Sonntag, 24. Dezember 2023

Es ist ein’ Ros’ entsprungen …

 

Niemand weiß mehr genau, welches Jahr die Chronisten der Welt in ihren Büchern verzeichneten, als ein junger Mönch mit Namen Laurentius in einem Kloster unweit von Trier lebte. Doch es mag um das Jahr 1600 gewesen sein. Jenes Kloster erhob sich in stattlicher Höhe über dem Moseltal inmitten einer gottgesegneten Landschaft.

Laurentius hatte nach dem Geheiß seines Vaters in jungen Jahren die Weihen genommen und sich willig, mit der Geduld des wahrhaft frommen Menschen in die Gemeinschaft der Brüder eingelebt. Er lebte unter seinesgleichen voll sanfter Zurückhaltung und einer ungezwungenen Leidenschaftslosigkeit. Sein gütiges Wesen, die Art, wie er im Gespräch die Worte zu setzen, und der Eifer, mit dem er zu arbeiten wusste, trugen ihm beizeiten die besondere Liebe und Zuneigung des Priors ein. Keines anderen Stimme war beim abendlichen Tedeum so erfüllt von Inbrunst und Fröhlichkeit wie die seine.

Nächtelang studierte er alte Schriften und übertrug Teile daraus mit schönen und klaren Lettern in ein selbstgebundenes Buch. Da er zudem von je eine starke Neigung zur Musik besessen hatte, übte er sich im Lesen und Niederschreiben von Noten, und wenn er, wie es nicht selten geschah, die Orgel spielte, flossen die Melodien so ineinander, dass er manchmal nicht zu unterscheiden wusste, welche davon er selber erdacht und welche er von alten Meistern übernommen hatte.

An einem Weihnachtsmorgen hatte Laurentius sich früh von seinem Lager erhoben; denn es waren viele Pilger zu erwarten, die alljährlich ins Kloster kamen, um dort die Christmette zu hören. Da der junge Mönch das Amt des Pförtners innehatte, war es sein Dienst, dafür zu sorgen, dass niemand vor dem Tor unnötig zu warten brauchte.

Aber noch war es dunkel draußen, und keine Menschenseele rührte sich. In der Nacht hatte es unaufhörlich geschneit. Laurentius trat die ersten Spuren in den frischen Schnee, als er den Klostergarten durchquerte, um zur Pforte zu gelangen. Ein blasser, dunstiger Mond erhellte den Himmel. Auf dem Rückweg kam Laurentius am Brunnen vorüber. Als er sich über dessen Rand beugen und auf den Grund hinabschauen wollte, wie er es gern tat, um dem rieselnden Laut des Wassers zu lauschen, fiel sein Blick unversehens auf einen Rosenstrauch zu Füssen der Brunnenmauer. Was er plötzlich sah, ließ ihn für eine Weile vor Freude und Erstaunen den Atem verhalten. Zwischen den kahlen, froststarrenden Zweigen des Strauches wuchs ein grünes Reis auf, und an seinem Ende erblühte in makelloser Schönheit eine Rose.

Sein Staunen wich tiefer Ergriffenheit. „Seltsam“, dachte Laurentius, „eine blühende Rose mitten im kalten Winter!“ Er brach sie behutsam und sog ihren Duft ein. Als er gewahr wurde, dass die ersten Pilger sich näherten, verließ er den Platz, wo er des Wunders teilhaftig geworden war, und gesellte sich zu den Brüdern in die Kapelle. Dort legte er, von niemandem bemerkt, die Rose unter das Bild· der Gottesmutter. Und abermals geschah ein Wunder. Wäre Laurentius von geringem Glauben gewesen, würde er es für einen Zufall gehalten haben, dass just in dem Augenblick, da er sich in das Gebet der .Gemeinde eingefügt hatte, der Priester das Schriftwort Jesaias sprach: „Es wird ein Zweig aufsprossen vom Stamme Jesses.“

Laurentius fühlte seine Seele von einem großen Glück durchflutet. Ja, er war ausgezeichnet worden vor allen anderen!

