki brutal erschossen, die er mit seiner Abdankung besänftigen wollte.

Es ist ein schwerer Fehler, vor einem radikalen Feind zu kapitulieren, der uns zerstören will, in der Hoffnung, seine perversen Absichten zu besänftigen. Die Kinder der Schlange sind, wie die Heilige Schrift sagt, klüger und intelligenter als die Kinder des Lichts, eine Wahrheit, die sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder wiederholt.

Und genau das ist das große Problem Kolumbiens!

Kolumbiens Feinde sind auf der Jagd

Alle Feinde der Nation sind darauf ausgerichtet, sie zu zerstören, und zwar auf effiziente und koordinierte Weise. Der Plan wird im Rhythmus der Kriegstrommeln ausgeführt, während die Institutionen vor dem wütenden marxistischen Angriff zusammenbrechen, ohne dass die Hauptopfer davon Notiz nehmen oder etwas unternehmen, um sich zu verteidigen.

Die von der Regierung geförderten Reformen werden strikt umgesetzt, entweder weil sie im Kongress durch skandalöse Bestechungsgelder genehmigt oder weil sie durch Präsidialerlasse durchgesetzt wurden. So wurde die Steuerreform verabschiedet, die die Steuern vervielfachte und die Wirtschaft stagnierte; und der Eingriff in das Gesundheitssystem, der dazu führen wird, dass Menschen aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung auf der Straße sterben; und die Rentenreform, die es der Regierung ermöglichen wird, sich der Rentenersparnisse zu bemächtigen; und die Bildungsreform, die den Marxismus und die Geschlechterideologie in Schulen und Universitäten durchsetzen wird.

Hinzu kommt, was kommen muss, das wie eine Planierraupe sein wird, die Freiheit und Fortschritt auslöscht. Jetzt kündigen sie die Beschlagnahmung privater Ersparnisse bei Banken und neue Agrargesetze an, um die Enteignung ländlicher Gebiete zu beschleunigen. So wird sich der ideologische Fanatismus der extremen Linken durchsetzen, der nur Sklaverei, Elend und Chaos hervorbringt.

Wir Kolumbianer sehen mit Erstaunen das unvorstellbare Ausmaß der Korruption, unter der wir leiden. Die gigantischen Staatsinstitutionen, deren Zahl fast 150 beträgt, verwalten große Budgets und das meiste Geld wird für Bürokratie und Korruption ausgegeben, ohne dass irgendwelche Arbeiten durchgeführt werden.

Alles wird gestohlen! Es sind diejenigen, die zusammen mit den Politikern die Ausplünderung des Staates befehlen!

Darüber hinaus tun dies auch die 32 Landesregierungen und die 1.100 Gemeinden. Die meisten Bürgermeister und Gouverneure kommen nur zum Stehlen an die Macht, mit sehr wenigen ehrenwerten Ausnahmen.

Worüber beschweren wir uns also? Wir haben die schreckliche Situation erreicht, dass die Organisationen, die dies verhindern sollten, genau diejenigen sind, die nie etwas sehen oder etwas untersuchen, wie zum Beispiel die Generalstaatsanwaltschaft, die Staatsanwaltschaft und die Rechnungsprüfer. Die Korruption liegt vor ihnen, aber sie tun nichts, um sie zu stoppen.

Ein ausgeplünderter Staat

All diese Verschlechterungen haben sich seit der Verfassung von 1991 vervielfacht und Kolumbien zu einem gescheiterten Staat gemacht, der von politischen Kriminellen verwaltet, von Vertragsmafias ausgeplündert und von Dutzenden bewaffneter Terrorgruppen bedroht wird. Der Staat wurde zu einem allmächtigen Moloch, zum Besitzer von allem, der nichts anderes tut, als Hindernisse und Barrieren für die Geschäftsentwicklung zu schaffen und jedes Jahr die Steuern zu erhöhen, um die hungrige Beute der Wölfe zu sättigen.

