Donnerstag, 13. März 2025

Warum Amerika und Kanada sich als Verbündete gegen China vereinen müssen

 


von Gary Isbell, 
27. Februar 2025

Auf den ersten Blick wirken die Vereinigten Staaten und Kanada wie zwei Geschwister, die in derselben Nachbarschaft aufgewachsen sind, aber leicht unterschiedliche Wege eingeschlagen haben. Der eine fuhr ein protziges Auto, träumte groß und war auf jeder Party der Extrovertierte. Der andere, ruhiger und nachdenklicher, kultivierte den Ruf von Höflichkeit und pragmatischer Weisheit.

Trotz ihrer Unterschiede verbindet diese nordamerikanischen Nachbarn mehr als nur eine Grenze. Die Geographie verbindet sie, doch gemeinsame Werte müssen sie vereinen. Mehr denn je müssen diese beiden Länder ihr Bündnis moralisch, wirtschaftlich und militärisch gegen ein bedrohliches China stärken.

Eines der überzeugendsten Argumente für eine engere Zusammenarbeit zwischen den USA und Kanada ist ihre gemeinsame Grundlage in christlichen Traditionen, Moralvorstellungen und Regierungsstrukturen. Die moralischen Grundlagen ihrer Rechtssysteme wurzeln im Common Law, der Rechtsstaatlichkeit und der individuellen Freiheit – im Gegensatz zu Chinas autoritären kommunistischen Regimen.

Gemeinsam können Amerika und Kanada eine entscheidende Rolle dabei spielen, die besten Aspekte der westlichen Zivilisation zu bewahren.

Amerika und Kanada sind im wahrsten Sinne des Wortes natürliche Verbündete. Sie teilen die längste unverteidigte Grenze der Welt, ein außergewöhnlicher Beweis für gegenseitiges Vertrauen und Respekt. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen fördert eine reibungslose Zusammenarbeit in Energieproduktion, Handel und Verteidigung.

Gemeinsam ist Nordamerika eine beispiellose Energie-Supermacht. Kanadas riesige Reserven an Öl, Erdgas und kritischen Mineralien ergänzen Amerikas enorme Ressourcen und seine Fähigkeit, Ressourcen in großem Maßstab zu raffinieren, zu exportieren und zu vermarkten, perfekt. Eine zusammenhängende Lieferkette zwischen den USA und Kanada würde die Abhängigkeit von minderwertigen chinesischen Waren verringern, gleichzeitig Innovationen in Spitzentechnologien vorantreiben und die Energiesicherheit des Westens stärken. Der Zusammenschluss ist sinnvoll, um Chinas Dominanz bei Seltenerdmineralien und deren Produktion entgegenzuwirken.

Kanada ist kein Konkurrent, sondern ein amerikanischer Partner. Der Handel zwischen den beiden Nationen ist nach wie vor einer der umsatzstärksten weltweit – täglich werden Waren und Dienstleistungen im Wert von über 1,7 Milliarden US-Dollar ausgetauscht. Durch die Stärkung dieser wirtschaftlichen Interdependenz und die Stärkung von Abkommen zum gegenseitigen Nutzen können Amerika und Kanada ihren Status als vereinte Wirtschaftsfront festigen, die Chinas Streben nach Dominanz auf den Weltmärkten entgegenwirken kann.

Man könnte meinen, Amerika und Kanada seien sich bis auf ihren Akzent und einige Vorlieben ähnlich. Doch obwohl sie englisches und französisches Erbe teilen, machen kulturelle Unterschiede jedes Land einzigartig. Diese Unterschiede sind Stärken, keine Hindernisse.

Die Vereinigten Staaten leben von Innovation, dem Überschreiten von Grenzen und ungebrochenem Ehrgeiz. Kanada hingegen bietet ausgewogenen Pragmatismus, Diplomatie und tiefen Respekt für internationale Partnerschaften. Richtig kultiviert, ist die mutige globale Führung der Vereinigten Staaten gepaart mit Kanadas pragmatischer Weisheit eine Win-Win-Situation.

Wer versucht ist, Kanada einfach als 51. Bundesstaat Amerikas zu absorbieren, sollte bedenken, dass Unabhängigkeit und Identität für die Förderung gegenseitigen Respekts von größter Bedeutung sind. Amerika und Kanada sind deutlich unterschiedliche Nationen mit einzigartiger Geschichte, Kultur und Herkunft. Eine Fusion würde die Qualitäten untergraben, die diese Beziehung so wichtig machen. Der Fokus sollte darauf liegen, die positiven Aspekte jedes Landes zu fördern und zu würdigen und gleichzeitig harmonisch auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten.

Der Elefant im Raum – oder sozusagen der Drache – ist das kommunistische China. Sein beunruhigender Expansionsdrang gibt Anlass zu großer Sorge. Von seiner aggressiven Militärpräsenz im Südchinesischen Meer bis hin zu seiner eigennützigen Belt and Road Initiative streckt China seine Tentakel systematisch über den Globus aus.

Kanada beispielsweise hat bereits Chinas Übergriffe in Bereichen wie der ausländischen Einmischung in seine Angelegenheiten erlebt. Daher ist Distanz nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit.

Ein gestärktes Bündnis zwischen den USA und Kanada wäre ein unmissverständliches Signal an Peking. Wirtschaftlich könnte ein vereintes Nordamerika die Abhängigkeit von billigen chinesischen Importen verringern, Lieferketten verbessern und einen ausgewogeneren Handelsfluss schaffen. Wenn Kanada sein Militär aufrüsten könnte, würde die vereinte Stärke beider Länder die Sicherheit kritischer Infrastrukturen und der von China und Russland bedrohten arktischen Handelsrouten gewährleisten.

Amerika und Kanada sollten nicht fusionieren; sie müssen gemeinsam voranschreiten. Durch die Vertiefung ihres Bündnisses können diese beiden Nationen die Macht ihrer gemeinsamen Werte, ihrer reichhaltigen Ressourcen und ihrer sich ergänzenden Stärken verstärken. Sie können die Zukunft der westlichen Zivilisation gegen totalitäre Feinde verteidigen, die in der heutigen Welt immer aktiver werden.

  

Aus dem englischen in:

https://www.tfp.org/why-america-and-canada-must-unite-as-allies-against-china/?PKG=TFPE3549

 

Warum Amerika und Kanada sich als Verbündete gegen China vereinen müssen erschien erstmals in https://www.p-c-o.blogspot.com

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