Die Christmette war vorüber, und die Pilger begannen sich zu zerstreuen. Es war inzwischen Tag geworden. Das Licht drang mit matten Farben durch die Fenster der Kapelle. In Gedanken verstrickt, schritt Laurentius vom Chorgestühl zum Lettner empor. Während er ging, sprach er Worte vor sich hin, die unablässig aus seinem Inneren aufstiegen. Die Worte fügten sich zu Zeilen, die Zeilen verbanden sich zu Versen:

„Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart ...“

Er ließ sich auf der Orgelbank nieder. Den Orgelbuben, der sich gerade entfernen wollte, wies er an, noch einmal die Bälge zu treten. Und dann spielte und sang der Mönch das neugeborene Lied. Einige Gläubige, darunter eine Schar Kinder, kehrten in die Kapelle zurück und lauschten der wunderbaren, nie gehörten Weise. Da der Spieler sie einige Male wiederholte, ging sie jedem so ein, dass er sie bald mühelos mitsingen konnte. In dieser Stunde also trat das Lied in die Welt, das seither nicht mehr aus ihr fortzudenken ist:

 

Es ist ein Reis entsprungen

Es Ist ein Reis entsprungen
aus einer Wurzel zart.
Wie uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art.
Und hat ein Blümlein bracht
Mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht

Das Röslein, das ich meine,
davon Jesaja sagt,
hat uns gebracht alleine,
Marie, die reine Magd;
Aus Gottes ew’gem Rat
Hat sie ein Kind geboren
Wohl zu der halben Nacht.

Das Blümelein so kleine,
das duftet uns so süß,
mit seinem hellen Scheine
vertreibt’s die Finsternis:
Wahr’ Mensch und wahrer Gott,
hilft uns aus allem Leide,
rettet von Sünd’ und Tod.

Aus „Brasil-Post“ Nr. 1566 São Paulo, Brasilien (1950er Jahre)

Bild: Pixabay

Mittwoch, 20. Dezember 2023

Stellungnahme der Erzdiözese der Hl. Maria in Astana

 

Stellungnahme der Erzdiözese der Hl. Maria in Astana

zu der am 18. Dezember 2023 vom Dikasterium für die Glaubenslehre herausgegebenen

und von Papst Franziskus bestätigten Erklärung „Fiducia supplicans“


Der erklärte Zweck des oben genannten Dokumentes des Heiligen Stuhls besteht darin, die Möglichkeit zu geben, „Paare in irregulären Situationen und gleichgeschlechtliche Paare zu segnen“ (Einleitung zum Dokument). Gleichzeitig versichert das Dokument, dass solche Segnungen vorgenommen werden, „ohne deren Status offiziell zu konvalidieren oder die beständige Lehre der Kirche über die Ehe in irgendeiner Weise zu verändern“.

Die Tatsache, dass das Dokument eine „Ehe“ gleichgeschlechtlicher Paare nicht gestattet, sollte Priester und Gläubige nicht für die große Täuschung und das Böse blind machen, das in der Erlaubnis der Segnung von Paaren in irregulären Situationen und gleichgeschlechtlichen Paaren lieget. Ein solcher Segen widerspricht direkt und schwerwiegend der göttlichen Offenbarung und der ununterbrochenen, zweitausendjährigen Lehre und Praxis der katholischen Kirche. Paare in einer irregulären Situation und gleichgeschlechtliche Paare zu segnen, stellt einen schwerwiegenden Missbrauch des allerheiligsten Namens Gottes dar, da dieser Name auf eine objektiv sündige Verbindung des Ehebruchs oder der homosexuellen Aktivität herabzurufen wird.

Daher können keine, nicht einmal die schönsten Aussagen der oben genannten Erklärung des Heiligen Stuhls die Tatsache verharmlosen, dass diese Art von legitimierten Segnungen weitreichende verheerende Folgen haben. Mit solchen Segnungen wird die katholische Kirche, wenn nicht in der Theorie, so doch in der Praxis, zum Propagandisten der globalistischen und gottlosen „Gender-Ideologie“.

Als Nachfolger der Apostel und treu zu unserem feierlichen Eid bei der Bischofsweihe, „das Erbe des Glaubens in Reinheit und Integrität zu bewahren, gemäß der Tradition, die seit der Zeit der Apostel in der Kirche immer und überall befolgt wurde“, ermahnen und verbieten wir den Priestern und Gläubigen der Erzdiözese der Hl. Maria in Astana jedwede Form von Segnungen von Paaren in einer irregulären Situation und von gleichgeschlechtlichen Paaren zu empfangen und zu praktizieren. Es versteht sich von selbst, dass jeder aufrichtig reuige Sünder mit der festen Absicht, nicht mehr zu sündigen und seine öffentliche sündhafte Situation (wie z. B. Zusammenleben außerhalb einer kirchenrechtlich gültigen Ehe, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft) zu beenden, kann einen Segen erhalten.