Alles, was bisher gesagt wurde, ist sehr ernst und führt zur allmählichen Auflösung des Staates. Aber jetzt passiert etwas viel Schlimmeres, da einige dumme Menschen anfangen, sich an die Verantwortlichen unseres Unglücks zu wenden, damit sie nun die Probleme lösen können, die sie in der Vergangenheit verursacht haben.

Mit absurder Blindheit vertrauen sie dann Vargas Lleras, der mit dem Friedensabkommen Santos‘ rechte Hand bei der Zerstörung Kolumbiens war. Oder in Pastrana, der die Caguán-Aberration erfand; oder in Uribe, der uns Santos und Duque auferlegte und in unserem Namen auch den Diebstahl der Volksabstimmung aushandelte; und in Duque, der uns in den gegenwärtigen Strudel ausgeliefert hat, weil er nicht in der Lage war, sich dem terroristischen Streik zu stellen und den Wahlbetrug zu vermeiden, da er als Präsident letztendlich das Gegenteil von dem tat, was er im Wahlkampf versprochen hatte.

Schließlich ist dieselbe politische Klasse, die uns in die aktuelle Katastrophe geführt hat, für die absurde Perversität verantwortlich, allen Terroristen, die Kolumbien zerstört haben, Begnadigungen und Amnestien zu gewähren.

Diese Politik war die Hauptursache der Auflösung des Rechtsstaats in den letzten 40 Jahren, da sie größtmögliche Straflosigkeit für Entführung, Erpressung, Raub, Mord und Terrorismus garantierte.

Um Kolumbien wieder aufzubauen, müsste diese korrupte politische Klasse aus der Regierung ausgeschlossen und durch ehrliche Menschen mit tiefen ideologischen und moralischen Prinzipien ersetzt werden, die den Mut haben, mit den Ideen zu regieren, für die das Volk sie gewählt hat. In all den Jahren werden diese Politiker gewählt, indem sie bestimmte Dinge versprechen, aber wenn sie an die Macht kommen, tun sie genau das Gegenteil, ohne dass irgendjemand etwas von ihnen verlangt.

Ohne die Entfernung korrupter Politiker aus der Regierung werden alle unternommenen Anstrengungen fruchtlos sein und keines unserer Probleme lösen. Dies sollte die grundlegende Debatte in dieser tiefen und dunklen Nacht sein, in der wir uns befinden, in der das Böse das Land übernommen hat und die Guten eingeschüchtert sind, ohne etwas zu tun.

Sagt man nicht, dass es mehr von uns Guten gibt? Das ist eine Halbwahrheit, die am Ende eine Lüge ist, denn die Guten sind auf keinen Fall die Feiglinge, die sich verstecken, um nichts zu tun.

Die Guten sind nur diejenigen, die den Mut haben, sich der Tragödie zu stellen!

Und das sind nicht viele, sondern eher wenige. Aber sie werden ausreichen, um das Land mit der unbändigen Kraft der Wahrheit zu lenken, die sie mächtig macht, und dann kann die Nation gerettet werden und dieser Tsunami des Bösen besiegt werden, der Kolumbien und die Welt erfasst hat.

11. Juni 2024 – trujillo.eugenio@gmail.com

 

 

Aus dem Spanischen „Cuando las naciones escogen el camino del suicidio“ übersetzt.

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Carlo Odescalchi, Kardinal und Ordensmann (5.03.1785 – 17.08.1841)

 

Der Herzogssohn hatte ebenso wohltätige wie fromme Eltern. Am Neujahrstage 1809 feierte der edle Jüngling der eine Zierde an Tugend und Wissenschaft war, in Rom seine Primiz. Das Auge der Mutter schwamm in Tränen. Der Vater drückte einen ehrerbietigen Kuss auf des Sohnes geweihte Hand. Der Glanz der Unschuld, der aus seiner ganzen Erscheinung hervorleuchtete, die heiße heilige Liebesglut, die er in Vornahme der weihevollen Handlung bekundete, hatte alle Anwesenden hingerissen.