In aufrichtiger brüderlicher Liebe wenden wir uns mit gebührender Achtung an Papst Franziskus, der – indem er die Segnung von Paaren in einer irregulären Situation und gleichgeschlechtlicher Paaren genehmigt – „nicht aufrichtig nach der Wahrheit des Evangeliums wandelt“ (vgl. Gal. 2,14), um die Worte zu gebrauchen, mit denen der hl. Apostel Paulus den ersten Papst in Antiochia öffentlich ermahnte. Deshalb bitten wir Papst Franziskus im Geiste der bischöflichen Kollegialität, die Erlaubnis zur Segnung von Paaren in einer irregulären Situation und gleichgeschlechtlicher Paare zu widerrufen, damit die katholische Kirche unzweideutig als „Säule und Grund der Wahrheit“ (1 Tim 3,15) für all jene erstrahlen kann, die aufrichtig danach streben, den Willen Gottes zu erkennen und, ihn erfüllend, zum ewigen Leben zu gelangen.

 

Astana, 19. Dezember 2023

 

+ Tomash Peta, Metropolit der Erzdiözese der Hl. Maria in Astana

+ Athanasius Schneider, Weihbischof der Erzdiözese der Hl. Maria in Astana


Verbreitung erwünscht

Dienstag, 19. Dezember 2023

Weltweiter Gebetskreuzzug zu Ehren des Unbefleckten Herzens Mariens,

um ein göttliches Eingreifen für die Krise der Kirche zu erbitten


In Fatima gab uns Unsere Liebe Frau für unsere Zeit das Gebet des Rosenkranzes und die Übung der ersten fünf Samstage als wirksames geistliches Mittel, um besondere göttliche Gnaden zu erlangen.

Die Übung der ersten fünf Samstage besteht aus Folgendem: Am ersten Samstag von fünf aufeinander folgenden Monaten das Sakrament der Beichte und die Heiligen Kommunion zu empfangen, den Rosenkranz zu beten und fünfzehn Minuten lang mindestens eines der fünfzehn Geheimnisse des Rosenkranzes zu betrachten, mit der Absicht, Sühne für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens zu leisten.

Angesichts der enormen Krise, die derzeit die katholische Kirche heimsucht, startet die Bruderschaft Unserer Lieben Frau von Fatima einen weltweiten geistlichen Kreuzzug, der aus dem täglichen Gebet des heiligen Rosenkranzes und der Übung der fünf ersten Samstage besteht, um durch das Unbefleckte Herz Mariens die Hilfe und das Eingreifen Gottes, insbesondere für den Heiligen Stuhl in Rom, zu erflehen.

Dieser geistliche Kreuzzug beginnt am ersten Samstag im Januar 2024 (6. Januar) und endet am ersten Samstag im Dezember 2024 (7. Dezember).

8. Dezember 2023, 
Hochfest der Unbefleckten Empfängnis der Allerseligsten Jungfrau Maria

Christopher P. Wendt, Internationaler Direktor der Bruderschaft Unserer Lieben Frau von Fatima


+ Athanasius Schneider, 

Geistlicher Assistent der Bruderschaft Unserer Lieben Frau von Fatima, Weihbischof der Erzdiözese der Heiligen Maria in Astana



Nachdruck/Verbreitung erwünscht.

Original (englisch) https://www.livefatima.io/crusade/


 

Dienstag, 5. Dezember 2023

Die verhängnisvolle Ära-Kissinger geht zu Ende

Von John Horvat II
2. Dezember 2023
 

Am 28. November 2023 starb Henry Kissinger im Alter von 100 Jahren.
Der ehemalige Außenminister beriet zehn Präsidenten und nahm an unzähligen internationalen Foren teil. Bis zum Ende besuchte er ausländische Staatsmänner und schrieb Leitartikel in wichtigen Medien. Es gab nur wenige Ehrungen, die er nicht erhielt. Alle Türen standen ihm offen.

Sein Tod signalisiert mehr als sein Übergang in die Ewigkeit. Es fällt mit den chaotischen Ereignissen zusammen, die jetzt den Rahmen zerstören, den er geschaffen hat. Eine katastrophale Kissingersche Ära der Zugeständnisse, Kompromisse und Kapitulationen geht zu Ende, während die Welt in eine unbekannte und ungewisse Zukunft eintritt.