Pius VII. zog den vielversprechenden jungen Priester sogleich an sich. Trotz seine vielen Geschäfte war er allen Anwalt, Beschützer, Tröster, Wohltäter in oft recht schwierigen Verhältnissen. Am 20. August 1810 schied der Vater von ihm, nachdem er ihm die Sterbesakramente gespendet. Seine Mutter, deren Beichtvater und Seelenführer seit seiner Priesterweihe gewesen, folgte dem edlen Gatten nach 3 Jahren in die Ewigkeit.

Odescalchi wurde vom Heiligen Vater wichtige Ämter übertragen. Er war von ihm auch dazu auserwählt, die soziale und seelsorgliche Fürsorge für die unteren Volksklassen Roms zu übernehmen. In seiner Stellung suchte er allen alles zu werden.

Seine hervorragende Wirksamkeit, seine außergewöhnlichen Anlagen des Geistes und der Herzens, die große Hochschätzung des Papstes, seine feinen Sitten und sein allgemeines Ansehen ließen es naturgemäß erscheinen, dass er am 23. März 1823 zum Kardinal ernannt wurde. Ganz Rom und insbesondere auch Kaiser Franz von Österreich begrüßte diese Ernennung. Als Kardinal wurde er mit neuen Vertrauensposten beehrt und wirkte in ihnen mit unermüdlichem Eifer. Für gefallene Mädchen berief er Frauen vom „Gutem Hirten“. Er wachte über würdige Sonntagsfeier und beseitigte aus den Kirchen leichtfertige Musik. Zur besseren Unterweisung der Jugend führte er die Schulbrüder ein. Am glänzendsten bewährte sich seine hingebende und aufopfernde Tätigkeit während der Cholera. Da bot er alles auf, was die christliche an geistiger und leiblicher Fürsorge andern zu gewähren vermag.

Wort und Schrift boten sich gegenseitig die Hand.

Odescalchi fühlte sich schon immer durch die Kardinalswürde bedrückt. Schon öfter hatte er sie dem Papste zurückgeben wollen, um seinen Lieblingswunsch und in die Gesellschaft Jesu eintreten zu können. Endlich enthob ihn Gregor XVI (am 30. November 1838 schweren Herzens von allen Würden.

Odescalchi trat im Noviziathause in Verona ein und gab allen ein leuchtendes Beispiel tiefer Demut und Frömmigkeit. Am 2. Februar 1840 legte er die Gelübde ab. Jetzt konnte er wie es sein Herz wünschte, als Missionsprediger unumschränkt wirken. Erzherzog Max von Este, der ihn predigen hörte, sagte: „Eine solche Predigt allein ist eine Reise von Wien nach Verona wert.“ Der schlichte Jesuitenpater erschütterte die verstocktesten Sünder. Allgemeines Weinen und Schluchzen der ganzen Volksmenge war eine gewöhnliche Erscheinung bei seinen Missionspredigten und der Erfolg zeigte späterhin deutlich, dass die se außerordentlichen Äußerungen des Reueschmerzes keine vorübergehenden Erregungen waren.

Mitten aus seiner apostolischen Tätigkeit wurde Odescalchi von Gott abberufen, um die Krone der Unsterblichkeit zu erhalten. Breits längere Zeit kränkelnd, wurde er von den Ärzten in ein milderes Klima und zwar nach Verona und von da nach Modena geschickt. Sein Übel ein Brustleiden, wurde zwar gemildert, aber er konnte nicht geheilt werden. Während der Dauer seiner Krankheit bemerkte man an ihm nicht das leiseste Zeichen, dass er betrübt sei oder Schmerz empfinde. Er erklärte auch jedem, der mit ihm von seinem Übel redete, ganz ruhig und heiter, er fühle nicht die geringste Neigung, seine Genesung von Gott zu erflehen.