Ein umstrittener Mann, der für sein Versagen belohnt wird

Nur wenige Staatsmänner wurden für so große Misserfolge so reich belohnt. Tatsächlich gewann er den Friedensnobelpreis für seine Rolle im Pariser Abkommen, das das amerikanische Engagement in Vietnam beendete und Südvietnam in kommunistische Hände fiel.

Ob im Nahen Osten, in Taiwan oder in der Ukraine, die Welt zahlt immer noch die Konsequenzen seiner ausgehandelten Vereinbarungen, seiner „magischen“ Pendeldiplomatie und seines brutalen „Realismus“. Er war umstritten, da sowohl die Linke als auch die Rechte sein Erbe mittlerweile bemängeln.

Kissinger betrat die nationale politische Bühne mit seiner Ernennung durch Präsident Richard Nixon zum Assistenten für nationale Sicherheitsangelegenheiten im Dezember 1968. Später fungierte er von 1973 bis 1977 als Außenminister unter den Regierungen Nixon und Ford. Nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus setzte er mit häufigen Kommentaren und Konsultationen eine bedeutende Präsenz in der amerikanischen politischen Szene fort.

Änderung der Richtung der amerikanischen Außenpolitik nach links

Man erinnert sich an ihn, weil er in einer Reihe von Schritten, die die kommunistische Herrschaft verlängerten und die Entschlossenheit des Westens abschwächten, die Richtung der amerikanischen Außenpolitik nach links änderte.

Es genügt, an seine drei größten außenpolitischen Katastrophen im Jahr 1972 zu erinnern.

Als Außenminister tat er, was nur wenige Linke wagen würden. Er brachte die antikommunistischste Regierung der Welt unter Präsident Nixon dazu, sich mit den brutalsten kommunistischen Regierungen der Welt auseinanderzusetzen. Er gewährte diesen Regimen die besten Bedingungen, die stets die Ausbreitung des Kommunismus begünstigten.

Diese Angebote wurden gemacht, als die kommunistischen Regierungen aufgrund ihrer katastrophalen Wirtschaftssysteme unter großer Schwäche litten und die kommunistische Bewegung einen Rückgang ihrer Überzeugungskraft zur Mobilisierung der Weltmassen erlebte.

Der China-Besuch bereitete den Weg für Ströme westlichen Geldes

Die diplomatische Offensive von 1972 begann mit dem Besuch von Präsident Nixon in Rotchina und dem Tyrannen Mao Zedong am 22. Februar. Dieser Besuch führte zur beschämenden „Ein-China“-Politik und war ein Verrat an Taiwan. Diese kleine Öffnung brachte Ströme westlicher Hilfs- und Investitionsgelder nach China.

Dieses vom Westen selbst geschaffene Monster bedroht nun sechzig Jahre später die Welt. Der Westen war der Verlierer dieses riskanten Spiels. Er hat jedes Zugeständnis gemacht, während der Kommunismus in einem jetzt militarisierten China immer noch die Oberhand hat, das Amerika und den Westen herausfordert.

Der Russland-Gipfel zur Rettung des Sowjetregimes

Im Mai 1972 organisierte Henry Kissinger ein Gipfeltreffen, bei dem Präsident Nixon Moskau einen Staatsbesuch abstattete, um zehn formelle Abkommen zu unterzeichnen. Der antikommunistische Präsident entwickelte eine Entspannungspolitik, die die Beziehungen zwischen den USA und der Sowjetunion erwärmte.

Die Abkommen umfassten erweiterte Kredite, Getreideexport, industrielle Entwicklung, Waffeneinschränkungen und andere Vorteile, die das wirtschaftlich angeschlagene kommunistische Regime begünstigten. Tatsächlich behinderte der ABM-Raketenvertrag (SALT I) die amerikanischen Verteidigungsbemühungen so sehr, dass Präsident George W. Bush gezwungen war, aus dem Vertrag zurückzutreten.

Kissingers Unterstützung für Russland hielt bis heute an, mit seinem Plädoyer für Kompromisse und Zugeständnisse nach der brutalen russischen Invasion in der Ukraine.

Sein krönender Erfolg war sein offensichtlichster und spektakulärster Misserfolg – der „Durchbruch“ des Pariser Abkommens von 1972, mit dem das Ende des Vietnamkrieges ausgehandelt wurde. Der „Frieden in Ehre“ von Präsident Nixon bestand im Abzug der amerikanischen Truppen aus Südvietnam und der anschließenden Einstellung der Finanzhilfen.

Das gescheiterte Abkommen machte ihn zu der Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, deren Name alle Katastrophen und Schanden symbolisiert, die die freie Welt in Vietnam erlitten hat. Unzählige Vietnamesen kamen bei diesem Debakel ums Leben, und der Westen brauchte Jahrzehnte, um nach dieser ausgehandelten Niederlage sein Selbstvertrauen zurückzugewinnen.

Dies war das Erbe von Henry Kissinger. Er war der Initiator eines von der Rechten durchgeführten Politikwechsels nach links. Er führte den Westen von einer Position der Stärke zu einer Position der Schwäche. Die kommunistischen Regime gewannen die Zeit, den Handel und die westlichen Investitionsmittel, die sie brauchten, um ihre katastrophale Politik zu überleben und ihre militärische Macht aufzubauen.

Alles wurde geopfert, um einen Modus Vivendi mit dem Kommunismus zu erreichen und Krieg und Konflikte zu vermeiden. Amerika und der Westen sehen sich nun mit den tragischen Folgen seiner Politik der Zugeständnisse, der Entspannung, des prinzipienlosen Handels und der Auslagerung großer Teile unserer Produktionsbasis an einen ideologischen Feind konfrontiert, der auf unsere Vernichtung aus ist.

 

Aus dem Englischen mit Hilfe von Google Übersetzer, von
https://www.tfp.org/the-disastrous-kissinger-era-comes-to-an-end/?PKG=TFPE3197

Die deutsche Fassung „Die verhängnisvolle Ära-Kissinger geht zu Ende“ erschien erstmals in
www.r-gr.blogspot.com

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Donnerstag, 23. November 2023

Stellungnahme von Weihbischof Athanasius Schneider zur Absetzung von Bischof Strickland

 

„Der einzige Vorwurf, der jetzt mit Sicherheit schwere Strafen nach sich zieht, ist die sorgfältige Bewahrung der Traditionen der Kirchenväter.“ Diese Worte des hl. Basilius (Ep. 243) können die Absetzung des Bischofs von Tyler, TX/USA, Seiner Exzellenz Joseph E. Strickland, am treffendsten veranschaulichen. Die Absetzung von Bischof Joseph E. Strickland bedeutet einen schwarzen Tag für die katholische Kirche unserer Zeit. Wir erleben eine eklatante Ungerechtigkeit gegenüber einem Bischof, der seine Pflicht getan hat, indem er den unveränderlichen katholischen Glauben und die unveränderliche katholische Moral predigte und mit Parrhesia [Wahrsprechen in aller Freiheit] verteidigte und die Heiligkeit der Liturgie, insbesondere im uralten traditionellen Ritus der Messe, förderte. Jeder versteht, sogar die erklärten Feinde dieses Bekennerbischofs, dass die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen letztlich fadenscheinig und unverhältnismäßig sind und als gute Gelegenheit genutzt wurden, eine unbequeme prophetische Stimme innerhalb der Kirche zum Schweigen zu bringen.

Was mit den Bischöfen während der Krise des Arianismus im 4. Jahrhundert geschah, die nur deshalb abgesetzt und ins Exil geschickt wurden, weil sie unerschrocken den traditionellen katholischen Glauben predigten, wiederholt sich auch in unseren Tagen. Gleichzeitig werden mehrere Bischöfe, die öffentlich Häresie, liturgische Missbräuche und Gender-Ideologie unterstützen und ihre Priester offen dazu auffordern, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen, vom Heiligen Stuhl nicht im Geringsten bedrängt oder sanktioniert.

Bischof Strickland wird wohl als „Athanasius der Kirche in den USA“ in die Geschichte eingehen, der jedoch, anders als der hl. Athanasius, nicht von der weltlichen Macht, sondern unglaublicherweise vom Papst selbst verfolgt wird. Es scheint, dass eine Art „Säuberung“ der Bischöfe, die dem unveränderlichen katholischen Glauben und der apostolischen Disziplin treu sind und die bereits seit einiger Zeit andauert, nun eine entscheidende Phase erreicht hat.