Da das Leiden der Kranken in einem Zustand äußerster Schwäche versetzte, entschloss man sich, ihm die heiligen Sakramente zu spenden. Als er gefragt wurde, ob er eine Generalbeichte abzulegen wünsche: er verlange sehr danach, das zu tun; denn es sei ein gar heilsamer Gebrauch, kurz vor seinem Tode eine Generalbeichte abzulegen; er genieße übrigens den größten Seelenfrieden und empfinde nicht die geringste Unruhe. Als der Pater Rektor mit dem Allerheiligsten ins Zimmer trat (am 13. August 1841), da strahlte eine wunderbare Begeisterung aus seinem Antlitze. Trotz der äußersten Entkräftung richtete er sich auf uns wandte sich an Pater Rektor mit den Worten: „Wenn Euer Hochwürden es mir erlauben, so möchte ich noch einiges Wenige sagen.“ Die Erlaubnis wurde ihm erteilt und er sprach nun also: „Hochwürdige Patres und geliebte Brüder, ich danke Ihnen allen für die große Liebe, die Sie mir erwiesen, und für die vielen Sorgen, mit welchen Sie sich meinetwegen belasten haben. Sobald ich im Paradiese sein werde, will ich für Sie alle die seligste Jungfrau bitten, dass sie, die ja so freigiebig ist, ihnen alles reichlich vergelte. Dann bitte ich auch noch Sie alle um Verzeihung wegen des schlechten Beispiels, das ich Ihnen gegeben habe.“ Diese Worte mit der größten Innigkeit von einem Manne gesprochen, den alle für einen Heiligen hielten, erschütterten alle Anwesenden so gewaltig, das ein lautes Schluchzen das ganze Zimmer erfüllte. Selbst der Pater Rektor hatte Mühe, das Misereatur und die übrigen bei der Spendung der heiligen Wegzehrung gebräuchlichen Gebete zu sprechen. Zwei Tage später empfing Odescalchi die letzte Ölung und bald darauf die Generalabsolution. Mit großer Andacht antwortete er immer selbst auf die Gebete, welche die heilige Kirche für die Spendung der letzten Tröstungen der Religion vorgeschrieben hat. Gegen 4 Uhr morgens, den 17. August kam Pater Rektor und eröffnete ihm, dass diesen Morgen alle Messen und Kommunionen für seine Genesung aufgeopfert würden. Darauf erwiderte P. Odescalchi: Tausend Dank, Pater Rektor, für so große Liebe, aber heute ist der Tag, an welchem mein Opfer vollendet wird.“ Gegen 6 Uhr schien er in einem tiefen Schal versunken, aber plötzlich bewegte er sich heftig und rief mit lauter Stimme: „Siehe, siehe der heilige Aloisius kommt um mich zu segnen.“ Der anwesende Bruder beobachtete ihn nun mit größter Aufmerksamkeit, und nach wenige Augenblicken sah er, wie das Antlitz des Sterbenden sich verklärte, als gerate es in ein großes, freudiges Erstaunen. Er rief aus: „O wie schön ist die heilige Mutter Gottes! Ist’s möglich, dass sie so schön ist? Das habe ich nicht geglaubt.“ Kurz vor dem Hinscheiden ergriff der Pater Rektor ein Kruzifix, hielt es ihm vor die Augen, und wiederholte einigemal die Frage: „Kennen Sie diesen?“ Bei dieser Frage öffnete der Sterbende noch einmal die Augen und heftete sie auf das Kruzifix, sein Antlitz verklärte sich neuerdings, er sammelte seine letzten Kräfte und sprach ganz vernehmlich mit aller Innigkeit die Worte, welche seine letzten waren: „O ja, diesen kenne ich.“ Dann neigte er sein Haupt auf die Brust und gab nach wenigen Augenblicken, ohne seine Züge im geringsten zu verändern, seine Seele in die Hände seines Heilandes zurück, dem  zuliebe er auf alle Größe dieser Welt verzichtete.

 

 

Aus „Das Ende großer Menschen“ von Anton Steeger. Regensburg 1915. Verlagsanstalt vorm. G. J. Manz, Buch- uns Kunstdruckerei A.-G., München-Regensburg, S. 52. 


Zum Bild oben: Die Malerin, Ann Agnes Trail oder Agnes Xavier Trail (17 Februar 1798 – 3 Dezember 1872) war eine Britisch-Römisch-Katholische Nonne und Künstlerin. Sie hatte eine führende Rolle in der Einrichtung  des St Margaret's Convent in Edinburgh.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Ann_Agnes_Trail