Möge das Opfer, das unser Herr von Bischof Strickland verlangt hat, reiche geistliche Früchte für Zeit und Ewigkeit tragen. Bischof Strickland und andere treue Bischöfe, die bereits zum Rücktritt aufgefordert wurden, die derzeit marginalisiert sind oder die nächsten in der Reihe sein werden, sollten Papst Franziskus in aller Aufrichtigkeit sagen: „Heiliger Vater, warum verfolgen und schlagen Sie uns? Wir haben versucht, das zu tun, was alle heiligen Päpste von uns verlangt haben? Mit brüderlicher Liebe bringen wir das Opfer dieser Art von Verfolgung und Verbannung für das Heil Ihrer Seele und für das Wohl der Heiligen Römischen Kirche dar. Tatsächlich sind wir Ihre besten Freunde, Allerheiligster Vater!“

+ Athanasius Schneider, Weihbischof von Sankt Marien in Astana

 

 

Aus dem Englischen mit Hilfe von Google Übersetzer in „Confraternity of Our Lady of Fatima, 117 South Hollywood Blvd., Steubenville, OH 43952, Vereinigte Staaten, gelesen am 12.11.2023

Die deutsche „Stellungnahme von Weihbischof Athanasius Schneider zur Absetzung von Bischof Strickland“ erschien nach aktuellem Wissen erstmals in www.r-gr.blogspot.com

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Samstag, 18. November 2023

Das Amerika, in dem gleichgeschlechtliche „Ehen“ verboten sind

 

von John Horvat II,
16. November 2023

Den meisten Menschen ist es nicht bewusst, aber in einigen Teilen des Landes ist die gleichgeschlechtliche „Ehe“ verboten. Sie ist nicht erlaubt, weil die Bewohner dagegen sind. Sie behaupten, es widerspreche ihrer Kultur.

Es erscheint seltsam, dass die Kriterien, die für diese eine Gruppe amerikanischer Bürger gelten, für andere ungültig sind. Im Gegensatz zu den fünfzig Staaten können die Menschen in diesen Gebieten selbst entscheiden, wie sie ihr Leben innerhalb ihrer Kultur leben wollen. Der Oberste Gerichtshof, der das Recht des Landes festlegt, ist in diesen Bereichen nicht oberste Instanz.

Die Ablehnung der amerikanischen Ureinwohner

Die Antwort auf diese Ungereimtheiten wird deutlich, wenn die Identität dieser Bewohner bekannt wird. Diejenigen, die auf der traditionellen Ehe bestehen, sind amerikanische Ureinwohner. Die Gebiete, in denen die gleichgeschlechtliche „Ehe“ verboten ist, gehören zu den bedeutendsten Indianerreservaten des Landes.

Diese Reservate werden als souveräne Stammesnationen anerkannt und unterliegen daher nicht dem berüchtigten Urteil Obergefell v. Hodges aus dem Jahr 2015, das dem Land die gleichgeschlechtliche „Ehe“ auferlegte.

Stämme wie die Navajos verboten die Maßnahme als Widerspruch zu ihrer Kultur und Tradition. Eine solche Behauptung führt zu einem Kurzschluss innerhalb der Linken, die sowohl die „Rechte“ von LGBTQ als auch die Unterstützung „unterdrückter“ Minderheiten auf ihrer Agenda hat. Das Problem für die Linke besteht darin, dass „unterdrückte“ Minderheiten die gleichgeschlechtliche „Ehe“ ablehnen.

Neuer Druck, gleichgeschlechtliche „Ehe“ durchzusetzen

Allerdings wächst der Druck auf die Stämme, sich an die moderne Zeit anzupassen, selbst auf Kosten der Abkehr von der Stammeskultur.

Obwohl es sich um den jüngsten Navajo-Nationalrat aller Zeiten handelt, werden die derzeitigen Bemühungen zur Aufhebung des Verbots nicht einfach sein. Ähnliche Berufungen scheiterten bereits zweimal. Das Thema ist bei den über 170.000 Stammesmitgliedern, die in dem 27.000 Quadratmeilen großen Reservat leben, nicht beliebt.

Pro-Homosexuelle-Aktivisten versuchen mit allen Mitteln, ein Referendum zu vermeiden, da in der gesamten Region konservative Gefühle tief verwurzelt sind. Es könnte leicht zu einer peinlichen Niederlage führen. Sie bevorzugen eine Entscheidung des Exekutivrats, um die Ehe durchzusetzen, ähnlich wie der Oberste Gerichtshof den Willen von 31 Staaten außer Kraft gesetzt hat, die die traditionelle Ehe in ihren Verfassungen verankert haben.

Gründe für Widerstand

Es gibt viele Gründe, warum die Navajos dem Druck widerstehen. Einige Navajos nehmen eine praktischere Haltung ein und fordern, dass sich die Ratsmitglieder auf die Verbesserung von Straßen und die Förderung von Bildung konzentrieren sollten, statt auf spaltende Themen, die keinen Bezug zur täglichen Realität haben.

Die Opposition sagt auch, dass die Kultur des Stammes diesen Schritt nicht unterstütze. Die Linke hat auf kulturelle Argumente mit einer Änderung des Narrativs reagiert. Seine Aktivisten versuchen, die Indianer zu übertreffen, indem sie behaupten, die Navajos kennen ihre Kultur nicht...

Sie verweisen praktischerweise auf postmoderne „indigene Gelehrte“, die nur allzu bereit sind, die Geschichte neu zu schreiben, um die Navajos zum Erwachen zu bringen.

Diese Gelehrten behaupten, dass die Navajos und andere Stammesgemeinschaften vor dem 20. Jahrhundert traditionell unterschiedliche Geschlechter anerkannten. Die gegenwärtige Ablehnung von Homosexualität ist auf den Kolonialismus und die christlichen Werte zurückzuführen, die von den Missionaren mitgebracht wurden. Dieser westliche Einfluss trieb diejenigen, die das praktizieren, was sie „Zwei-Geister“-Sexualität nennen, in den Untergrund.

Die meisten Navajos wissen nichts über diese von indigenen Gelehrten vertretenen Zwei-Geister-Modelle. Einige amerikanische Ureinwohner sagen, ihre Vorfahren seien seit vielen Generationen Medizinmänner und -frauen gewesen. Keiner von ihnen hat von Männern gehört, die Männer heiraten, oder von Frauen, die Frauen heiraten. Seit jeher besteht die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau.

Tatsächlich sind es die Ältesten, die der Vergangenheit am nächsten stehen, die dem Druck widerstehen. Sie verteidigen die traditionelle Ehe als Teil der Navajo-Kultur. Einige drehen die Argumentation auf die Gelehrten um und sagen, dass der homosexuelle Lebensstil „den Weg der weißen Männer“ darstellt.

Tatsächlich geht der Drang, das Navajo-Gesetz zu ändern, auf eine dekadente westliche Schrift zurück, nicht auf die der amerikanischen Ureinwohner. Die Aktivisten schöpfen aus allen Seiten des Strategiebuchs, das zur berüchtigten Obergefell-Entscheidung führte.

Tiefe christliche Wurzeln

Aktivisten nennen tiefe christliche Wurzeln als größtes Hindernis für ihre Bemühungen. Die Navajo-Gemeinschaft ist sehr religiös und respektiert Gott und sein Gesetz, das solche Beziehungen verbietet. Es ist ein Beweis dafür, dass die universelle Botschaft des Evangeliums alle Menschen anzieht.

Die Navajo trotzen allen Stereotypen der Linken. Als vermeintlich unterdrückte Minderheit, die unter weit verbreiteter Armut leidet, sollten die Navajo bereit sein, sich vom Kolonialismus zu befreien und sich der Revolution anzuschließen. Der Stamm hält jedoch an seiner authentischen Tradition und seinen christlichen Wurzeln fest und lehnt die Woke-Agenda ab.

Auf diesem moralischen Gebiet sind die Navajos ein Vorbild für Amerika. Sie weigern sich, dem Druck derer nachzugeben, die Gottes Gesetz in Frage stellen.

 

Photo Credit: © Melinda Nagy – stock.adobe.com

 

Aus dem Englischen mit Hilfe von Google Übersetzer von »The America Where Same-Sex „Marriage“ Is Banned«

Die deutsche Fassung „Das Amerika, in dem gleichgeschlechtliche „Ehen“ verboten sind“ erschien erstmals in www.r-gr.blogspot.com

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Donnerstag, 9. November 2023

Die Demolierung des Priestertums führt zu einer schamanistischen Kirche

 


Soll das Priestertum in der katholischen Kirche abgeschafft werden? Braucht die Kirche überhaupt Priester? Die Synodalversammlung hat diese Frage zur Diskussion zugelassen.

Auf die Frage, ob es eine „Diskussion“ über die Abschaffung des Priesteramtes geben soll, antworteten 1. Oktober 2021 95 Synodenteilnehmer mit "Ja", 94 stimmten mit "Nein". Weil die einfache Mehrheit bei der Vollversammlung des Synodalen Weges genügt, kann diese Frage beim "Synodalen Weg" offiziell diskutiert werden.

Nun könnte mancher behaupten: „Es ginge ja bloß um das Diskutieren. (Fast) keiner in der Vollversammlung wird wohl ernsthaft der Meinung sein, das Priesteramt könne man einfach so abschaffen. Zu einer konkreten Forderung wird es wohl deshalb nicht kommen. Die Angelegenheit kann man beruhigt beiseiteschieben.“

Wer so meint, hat den Vorfall nur oberflächlich analysiert und vorschnell Schlüsse gezogen: Denn selbst wenn der Synodale Weg schließlich nicht die Abschaffung des Priesteramts beschließt (bzw. fordert, den die Vollversammlung kann einen solchen Entschluss nicht fassen), so wird sehr ernsthaft die Konstruktion einer egalitären Kirche erörtert, in welcher der Priester so gut wie keine Autorität besitzt.

Hier wurde schon oft gezeigt, dass das Ziel der deutschen Kirchenrevolution die Einführung des Egalitarismus in die Kirche ist.

Der Progressismus hasst die hierarchische Verfassung der Kirche und alles, was damit zu tun hat: Sakralität, Schönheit, Tradition.

Der Synodale Weg hat schon gezeigt, wie wichtig ihm ist, egalitär zu sein: Beispielsweise ist die Sitzordnung in der Versammlungshalle nach dem Anfangsbuchstaben des Namens festgelegt. Rang, Funktion, Amt, Alter, Erfahrung spielen keine Rolle. Kein Parlament der Welt ist so egalitär aufgestellt, wie der Synodale Weg in Deutschland.

So kann man sich nicht wundern, dass man sich ernsthafte Gedanken über eine Kirche macht, in der der Priester nur noch hinzutritt, um das nötigste auszurichten, etwa die Wandlungsworte bei der Messe auszusprechen oder die Lossprechung bei der Beichte zu erteilen.

Der Priester wäre auf seine Kernfunktion reduziert und die Tatsache, dass er in „persona Christi“ handelt, kaum noch sichtbar.

Kann eine solche Kirche aber überhaupt überleben? Wie soll eine solche Kirche sich strukturieren, wenn die Priester zu einer rein funktionellen Rolle reduzieren werden? Was würde die Menschen in dieser Kirche zusammenhalten? Woher käme so was wie ein „Gemeinschaftsgefühl“?

Eine Möglichkeit wäre, dass man das interne Leben dieser Pseudo-Kirche rund um Personen ordnet, die einen gewissen Charismatismus mitbringen. Menschen, die fähig sind, mit ihrer Persönlichkeit – in guten oder im schlechten Sinne – andere zu beeinflussen und zu überzeugen.

So könnte man beispielsweise versuchen, Persönlichkeiten wie Greta Thunberg als Sprachrohre des Heiligen Geistes zu deklarieren. Solche Personen würden von Medien und medial geförderten Theologen mit einer (scheinbaren) moralischen Autorität ausgestattet werden, die die Lebenseinstellungen- und Weisen der Katholiken vorgeben.

Mit solchen Figuren könnte man versuchen, dass es für die Katholiken wichtiger wird, „klimaneutral“ zu leben, als die 10 Geboten zu befolgen.

Gerade aus dem Milieu des Umweltaktivismus ließen sich sowieso viele finden, die genug pseudo-geistige Energie und Ausstrahlung besitzen, um mehr oder weniger als Schamanen zu wirken: Mit ihrem bloßen Präsenz und Haltung und sehr wenigen Worten würden sie Lebensstile präsentieren und intuitiv vorgeben, wie man zu leben hat.

Solche Pseudo-Propheten ließen sich für alle Themen finden, die gerade in Mode sind: Gender, Diversität, Cancel-Culture. Klima und Ökologie sowieso.

Sie allesamt würden eine Art Kolleg von Pseudo-Päpsten bilden, die eher durch ihre Lebensauffassung Einfluss ausüben, als durch dem, was sie verbal kommunizieren.

Auch Priester könnten selbstverständlich eine solche schamanistische Rolle einnehmen, doch die Tatsache, dass sie geweihte Menschen sind, würde dabei keine Rolle spielen. Denn es geht vielmehr um die Vorgabe eines pseudo-spirituellen Lebensstils, der sich eher am Buddhismus, am Pantheismus und an den Naturreligionen orientiert, als an der katholischen Moraltheologie- und Askese.

 

Bild: © Synodaler Weg/Maximilian von Lachner

Dieser Artikel erschien erstmals in

http://mathias-von-gersdorff.blogspot.com/2021/10